Funny-Hanni

Was es nicht alles im Netz gibt …

Gesundheitskarte – 6 : 2 für den Mann

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Gesundheitskarte

schleierhaft

Es ist schön, dass unsere Politik uns immer wieder mit ausgesprochen abwechslungsreichen Einfällen überrascht. Sie sind zwar zu nichts nütze, bringen aber Abwechslung in den kargen Alltag. So etwa die Aktion der umtriebigen Ursula von der Leyen mit der “Bildungskarte”. Alle Verbände und Sachverständigen haben davon abgeraten, aber unsere Uschi wollte doch, wie sie in vielen Interviews betonte, dass alle Kinder “ein warmes Essen” bekommen sollten. Verschwiegen hatte sie, dass für das “warme Essen” das Ausfüllen von 7 “kalten Formularen” notwenidg war … aber lassen wir das.

Nun flattert mir das Formular für die Gesundheitskarte in den Briefkasten. Auch hier haben Leute, die denken können, vorher vor der Aktion gewarnt. Aber bockig, wie unsere Politiker nun mal sind, wollen sie ein paar hundert Millionen unserer Steuergelder für “ganz was Innovatives” verschwenden: Nämlich die neue Karte, die nicht mehr kann, als die alte, soll jetzt ein Lichtbild verpasst bekommen. Sauber. Da man sein [1] Konterfei via Web einreichen kann, wird detailiert erklärt, was man alles falsch machen kann. Frauen traut man hier offensichtlich deutlich mehr Fehlerquellen zu als Männern: für 6 Fehlermöglichkeiten werden Frauenköpfe genommen, lediglich für 2 Beispiele muss ein einsamer Mann gerade stehen. Ist das jetzt Diskriminierung? Man hätte das doch abwechselnd machen können. Okay, dann wäre das letzte Beispiel halt ein Mann mit Schleier und Kopftuch gewesen. Aber warum nicht? Das hätte den einfachen Kassenpatienten nicht sehr viel mehr irritieren können als die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Aktion zu stellen … ;-)

[1] Oder das einer beliebigen anderen Person – denn überprüft wird nicht, ob man sein eigenes Foto einreicht.

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Geheimnisvolle Säcke und Beutel

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Beutel

Was steckt drin?

Auf Google+ unterhielten wir uns gerade über die Varianten von Mitglieder-Circeln, die zumindest am Beginn dieses sozialen Netzwerks rätselhaft wie die Kornkreise vergangener Zeiten erscheinen. Zum Beispiel gibt es neben dem “normalen” Kreis auch einen “erweiterten” und wer weiß, was sonst noch da auf einen lauert. – Jedenfalls hat mich im Zuge dieser Diskussion Felix, der Fachmann in unserem Institut für rätselhafte Phänomene – auf eine Verordnung der Post aufmerksam gemacht, die säuberlich zwischen “Säcken” und “Beutel” unterscheidet. Der gesamte Text ist lesenswert, hier nur ein Auszug:

“Sollte sich bei der Inhaltsfeststellung eines Wertsackes herausstellen, dass ein in einen Wertsack versackter Wertbeutel hätte versackt werden müssen, so ist die in Frage kommende Versackstelle unverzüglich zu benachrichtigen. Nach seiner Entleerung wird der Wertsack wieder zu einem Beutel, und er ist auch bei der Beutelzählung nicht als Sack, sonder als Beutel zu zählen.”

Wie fit man wirklich im Verstehen von Beamtendeutsch ist, kann man schnell an einem kleinen Test erkennen, den der STERN zur Verfügung stellt. Dort erfährt man zum Beispiel, was eine “Lebensberechtigungsbescheinigung” ist …
[Bildquelle unter CC von goosmurf]

