Design
Rund um die schönen Dinge des Lebens …
Illustrationen – quer betrachtet
0Wer sagt, dass Grafiken oder Illustrationen “schön” sein müssen? Hier mal ein paar Beispiele aus einer anderen Ecke:
Da hätten wir zunächst die Ergebnisse von “Welchtoons” – düster zwar, aber durch den Cartoon-Charakter mit einer gewissen Distanz zu sehen.
Sehr viel verstörender wirkt da schon die Zusammenstellung von “Designzzz” – surreal, aber schön, könnte man in Anlehnung an ein bekanntes Filmzitat sagen.
Deutlich farbiger und auch wieder ein wenig humorvoller geht es bei den Zeichnungen von Tiago Hoisel zu.
Und zum Abschluss noch ein “illustratives Spiel”? Lass Sie die Kügelchen tanzen!
101 Ideen
1Mitten auf der Straße über eine Kaffeetasse laufen? Eine Jeans, die als Mausbehälter dient? Oder eine durchsichtige Kunststofflunge, die als Auffangbehälter für Zigarettenkippen dient. 101 Ideen, bei denen man etwas um die Ecke denken muss, sind bei “Cerium’s Blog” versammelt. – Neben all dem bunten 3D-Schnick-Schnack – wie erhält man Illustrationen im Retrolook. Hongkiat hat zu diesem Thema 40 Beispiele samt Photoshop-Tutorials aufgeführt. – Und ein Spielchen: Erinnert sich noch jemand an Mastermind (DDR: Super Code) mit den bunten Stiften? Da bin ich auf eine hübsche Online-Umsetzung gestoßen (alternativ: Download-Varianten).
Kühlende Bilder
0Bei der Hitze muss man seine Gedanken auf kühlende Dinge ausrichten! Als erstes cooles Video hätte ich da den Büroangestellten, der mit einer eigenen Wasserrutsche durch den Supermarkt kurvt – ganz schön aufwändig gemacht [Link]! – Weiterhin hätten wir da ein Beach-Movie der besonderen Art. Ja, nette Mädels sind auch dabei. Aber es geht um “Trash am Strand” – etwas, was man den Kiddies, die hier am Donau-Ufer rumpupertieren, auch mal zeigen könnte [Link]. – Passend zum heißen Thema auch noch eine Durex-Werbung, da finde ich den Liebesblick der Polizisten ziemlich gelungen
[Link] Diese Videos und noch viel mehr findet man auf creatiu.com [1].
Und die Abbildung links ist dem sehr coolen Fotoblog von Dave Hill entnommen – wirklich einen Besuch wert.
[1] Dass die Videos mov-Dateien sind, erzeugt zwar eine gute Qualität, aber man kann das im Browser nicht bildschirmfüllend abspielen. Daher mein Tipp: Kurz mit der Firefox-Erweiterung DownloadHelper auf der Platte abspeichern und mit einem der üblichen Player abspielen.
Ein Schwan für’s Design
0Es gibt recht viele gute Blogs, die sich mit Design-Aspekten befassen. Außergewöhnlich vielfältig ist in diesem Bereich “Design Swan”, der sich eben nicht auf Photoshop-Tutorials oder schöne Desktop-Hintergründe beschränkt. Um mal auf ein paar anklickbare Sahnestückchen hinzuweisen:
Das Foto links ist der Bilderserie entnommen “Wenn Computer-Grafik auf Kreativität trifft”.
Kuchenverzierungen, die jeden Kindergeburtstag zum absoluten Knaller machen.
Fotos von schlafenden Katzen, die sogar ausgewachsene Männer zum Kichern bringen.
Table-Dance dank USB-Schnick-Schnack (Nr. 10) – ja, da erwacht das alte “Disco Fever”!
Klare Sache für den Feed-Reader …
Strahlender Gockel
0Also dass die nebenstehende Illustration den Titel “Pavarotti” trägt, dazu kann ich nichts – sie ist ja nicht von mir. Vielmehr befindet sie sich mit vielen anderen höchst originellen Grafiken auf dem Blog des Brasilianers Tiago Hoisel. Da gibt es auch noch einen zweiten Hahn, der nicht von schlechten Eltern ist. Er “reanimiert” mit Vorliebe unterschiedliche Cartoon-Figuren – und schreckt dabei nicht vor Resultaten zurück, die einem einen Schauer über den Rücken jagen, wie in dieser Galerie zu sehen ist. – Na, jetzt aber rasch noch ein paar hübsche Motive, damit Sie auf andere Gedanken kommen: Diese Mädels existieren leider alle nur als 3D-Modelle – tja, das Leben ist hart
– Aber wir Männer sind ja gar nicht so und schweben auch gerne mal mit unserer Phantasie in die Wolken, wie das Spiel “Fly Guy” zeigt.
