Fjoralba Turku: Jazz aus Albanien-Munich

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Saxy!

Wer nach all der saisonalen Trällerei Lust auf wirklich gute Musik hat und dazu dem Jazzigen nicht abhold ist – der sollte mal bei Fjoralba Turku reinhören. Eine Albanierin, die in München lebt und erst vor knapp einem Jahr mit ihrem Debut-Album “Joshua” entdeckt wurde. Begleitet wird sie u. a. von dem wunderbaren Münchner Saxophonisten Florian Trübsbach. Viele der Stücke stammen aus ihrer eigenen Feder, aber sogar zwei Gedichte von Lord Byron [1] sind dabei – und so was ist nun wirklich nicht leicht zu vertonen.

Reinhörtipp: “Joyfully”

Homepage von Fjoralba Turku

iTunes-Link (mit Booklet)/MP3-Amazon

[1] “There Be None of Beauty’s Daughters” und “She Walks in Beauty”.

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Männergerechter Kinderwagen

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Gib Gummi!

Jeder junge Vater kennt sie: All die bunten Kinderwagen und Buggies, die mal groß und globig, mal klein und zierlich aus dem Kofferraum geholt werden. Und 51 % der kinderwagenschiebenden Männer fragen sich: Trübt es meinen männlichen Gesamteindruck, wenn ich so was schiebe?

Dank dem neuen Modell des Herstellers “4moms” stellt sich diese Frage nicht mehr! Ein sanfter Druck auf den Starterknopf setzt die Hydraulik in Gang – ähnlich, wie wir es von der kulturell hochwertigen Transformer-Reihe kennen. Das Teil entfaltet sich von alleine, kein lästiges Suchen mehr von Einrastriegeln. Stroßgedämpft rattert man über das Pflaster, flüsterleise, der Akku für die 8 Leuchtquellen lädt sich während des Schiebens, ein Display gibt fortwährend Auskunft über viele Kennziffern, natürlich lassen sich iPod und iPhone anschließen, verschiedene Transparenzschichten sorgen für klaren Blick auf den Sprössling … und … und … und. Gewiss, man muss ein Stückchen tiefer dafür in die Tasche greifen – aber mal ehrlich: Sollte das der Nachwuchs nicht wert sein? – Auf jeden Fall ist das Video sehenswert!

Homepage von 4moms.

[Hinweis via Twitter von @ubermarkus erhalten - danke!]

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Ein überraschendes 2012

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… wünscht Euch
Euer
Herbert

Mögen die Leser dieses Blogs von angnehmen Dingen umschwärmt werden!

 

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Holla!

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Kann Nespresso Sünde sein?

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Weihnachten und Kaffeemaschinen – das eine ist nicht ohne das andere zu denken. Jedenfalls bekommt man diesen Eindruck, wenn man in diesen Vorweihnachtswochen durch die Kaufhäuser driftet und all die bunten Maschinen sieht …

nespresso

kritischer Kaffee

Wir kamen von einem Konzert zurück, Kerzenlicht ergoss sich über die rötlich-weihnachtliche Sofatischdecke, das Zimmer war warm und ich beschloss, die heimelige Stimmung zu meinen Gunsten auszunutzen:
„Hach tja“, seufzte ich. „Ein kleiner Abend-Espresso wäre jetzt doch eine feine Sache.“
„Dann geh‘ in die Küche und mach‘ Dir einen“, erwiderte Isabell, die pragmatischste von allen Freundinnen.
„Das könnte ich natürlich tun“, meinte ich gedehnt. „Aber das ist so umständlich.“
Sie: „Was ist daran umständlich? Kännchen füllen, Herdplatte anmachen, Kännchen drauf stellen, Kännchen runter nehmen.“
Ich: „Eben!“
Sie: „Eben?“
Ich: „Das ist so schrecklich retro …“
„Retro“ hatte ich von Sanni. Die arbeitet in einer Werbeagentur und schleppt ständig solche Wörter an.

