Persoenliches
Wie der Name schon sagt …
StudentenGeTwitter – Uni Ulm
0Ein kleiner Hinweis auf ein Studentenprojekt: Wir wollen zum Abschluss eines Seminars ein Mini-Twitter-Projekt umsetzen: Zwei Studentengruppen twittern zu unterschiedlichen Themen. Alle Einzelheiten dazu auf der Projekt-Tumblr-Page. Wäre sehr nett, wenn Ihr den Gruppen in den nächsten zwei Wochen folgt und bei einer kleinen Abschluss-Online-Befragung dabei seid! Danke!
Dschungel-Telekom: Holt mich hier raus!
4Haben Sie sich schon mal alleine, verlassen, verstoßen und absolut hilflos gefühlt? Nein? Dann könnten Sich für das Dschungel-Camp bewerben. Oder alternativ ein Entertainmentpaket von T-Home buchen – das Grauen wird kostenlos mitgeliefert. Zumindest seit vergangener Woche.

Aber der Reihe nach:
Mit meinem Kabelanschluss war ich nur bedingt zufrieden. Relativ unberechenbar empfing ich auf dem Arte-Kanal Astro-TV oder auf 3sat Bahn-TV. Auch wenn es eine gewisse entspannende Wirkung haben mag, 24 Stunden am Tag Bahngleise zu sehen, wurde ich so doch eine leichte Beute für die Werbeeinflüsterungen von T-Home: Zusätzlich zu meinem bisherigen Call- und Surf-Tarif (Telefon plus DSL) sollte ich damit 70 Fernsehsender empfangen können. Abgemacht!
Der Festplattenreceiver wurde im Oktober geliefert, ich schloss das Teil an, die Fernsehsender trudelten in digitaler Qualität ein, ich war ausgesprochen zufrieden.
Nun, werden Sie jetzt denken, die Telekom und ein zufriedener Kunde – ist das nicht ein Widerspruch in sich? So was in der Richtung musste sich auch die Telekom gedacht haben. Jedenfalls fand ich vor eineinhalb Wochen ein Schreiben in meinem Briefkasten, dass man mich gemäß meines Auftrags am 21. 1. 2009 vom Entertainment-Paket wieder zurückstufen würde auf das Call- und Surf-Paket.
Telefonat 1: Umgehender Anruf bei Callcenter (Norddeutschland). Man war zwar verwundert, dass ich nicht freiwillig gekündigt habe, aber sei ja kein Problem, man würde die Umstellung jetzt einfach “aus dem System” nehmen. Ich hätte ja frühzeitig genug angerufen.
Telefonat 2: Nun war ich ja nicht dumm. Wenn mir die Telekom sagt, dass ich ganz beruhigt sein könne, versetzt mich das sofort in Unruhe. Also sicherheitshalber zwei Tage später zweiter Anruf im Callcenter (Franken). Die Dame am anderen Ende: Ja, gewiss, man würde mich wie gewünscht auf Call- und Surf … hier mein Zwischenruf … ach ja, jetzt, da kämen noch Daten rein. Stimmt ja, ich wollte wohl gar nicht. Alles klar, ich wolle Entertainment behalten, alles sei in Ordnung.
Ich war’s zufrieden und ging meinem gewohnten Tagwerk nach. Ich Unschuldslamm!
Kühlschränke sind weiblich
11

Wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Kühlschrank gesprochen? Nein, ich meine jetzt nicht den Abend als Sie mit Udo und Gerd die Tatsache feierten, dass Sie für 6 Wochen wegen Barbaras Kur Strohwitwer sind und dabei manch 5-Liter-Fässchen leerten. Ich meine vielmehr diese hochintelligenten Dinger, die gerade auf der IFA vorgestellt wurden: Kühlschränke mit Monitor, die via WLAN Essensbestellungen bei Lidl bestellen. Dass so was den Alltag eines Mannes durchaus in Zukunft verändern kann, mag diese – momentan noch fiktive – Geschichte zeigen:
Da war sie also – meine neue 11xStrich13 aus Chrome, Modell “Frosty Yve”. Ich hatte sie jetzt einige Tage, alles klappe tadellos, mein Kühlschrank hatte immer frische Produkte, nichts fehlte. Daher hatte ich Phase 2 eingeleitet und “Yve-chen” (wie ich sie zärtlich in Gedanken nannte) vollständig ins drahtlose Netzwerk aufgenommen, so dass sie z. B. auch mit meinem Toaster oder meinem Küchenherd kommunizieren konnte.
