Einfach so …
Was in die Gedanken purzelt …
Ein überraschendes 2012
0… wünscht Euch
Euer
Herbert
Mögen die Leser dieses Blogs von angnehmen Dingen umschwärmt werden!
Mobiler Urknall
1Lange mussten wir Männer über uns ergehen lassen, dass von Serien wie “Sex in the City” oder “Grey’s Anatomy” gesprochen wurde, ohne dass wir mitreden konnten. Selbst wenn wir bereit waren, eine Folge anzuschauen, schienen unsere Partnerinnen Fragen wie etwa “Wann wird’s jetzt spannend?” oder “Wer ist der Mörder?” eher zu nerven.
Seit einiger Zeit haben viele von uns nun für sich eine Serie entdeckt: “The Big Bang Theory” (Pro7), bei der man sich auf Klingonisch begrüßt, über Stringtheorien im Vergleich zu geschichteten Universen diskutiert und es für ausgesprochen normal hält, seine Abende mit einem gepflegten Computerspiel zu verbringen. Die Darsteller sind Menschen wie Du und ich: z. B. Dr. Dr. [1] Sheldon Lee Cooper (theoretischer Physiker) oder Dr. Leonard Leakey Hofstadter (lediglich Experimentalphysiker). Nur Penny, die Nachbarin, fällt aus der Reihe: sie ist Kellnerin und sieht gut aus.
Für die Fans dieser Serie habe ich mich mal umgeschaut, was der iPhone-Markt so zu bieten hat (Android bietet noch mehr, aber bei diesem System bin ich nicht zu Hause):
- Da hätten wir zunächst “Papier, Schere, Stein, Echse, Spock” (ergibt sehr viel mehr Kombinationsmöglichkeiten, deutsch/englisch).
- Ein großes Thema ist auch der “Mitbewohnervertrag”, in dem z. B. festgehalten ist, dass man überraschenden weiblichen Übernachtsbesuch 24 Stunden zuvor ankündigt. Oder wenn einer der Unterzeichnenden eine Zeitreisemaschine erfindet, er zum Zeitpunkt der Unterzeichnung aufzutauchen hätte usw. [die App mit allen Klauseln].
- Sheldon-Zitate sind natürlich ein jeder Gesprächsrunde ein großer Brüller. Leider habe ich da nur eine englische Zusammenstellung gefunden, aber das ist für echte Fans kein Problem [Zitate-App]. Kleine Kostprobe?
Howard unterrichtet Sheldon in Chinesisch (Sheldon ahnt nämlich, dass der Kellner bei seinem Lieblingschinesen ihn hintergeht und möchte ihn zur Rede stellen)
Howard: You know, I’m really glad you decided to learn Mandarin.
Sheldon: Why?
Howard: Once you’re fluent, you’ll have a billion more people to annoy instead of me.
- Und schließlich gibt es noch das ultimative “TBBT Fan Kit” mit allen Einzelheiten zu den Darstellern [App]
[1] Scheldon hat leider nicht nur 2 Doktortitel, sondern auch eine Variante des Asperger-Syndroms.
BILD – es hackt!
0Ja, ich mag sie, die Frau mit dem biblischen Namen: Judith, Judith Holofernes. Da sich die Sache im Frühjahr abspielte, werden einige den Vorgang schon kennen – ich bin gerade durch einen ARD-Podcast [1] darauf aufmerksam geworden. Es dabei um diese Werbeclip-Serie der BILD-Zeitung mit “Prominenten”, die vor der Kamera auch mal sagen dürfen: “Bild? Naaaa jaaa …” Thomas Gottschalk, Mario Barth, Veronica Ferres usw. haben da ihren Senf schon dazu gegeben. Also dachte sich die Werbeagentur wohl: Warum nicht mal jemand von der Band “Wir sind Helden”? Immerhin werden für jeden Auftritt 10.000 Euro für ein “gutes Werk” gespendet – und man darf, wie schon erwähnt, auch richtig böse Dinge sagen.