Isabell schwieg. Sie arbeitete in keiner Werbeagentur und ignorierte Wörter, die sie für inhaltsleer hielt.  Nun versuchte ich es direkter:
„Also Matthias, der hat sich vor kurzem eine dieser schicken Nespressomaschinen gekauft und ist völlig hin und weg davon.“
Isabell blieb unbeeindruckt: „Dein Freund Matthias“, sie betonte „dein“, „der war auch hin und weg von dem Plastikhecht an der Wand Deiner Mutter, der immer ‚Merry Christmas‘ plärrt und mit der Flosse schlägt, wenn man an ihm vorbei kommt. Auch, wenn es Ostern ist.“
Über Ostern wollte ich mich jetzt nicht mit ihr unterhalten. Daher nahm ich einen neuen Anlauf:

„Also lassen wir Hans“ – Hans hieß der Plastikfisch – „lassen wir Hans jetzt mal aus dem Spiel. Du musst doch zugeben, dass diese kleinen bunten Kapseln wahnsinnig praktisch sind. Rein damit in die Maschine und fertig.“
Isabell pfffte durch die Zähne, was gemeinhin kein gutes Zeichen ist. Ihr Ton wurde auch ein klein wenig kampfbereiter:
„Eben – rein damit und raus damit! Milliarden von Aluminiumhütchen wandern in den Müll! Findest Du das etwa besonders umweltschonend?“
Mit diesem Argument hatte ich schon gerechnet und auf der Nespresso-Webseite nachgelesen, was man entgegnen könnte. Also hielt ich den Aluminiumhütchen den Gelben Sack entgegen, was mir nur ein weiteres „Pfft“ einbrachte und die Bemerkung, dass ich wohl noch an den Weihnachtsmann glauben würde. Isabell fuhr fort:
„Mal abgesehen von der Umwelt – weißt Du, was Dich das kostet?“
„Na ja, die Maschinen sind gar nicht mal so teuer, dafür, dass sie 19 Bar Druck …“ Weiter kam ich nicht. Mit einem ihrer gekonnten wedelartigen Handbewegungen brachte sie mich zum Schweigen: „Ich meine nicht die Maschinen – ich meine den Kaffee.“
Ich strahlte, denn da wusste ich den Preis centgenau: „32 bis 38 Cent die Tasse!“
Sie: „Eben!“
Ich: „Eben?“
Sie: „Ja, rechne doch mal: In einer Kapsel sind 5 Gramm drin, ein Gramm kostet also rund 7 Cent. Das Kilogramm Kaffee entsprechend satte 70 Euro!“
Hm, so hatte ich das noch nicht gesehen. 70 Euro klang jetzt wirklich nach viel. Okay, ich gab schon mal 14, 15 Euro für einen Hochlandkaffee aus. Aber dieser Betrag stimmte mich nun doch nachdenklich. Ich schwieg. Ich schwieg auch, weil mir keine richtigen Argumente mehr einfielen. Innerlich nahm ich Abschied von der Lattissima EN 670, die ich für läppische 200 plus 50 Euro Kapselgutschein beim Media-Markt in der Blaubeurer Straße gesehen hatte. Aber es stimmte: Es war wichtig, dass man nicht jeden Marketinggag mit machte und gelegentlich die Welt rettete. Ja, meine Isabell – ich strich ihr zärtlich über die Haare. Nur eine Frage hatte ich noch: (weiterlesen …)

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Jogging mit Moleskine

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Moleskine

flottes Papier

Wie schon mal geschrieben: Die Moleskine-Notizbücher sind optisch eine tolle Sache. Gefallen mir auch ausnehmend gut. Nur bin ich nicht so der Papier-Kreativ-Typ. Aber egal. Aufmerksam möchte ich vielmehr machen auf einen sehr schönen Trickfilm von Moleskine, der Papier richtig lebendig erscheinen lässt. Aber fast noch interessanter ist das “Making of” dieses Film – unglaublich, welche Arbeit und Mühe dahinter steckt! – Ebenfalls in dieser Reihe sehr schön umgesetzt: “Der kleine Prinz”. – Wenn ein solches hilfloses Notizbuch allerdings Männern in die Hände fällt, dann kann es schon mal sein, dass zum Lötkolben gegriffen wird … Ganz schön gruselig, oder? Schnell noch ein Linktipp zu der Seite “edition8x8″. Da sind wirklich ausgefallen Ideen, was man(n) mit Bastelbögen und Papier alles anstellen kann!