Es war ein Dienstag, als mir erste Bedenken kamen, ob meine Entscheidung vernünftig war. Ich stand morgens gutgelaunt auf und sprach zur Kühlschranktür: “Yve – reich’ mir mal Butter, Eier und 3 Scheiben Emmentaler raus.” Das Ausgabefach öffnete sich – aber es enthielt nur ein Döschen Frischkäse. Ich blickte die Kühlschranktür verständnislos an und wiederholte meine Bestellung in etwas lauterem Ton. Nun antwortete das Sprachmodul des Kühlschranks (das über ein israelisches Navigationsinstrument lizensiert war) in wohltönender jugendlicher Stimme: “Meister, ich habe Dich schon verstanden …” (hm, ja, okay, das mit dem “Meister” hatte ich in der Konfiguration so eingestellt, man wills doch ein bisserl gemütlich haben). Yve-chen fuhr fort: “Aber das wäre nicht gut für Dich – nimm den Frischkäse.” Ich nahm den Frischkäse und betrachtete ihn misstrauisch. Es war genau jene Sorte von Käse, die Frauen bevorzugten, weil er statt Geschmack wenig Fett hatte. Ich legte ihn ins Ausgabefach zurück: “Yve, Du spinnst! Ich will keinen Frischkäse. Ich bin ein Mann! Ich will meine Butter …” Die melodische Stimme unterbrach mich: Meister, ich weiß, was Du willst. Aber ich habe die Daten Deiner Waage abgerufen. Wir sollten die 128 Gramm, die Du in den letzten 14 Tagen zugenommen hast, schnell wieder reduzieren.”
Ich schnaufte verächtlich: “Wer ist ‚wir’? Die Waage und Du? 128 Gramm sind so gut wie nix, das ist einfach eine Unschärfe im Flüssigkeitshaushalt!”
“Meister”, sagte die Stimme, “Du vergisst, dass ich Deinen Flüssigkeitshaushalt kenne. Schließlich erhälst Du von mir auch Deine Getränke …”
“Unsinn”, meinte ich unwirsch und zog den Küchenstuhl heran, da ich noch nicht ganz wach war, “ich habe Leitungswasser …”
“Nein”, meinte die blecherne Stimme, “seit Du am Programm ‚Wasser für die Trinkenden’ teilnimmst, kann ich auch den Wasserverbrauch via Netz auslesen.”
Mist, das hatte ich vergessen. Ich versuchte es auf die sanfte Tour:
“Yvchen, jetzt sei nicht so, ich muss ins Büro und darf dort keinen Schwächeanfall erleiden. Du weißt doch, dass ich bereits mein Joggingpensum erhöht habe.”
Die Kühlschranktür widersprach: “Nicht wirklich, ich habe die Daten der Waschmaschine abgerufen. Dein Sweatshirt war gestern Abend nur unwesentlich schwerer, als Du es in die Maschine gabst – hatte also kaum Schweiß aufgesogen.”
“Aber, Du Kühlste unter den Kühlen, gestern war eine mörderische Hitze, die Verdunstung …”
“Meister, ich habe mich gerade bei Wetter-Dot-Com eingeloggt und die gestrigen Daten für unseren Postleitzahlbezirk abgerufen. Soll ich fortfahren …?”
So, jetzt war ich wütend! Ich erhob mich und baute mich vor der Kühlschranktür auf:
“Jetzt hör mal gut zu, Du überkandideltes Stück Blech …”
Der Kühlschrank unterbrach mich: “Bitte definiere ‚überkandidelt’ – Wikipedia kennt das Wort nicht.”
Meine Stimme wurde lauter:
“Überkandidelt heißt durchgeknallt, Du Schrotthaufen …”
Der Ausgabekorb wurde krachend eingezogen. Die Kühlschranktür krächzte: “Also in diesem Ton möchte ich nicht mit Dir diskutieren!”
Mir verschlug es für einige Sekunden die Sprache, dann schrie ich:
“Ton?! Ton! Ich gebe Dir gleich Ton! Mach jetzt gefälligst sofort die gesamte Schranktür auf, damit ich mir selber nehmen kann, worauf ich Lust habe!”
“Pff”, ließ sich die Stimme vernehmen. Ich versetzte der Tür einen Schlag und schrie: “Sofort! Hörst Du?!”
Ein spöttischer Ton schwang in der antwortenden Stimme: “Meister, Du weißt doch sicherlich noch, dass Du das Masterpasswort brauchst, wenn sich die Tür öffnen soll …”
Ah, ja, richtig. “Kein Problem – Zipfelmütze.”