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Hibbelige Mitfahrerinnen

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erschütternd

erschütternd

Manchmal, wenn wir Männer unseren Gedanken nachgehen, stören uns wortgewaltige Gespräche von anderen Personen. Nun sind wir zu höflich, um einfach so um Ruhe zu bitten. Wie man das sehr viel dezenter vermitteln kann, zeigt dieser gut gemachte Werbespot von Volkswagen, der den bezeichnenden Titel “Girls” trägt.  – Wem die Hintergrundmusik gefällt: Es ist der Titel “Road Song” von Flaming Wheels und kann für schmale Münze von Amazon als MP3-Download bezogen werden. – Und da wir gerade beim Thema Frauen und Autos sind: Ein nett gemachtes “Einparken üben”-Spiel hat die Zurich-Versicherung ins Netz gestellt. Zugang erhält man erst, wenn man 5 Fragen richtig beantwortet. – Und zum Schluss noch ein Hinweis auf den Fotografen Henri Cartier-Bresson. Eine Zusammenstellung seiner ausdrucksstarken Fotos ist hier zu finden.

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Murmeltier mit Whiskey

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Murmeltier Whiskey

überraschende Kombination

Sabine, die grabungsfreudigste von allen Freundinnen, verschob organische Substanzen von alter schmutziger Erde in neue schmutzige Erde, was sie als “umtopfen” bezeichnete. Ja, dieser Samstag mit herrlichem Sonnenschein weckte auch in mir die Lust, in der freien Natur aktiv zu sein, so dass ich großzügig den Einkauf auf dem Wochenmarkt übernahm. Sabine rief mir noch nach, dass ich auch bei Obst und Gemüse vorbei schauen sollte, was für mich kein Problem war, denn mit Märkten kannte ich mich auch. Zumindest mit Saturn- und Media-Märkten – aber klar doch, auch mir ist bewusst, dass die Welt nicht nur aus iPads und externen Festplatten besteht! Zuerst machte ich noch einen Schlenker in den neuen “Bürgerservice Ulm Mitte” um eine Rolle vom “Gelben Sack” zu ergattern. Vor der einsamen Dame am Informationsstand erhob sich ein Schild mit der Aufschrift: “Diskretionsabstand beachten”. Ich hatte noch nie das Wort “Diskretionsabstand” gehört, fand die Wortschöpfung aber sehr kreativ und bei den hochsensiblen Daten, mit denen man an diesem Ort umgeging, auch völlig angebracht. Danach noch schnell im Stadthaus bei Car2go einen neuen Chip auf den Führerschein kleben lassen, während der im Zirkel meines Diskretionsabstandes am nächsten stehende mit der Thekenhilfe darüber diskutierte, ob er den Car2go-Kuli behalten dürfe.

So, jetzt aber hinein in den Trubel – und gleich am nächsten Stand um die Ecke entdeckte ich eine Reihe von energetischen Badezusätzen für Sprudelbäder. Sprudelbäder finde ich gut, aber mir fiel gerade noch rechtzeitig ein, dass wir keines besaßen. Allerdings führte der Stand auch diverse Salben, die freundliche Händlerin klärte mich auf, dass diese insbesondere nach sportlichen Aktivitäten wohltuend seien. Das weckte mein Interesse, denn in der Tat hatte ich vor, schon bald meine erste Frühjahrsjoggingstrecke auf Google-Maps zu markieren. In die Hände fiel mir dabei ein Tiegel, der der Aufschrift “Murmeltiersalbe” trug, was mich natürlich sofort an “Täglich grüßt …” erinnerte. Ich zog die Stirn kraus, als ich an die putzigen kleinen Tierchen dachte und wies das Ansinnen der Verkäuferin, mich probeweise einzucremen, entschieden zurück.

Weiter ging es zwischen Ständen und Leuten hindurch, bis mich ein Obststand magisch anzog. Ja, ich nahm Sabines Hinweise natürlich ernst. Hinzu kam, dass sich neben diversen Äpfeln eine Reihe von Tinkturen befanden, die mir außerordenlich biologisch-dynamisch vorkamen. Und siehe da: “Kirschlikör mit Whiskey” war etwas, was mir bislang völlig fremd war. Der Besitzer des Standes – innerlich fragte ich mich, ob die korrekte Bezeichnung für so jemanden eigentlich “Obstler” ist – erläuterte mir den Herstellungsprozess: Statt neutralen Alkohols oder Branntwein wurde dieser Likör mit Whiskey angesetzt, eine alte Familientradition gewissermaßen. Für Regionalgeschichte hatte ich schon immer ein Herz und ich beschloss, Sabine etwas von diesem orginellen Kirschsaft mitzubringen.

