Herbert on Januar 31st, 2010
kraftpapier

Pack es!

Ja, das Ruhrgebiet! Jene Gegend, in der einst Tatort-Schimanski Gesetzesbrechern auf die knallharte Tour den richtigen Weg zeigte. Jener Schmelztiegel der Völker und Nationen, wo die Herkunft keine Rolle spielt. Dort, wo die Leute um 5 Uhr morgens zur Schicht auf die Höfe von Thyssen und Krupp fahren, sich mit rußgeschwärzten Gesichtern zuwinken und ihren trockenen Kehlen ab und an jenen Trunk gönnen, den sie liebevoll “KöPi” nennen. [1] Yeah, dort ist ein Mann noch ein Mann! Und nur aus dem Herzen der Schwarzen Lunge Deutschlands [2] kann jenes Notizbuch kommen, das den klaren, schlichten, treffenden Namen “Kraftpapier” trägt. Nicht “Powerpaper”, nicht “Ei-Look XL 38″ – nein, die Menschen in Essen lieben eine klare Sprache. Es hat nichts Weiches seiner (Moleskine-)Verwandten [3] aus Italien, nichts von den auf antik getrimmten germanischen Vettern. In ihm zeichnet meine keine Herzchen und Figürchen und erfasst keine komplizierten Tagesabläufe. Allenfalls notiert man “Getränkemarkt – heute”, oder “Rot-Weiß Essen – Karten besorgen (un Pommes)”. Vielleicht notiert man auch mal seine Handynummer und steckt sie der rothaarigen Bedienung zu, die bestimmt auf Männer mit Brustbehaarung steht. Okay, vielleicht auch mal ein sentimentales Gedicht, um die neue Freundin zu beeindrucken, etwa “Wenn Deine Augen wie die Kohle glühn – dann bin ich innerlich am verbrühn” … oder so.
Also mal ein Notizbuch, das ganz anders ist als andere von den Jungs aus Essen gemacht wird, die ihre Firma “Kraftpapier” nennen. Dort kann man das Teil auch bestellen, der Support ist super (habe Antwort auf meine Mails innerhalb weniger Minuten erhalten) und das Ding ist pfiffiger, als man denkt. So kann man den inneren Papierblock z. B. herausnehmen und wenden – schöne Idee, wenn man wegen des besseren Schreibgefühls z. B. immer auf die rechte Seite schreibt. Also – gucken kost ja nix, wie der Kumpel zu sagen pflegt … ;-)

[1] Bevor ich Beschwerdemails über meine klischeehaften Vorstellungen kriege: Ich weiß, dass es dort heute anders aussieht und dass im Ruhrgebiet ausgesprochen nette Leute wohnen! Mein besonderer Gruß geht an meinen langjährigen Freund Udo P. aus Bottrop.
[2] … ja, auch das weiß ich: Essen ist Kulturhauptstadt Europas 2010. Mein zweiter Gruß geht daher an meine ehemalige Kommilitonin Sabine M. aus Essen.
[3] Ja, ich finde Moleskine toll und hab’ selbst einige davon – nur traue ich mich nicht, rein zu schreiben, weil die Dinger so teuer waren …

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Herbert on Januar 25th, 2010
Windows 7 Rechner

kleines Multitalent

Auf den ersten Blick sieht der eingebaute Taschenrechner von Windows 7 gewohnt unscheinbar aus. Wahrscheinlich gönnt man ihm nur einen kurzen Blick, falls man ihn überhaupt startet. Damit tut man dem kleinen Kalkulator Unrecht, denn er hat ziemlichen Zuwachs bekommen. Damit sind nicht die Varianten “Wissenschaftlich”, “Statistik” oder “Programmierer” gemeint – derartige Umstellungen sind schon Ewigkeiten in den Rechner integriert. Erwähnenswert ist vielmehr der kleine “Papierstreifen”, Verlauf genannt, der die vorgenommenen Rechenoperationen wie in einer Historie speichert. Read the rest of this entry »

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Herbert on Januar 20th, 2010
design-ideen

Wer bin ich?