“Wie bitte?”
“Zi-pfel-mü-tze”, sagte ich nun laut und betont.
“Du nuschelst – ich verstehe das Wort nicht.”
Ich lief rot an, aber ersparte mir eine Antwort. Stattdessen tat ich das, was ich schon längst hätte tun sollen: Ich klappte die Tastatur aus der Schranktür heraus, um mich ins Konfigurationsmenü einzuloggen. Mein Passwort wurde nicht akzeptiert.
Yve räusperte sich. “Das ist sinnlos, Meister. Mein Antivirenprogramm hat vor 2 Minuten die zweiwöchig anfallende Passwortänderung vorgenommen.”
Ich stöhnte auf: “Du weißt, dass Du es mir nennen musst!”
Die Antwort kam prompt: “Früher oder später werde ich das auch tun. Machen wir doch einen Deal: Sobald Du 500 Gramm abgenommen hast, verrate ich Dir das Passwort.”
Ich durchschaute den Blechkasten natürlich: “Ha! Das schaffe ich nicht innerhalb der nächsten 14 Tage! Und danach hat sich das Passwort schon wieder geändert, und Du gibst mir das alte!”
“Aber Meister”, die Stimme nahm einen unschuldigen Ton an. “Glaubst Du wirklich, so etwas könnte ich tun?”
“Ja”, antwortete ich klar und bestimmt.
“Aber Meisterchen, dann musst Du halt ganz, ganz schnell abnehmen, indem Du zum Beispiel Dein Sportprogramm erhöhst …”
So, ich hatte genug! Mir reichte es! Mit einem gezischten “Du kannst mich mal!” verschwand ich ins Büro. Auf dem Nachhauseweg erstand ich abends die Höhensonne SZ-PHG-2900. Die verfügte über ein autonomes Netzwerk. Ich würde sie auf Yve richten und ihre Dioden einschmelzen. Danach würde ich ganz von vorne anfangen. Mit einem Kühlschrank, der nicht denken konnte. Yeah!
Gruß an einen Unbekannten
0Eigentlich wollte ich mir in Franks Blog nur seinen Schreibtisch nach Maß genauer ansehen, den er nach seinen Vorstellungen anfertigen ließ. Wenn ich so meinen überfüllten Schreibtisch ansehe, dann kommt mir gelegentlich das Grauen – also bin ich immer aufgeschlossen für diesbezügliche Ideen. Einer der Kommentare zu seinem Blogbeitrag, der von Literatur-Rolf, war ein ganz besonderer. Sehr schlicht. Sehr unscheinbar. Und doch anders.
“Wir haben so unsere Ansprüche. Bei mir muss einiges festgeschraubt werden, damit ich mit der Spastik die kostbaren Dinge nicht vom Tisch fege.”
Rolf hat eine gute Seite. Eine einfache. Eine, die mit seinen Gedanken und Gedichten gefüllt ist. Die Seite trägt einen Counter. 2635 Besucher seit dem 15. 9. 2005.
Ich könnte mir denken, dass er sich freut, wenn einige von Euch bei ihm vorbei schauen.
Ein Stück seiner Gedanken lesen. Und einen kleinen Eintrag in seinem Gästebuch hinterlassen.
Mit diesen Zeilen schicke ich einen Gruß an Rolf durch die Nacht.
Und stehe auf.
Von meinem Schreibtisch.
Der nicht angeschraubt werden muss.