Noch viel gäbe es von merkwürdigen und exotischen Darbietungen zu erzählen, aber ich kann jeden Leser nur ermuntern, sich selbst einmal unter das Volk zu mischen und in seinen heimischen Märkten auf Entdeckungsreise zu gehen!

 

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Gammelnde Gedankensprünge

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Rebekka Black

Schwarzer Freitag

Ohne Zweifel – das Internet ist ein höchst assoziatives Medium – man springt quasi vom Stöckchen zum Hölzchen. Eigentlich hatte ich via Twitter (@gillyberlin) einen Link zu einem Video mit Julian Assange erhalten, in dem der Wikileaks-Mann zu einer eingängigen Melodei tanzt. – Danach habe ich bei YouTube geschaut, wer das Lied verbrochen hat – offensichtlich eine gewisse Rebekka Black, gegen die “Blümchen” damals hoch-sozialkritische Lieder geträllert hat. – Während in meinen Sinn kam, dass “früher alles besser” war, fielen mir nacheinander das Dschungelcamp, Langhans und Kommune 1 ein – danach die Hippie-Bewegung und Freddy Quinns Schlager “gegen Gammler”,  den man unbedingt mal gehört haben muss. Dabei fällt mir der amerikanische Philosoph Henry David Thoreau und sein Essay “Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat” ein, das damals in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung kreiste und mich später in meinem Soziologie-Studium beschäftigen sollte. Die Hörbuch-Bestenliste des Hessischen Rundfunks zeichnet eine Version mit Qualtinger aus – und die entdecke ich tatsächlich auch bei Audible, so dass sie auf meinem MP3-Player landet. Wenn das Freddy geahnt hätte. Oder Rebekka …

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Punkt, Punkt, Komma, Strich

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gesichter

Augen-Blicke

fertig ist das … aber das kennen wir ja. Und natürlich auch all diese feinen Psychologie-Tests, bei denen Fotos bearbeitet werden und man dann sagen muss, welchen Typ man mag. Wenn man selbst mal so richtig “mischen” möchte, dann hat man bei “Face Research” die Möglichkeit, nach Herzenslust zu experimentieren. – Nun sind lebhafte Gesichter, die sehr unterschiedliche Formen annehmen können, die eine Sache. Aber wie sieht das aus, wenn umgekehrt Formen Gesichter annehmen – wir sind davon umzingelt (sogar auf öffentlichen Plätzen)! – Und statt des röhrenden Hirsches kann man sich mit Pappe und Tusche geschmackvolle eigene Exponate aufhängen. – Und wer die Eigenarten menschlicher Mimik entschlüsseln möchte, der wird bei dieser Übersichtig fündig.