Heute mal wieder ein paar Ideen aus der Welt der Illustrationen. Links haben wir einen Ausschnitt aus dem Portfolio von Alex Dukal, der seinerseits einen Blog mit interessanten Links und Hinweisen zum Thema schreibt. – Über einen Disney-Zeichner der 20-er Jahre, Gustaf Tenggren, und das Prägen eines eigenen Stils handelt dieser Blogbeitrag. – Philip Tseng, ein Illustrator aus San Diego, schafft es, mit schlichten Linien und klaren Farben zu überzeugen. – Und zum Schluss seien noch die Arbeiten von David Malan empfohlen.

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Herbert on Januar 19th, 2010
zensiert

So nicht!

Ja, Zensurursula war erst der Anfang! Längst liegen in den Schubladen von Kristina [1] Pläne, die weitreichender sind und im wahrsten Sinne des Wortes einen direkten Eingriff in die Privatsphäre des ästhetisch interessierten Mannes bedeuten! Technisch ausgesprochen raffiniert gemacht, merkt man zunächst beim Anschauen eines entsprechenden Videos nichts davon. Aber falls sich eine Stunde nichts vor Ihren Augen verändert, dann sollten Sie Ihren Blick auf das kleine Männchen richten – ein Prototyp der infamen Technik ist auf dieser Seite zu finden [via Kalliey(R)]. – Aber damit die Leserinnen jetzt nicht denken, wir Männer hätten nur “das Eine” im Kopf – hier noch ein praktischer Tipp: Mit diesem Pizza-Schneider machen Sie Eindruck! Alternativ gibt es diese Ausführung. – So, und zum Schluss noch etwas aus dem Bereich der Politik: Fotos unserer Staatsoberhäupter, die man selten in der Tagesschau zu sehen bekommt.

[1] Auch wenn das niemand bemerkt hat und keiner etwas mit dem Namen anfangen kann – Kristina Köhler lenkt seint Monaten die Geschicke des Familienministeriums.

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Herbert on Januar 9th, 2010
Schlafmodus

Schlaflabor für zu Hause

Regina schaute mich über den Brötchenkorb hinweg fassungslos an: “Was soll ich?” fragte sie mit einem drohenden Unterton.
Ich beschwichtigte, während ich von meinen iPhone aufschaute:
“Jetzt reg’ Dich doch nicht gleich auf – es wird nur für ein paar Tage sein – bis es sich kalibriert hat.”
Sie schnaubte mit der gleichen Stimmlage:
“Kali … was?”
“Bis es sich auf mich eingestellt hat – das soll bereits nach zwei bis drei Tagen der Fall sein.”
“Und so lange soll allen Ernstes _ich_ im Gästezimmer übernachten, damit _Du_ das Bett mit Deinem Handy teilst? Du bist ja wohl nicht ganz backen!”

Ich seufzte. Wann würde sie je begreifen, dass mein iPhone kein normales “Handy” war? Vielmehr konnte es eine Vielzahl ausgesprochen nützlicher Programme ausführen, wie z. B. über den Zustand des aktuellen Waschgangs zu informieren. In diesem speziellen Fall ging es mir allerdings um eine wesentlich wichtigere Software (Sleep Cycle), die geschickt die neuesten Ergebnisse der Schlaflaborforschung ausnutzte: Dank der im iPhone eingebauten Sensoren wurden auch leichteste Veränderungen während des Schlafs registriert, wenn man es flach neben sich auf die Matratze legte (natürlich ein Stück weiter weg vom Körper, versteht sich). Ein ausgeklügelter Algorithmus registrierte so die Tiefschlafphasen des Besitzers. Wenn man nun, sagen wir mal, um 7:30 Uhr geweckt werden möchte, stellt man dies als Deckzeit im Programm ein. Die Software ihrerseits berechnet den idealen Zeitpunkt des Aufwachens in der halben Stunde vor dem Aufstehen. So erwachte man wesentlich frischer als wenn man mitten aus dem Tiefschlaf aufgerufen würde.
Der Haken bei der Sache war nun, dass das Programm einige ungestörte Nächte mit dem Besitzer verbringen musste – eben jene erwähnte Kalibrierung – um seinen ganz persönlichen Schlafrhythmus zu erkunden. Und dabei störte eine zweite Person im Bett – sie verfälscht das ganze Ergebnis. Daher hatte ich die harmlose Bitte an Regina gerichtet, einfach mal zwei Nächte ohne mich zu verbringen. Das konnte ja wohl nicht so schwer sein!