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Gesundheitskarte – 6 : 2 für den Mann

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Gesundheitskarte

schleierhaft

Es ist schön, dass unsere Politik uns immer wieder mit ausgesprochen abwechslungsreichen Einfällen überrascht. Sie sind zwar zu nichts nütze, bringen aber Abwechslung in den kargen Alltag. So etwa die Aktion der umtriebigen Ursula von der Leyen mit der “Bildungskarte”. Alle Verbände und Sachverständigen haben davon abgeraten, aber unsere Uschi wollte doch, wie sie in vielen Interviews betonte, dass alle Kinder “ein warmes Essen” bekommen sollten. Verschwiegen hatte sie, dass für das “warme Essen” das Ausfüllen von 7 “kalten Formularen” notwenidg war … aber lassen wir das.

Nun flattert mir das Formular für die Gesundheitskarte in den Briefkasten. Auch hier haben Leute, die denken können, vorher vor der Aktion gewarnt. Aber bockig, wie unsere Politiker nun mal sind, wollen sie ein paar hundert Millionen unserer Steuergelder für “ganz was Innovatives” verschwenden: Nämlich die neue Karte, die nicht mehr kann, als die alte, soll jetzt ein Lichtbild verpasst bekommen. Sauber. Da man sein [1] Konterfei via Web einreichen kann, wird detailiert erklärt, was man alles falsch machen kann. Frauen traut man hier offensichtlich deutlich mehr Fehlerquellen zu als Männern: für 6 Fehlermöglichkeiten werden Frauenköpfe genommen, lediglich für 2 Beispiele muss ein einsamer Mann gerade stehen. Ist das jetzt Diskriminierung? Man hätte das doch abwechselnd machen können. Okay, dann wäre das letzte Beispiel halt ein Mann mit Schleier und Kopftuch gewesen. Aber warum nicht? Das hätte den einfachen Kassenpatienten nicht sehr viel mehr irritieren können als die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Aktion zu stellen … ;-)

[1] Oder das einer beliebigen anderen Person – denn überprüft wird nicht, ob man sein eigenes Foto einreicht.

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Dein Blog als Magazin

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onswipe

Ansichtssache

Selbst Leute, die Tablets für überflüssig halten, geben zu, dass das Lesen mit den flachen Scheiben was hat. Mit ein bisschen optischer Aufbereitung bleibt man einfach lieber am Text, was die Erfolge z. B. von Flipboard, Pulse und Zite zeigen.

Schon länger fiel mir auf, dass sich die bei WordPress.org gehosteten Blogs auf dem iPad anders als gewohnt darstellen. Heute bin ich nun endlich dazu gekommen, das entsprechende Plugin auch in meinen eigenen Blog einzubauen: Onswipe heißt es – jeder kann es nutzen, der die Blogsoftware “WordPress” installiert hat.

Die Startseite des Blogs erhält damit eine ganzseitige Cover-Grafik (genommen wird z. B. das letzte Bild), die Einzelartikel werden in Thumbnails dargestellt, Kommentare werden abgehoben, Kategorien-Menüs mit einem Wisch eingeblendet usw. Alles ein bisschen wie Flipboard …

In dem Zusammenhang kann ich auch gleich auf meinen neuen Lieblings-iPad-Browser aufmerksam machen: Grazing. Hat ganz schön viel unter der Haube: “Daumen-Zahnräder”, “Side-Pads”, viele eingebaute Plugins, obere Leiste ist in mehreren Stufen ausblendbar, Multi-Gesten, Ad-Blocker usw. usw. …

Ach ja: seit heute arbeitet auch der beliebte GoodReader nahtlos mit iCloud zusammen. …

Einen hab’ ich noch: FlickStackr, eine der besten Anzeige-Apps für Flickr, kann neuerdings auch Inhalte der wunderbaren Foto-Seite 500px darstellen!