Judith hate ihre Antwort an die Agentur als offenen Brief ins Netz gestellt. Dass dieser Brief negativ ausgefallen ist, ist ja nun nicht gar so verwunderlich. Schließlich ist Judith bei klarem Verstand [2]. Bemerkenswert ist aber der Inhalt … (weiterlesen …)
Kirche mit Cliffhanger
0Menschen, die anpacken statt zu jammern, sind immer attraktiv. Daher geht meine heutige “hör-mal-zu”-Empfehlung an einen Podcast mit dem Kölner Priester Franz Meurer. Entstanden in der Interviewreihe “SWR Leute” kann man erkennen, wie Probleme eines Stadtviertels in Angriff genommen werden können, ohne ständig die Hände in den Schoß zu legen und über “die Politiker”, “die Gesellschaft”, “die Strukturen” usw. zu palavern. Viele hübsche Beispiele finden sich darin, z. B. die Sonntagskollekte einfach mal den islamischen Nachbarn für den Bau ihrer Moschee zur Verfügung zu stellen. Beflanzung und Grünflächen zu verändern, um dem “Broken Windows”-Gefühl entgegen zu wirken. Oder eben zu Weihnachten die Kindergartenkinder das Geburtsgeschichte von Jesus aufführen zu lassen, mitten drin wird abgebrochen, die Kiddies halten Schilder hoch mit der Aufschrift: “Wollt Ihr wissen, ob das Kind überlebt? Dann kommt nächsten Sonntag wieder!” So was finde ich doch mal originell!
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[Bildnachweis: CC by Fergal OP]
Einen guten Start in das Jahr 2011!
0Die besten Wünsche an alle Leser und Freunde des Blogs der Männerseiten zum Beginn des Jahres 2011!
Diesmal habe ich ein kleines Video dazu fabriziert:
Radiotipp
0Die Schönheit der Männer
Donnerstag, 23.09.10 um 23:05 Uhr
WDR 3, Reihe open: Wortlaut
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Das ist so Pawlow
1Eine kleine Stelle in “Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet” gefällt mir besonders: Die ältere Schwester der 11-jährigen Flavia weigert sich entschieden, an die Tür zu gehen, wenn es klingelt. Das sei so “Pawlow”. Nun spielt die Handlung in den 50-er Jahren – was hatten die da schon an akustischen Reizen? Die Türklingel, Telefon und noch die Glocke des Kirchturms. Wenn man sich bei einem “Durchschnitt-Internet-Nutzer” heute umschaut, dann hat der aber deutlich mehr zu bieten: kurzer Ton bei SMS, Sound bei Handyanruf, Summton bei Festnetz, Türklingel in zwei Varianten, Terminkalender und Mail-Eintrudel-Töne auf dem Smartphone, Notebook und PC, “Neue-Nachrichten”-Piep beim Twitter-Client und Facebook usw. usw. Radio- und Verkehrsnachrichten-Jingles gar nicht mitgezählt. Auf gut 20 Sounds, Pieps, Summsumms und Vibrationstöne bringt man es da locker. Bei diesem Überangebot wäre der Hund von Pawlow bestimmt durchgedreht – oder verhungert. – Der richtige Zeitpunkt, um noch eine der Uralt-Platten aufzulegen: “Sound of Silence” (Simon & Garfunkel, YouTube – nebenbei: ruhig mal wieder auf den Text achten).
[Bildnachweis: BluegrassAnnie, CC]
Harte Tage – heiße Nächte
0Oh yeah – das Leben ist kein Zuckerschlecken. Diese heißen Tage, an denen die Sonne unsere Haut gerbt, während wir auf den Baumwollfeldern arbeiten und uns nicht die Kühle der Nacht empfängt, sondern die Schweißtropfen von keuchenden alten Deckenventilatoren getrieben werden … wie hält ein Mann das aus? Erleichterung schaffen hier vielleicht einige Songs aus der Vergangenheit, die uns den Alltag erträglicher machen können:
1. David Dundas: Jeans On (YouTube) – “When I wake up in the morning light I pull on my jeans and I feel allright”. So ist es auch bei uns: Wir wachen in der Morgendämmerung auf, springen in die eng anliegende Jeans und wissen: “Alles wird gut!” Trotzdem müssen wir von etwas leben – also auf zur Arbeit.
2. Cat Stevens: Matthew & Son (YouTube) – “Matthew & Son, the work’s never done, there’s always something new. The files in your head, you take them to bed, you’re never ever through.” Ja, das kennen wir alle – die Arbeit hört nie auf! Eine ewige Tretmühle, die uns eine 5-Minuten-Pause für einen Becher kalten Kaffee gönnt. Laut Lied geht das 50 Jahre lang, was einen schon mal etwas depressiv machen kann. Daher
3. The King: In the Ghetto (YouTube) – “And a hungry boy with a running nose Plays in the street as the cold wind blows” Ja, wir fühlen uns einsam und verlassen. In solchen Momenten möchten wir wieder der kleine Junge sein, hinter dem die Mutter mit einem Taschentuch steht und ihm die Nase schneuzt. Aber gibt es nicht doch irgendwo Hoffnung? Natürlich!
4. Alison Krauss: Down to the River to Pray (YouTube) – “O brothers let’s go down, Let’s go down, come on down, Come on brothers let’s go down, Down in the river to pray.” Nach getaner Arbeit lassen wir unseren Blick über die Weiten des alten Mississippi (alternativ: der Donau) schweifen, kommen langsam zur Ruhe und sammeln Kraft für den Abend.