“Rigaleinchen”, säuselte ich in meinem einfühlsamsten Tonfall, “hast Du nicht auch lieber einen munteren, aufgeweckten Tiger an Deiner Seite als einen ermatteten Brummbären?” Ich lächelte und versuchte, Ihr kumpelhaft über den Tisch auf den Arm zu boxen, was misslang, weil der Honig im Wege stand. Wann würde mal jemand auf dieser Welt endlich klebefreien Honig erfinden?!
Die emotionsvollste aller Freundinnen blitzte mich noch immer mit ihren funkelnden Augen an:
“Tiger? Ich hör ja wohl nicht richtig! Du willst ernsthaft behaupten, dass so ein Ding …” – Ich verzog schmerzhaft das Gesicht bei der Gleichsetzung meines iPhones mit einem “Ding” – “… dass so ein Ding einen anderen Menschen aus Dir macht?”

Dank meiner Rhetorikkurse wusste ich, dass ich nun ein wenig einlenken musste, um mein Ziel zu erreichen:
“Nun, Schätzelein” Das Wort “Schätzelein” benutzte ich nur im Notfall. Ich hatte es von Jürgen von der Lippe und da Regina aus Köln kam, hielt ich es für angebracht, Erinnerungen an ihre Heimatstadt zu wecken. “Natürlich nicht gleich einen anderen Menschen. Aber ich wäre einfach fitter den Tag über. Zum Beispiel überlege ich ja schon lange, den Flur neu zu streichen …”
“Pah! Du überlegst nicht lange, Du überlegst das seit geschlagenen 3 Jahren!”
Ich überging die kleinliche Bemerkung über Zeitverläufe: “… und wenn ich mich so richtig fit fühle, dann ist so was ein Klacks für mich!”
Sie zögerte einen Moment mit ihrer Antwort, was für mich als Kenner sozialpsychologischer Abläufe ein deutliches Zeichen war, dass ich auf der Gewinnerstraße war. Dann meinte sie:
“Tatsächlich? Und die alten Computerkartons aus dem Keller – würdest Du die dann auch alle weg bringen?”
Frauen! Reichte man ihnen den kleinen Finger … Ich rechnete meine Chancen durch. Eventuell war sie über einen renovierten Flur derart glücklich, dass die Sache mit den Kartons wieder in Vergessenheit geraten würde …
“Deal!” strahlte ich sie an. “Zwei Nächte im Gästezimmer – und Du kriegst dafür Flur und Keller!”
Nun lächelte sie mich an, was mich misstrauisch machte.
“Liebling …” Ich war alarmiert! “Muss es denn das Gästezimmer sein? Es reicht Dir doch, wenn Du alleine im Bett schlafen kannst, oder?”
War das jetzt eine Fangfrage? Wahrscheinlich. Trotzdem antwortete ich unschuldig: “Ja, klar, es geht, wie gesagt, nur um diese brandneuen Erkenntnisse der Schlafforschung …”
“Fein. Dann gib mir doch bitte mal Dein Handy!” Alle Alarmglocken gingen bei mir an und ich umklammerte es fester. Sie sah, wie meine Fingerknöchel weiß wurden und schäkerte: “Ach, Du Dummerchen, ich will Deinem Telefönchen nichts tun. Ich will nur jemanden anrufen.”
Widerwillig rückte ich es raus. Sie wählte eine Nummer, ich ließ sie nicht aus den Augen.
“Ja? Hallo, hier ist Regi-Pegi! Ja, Markus, sag’ mal, Du hast Dich doch gerade von Deiner Frau getrennt, bist aber in der Wohnung geblieben, oder? … Ja, eben, viel Platz und ganz alleine … Könnte ich eventuell zwei Nächte … Nein, nein, keine Probleme … Es geht um irgendeinen Kalibri oder so … Erkläre ich Dir, wenn ich bei Dir bin …”
Weiter kam sie nicht. Ich hatte der hinterlistigsten Freundin von allen das iPhone entrissen und rief ins Telefon: “Hi Markus, Regileinchen ist ein bisschen beschwipst … ich ruf’ Dich nachher noch mal an …”
Ich setzte mich schwer atmend und sagte: “Okay, Du hast gewonnen – kein Gästezimmer.”
Sie schwieg und machte sich, in sich hineinlächelnd, ein Honigbrötchen.
Ich schwieg auch und wusste, dass ich viel raffinierter als sie war. Ich würde die Kalibrierung einfach tagsüber vornehmen. Kollege Gerstlinger hatte nämlich ein Feldbett in seinem Büro stehen, das er mir sicher mal ausleihen würde … Und sie konnte mir die nächsten zwei Jahre nicht mehr mit Flur und Keller kommen. Na, wer hatte nun gewonnen?!