P.S.: Auf dem Homescreen lässt sich der Link zum Blog natürlich auch ablegen.

Homescreen

Homescreen

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Fotogalerie: Mitgenommene Männer

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müde Männer

Wann ist es vorbei?

Vor einiger Zeit hatte ich bereits unter dem Titel “Abenteuer in der Damenabteilung” auf die Qualen von mitgenommenen Männern aufmerksam gemacht. Warum müssen Frauen überhaupt jemand beim umsortieren gewebter und gegerbter Alltagsmaterialien bei sich haben? Wir kaufen unsere USB-Festplatte doch auch ganz alleine.

Ewige Rätsel. Wie auch immer, in der heutigen Ausgabe des SZ-Magazins findet sich eine sehr schöne Fotogalerie: Männer wurden abgelichtet, während sie auf ihre Frauen warteten. Was mag alles in ihren Köpfen vor sich gegangen sein?  Vielleicht hat der ein oder andere nobelpreisverdächtige mathematische Formeln entwickelt? Die Lösung für das griechische Staatsdefizit entdeckt? Oder er hat überlegt, in welchem Internet-Forum sich ähnlich Geschlagene versammeln? Dabei wäre es so einfach, sich auch im Sitzen ein wenig die Zeit zu vertreiben [Video].

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Mobiler Urknall

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big-bang-theory

Bazinga!

Lange mussten wir Männer über uns ergehen lassen, dass von Serien wie “Sex in the City” oder “Grey’s Anatomy” gesprochen wurde, ohne dass wir mitreden konnten. Selbst wenn wir bereit waren, eine Folge anzuschauen, schienen unsere Partnerinnen Fragen wie etwa “Wann wird’s jetzt spannend?” oder “Wer ist der Mörder?” eher zu nerven.
Seit einiger Zeit haben viele von uns nun für sich eine Serie entdeckt: “The Big Bang Theory” (Pro7), bei der man sich auf Klingonisch begrüßt, über Stringtheorien im Vergleich zu geschichteten Universen diskutiert und es für ausgesprochen normal hält, seine Abende mit einem gepflegten Computerspiel zu verbringen. Die Darsteller sind Menschen wie Du und ich: z. B. Dr. Dr. [1] Sheldon Lee Cooper (theoretischer Physiker) oder Dr. Leonard Leakey Hofstadter (lediglich Experimentalphysiker). Nur Penny, die Nachbarin, fällt aus der Reihe: sie ist Kellnerin und sieht gut aus.

Für die Fans dieser Serie habe ich mich mal umgeschaut, was der iPhone-Markt so zu bieten hat (Android bietet noch mehr, aber bei diesem System bin ich nicht zu Hause):

  • Da hätten wir zunächst “Papier, Schere, Stein, Echse, Spock” (ergibt sehr viel mehr Kombinationsmöglichkeiten, deutsch/englisch).
  • Ein großes Thema ist auch der “Mitbewohnervertrag”, in dem z. B. festgehalten ist, dass man überraschenden weiblichen Übernachtsbesuch 24 Stunden zuvor ankündigt. Oder wenn einer der Unterzeichnenden eine Zeitreisemaschine erfindet, er zum Zeitpunkt der Unterzeichnung aufzutauchen hätte usw. [die App mit allen Klauseln].
  • Sheldon-Zitate sind natürlich ein jeder Gesprächsrunde ein großer Brüller. Leider habe ich da nur eine englische Zusammenstellung gefunden, aber das ist für echte Fans kein Problem [Zitate-App]. Kleine Kostprobe?

Howard unterrichtet Sheldon in Chinesisch (Sheldon ahnt nämlich, dass der Kellner bei seinem Lieblingschinesen ihn hintergeht und möchte ihn zur Rede stellen)

Howard: You know, I’m really glad you decided to learn Mandarin.
Sheldon: Why?
Howard: Once you’re fluent, you’ll have a billion more people to annoy instead of me.