5. Rednex: Cotton Eye Joe (YouTube) – “His eyes was his tools and his smile was his gun. But all he had come for was having some fun.” Ja, stahlhart ist unser Blick, unsere Muskeln spielen unter dem vom Schweiß durchnässten T-Shirt – und doch wollen wir nur ein kleines Stück Freude an diesem Abend erhaschen. Und wenn uns viel Glück vergönnt ist: Im Kreise einiger aufregenden Blondinen – aber Brünett wäre auch okay, wie das Video sehr schön aufzeigt. Allerdings ist nicht jedem dieses Glück beschieden …
6. Peggy Lee: Fever! (YouTube) – “Sun lights up the day time. Moon lights up the night. I light up when you call my name.” Einsam verlassen wir die Bar und gehen durch die Schwüle der Nacht zurück in unsere Unterkunft, die heiß und stickig ist. Und während wir uns schlaflos wälzen wissen wir: In einigen Stunden werden wir in unsere “goog old Jeans” schlüpfen …
Das Buch der Maulwürfe
1Eine Story, wie sie von Dan Brown stammen könnte: Das Wissen der untergegangenen und sagenumwobenen Bibliothek von Alexandria wurde in einem kleinen Buch komprimiert. Gedruckt um 1900, 500 Seiten umfassend, etwa DIN-A5-Größe. Gelesen werden kann es nur von einer kleinen Gruppe von Eingeweihten. Es weiß, wie viel Elefanten wiegen, seit wann der Blaue Diamant verschollen ist, was “Uganuggugu” in der Sprache der Ureinwohner des Kongos heißt und wie mit einem Päckchen Zucker Feuer entfacht wird. Emil Erpel haben wir die Abschrift dieses Buches zu verdanken – und damit wissen wir auch, in welchem Universum wir angelangt sind: Der Donal-Duck-Zeichner Carl Barks drückte den Drillingen jenes geheimnisvolle Buch in den 50-er Jahren erstmals in die Hände [1]. Eltern, die in den 60-er Jahren ihren Sprösslingen gerne “pädagogisch wertvolle” Literatur untergeschoben hätten, schüttelten über so viel Unsinn den Kopf: Etwas, was auf alles eine Antwort hat. Dabei aber nicht hunderttausend Bücher in großen Bibliothekshallen umfasst, sondern das man bei sich tragen kann, das in eine Hosentasche passt. Etwas, was nicht veraltet, sich aktualisiert, Ratschläge für den Alltag geben kann … was für ein Kinderkram! Die Erinnerung an das “Schlaue Buch” [2] kam mir vor einigen Tagen, (weiterlesen …)
2010 – Das Jahr des Stieres!
2Einen guten und mannhaften Rutsch in das Jahr 2010
wünscht Euch Euer
Männerblog!
Möge auch dieses Jahr
wild und gefährlich werden!
Und voller Überraschungen stecken!
Euer
Herbert
Marmorkuchen und ein Krug Schwarztee
2Markus ist einer von uns. Sein Studium hat er gerade beendet, ist auf Job-Suche und trägt sich ernsthaft mit dem Gedanken, von zu Hause auszuziehen. Er wohnt in Ulm, und ich habe ihn auf einer Twitter-Lesung kennen gelernt. Auf den ersten Blick erzählt sein Tweet von den Banalitäten des Alltags, für die Twitter so steht. Aber bei Markus liest sich das pfiffiger, netter, origineller – wie auch immer man es nennen möchte. So hat er am Wochenende gegen Mitternacht aus einem Café die Umgebungsgeräusche mit seinem iPhone getwittert, um kurz danach vor der Haustür zu melden:
Heimkommen und die Türe verschlossen mit innen steckenden Schlüssel vorfinden. Nichts sagt einem Kind mehr “wir lieben dich”.
Oder er setzt einen Google-Map-Link zu seinem Standort und ergänzt:
Stehe hier im Wald und suche Tannenzäpfle für Mom. Papa steht draußen und schaut Joggerinnen hinterher.
Wer jetzt aber denkt, dass Markus nur Computer und Twitter im Sinne hätte – weit gefehlt. Gelegentlich wirft er durchaus auch mal ein Auge auf eine flotte Frau:
Frau im BMW überholt mich. Seh dass Motorhaube offen ist. Fahr wie Psycho hinterher und mach Handzeichen. Werden geblitzt.