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Herbert on Dezember 30th, 2009

Einen guten und mannhaften Rutsch in das Jahr 2010
wünscht Euch Euer
Männerblog!
Möge auch dieses Jahr
wild und gefährlich werden!
Und voller Überraschungen stecken!
Euer
Herbert

Grüße zum neuen Jahr!

Auf ein wildes 2010!

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Herbert on Dezember 22nd, 2009
Soldatenradio

Assistenin Gabi

Ja, die Jungs im fernen Asien sind auf Zack! [1] Nix da, einfach mal so einen Gruß zu Weihnachten für das Soldatenradio [2] senden! Diese Sache nimmt Gabi in die Hand, die – laut Webseite – 24 Stunden am Tag zu Diensten ist. Toll. Also so PR-mäßig hat die Bundeswehr ja echt was drauf. Ich zum Beispiel wäre nie auf die Dienstbezeichnung “Grußassistenin für das Bundeswehrradio im Internet” gekommen. Wahrscheinlich hätte ich Simpel einfach geschrieben “Schickt eine Mail mit Euren Weihnachtswünschen”. Aber ich bin ja auch Zivilist (nebenbei: Zivildienstleistender a. D. !). Und Herz haben sie, unsere großen, unschuldigen Buben! Sie schreiben nämlich hier:

Wir haben lange nach ihr gesucht. Sehr lange… fast das ganze vergangene Jahr. Wir haben wie bei “Deutschland sucht den Superstar” in ganz Deutschland Castings durchgeführt. Mittendrin und auch vor der Kaserne, vor dem großen Tor. Und wir haben sie gefunden, endlich, unsere GABI.

Nun, bei Gelegenheit hätte ich da mal aufgeklärt, dass diese Geschichte mit Lili Marleen so ein paar historische Bezüge hat … Aber das wäre wahrscheinlich vergeblich. Denn unser Soldatensender in Kabul spielt den Titel regelmäßig um 22:00 Uhr Ortszeit. [3] Und dann müssen sie ins Bett. Ob mit oder ohne Gabi – ich weiß es nicht … Read the rest of this entry »

Herbert on Dezember 20th, 2009
Eis mit Stil

Eis mit Stil

Natürlich bietet es sich bei diesen Temperaturen an, den Desktop mit einem entsprechenden Hintergrundbild zu bestücken. Zwei sehr schöne Zusammenstellungen sind hier zu finden: etwas mehr in die weihnachtlich-bunte Richtung oder mit einem landschaftlich-stilvollen Schwerpunkt. – Wer zusätzlich seinen Icons einen winterlichen Anstrich geben möchte, der sei auf diese Seite verwiesen. – Okay, und noch ein paar Windows-Schriften für die Weihnachtsgrußkarten packe ich oben drauf. – Und dann noch etwas für verspielte Jungs: Auf den ersten Blick sieht das Spiel “Snow Line” einfach gestrickt aus, aber schon die ersten Versuche zeigen, dass die Herausforderung im Detail liegt … :-)