Mockups – flotte Skizzen
1Flott einen Entwurf für eine neue Menüstruktur der Webseite zeichnen? Dem Chef in 2 Minuten zeigen, wie man den Aufbau der Navigation ändern könnte? Onkel Willibald eine Vorstellung davon geben, wie man seine Homepage basteln würde? Mockups (so was wie “Attrapen”) sollen schnell eine Vorstellung davon vermitteln, was man wie entwickeln möchte. Mit den dicken Grafikprogrammen wie Photoshop oder Visio wirkt so was immer unbeholfen und abgedroschen. Mit Balsamiq kann man hingegen gewollt “gekritzelte” Entwürfe zeichnen, die den Blick auf das Wesentliche lenken. Alles zieht man sich rasend schnell aus einer größeren Grafik-Bibliothek zusammen, via dem gewohnten Drag & Drop. Das alles geschieht online, am Schluss kann man die Skizze in ihrer ganzen Breite als PNG-Datei downloaden. Im kostenlosen Demo-Modus habe ich jetzt keine Einschränkungen (außer einem Nag-Screen) bemerkt – für ca. 70 Dollar kann man da auch im Team dran arbeiten usw. Aber das ist für mich, als Nicht-Programmierer, ohnehin zu viel. So was aber mal eben im Meeting an die Wand werfen – das hat was …
Pinkfarbene Väter
0Ich hatte ja schon anlässlich des Bierkrug-Firefoxes auf einfallsreiche Studierende hingewiesen. Aber deren Väter haben auch originelle Einfälle: Vor ein paar Tagen in meiner Sprechstunde überreicht mir eine Studentin ihren USB-Stick mit Daten. Der Stick ist pinkfarben! So was veranlasst mich immer dazu, die Augenbrauen nach oben zu bewegen. Sie weiß das Zeichen zu deuten und erklärt mir die Hintergründe. Eigentlich sei der Stick schwarz. Jedenfalls ursprünglich. Aber bei dieser Farbe wäre er immer in ihrem Chaos untergegangen, sie hätte ihn nie gefunden. Ihr Vater war wohl des Jammerns überdrüssig, schnappte sich den Stick kurzerhand und lackierte ihn mit der grellsten Farbe, die er finden konnte. Seit dieser Zeit würde sie den Stick immer problemlos finden … (Dazu passend: Artikel aus der Süddeutschen “Winzig, putzig, schaurig”)
Bevor Sie nun überlegen, ob Sie Ihrer Freundin einen ähnlichen Gefallen tun wollen, möchte ich Ihren Blick gerne auf eine Alternative lenken: den Wäscheklammerstick. Dieser ist sehr hübsch an der Bluse zu tragen, so dass man ihn nicht verlegen kann. Und da wir uns nun schon auf der Site “Poor Design” befinden, schlage ich vor, auch einen Blick auf die anderen Kreationen dort zu werfen – oder auf die Videos des skurrilen Künstlers.
Anatomie eines Gummibärchens
2Ihre Freundin hat Ihnen so ein süüüüßes kleines Netbook geschenkt? Brav! Aber was soll so ein Fizzel-Ding in Ihren stämmigen Männerpranken? Wenn Sie das in Ihrer Stammkneipe abends neben Ihr KöPi-Glas stellen, werden Ihre Kumpels das Gesicht verziehen. Nein, da muss schon ein origineller Aufkleber her – und davon gibt es bei Gelaskins wirklich viele. Und vor allem: sehr originelle. Egal ob iPhone, Nano, Notebook oder Netbook – nichts ist danach mehr so, wie es war! Unser Skelett-Gummibärchen ist z. B. hier zu finden. Oder zeigen Sie, dass Sie sich in der Kunstszene ganz zu Hause fühlen, indem Sie Ihrem Nano ein Bildnis von Hieronymus Bosch verpassen. So was macht Eindruck ![]()
Übrigens lohnt sich auch ein Besuch bei dem Skelett-Künstler Jason Freeny. Vom Luftballoon-Hündchen bis zum Lego-Männchen ist nichts vor ihm sicher …
Vuvox – die völlig andere Slideshow
1Wie Sand am Meer gibt es inzwischen im Netz Dienste, die “irgendwas” mit Fotos anstellen, sie verändern, neu zusammensetzen, Videos und Diashows erzeugen usw. usw. Auf den ersten Blick scheint so Vuvox ein Online-Dienst wie alle anderen zu sein, wenngleich auch mit einer Vielzahl von außergewöhnlichen Effekten. Was ihn aber aus der Masse hervor hebt ist die Möglichkeit, Fotos eine Geschichte erzählen zu lassen. Wie an einem Endlosband schiebt man zunächst seine Fotos in der etwas irreführend betitelten Rubrik “Collage” aneinander. Im einfachsten Fall entsteht so ein beliebig langer (Flash-)Foto-”Strahl”, der hin und her geschoben werden kann. Aber nun können Punkte und Ausschnitte definiert werden, sogenannte “Hot Spots”, die wiederum Medieninhalte aufnehmen: Texte, Links, andere Fotos, Videos usw. Damit entsteht ein Meer an Möglichkeiten: Vom eigenen Portfolio über Fotostories hin zu erläuternden Ausschnitten komplexer Vorlagen. Dabei ist es egal, ob man die Grafiken von der eigenen Festplatte lädt oder sich z. B. eines Flickr-Accounts bedient.