  • Und schließlich gibt es noch das ultimative “TBBT Fan Kit” mit allen Einzelheiten zu den Darstellern [App]

[1] Scheldon hat leider nicht nur 2 Doktortitel, sondern auch eine Variante des Asperger-Syndroms.

 

 

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Alles neu bei Read It Later

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Read it later

übersichtlich

Der Dienst “Read It Later” ist bereits ein Oldie unter den Internetdiensten. Mit einem kurzen Klick speichert man in einem Online-Archiv Web-Inhalte, um sie sich zu einem späteren Zeitpunkt zu Gemüte zu führen. Dabei geht es nicht um eine simple Bookmarkliste. Vielmehr werden gefundene Artikel oder Blogpostings von Werbung befreit, und die Texte erhalten ein sehr lesefreudiges “Buchseiten-Layout”. [1] Das macht sich natürlich insbesondere auf mobilen Geräten bemerkbar, so dass Smartphone und Tablets schon länger entsprechende Apps erhalten haben. [2]

Natürlich kann man sein Archiv aber auch auf der Website von Read It Later durchblättern, was sich bislang als eine etwas “trockene” Liste darstellte. Hier hat Read It Later nun gründlich aufgeräumt: Ähnlich wie bei Evernote [3] erhält man nun bebilderte Voransichten seiner gespeicherten Seiten, die die Navigation erheblich erleichtern (wem das auf kleineren Bildschirmen zu viel Platz weg nimmt, der kann nach wie vor auf eine Listendarstellung umschalten).

Auch sind die Filterfunktionen erweitert worden: Man kann sich nun mit einem Klick alle Beiträge anzeigen lassen, die ein Video enthalten oder bei denen es sich um eine Grafik handelt. Rechts lässt sich eine Sidebar mit den vergebenen Tags/Stichwörtern einblenden. Mehrere Sortiermöglichkeiten sind nach wie vor vorhanden.

Auch die “Sammel-Bearbeitung” ist nun optisch eleganter gestaltet: Man wählt die gewünschten Artikel aus und kann diesen z. B. “auf einen Schlag” Tags zuweisen oder sie alle gleichzeitig löschen. Mit den Tags kann man sich auch eine Ordnerstruktur anlegen, die vor allem für größere Archive sinnvoll ist.

Eine weitere Verbesserung der jüngeren Zeit ist das Erkennen von längeren Artikeln, die die Ursprungswebsite auf mehrere Seiten verteilt hat. Read It Later macht daraus wieder einen zusammenhängenden Text.

 

[1] Ähnliche Dienste: Instapaper und Readability
[2] Vor allem können die Texte auch offline gespeichert werden und so ohne Online-Verbindung z. B. im Zug “nach-gelesen” werden.
[3] Wer Evernote einsetzt, dem empfehle ich meinen Blog mit Tipps und Tricks für das Programm.

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Vernunftbegabter Pudding

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Pudding

alles klar

Sattsam bekannt: Die hübschen Verpackungen in den Supermarktregalen mit den Obst-, Getreide- und Glückliche-Mütter-Bildern schwindeln, was das Zeug hält. Gibt immer mal wieder Stoff für ein paar Medienberichte, dazu Dokus über Selbstversorger mit Bio-Garten und dem mahnenden Zeigefinger, sich regional zu versorgen. Hübsch. Und dumm. Denn das funktioniert natürlich nicht, wenn man 80 Millionen Menschen versorgen will, die sofort Sturm laufen würden, wenn man in ihren Supermärkten nur noch das anbieten würde, was tatsächlich auf “natürliche” Weise produziert werden kann – dann blieben die Regale nämlich ganz schön leer. Trotzdem kann man ja den Konzernen auf die Finger schauen, die – dank ausgezeichneter politischer Lobby-Arbeit – dafür gesorgt haben, dass sie ganz legal mit Kleingedrucktem tricksen und täuschen können.