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Auf Eis gelegt

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Eishotel

eiskalte Elena

„Ich hab’s!“ rief ich über den Frühstückstisch hinweg. Die coolste Freundin von allen, Elena, blieb hinterer ihrer Zeitung vertieft, ohne zu reagieren. Also fuhr ich fort: „Ich weiß, wo wir diesmal Silvester verbringen werden!“ Zwar blieb das Gesicht des belesenen Gegenübers weiterhin verborgen, aber immerhin bekam ich ein „Tatsächlich?“ zu hören. „Yep!“ meinte ich, während ich mir ein Honigbrötchen zu Recht machte. „Und zwar in Nordschweden!“ Das Papier schwankte einen Moment, dann gab ein stahlblau blickendes Augenpaar frei. Genauer: ein fragendes stahlblaues Augenpaar. „Ha, da staunst du, was?!“ Ich lächelte und genoss meinen Triumph der Überraschung. Die Brötchenhälfte in der einen Hand deutete ich mit der anderen auf den Zeitungsteil, der für mich abgefallen war. Ich fuhr fort:
„Dort gibt es ein Eishotel. Man lieg auf Eisblöcken bei minus 5 Grad! Ist das nicht irre?“
Der Rest des klugen Gesichts meiner Elena tauchte auf. „Ja, das ist irre.“ Sagte sie tonlos. Offensichtlich erwartete sie Einzelheiten, mit denen ich nicht geizte: „Natürlich liegt man nicht direkt auf den Eisblöcken. Sondern in kuscheligen Schlafsäcken. Stell Dir das mal vor!“
Elena schloss für einen Moment die Augen, dann öffnete sie sie wieder und sagte: „Okay, erledigt.“
„Wie? Was ist erledigt?“
„Ich habe mir Schlafsäcke auf Eisblöcken vorgestellt und bin damit fertig.“
„Ja – und? Das ist doch mal was ganz anderes! Wollen wir buchen?“
Sie schwieg. In ihr tobte offensichtlich ein Kampf, ob sie die Zeitung wieder aufnehmen oder mir antworten sollte. Zum Glück gewann ich.
„Das“, sagte die nachdenklichste aller Freundinnen und machte eine Kunstpause, „das ist so ziemlich das Dämlichste, was ich in den letzten zwei Wochen von Dir gehört habe.“
Andere wären jetzt sicher beleidigt, ich nicht, denn ich kannte Elenea. Sie meinte es im Grunde ihres Herzens nicht so. Vielmehr wollte sie überzeugt werden, was für mich ein Kinderspiel war:
„Jetzt überleg‘ doch mal“, säuselte ich über das Honigbrötchen hinweg. „Du sagst doch immer, dass wir zu wenig Zeit miteinander verbringen. Und dass Du Dir mehr Romantik von mir erwartest.“
Sie unterbrach mich: „Eisblöcke findest Du romantisch?“
„Nicht die Eisblöcke – die Schlafsäcke!“ Ich zwinkerte ihr zu.
„Dann lass uns zwei Schlafsäcke auf den Betten legen, fertig.“
Ich drohte ihr schelmisch mit den Zeigefinger: „Unsere Betten stehen nicht in Schweden“, wandte ich ein. Da konnte sie schlecht widersprechen. Sie standen im Schlafzimmer. „Und Du warst doch so begeistert, als Carla und Robbi von ihrem Urlaub in Schweden erzählten.“
„Die waren in Südschweden. Und es war August.“
Ich blies die Luft aus: „August, Januar, Norden, Süden – Nebbich – wer wird da so kleinlich sein. Denk nur, was wir dann zu erzählen hätten, wenn wir wieder zurück sind!“
Sie: „Von Frostbeulen?“
Ach, sie war so ungemein humorvoll, meine Elena. Ich fuhr unbeirrt fort:
„Man kuschelt sich in das weiche Fell der Schlafsäcke, der Atem geht als kleine Wolke zur Decke, um einen herum klirrende Kälte, aber man selbst hat es wohlig warm. Außerdem haben die jede Menge Eisskulpturen dazu fabriziert – eine einmalige Sache!“
Sie legte die Zeitung weg und sagte: „Okay.“
Nun war ich doch etwas überrascht. Normalerweise gab die eisernste aller Freundinnen nicht so schnell nach. „Okay?“ fragte ich daher zweifelnd zurück.
„Ja, klar. Das ist eine tolle Idee! Ich bin dabei, wir machen es. Aber nur unter einer Bedingung.“
Ich wurde misstrauisch. „Und die wäre?“
„Wir üben 10 Tage lang.“
Ich begann, Hoffnung zu schöpfen. Etwas gemeinsam üben, das klang vielversprechend.
„Ja, natürlich – wie soll das konkret aussehen.“
„Erstens: Wir tauschen unsere Winterdecken für die nächsten Tage gegen Sommerdecken.“
Ich zögerte: „Hm, na okay, wenn Du meinst – Dein Wunsch sei mir Befehl.“
Sie fuhr fort: „Zweitens: Wir lassen die Fenster nachts offen.“
Ich überlegte, nickte dann aber stumm.
„Und drittens: Wir lassen eine Woche die Heizung ausgestellt.“
Ich schluckte: „Aber Elenachen, Du weißt doch, mein Rücken …“
Die unerbittlichste aller Freundinnen: „So oder gar nicht.“
Ich seufzte und griff langsam zur zweiten Brötchenhälfte. Dann sagte ich:
„Na gut, na gut. War ja nur so ein Gedanke. Ich glaube, Ulla und Stephan haben noch nichts an Silvester vor, lass uns die besuchen.“
Aber Elena war längst wieder hinter ihrer Zeitung verschwunden. Meine Gedanken hingen hingegen wehmütig am Nordpol, ich verjagte Eisbären, spießte Fische auf Speere und suchte mir ein Eskimo-Mädel, das keine Zeitung las …

Website des Eishotels
Buchungen z. B. hier.