Ich denke, der Tweet von Markus ist ein gutes Beispiel dafür, dass es im Netz nicht – nur – auf Technik ankommt, sondern in erster Linie darauf, was man daraus macht. Ein bisschen mehr Kreativität und Originalität – und schon machen die Dinge mehr Spaß …
Natürlich bin ich Euch noch den Link zum Twitternamen von Markus schuldig – hier ist er. Zwar ist sein Tweet geschützt, aber ich denke mal, dass er bei einer höflichen Anfrage ein Follow schon mal zulassen wird …
PS: Foto und Überschriften stammen natürlich auch aus dem Tweet von Markus: http://twitpic.com/rbdag Dank an Markus für sein Einverständnis für die Veröffentlichung der Zitate!
Julie, Julia und ein Kochbuch
4Würde ein Mann freiwillig in einen Film gehen, der von einem Kochbuch handelt? Niemals! Würde er in einen Film gehen, der von einem Weblog und einem Koch handelt? Vielleicht. Und wie wäre es, wenn der Film von einem Kochbuch, einem Weblog und einem hübschen Mädel handelt? Nun, was hat man zu verlieren? Also auf ins Ulmer Obscura und einen professionellen Blick auf “Julie & Julia” (mit Meryl Streep und Amy Adams) geworfen.
Die Handlung ist rasch erzählt, genauer: die beiden Handlungen. Denn zum einen haben wir da Julia Child (Wikipedia) eine zwar nette aber eigentlich farblose Diplomatengattin im Paris der 50-er Jahre, die dort ihre Leidenschaft für das Kochen entdeckte und schließlich ein Kochbuch [1] schrieb, das später in den USA ein ziemlicher Erfolg wurde.
Und wir haben die nette New Yorker Julie Powell aus dem Jahr 2002, die neben ihrem Telefonjob im Öffentlichen Dienst eine Aufgabe sucht. Schließlich greift sie zu dem oben erwähnten Kochbuch-Klassiker und beschließt, unter dem Beifall ihres Mannes, ein Jahr lang jedes Rezept nachzukochen. Eine Idee, die einen ja nicht unbedingt vom Hocker haut, wenn man nicht zufällig mit ihr im gleichen Haushalt lebt. Aber: sie will parallel täglich über ihre Kocherfahrungen in einem Weblog (Original-Blog) schreiben. So was war im Jahr 2002, als Blogs sogar in den USA erst am Anfang standen, eine ganz pfiffige Idee.
Der Film springt zwischen den beiden Julias hin und her, ist soweit ganz “nett” gemacht (mein persönlicher Liebling ist eigentlich Stanley Tucci, Diplomaten-Mann von Julia, der in seiner Zuneigung wirklich rührend ist), und wer mehr vom Kochen als ich versteht, findet ihn vielleicht auch ein bisschen spannend. Mir selbst sind eine Reihe ganz anderer Punkte aufgefallen: (weiterlesen …)
Frauen surfen anders. Nanu …?
3Männer lernen gerne neue Dinge kennen – und hier habe ich ein Web-Angebot aufgetrieben, das den meisten meiner Leser bisher entgangen sein dürfte [1]. “Frauen surfen anders” ist unter der gleichnamigen Domain (www.frauensurfenanders.de) zu erreichen und weist sich als Kooperationspartner eines bekannten Meinungsforschungsinstitutes (Allensbach) aus. Laut Impressum steht dahinter das Beratungsunternehmen Netaspect aus Düsseldorf, bei dem, laut Eigenangaben, die “Maximierung der Usability bzw. der Nutzer-Zufriedenheit” im Fokus steht.
Hm, okay, gehen wir jetzt mal nicht so sehr auf das rosafarbene Layout ein und auch nicht auf Nebensächlichkeiten wie z. B. dass man die Transparentfarbe der lustigen kleinen Schmetterlinge nicht im Griff hat, dass eine Breite von 760 px eher für ältere Monitore … usw. … – schauen wir lieber mal, (weiterlesen …)
Papiermännchen in 3D
0In der Ausgangsform ist Mightier ein Jump ‘n’ Run-Spiel in 3D-Form. Schlicht gemacht, läuft aber flott, die Kameraperspektive lässt sich schnell verändern usw. Der eigentliche Clue an der Sache ist folgender: Man druckt Vorlagen mit Markierungen aus, zeichnet dann mit wenigen Strichen seine eigenen Hindernisse oder die Form des Weltraummännchens, scannt das wiederum ein – und schwubbe-di-dupp: Findet man alles in räumlicher Perspektive im Spiel wieder!
Auf der Homepage ist ein Video, das den Vorgang recht gut demonstriert. Dort kann man auch das Spiel downloaden (Freeware). Das Game selbst hat bei mir tadellos funktioniert, aber der Leveleditor stürzte ab (evtl. wegen Vista). Vielleicht habt Ihr ja mehr Glück … Jedenfalls ist die Idee an sich mal was anderes.