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Herbert on Dezember 15th, 2009
umfangreiches Material

umfangreiches Material

Das kostenlose Programm Google Earth, inzwischen in der Version 5 vorliegend,  ist faszinierend mit all seinen Recherche- und Darstellungsmöglichkeiten. Passend zur aktuellen Diskussion hat der virtuelle Globus gerade ein umfangreiches Zusatzprogramm erhalten, das Daten zum Klimawandel liefert: Ob Abstellflächen von Daimler, Infos von Greenpeace zum Meeresschutzgebiet Doggerbank, Veränderungen in Gletschergebieten, UNICEF-Daten zur Lebensmittelproduktion, Kaffee-Anbaugebiete von Fair Trade – da wurde eine ganze Menge Material zusammen gestellt. Das Add-on integriert sich in Google Earth unter der Bezeichnung “Globales Denken” und ist hier – kostenlos – downloadbar. – Anderes Thema: Ihnen wird beim Frühstück langweilig? Überraschen Sie Ihr gegenüber mit kleinen Basteleien wie z. B. diese “Brotschuhe” – auf solche Ideen kommt nicht jeder! – Gut gemachte Landschaft-Fotos, passend zur Jahreszeit, sind hier zu entdecken.

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Herbert on Dezember 12th, 2009
soft aber gut

soft aber gut

Zum Wochenende mal wieder ein Musiktipp: Eigentlich sind “weiche” Töne nicht ganz mein Ding, aber gelegentlich darf auch mal eine softere Platte dazwischen rutschen – wenn sie denn gut gemacht ist. Und das ist das Album “We Were Here” von Joshua Radin durchaus. Die Stücke des Sänger und Gitarristen bewegen sich auf den ersten Blick recht konventionell im Bereich des amerikanischen Folk, sind aber abwechslungsreich und aufwändiger produziert als üblich. Wer Simon and Garfunkel mag, der wird bei Radin nicht falsch liegen. Amazon-MP3 | iTunes-Link. – Eine “weibliche”Alternative habe ich aber auch zu bieten: Ingrid Michaelson, “Everybody”. Gibt es zwar auch als Amazon-MP3-Download, aber zum etwa gleichen Preis legt iTunes noch ein Video und Booklet drauf. –   Und noch ein kleiner Schmunzel-Link: Wer steckt in Wahrheit hinter Google? Genau – eine ältliche aber flinkle Bibliothekarin! Gut gemachte Animation (man kann auch eigene Suchbegriffe eintragen).

Herbert on Dezember 9th, 2009
Webradio

Webradio

Gute alte Radio Days, die von Woody Allen [1] zuletzt Ende der 80-er Jahre verklärt wurden: Menschen, die fasziniert bilderlosen Tönen lauschen, die sich über Wetterberichte und Quiz-Sendungen freuen und den Markpreis für die Ernte ihrer Maisfelder erfahren wollen. Okay, auf Maisfelder kann ich nicht zurück greifen, aber auf meinen neuen iPod Touch, der vor einigen Tagen einen kreisrunden Lautsprecher spendiert bekommen hat. Da er gleichzeitig an meinem WLAN [2] hängt, lag der Einsatz als Webradio nahe. Die Vorteile von Webradios dürften hinlänglich bekannt sein: Man kann den Mormonen-Chor in Utah anhören oder den Polizeifunk von Manhatten oder Radio FreeFM in Ulm. Und tatsächlich macht der Kleine da eine gute Figur: das Umschalten zwischen den Sender geschieht recht flott [3], Navigation, Auswahl von Lieblingssendern usw. klappt mit verschiedener Software recht gut.
Aber bei der Suche nach einer geeigneten App bin ich auf ooTunes gestoßen, eine App, die seit heute in der Version 3.0 vorliegt und eine Menge kann. Vor allem aber: Sie kann Sendungen sogar aufzeichnen und speichern. Aber der Reihe nach …

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Herbert on Dezember 6th, 2009
Schein oder Sein