[Bildnachweis: Paul Mannix unter CC.]

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Smartphone-Psychologie

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Smartphone-Typologie

kleine Typologie

Bis vor einigen Jahren war ein Handy eher Geschmackssache, kaum jemand kam auf den Gedanken, sich mit einem Telefon zu identifizieren. Das hat sich durch die Verbreitung “Der Großen Drei” schlagartig geändert: Du hast ein iPhone? Teures Spielzeug! Du kaufst Dir ein Google-Android? Nur was für Computerfreaks! Dein Chef stellt Dir ein Blackberry zur Verfügung? Was für Spießer! Das wäre mal die einfache Variante. Psychologisch komplizierter wird es, wenn man den Smartphone-Besitzer jeweils durch seine eigene Brille und durch die der Konkurrenten ansieht. Aber “C-Section Comics” hat das mit einem Poster wurnderbar auf den Punkt gebracht: Wer ist der “typische” Besitzer, wie sieht er sich selbst, wie sehen ihn die anderen, wie sieht er die anderen: Typologie-Poster aufrufen.

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Hallo, Du kleiner Hase!

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kleiner Hase

Ich seh' Dich!

Sie sind einsam und allein? Niemand spricht mit Ihnen, wenn Sie müde und erschlagen vom trockenen Büroalltag die Haustür öffnen? Aber, aber – es gibt doch das Internet! Nein, ich meine jetzt nicht die Datingseiten, auf denen Sie schon seit 5 Jahren vergeblich versuchen, dass ein blondes, schlankes, gutaussehendes, intelligentes Single-Mädchen an Ihren Nick “HerrCooles17″ eine Mail schreibt. Nehmen Sie die Sache selbst in die Hand und besorgen Sie sich einen Hasen. Genauer: Den Nabaztag-Hasen - der hat es in sich. Nein, nicht irgendso ein USB-Dingelchen, das ein paar Töne von sich gibt, wie der lustige Weihnachtsfisch, der mit der Flosse wedelt, singen kann und den Sie Tante Erna geschenkt haben (die inzwischen auch nicht mehr anruft). Unser Hase empfängt Ihre Mail, liest Ihnen die SÜDDEUTSCHE vor, sagt den Wetterbericht auf, er liest Ihnen Twitter- und Facebook-Nachrichten vor und … und … und. Außerdem erkennt er Ihre Stimme. Und er kann – dank aufgeklebter Etiketten – Gegenstände erkennen und entsprechend reagieren.
Ein besonderes Bonbon: Sie können einen Zweithasen verschenken und ihn via Internet mit Ihrem eigenen synchronisieren – die machen dann die gleichen Bewegungen!
Noch mehr? Beliebig erweiterbar, Apps lassen sich selbst programmieren oder von anderen Hasenbesitzern übernehmen, gewissermaßen ein “Hase mit eigenem App-Store”.
WLAN-Radio hat er auch mit drin … aber genug davon. Was kostet er? Ca. 90,- Euro (zusammen mit einem kleinen Nano-Hasen!).
Wenn sich ein Leser einen zulegt, bitte ich um Foto und Erfahrungsbericht! :-)
Hier die Quellen:
Homepage (mit ausführlichen Videos, Erläuterungen, Alltagsbeispielen).
Youtube-Video dazu (so erhält man schnell einen Eindruck)
Bezugsquelle (schnell mal gegoogelt, kann noch andere geben)

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Da siehst Du alt aus!