Daher heute mal ein Hinweis auf ein Portal der Verbraucherzentralen: Lebensmittelklarheit.de – Schöne Idee: Der Verbraucher kann Bemerkungen zu Produkten einreichen, die ihn stutzig machen. Die Verbraucherzentralen fragen dann den Produzenten an und veröffentlichen dessen Stellungnahme. So bemerkt beispielsweise Herr F. aus Mülheim, dass bei “Dany Sahne – Dunkle Schokolade” zwar vorne ein dickes Siegel mit dem Aufdruck “Enthält Schokolade mit 70 % Kakao” aufgedruckt ist, die Zutatenliste aber nicht mehr als 1,6 % her gibt.

Die Erwiderung von “Danone GmbH, München”: Nach den “Leitsätzen für Puddinge” brauchen diese überhaupt nur 1 % Kakao zu enthalten – da wäre man doch deutlich drüber. Original-Stellungnahme: “… ergibt diese Menge schon einen vernünftig schmeckenden Schokoladenpudding.” Na bitte! Wie wäre es denn mit dem Aufdruck “Dany Sahne – vernünftig schmeckender Schokoladenpudding!” Bei Waschmitteln könnte man dann z. B. schreiben: “Persil – macht ganz schön sauber!”. Oder “Kellogs – füllt den Magen!” Mit ein bisschen guten Willen käme man der Realität ein klein wenig näher …

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Whiskey vom Baum

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ganz locker

Ja, das waren schon tolle Zeiten, die 50-er: Der Mann kam von der harten Büroarbeit nach Hause, Zeitung, Pantoffel und Abendmantel lagen bereit – und Erna aus Döderstedt brachte das Tablett mit einem Glas Whiskey … Wir wissen nicht, was aus Erna geworden ist. Und leider auch nicht, welche pfiffige Firma damals den Einfall hatte, den Kaffee-Automaten durch einen Whiskey-Automaten zu ersetzen (Bild groß). Aber es wäre sicher einen Versuch wert, Ihrem Betriebsrat einmal einen entsprechenden Vorschlag zu machen – man wird Sie danach mit ganz anderen Augen sehen …

Sie bekämen bei solchen Vorhaben ohnehin Ärger mit Ihrer Partnerin, die auf eine gesunde Ernährung bedacht ist? Kein Problem – auch Obst erfüllt den entsprechenden Zweck. Zumindest, wenn es entsprechend behandelt wird. Claudia aus Bremen erläutert auf Ihrer Seite alles zum Thema “Schnaps selbermachen”. Mit Bildern, Erläuterungen und Tipps. Eine ähnliche Seite bietet zusätzlich sehr leckere Likörrezepte. Da soll noch mal jemand sagen, wir Männer würden uns nicht für Rezepte interessieren …

Okay, okay … jetzt muss schnell noch was ohne Alkohol her, so als Gegengewicht. Da habe ich eine Seite für alkoholfreie Drinks entdeckt, die ich deshalb ausgewählt habe, weil sie zur Site “Philognosie – Wirkendes Wissen” gehört. Die ist generell mal einen Blick wert, da sie eine bunte und umfangreiche Zusammenstellung zu allen möglichen Ratgeber-Themen bietet.