Schein oder Sein

Norman Rockwell war Illustrator in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts und entwarf 40 Jahre lang die Titelbilder der “Saturday Evening Post”. Im Mittelpunkt seiner Zeichnungen und Entwürfe standen oft alltägliche Kleinigkeiten. Interessant ist die Gegenüberstellung der “Ursprungfotos” mit seinen Illustrationen, die zeigen, wie er Realität in seinem Kopf neu schuf. Weitere ausführliche Darstellungen seiner Arbeit finden sich auch auf der Homepage des “Norman Rockwell Meseum”. – In einem Männerblog muss natürlich gelegentlich auch das Thema “Vater-Kind-Beziehung” angeschnitten werden. Wie unterschiedliche solche Beziehungen gestaltet sein können, zeigt eindrucksvoll Fotogalerie “Oh These Dads!”. – Und noch zwei Spielchen zum Schluss: Einmal – passend zur Jahreszeit – der “Winterhoppelhase”. Und falls Sie Ihrer Partnerin zu Weihnachten ein iPhone schenken sollten, dann könnten Sie das kostenlose Spiel “iPark it” installieren – “sie” wird es zu schätzen wissen!

Herbert on Dezember 1st, 2009
Die Kunst des Twitterns

Die Kunst des Twitterns

Markus ist einer von uns. Sein Studium hat er gerade beendet, ist auf Job-Suche und trägt sich ernsthaft mit dem Gedanken, von zu Hause auszuziehen. Er wohnt in Ulm, und ich habe ihn auf einer Twitter-Lesung kennen gelernt. Auf den ersten Blick erzählt sein Tweet von den Banalitäten des Alltags, für die Twitter so steht. Aber bei Markus liest sich das pfiffiger, netter, origineller – wie auch immer man es nennen möchte. So hat er am Wochenende gegen Mitternacht aus einem Café die Umgebungsgeräusche mit seinem iPhone getwittert, um kurz danach vor der Haustür zu melden:

Heimkommen und die Türe verschlossen mit innen steckenden Schlüssel vorfinden. Nichts sagt einem Kind mehr “wir lieben dich”.

Oder er setzt einen Google-Map-Link zu seinem Standort und ergänzt:

Stehe hier im Wald und suche Tannenzäpfle für Mom. Papa steht draußen und schaut Joggerinnen hinterher.

Wer jetzt aber denkt, dass Markus nur Computer und Twitter im Sinne hätte – weit gefehlt. Gelegentlich wirft er durchaus auch mal ein Auge auf eine flotte Frau:

Frau im BMW überholt mich. Seh dass Motorhaube offen ist. Fahr wie Psycho hinterher und mach Handzeichen. Werden geblitzt.

Ich denke, der Tweet von Markus ist ein gutes Beispiel dafür, dass es im Netz nicht – nur – auf Technik ankommt, sondern in erster Linie darauf, was man daraus macht. Ein bisschen mehr Kreativität und Originalität – und schon machen die Dinge mehr Spaß …

Natürlich bin ich Euch noch den Link zum Twitternamen von Markus schuldig – hier ist er. Zwar ist sein Tweet geschützt, aber ich denke mal, dass er bei einer höflichen Anfrage ein Follow schon mal zulassen wird …
PS: Foto und Überschriften stammen natürlich auch aus dem Tweet von Markus: http://twitpic.com/rbdag Dank an Markus für sein Einverständnis für die Veröffentlichung der Zitate!

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Herbert on November 13th, 2009
Außerhalb des Käfigs?

Außerhalb des Käfigs?

Schöner kleiner Film bei Vimeo, der zeigt, dass man Stimmungen auch ohne große Effekte mit einer guten Kameraführung einfangen kann – sehenswert (Video). Ein Blick in die Fotogalerie des Künstlers lohnt ebenfalls. Wem die musikalische Begleitung von Zbigniew Preisner gefällt, der kann sich das Stück hier anhören oder einen Blick in iTunes werfen. Nebenbei: Vimeo-Videos sind ab sofort auch auf dem iPhone abspielbar. -  Über Twitter bin ich auf die Seite “Stilsucht” aufmerksam gemacht worden. Feine Sache – Fundstücke, die man sonst selten zu sehen kriegt (oder wann ist Ihnen zuletzt ein “Geweihzahnbürstenhalter” unter die Augen gekommen?). – Okay, und zum Schluss noch ein kleines Fun-Video, das belegt, dass es für Frauen ausgesprochen schwierig ist, komplexe Spiele zu verstehen ;-) (Video).