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alt aus

rasend schnell

Früher, da schaute man morgens in den Spiegel, rief kurz “Mann, Mann … was für eine Nacht!” und sah zu, dass man sich nicht mehr sah. Oder man war besser aufgelegt und sang beim Rasieren z. B. “Nothing compares to you!”. Damit war es aber auch genug. Und heute? Jeder kennt die unzähligen Clips, in denen sich Menschen täglich (!) knippsen, um zu sehen, wie sie sich verändern. Also wenn Sie mich fragen: Wer sich ernsthaft jeden Tag an die gleich Stelle über 10 Jahre stellt und ein Foto von sich macht, der ist alles andere als flexibel – aber das vertiefen wir jetzt mal nicht. Als Beispiel für ein solches Projekt habe ich mal das Video eines hübschen Mädchens ausgesucht, damit man nicht schon wieder sehen muss, wie sich jemand einen Bart stehen lässt. So weit, so gut. Aber irgendwann kriegen Menschen, die so was machen, Kinder. (Das geschieht meist zwischen zwei Foto-Sessions.) Und was liegt da näher, als seinen neuen Sprössling täglich zu fotografieren – er hat ja sonst nichts zu tun. Links sehen wir Kieran Francis Strummer an seinem 233. Tag. Noch ca. 120 wird er vor sich haben, denn der Blog nennt sich “365 Days of Kieran”. Da kann man nur sagen: “Kopf hoch, Kieran!” :-)

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Am Anfang war das Wasserbett

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Selbstgespräche

Selbstgespräche

Wir alle kennen den Werbespot der ERGO-Versicherungsgruppe mit dem dynamischen Mann, der Selbstgespräche führt [1] (Video) Aber nur wenige wissen, dass das Drehbuch ursprünglich einem Hersteller von Wasserbetten angeboten worden war. Der Männerblog freut sich, ein Exemplar des Original-Skripts erhalten zu haben und stellt den Originaltext der Öffentlichkeit zur Verfügung:

Szene 1: Mann schreitet über Brücke, Schwenk auf fließendes Wasser.
„Moni, Cathy, Lizzi – was ist eigentlich schief gelaufen zwischen uns?
Habe ich irgendwas getan, dass ihr so komisch seid? So fremd?“

Szene 2: Mann lehnt gegen Brückenpfeiler.
„Ich weiß zum Beispiel, was ich nicht getan habe.
Ich hab‘ nicht mit Laura geflirtet! Und ihr schickt mir Mails, dass alles aus zwischen uns sei!“

Szene 3: Mann geht durch Schalterhalle
„Ich finde mein Leben schon kompliziert genug.
Und wenn ihr euch auch noch einmischen wollt, wird daraus ein einziges Chaos.“

Szene 4: Mann auf Rolltreppe
„Ihr hebt ab Richtung Klaus, dem Fitnesstrainer. Ich bleibe hier zurück – und verstehe nichts.“

Szene 5: Mann in Straßenbahn
„Sollten wir uns nicht mal wieder richtig in Augenhöhe treffen?“

Szene 6: Mann auf Bürgersteig
„Ich bin bereit. Und wenn ihr es seid, bin ich dabei.“

Szene 7: Mann im Treppenhaus
„Und wenn ihr mich besuchen kommt …“

Szene 8: Mann öffnet Wohnungstür
„…  bringt mir ein, zwei offene Sektflaschen mit und stellt keine Fragen.“

Szene 9: Mann auf  Wasserbett
„Könnt ihr nicht einfach mal aufhören, mich ständig mit Fragen zu bombardieren?
Und anfangen, mit mir zu schmusen?“

End-Szene: Mann lehnt sich im Wasserbett zurück und schließt die Augen.

Schriftzug: “Es gibt 28 Millionen Gründe für neue große Wasserbetten.”

Tja, schöne Idee. Leider lehnte der Wasserbettenhersteller den Entwurf mit dem Hinweis ab, dass das alles schon mal dagewesen wäre … [2]

[1] Ist gerade durch einen anderen Spot mit etwas spießigerem Protagonisten ersetzt worden.
[2] Financial Times

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Mach Ihr den Samba!