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DIE ZEIT mit neuer App

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Die Zeit und das iPad

Zeit wurde für es für DIE ZEIT, sich zu überlegen, wie sie ihren Inhalt auf dem iPad präsentieren möchte. Zwar gibt es schon länger eine App für diesen Zweck, aber der erste Versuch war nicht besonders gelungen (man hatte praktisch nur die Möglichkeit, zwischen PDF- und “Nur-Text”-Ansicht zu wählen). Ausreichend für die Online-Inhalte, aber hier geht es darum, den Inhalt der “gedruckten” Ausgabe geliefert zu bekommen.
Der neue Versuch ist nun ziemlich gut geworden – nach meinem Empfinden momentan die zweitbeste Zeitungs-App für das iPad (nach wie vor an erster Stelle: Die Frankfurter Rundschau). [1]
Das Augenmerk wurde vor allem auf den “Zeitungssatz” gerichtet: Eine Sidebar nimmt zu jedem Artikel Ergänzungen auf, der eigentliche Artikel-Text kommt “lesefreundlich” daher. Im Hochformat wird eine etwas kleinere Schriftgröße verwendet, im Längsformat ist alles etwas größer gesetzt, denn unter den ZEIT-Lesern dürften sich auch viele Brillenträger befinden. Hier könnte man den Anwender die Fontgröße selbst einstellen lassen – aber das kommt vielleicht noch.
Nett sind die “Lesezeichen”: Man kann die App schließen und nach erneutem Start an der gewünschten Stelle mit dem Lesen fortfahren. Unter “Meine Zeit” ist ein eigenes Mini-Archiv zu verstehen: Man kann beliebige Artikel zum “Später-Lesen” auswählen und muss sich dann nicht erst wieder durch die ganze Ausgabe wühlen. Für das eigene Archiv wird ein attraktives Inhaltsverzeichnis erzeugt – dieser Bereich ist recht gelungen. Auch die Suchfunktion ist schnell und zeigt die Fundstellen samt Thumbnails.
Das ZEIT-Magazin wird mitgeliefert, dort ist man etwas mutiger und wagt im Animationsbereich mehr.
Mein hauptsächlicher Kritikpunkt ist die fehlende Exportmöglichkeit einzelner Artikel. Mit manchen Themen will man “weiterarbeiten” und möchte dazu nicht die App aufrufen. Okay, da man sich – ebenfalls innerhalb der App – die 1:1-PDF-Version der aktuellen Ausgabe downloaden kann, kann man dort die gewünschten Teile entnehmen – das ist aber umständlich. Nun, die App wird sicher ein Update erhalten – vielleicht ist die gewünschte Funktion dann ja dabei.
Für 2,99 Euro pro Ausgabe (App-Version, PDF-Version plus Audio-Dateien ausgewählter Artikel) geht das Digital-Abo preislich in Ordnung – über iTunes muss nichts erworben werden, da Apple inzwischen seine Abo-Bestimmungen gelockert hat. Und man weiß immer schon am Mittwochabend, was donnerstags in der Zeitung steht … :-)

Werbevideo mit Götz Alsmann
Einzelheiten zum Abo
iTunes-Link

 

[1] Zum Vergleich: Die App der “WELT”, die im Store ebenfalls sehr gute Bewertungen erhält, würde ich höchstens auf Platz 5 einordnen – aber so was ist ja immer subjektiv.

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Anja und die Männer vom Bauhof

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zupackend

Oberstaufen, genauer: der Touristikbereich der Urlaubsregion, pflegt einen ungewöhnlichen und mutigen Webauftritt: Gegen den Trend lud die Gemeinde Google ein, um beim “Street View”-Projekt abgelichtet zu werden – mit tollen Ergebnissen. Facebook, YouTube, Twitter usw. werden nicht einfach nur in das Webangebot “rangeklatscht” (nach dem Motto: “Guckt mal, wie innovativ wir sind”), sondern die Funktionen werden systematisch integriert und gepflegt. Videos von Premium-Wanderwegen, Google-Maps-Routen, die GPS-Daten natürlich als Download, Touristik-Infos auf DVD – alles wird genutzt.
Dazu gibt es einen ebenfalls sehr gut aufgemachten Newsletter - und diesem konnte ich entnehmen, dass Anja K. (Zitat aus ihrem Profil: “Funktion: Kartenvorverkauf”) die Männer vom örtlichen Bauhof empfiehtl. Genauer: Im Rahmen der Aktion “DU bist Oberstaufen” hat der Fotograf Pio Mars eine Fotoserie geschossen, die die kernigen Mannsbilder ablichtet. Mal vor Setzlingen, mal mit der Gartenschere oder Rohrzange in der Hand. Sehr gut gemachte Fotos, aber wie gesagt, der ganze Webauftritt lohnt einen Blick. Da könnten sich sehr viele Kommunen in Deutschland eine dicke Scheibe abschneiden …
Kleiner Tipp unter Freunden: Warum marschieren nicht auch Sie mal mit Ihrer kleinen Digicam auf den nächsten Bauhof oder Sondermülldeponie? So mancher Preis bei einem Fotowettbewerb könnte Ihnen winken …!

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