Gespiegelte Erinnerung

tom-hussey

Gegenwärtige Vergangenheit

Ein Buchtitel bringt die Sache recht gut auf den Punkt: „Wir sind Erinnerung“ – In der Tat ist unser Selbstbild maßgeblich davon beeinflusst, wie wir Vergangenes interpretieren, an welche Dinge wir uns erinnern. Eine Erinnerung an eine gute Erfahrung kann ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern. Plötzlich. Und aus dem Nichts. Umgekehrt können wir uns gerade noch in guter Stimmung befunden haben, ein Blick fällt auf einen Gegenstand, plötzlich sind unangenehme Erinnerungen da. Wir alle kennen das.

Was geschieht aber, wenn uns diese Erinnerungen entrissen werden? Wenn sie sich hinter einem Schleier verbergen, der nicht mehr durchdrungen werden kann? Was ist, wenn Väter nicht mehr ihre Söhne, Frauen nicht mehr ihre Ehegatten erkennen, wie dies zunehmend durch verschiedene Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft der Fall ist?

Der herausragende texanische Fotograf Tom Hussey erhielt im Rahmen einer Alzheimer-Medikamenten-Kampagne den Auftrag, Erinnerung zu visualisieren. Er hat dies auf eine ganz wunderbare Art und Weise umgesetzt: Durch einen Spiegel blicken die Menschen in ihre Vergangenheit. Kurz, bevor auch dieser Spiegel beginnt, blind zu werden … Die Zusammenstellung zeigt nicht alle Bilder der Serie. Weitere findet man auf der Homepage von Hussey. Ein Besuch dort lohnt wirklich, denn seine Fotografien sind ausdrucksstark [drei meiner Lieblingsaufnahmen: 1, 2, 3].

Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich auch noch einen Buchtipp mit auf den Weg geben: „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger. Im Gegensatz zu manchen anderen Büchern wird hier nicht auf Sentimentalität, sondern auf das Verstehen des anderen gesetzt.

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Ein Buchtitel bringt die Sache recht gut auf den Punkt: „Wir sind Erinnerung“ – In der Tat ist unser Selbstbild maßgeblich davon beeinflusst, wie wir Vergangenes interpretieren, an welche Dinge wir uns erinnern. Eine Erinnerung an eine gute Erfahrung kann ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern. Plötzlich. Und aus dem Nichts. Umgekehrt können wir uns gerade noch in guter Stimmung befunden haben, ein Blick fällt auf einen Gegenstand, plötzlich sind unangenehme Erinnerungen da. Wir alle kennen das.

Was geschieht aber, wenn uns diese Erinnerungen entrissen werden? Wenn sie sich hinter einem Schleier verbergen, der nicht mehr durchdrungen werden kann? Was ist, wenn Väter nicht mehr ihre Söhne, Frauen nicht mehr ihre Ehegatten erkennen, wie dies zunehmend durch verschiedene Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft der Fall ist?

Der herausragende texanische Fotograf Tom Hussey erhielt im Rahmen einer Alzheimer-Medikamenten-Kampagne den Auftrag, Erinnerung zu visualisieren. Er hat dies auf eine ganz wunderbare Art und Weise umgesetzt: Durch einen Spiegel blicken die Menschen in ihre Vergangenheit. Kurz, bevor auch dieser Spiegel beginnt, blind zu werden … Die Zusammenstellung zeigt nicht alle Bilder der Serie. Weitere findet man auf der Homepage von Hussey. Ein Besuch dort lohnt wirklich, denn seine Fotografien sind ausdrucksstark [drei meiner Lieblingsaufnahmen: 1, 2, 3].

Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich auch noch einen Buchtipp mit auf den Weg geben: „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger. Im Gegensatz zu manchen anderen Büchern wird hier nicht auf Sentimentalität, sondern auf das Verstehen des anderen gesetzt.

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Ein Buchtitel bringt die Sache recht gut auf den Punkt: „Wir sind Erinnerung“ – In der Tat ist unser Selbstbild maßgeblich davon beeinflusst, wie wir Vergangenes interpretieren, an welche Dinge wir uns erinnern. Eine Erinnerung an eine gute Erfahrung kann ein Lächeln auf unsere Lippen zaubern. Plötzlich. Und aus dem Nichts. Umgekehrt können wir uns gerade noch in guter Stimmung befunden haben, ein Blick fällt auf einen Gegenstand, plötzlich sind unangenehme Erinnerungen da. Wir alle kennen das.

Was geschieht aber, wenn uns diese Erinnerungen entrissen werden? Wenn sie sich hinter einem Schleier verbergen, der nicht mehr durchdrungen werden kann? Was ist, wenn Väter nicht mehr ihre Söhne, Frauen nicht mehr ihre Ehegatten erkennen, wie dies zunehmend durch verschiedene Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft der Fall ist?

Der herausragende texanische Fotograf Tom Hussey erhielt im Rahmen einer Alzheimer-Medikamenten-Kampagne den Auftrag, Erinnerung zu visualisieren. Er hat dies auf eine ganz wunderbare Art und Weise umgesetzt: Durch einen Spiegel blicken die Menschen in ihre Vergangenheit. Kurz, bevor auch dieser Spiegel beginnt, blind zu werden … Die Zusammenstellung zeigt nicht alle Bilder der Serie. Weitere findet man auf der Homepage von Hussey. Ein Besuch dort lohnt wirklich, denn seine Fotografien sind ausdrucksstark [drei meiner Lieblingsaufnahmen: 1, 2, 3].

Wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich auch noch einen Buchtipp mit auf den Weg geben: „Der alte König in seinem Exil“ von Arno Geiger. Im Gegensatz zu manchen anderen Büchern wird hier nicht auf Sentimentalität, sondern auf das Verstehen des anderen gesetzt.

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