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sonnig

Sunny-Hanni

Nun ist sie doch hervorgekommen – die Sonne! Yeah! Begrüßen wir sie mit flotter selbstgemachter Musik: Mit diesem Samba-Musikgenerator genügen ein paar Tastenklicks, um sich wie am Zuckerhut zu fühlen! – Ja, da zuckt es in den Füßen, was, Jungs?! Wie so was als reine Buchstaben-Animation aussehen kann, ist hier sehr schön umgesetzt. – Wer es etwas ruhiger mag, dem sei die Foto-Story des kleinen “Papp-Roboters” empfohlen. Sollte uns seine Geschichte nicht alle nachdenklich machen? Ich denke – nein. :-) *) – So, und zum Schluss noch ein Werbevideo für den Google-Chrome-Browser – sehr fein gemacht (es gibt auch ein Making of) – sogar Topflappen kommen darin vor …

*) Gruß an Otto …

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Towel Day

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Towel Day

Handtuchhalter

Fasst hätte ich es verpasst: Heute ist “Towel Day”! (Dank an Michael!) Darüber hatte ich ja schon früher berichtet und möchte meine Aufforderung wiederholen, heute zum Handtuch zu greifen, um an den guten alten Douglas Admas zu denken. Was man mit dem Handtuch nun genau macht – sich beispielsweise vom nächsten UFO mitnehmen lassen – sei dem einzelnen Sternengläubigen überlassen. Wie wäre es, wenn man mal früh im Vorlesungssaal ist und ein Handtuch über einen Sitz wirft? Mit den Reaktionen der Kommilitonen lässt sich so manch hübsches psychologisches Experiment durchführen! Aber auch, wenn man es wie links gezeigt, stolz auf dem Haupte trägt, wird man die Blicke auf sich ziehen! [Bildnachweis: Steffe, unter CC]

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Orion und die Erfindung des iPads

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Orion iPad

per Fingerwisch durch die Galaxie

Zur Zeit werden im ARD-Kanal “einsfestival” die Folgen der Kultserie “Raumschiff Orion” wiederholt. Wir alle wissen, dass dieses deutsche Raumschiff aus den 60-er Jahren seiner Zeit weit voraus war. So wurde es z. B. mit einem Bügeleisen gesteuert, Bleistiftanspitzer und Badezimmerarmaturen ergaben diverse Hebel, die Rangabzeichen auf den Uniformen bestanden aus Stücken von Lochkarten, für den Wasserstrudel wurden Alka-Seltzer-Tabletten an ein Holzbrett geklebt und die weiblichen Crew-Mitglieder trugen Mini-Röcke [1]. Ja, das Deutschland der Nachkriegszeit hat sich zu helfen gewusst und war ganz schön erfindungsreich.
Was aber kaum jemand bisher zur Kenntnis genommen hat: Die Macher von Orion haben auch den Prototyp des iPads entwickelt! Deutlich zu sehen in Folge 2 “Planet außer Kurs”. Der Kommandant McLane zeichnet mit einem Fingerwisch den Kurs einer Supernova nach. Ja, der Flachbildschirm funktionierte sogar ohne Apps und Akku! Wollte man ihn vergrößern, so genügte ein Stück Isolierband, durch das man einen zweiten Monitor andocken konnte. Das Ding war unverwüstlich und vom Einkaufszettel bis zur Berechnung interstellarer Wolken ließ sich damit praktisch alles erledigen [2].
Es hat rund 40 Jahre gedauert, bis die Amis die Idee aufgriffen und momentan unter dem Namen “iPad” vermarkten. Aber der geneigte Leser wird künftig, wenn die Frage gestellt wird “Wer hat’s erfunden?” den Finger heben und selbstbewusst sagen: “Wir. Wer sonst?”

[1] In die Plastik-Raumfahrhelme wurden oben Löcher geschnitten, weil sie sonst durch den Atem beschlugen, der Arm eines Roboters bestand aus einem Eisportionierer usw. Das klingt heute recht lustig aber in Wirklichkeit wurden eine Reihe neuartiger Filmtricktechniken erfunden, die einem Respekt abverlangen. Einzelheiten dazu im Wikipedia-Artikel.
[2] In den 60-er Jahren hat es sich dabei um ein beliebtes Kinderspielzeug gehandelt, das meist unter dem Namen “Zaubertafel” vertrieben wurde. Es gibt sogar ein kleines Filmchen dazu. Heute noch erhältlich bei Manufactum oder hier.

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