Man merkt Vuvox übrigens an, dass das Angebot zu den durchdachteren Diensten gehört. Alle Bildmanipulationen lassen sich durch Drag and Drop oder Zoomfunktionen ausgesprochen einfach und flüssig ausführen. Unbedingt mal ein paar Minuten damit spielen (keine Registrierung erforderlich), dann merkt man schnell, was alles möglich ist. Oder die Beispiele auf der Site anklicken.
Toilettenpapier-Origami
1Männer sind an jedem Ort kreativ – ist er auch noch so klein. Und sie haben einen Blick für das Schöne. Allein schon aus diesem Grund buche ich meinen Urlaub gerne in RIU-Hotels [1], denn dort wird mein Schlafanzug gefaltet und das Toilettenpapier erhält vom einfühlsamen Service-Personal immer eine kecke Spitze gefaltet. Allerdings geht es noch besser, wie die Fotos aus der Kellogs-Werbung zeigen (der ganze Blog “Ads Ideas” ist interessant). So ein Dinosaurier macht schon was her. Wer Lust auf mehr hat, der kann sich diese Origami-Faltanleitungen einmal zu Gemüte führen. – Eine sehr hübsche Animation, in der eine Animation gegen ihre Animationssoftware kämpft ist hier zu finden. Startet mit einem simplen Strichmännchen und wird dann immer besser. Halt was für Nerds …
[1] Wobei ich eigentlich keine Werbung für RIU machen wollte, da die zur TUI gehören. Und TUI sich wiederum bei meiner letzten Beschwerde außerordentlich, hm, “unkulant” verhalten hat. Aber dazu kann ja eigentlich das RIU-Personal nix. Aber TUI … schäbbich, einfach nur schäbbich, aus meiner Sicht – das wollte ich hier doch mal eben gesagt haben
Papp-Männchen
0Es muss nicht immer der röhrende Hirsch über dem Sofa sein, wird sich der Künstler Bert Simons wohl gedacht haben. Nun, beim Streifzug durch seine Galerie bekommen Sie wohl selbst Lust, mal wieder Schere und Papier in die Hand zu nehmen? Dank des Tintenstrahldruckers und farbiger PDF-Vorlagen können Sie schnell so manche Überraschung zaubern:
Erste Anlaufstelle ist hier Cubeecraft – dort finden sich zahlreiche und sehr hübsche Papp-Männchen.
Bei SaltNpaper gefällt mir die Voodoo-Idee mit den Zahnstochern sehr gut.
3EyedBear hält dazu gerade passend einen ganz tollen Buschdoktor als Download bereit.
So mancher Wikinger findet sich bei Papercraft Paradise.
Niedlich ist der kleine Rommy und seine Freundin – ideal als Geschenk.
Und wer immer noch nicht genug hat, der wird vielleicht bei Toy-A-Day fündig.
Der Bananen-Hund
1Ja, glückliche Erinnerung an Kindertage – wie oft haben Sie da von Ihrem Mütterlein gehört: “Jung, mit dem Essen spielt man nicht!” Sicher unzählige Male. Falls das aber wider Erwarten irgendein Trauma bei Ihnen hinterlassen haben sollte: Befreien Sie sich davon mit den einfallsreichen Fotobüchern von Joost Elffers und Saxton Freymann (beim englischen Amazon-Shop mit look-inside-Beispielen, aber auch bei der deutschen Variante bestellbar). – Oder wie wäre es, wenn Sie Ihre Kollegin einmal mit einem fetten Breakdance beeindrucken? Sie sind kein sportlicher Typ? Müssen Sie auch nicht sein – Hauptsache, flinke Finger, wie dieses YouTube-Video belegt. Lässt sich auch sehr schön beim Mittagessen in der Mensa vorführen! – Und noch ein kleines Spielchen zum Schluss: bei Scriball zeichnen Sie einen Faden, mit dem Sie einen Ball steuern müssen – hier heißt es: flink sein!
Tilt-Shift: Fotos wie Pappe
1Bei der Tilt-Shift-Technik versucht man, echte Fotos “künstlich” aussehen zu lassen. Aber nicht “irgendwie”, vielmehr soll der Eindruck von Spielzeug entstehen. So werden zum Beispiel moderne Fahrzeuge zu Plastikautos der 50-er Jahre und ICE-Züge zu Blech-Bimmelbahnen (hier). Das Smashing Magazine bringt 50 solcher Resultate, die schon beeindrucken können. Wie man das mit Photoshop erzeugt, dazu gibt es dieses Tutorial. Ach ja – und die “Papphäuschen” im Bild links – Ulm Stadtmitte. Bei mir um die Ecke aufgenommen.

