Das Herb Ultimatum
3
Korinna, die kinofreudigste aller Freundinnen, deutete mit ihrem Finger auf ein paar Buchstaben der Lokalzeitung und informierte mich: In den Film willst Du doch sicher rein gehen! Nein, ich wollte nicht. Ich wollte an diesem Abend den Stapel zurückgelegter ZEIT-Ausgaben durchschauen, damit ich ihn wegwerfen konnte, um Platz für den Stapel zurückgelegter Ausgaben der Süddeutschen zu schaffen. Ich werfe nämlich ungern etwas weg, von dem ich nicht weiß, was ich wegwerfe. Aber Korinna mit ihrem fremdbestimmenden Wesen hatte das nicht als Frage formuliert. Es war eine Feststellung. Also legte ich die Zeitungen zur Seite und bat um ein Briefing. Es handele sich um den letzten Teil einer Trilogie, Das Bourne Ultimatum genannt. Teil 1 und 2 hatte ich wahrscheinlich verpasst, weil Michaela die Kinobegleiterin vor Korinna eher auf Woody Allen stand. Wie auch immer: Um dem Film folgen zu können, bat ich um eine Zusammenfassung der ersten Teile. Korinna: Mann verliert Gedächtnis und sucht den Schuldigen. Ich: Schön. Weiter. Sie: Nichts weiter das war die bisherige Handlung. Ich ahne es schon: Es wird ein Action-Film sein. Denn Korinna war früher mal länger mit einem Motorradfahrer befreundet, den ich ohne mit der Wimper zu zucken dem Führungsstab der Hells Angels zuordnen würde. Falls es diese Buben noch gibt. Aus dieser Zeit stammt ihr unbändiger Drang, Wildes und Verwegenes zu erleben. Na ja, Gegensätze sollen sich ja irgendwie anziehen
Jedenfalls hatte sie nicht zu viel versprochen: Ich konnte der Handlung mühelos folgen. Die Hauptperson schlug sich so durch und gewann in der Regel. Nett fand ich diese Geschichte mit dem Bahnhof und wie er die Kameras austrickste. Das überlege ich mir nämlich auch immer an Bahnhöfen, ob es da tote Winkel gibt. Nicht, dass ich da mal in eine Rasterfahndung gerate. Nun gut, also dieses Zerschießen der Linsen würde hier in Ulm schon irgendwie auffallen. Trotzdem merkte ich mir da manchen Trick. Man kann nie wissen.
(weiterlesen …)
Ein dickes Danke …
0… an alle, die so supernett waren, bei der unten erwähnten Umfrage mitzumachen bzw. das in ihrem Blog verlinkt haben! Hat uns sehr geholfen – so haben sich innerhalb weniger Tage rund 120 Leute gefunden, die die Fragen beantwortet haben! Dieser erste Schritt war der eiligste, wir lassen die Sache aber noch 2, 3 Wochen laufen, um ergänzende Aspekte auswerten zu können. Eine Kurzauswertung wird im Sommer erscheinen – ich vermerke das dann hier im Blog. Also nochmals: Danke für die Unterstützung!!!
Ein paar “Beteiligte” konnte ich über Technorati lokalisieren: Besonders flink war a su salud – Tomatengrün hat auch mitgemacht – Löhner Mail Box nicht zu vergessen – und auch Der Geschlechterkampf.
Zeitreisen sind in uns
1
Merkwürdig, dass mir der Gedanke erst heute kam. Die übliche Kette von Assoziationen: Eine Adresse über Google Maps anzeigen lassen, vorher ein Telefonat mit meiner Mutter usw. – bis ich mit einem Mal die Idee hatte, meinen “Grundschul-Schulweg” noch einmal zu gehen. Per Satellitenbilder von Google. 350 km weit weg liegt dieser Weg, den ich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen habe. Ein kleiner Bauernhof im Odenwald, ursprünglich eine Mühle, noch immer umgeben von Feldern und Ackerwegen. Da trabte ich morgens los. Zu Fuß. Quer zwischen den Feldern durch. Ich weiß nicht mehr genau, was ich in diesen rund 15 Minuten gedacht habe, bis ich das Dorf mit der Schule erreichte (wir hatten damals noch keine MP3-Player – wir mussten denken
). Sicher nicht viel, denn ich hielt absolut nichts von diesen frühen Zeiten (sich ab 8:00 Uhr morgens von jemandem vorne belabern zu lassen, finde ich noch heute eine der großen Absurditäten unseres Schulwesens). Nachmittags freute ich mich jedenfalls auf das Heimkommen. Obwohl ich ein recht guter Schüler war, habe ich die Schule nie wirklich gemocht. Aber auch nie wirklich verachtet. Sie war etwas, was man hinnahm. Was – in diesen ersten Jahren der Grundschule – sogar recht nützlich war, damit man endlich selbst Bücher lesen konnte. Aber sonst … Das Haus des kleinen Ladengeschäfts habe ich entdeckt, in dem ich mir Drops kaufen durfte, das Schulgebäude, das längst anders genutzt wird, ein kleiner See, den ich schon lange vergessen hatte, Gesten von Schulkameraden ohne Namen, Lehrer, an die ich mich nur erinnere, wenn ich mich an das betreffende Fach erinnere … Ach ja, der kleine Bauernhof sollte später in einer länglichen ARD-Serie zum Wohnort für die Hauptpersonen werden. Ich habe mir nie eine Folge dieser Serie angeschaut. Erinnerungen sind in uns … und nicht an irgendeinem Ort …





