Flirt

Wir Männer sind immer auf der Jagd!

Juli – Mann verzweifelt gesucht

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juli-rautenberg-blog

Juli am Ende

Wir alle kennen das: Gutaussehende Frauen um die 30 suchen verzweifelt einen Mann und würden jeden nehmen … auch Dich, verehrter Leser … hm … Moment … okay, nicht jeden, aber doch fast jeden.
Juli Rautenberg ist eine davon – gewesen. Fast ein Jahr lang hat sie alles unternommen, um endlich wieder ein männliches Wesen neben sich zu haben, mit dem sie wilde Abenteuer oder den Gang zu Lidl gemeinsam unternehmen kann.
Ob Speed-Dating (7 Minuten pro Mann), Fitness-Studio (ganz schlecht, weil sie sich auf das Laufband konzentrieren musste) oder geliehene Hunde (Hunde sind gut für solche Vorhaben!) – alles hat sie probiert und ihre Erlebnisse aufgeschrieben. Single-Events sind grauselig, Verkupplungsversuche von Freunden amüsant, Heiratsanträge von Ärzten gefährlich. Sie erzählt vom Sonntags-Blues mit der einsamen Tiefkühlpizza und von mitleidigen Einladungen der Freunde zum DVD-Abend.
Ob ihr Buch gut ist, kann ich nicht beurteilen, denn ich werde es nicht kaufen. Ich werde es nicht kaufen, weil auf dem Cover schon das Ende verraten wird: “Happy” End – sie hat also bereits jemanden gefunden … Trotzdem gibt es eine Empfehlung, denn die Werbetexterin hat bei “SWR 1 Leute” ein sehr nettes, frisches und aussagekräftiges Interview gegeben – das Reinhören lohnt sich!

SWR-Seite (mit MP3-Download)
Facebook-Seite von Juli Rautenberg
Buch: “Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happa End”
Weblog von Juli “Das Single-Experiment”
neuer Weblog von Juli “Das Beziehungs-Experiment”

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Was Frauen wirklich meinen

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Manslater

no go

Natürlich wissen wir alle, dass Botschaften von anderen Menschen immer mehrere Bedeutungen haben. Wenn z. B. Westerwelle sagt “Wir haben verstanden”, dann bedeutet das übersetzt: “Alle anderen aus mir haben mal wieder irgendwas verstanden – wenn ich nur wüsste, was genau.” Oder wenn die Verkäuferin sagt: “Sie sind ein großer Mann, Sie können das tragen”, dann meint sie natürlich: “Meine Güte, der bewegt sich auch nur bis zur Fernbedienung. Na, Hauptsache, er kauft jetzt das Teil und ich bin ihn wieder los.” Komplizierter wird das, wenn man Frauen verstehen will. Wenn wir z. B. freudig erregt kund tun, dass wir gerade die gesamte Datensicherung der letzten zwei Jahre vollbracht haben, dann sagt “sie” vielleicht: “Toll!” Gemeint ist damit: “Mann, Mann – das hat jetzt wieder Stunden gebraucht, das Wetter draußen ist toll, der Keller müsste aufgeräumt werden – aber Du hockst vor Deinem stupiden Computer. Überhaupt – was ist eigentlich Datensicherung?”
Okay, in Beziehungen ist die Interpretation von Gesagtem besonders schwierig, daher hatte ich mal vor Jahrhunderten eine “Übersetzungsliste” ins Netz gestellt. Ein simpler Text entstanden in Zeiten, als die Leute noch wussten, was Netscape war. Doch die technische Entwicklung ist unaufhaltsam – mit “The Manslater” ist endlich ein Übersetzungsgerät für uns Männer erschienen. Aber schaut selbst …!

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Hund mit Gesicht gegen Wind

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Online Yoga

Haltung bewahren

Johanna, die ökologischste von allen Freundinnen, schob mir den Hüttenkäse über den Frühstückstisch. Ich schob ihn zurück. Stattdessen holte ich mir den Camembert, denn ich mochte es, wenn Käse nach Käse statt nach grobkörnigem Wasser schmeckte. Jo seufzte. “Etwas mehr Bewegung könnte Dir nicht schaden.” Was denn? Sollte ich aufstehen, um den Käse zu positionieren? Nein, natürlich wusste ich, was sie meinte – ein ewiger Streitpunkt zwischen uns. Doch diesmal hatte ich etwas in der Hand, womit sie nicht rechnen würde. Ich sagte: “Gewiss, Schatz, ich werde aktiv werden!” Sie stutzte, denn eigentlich war sie Widerspruch statt Zustimmung gewohnt. Ich ging kurz in den Flur, kramte in meiner Manteltasche und kam – triumphierend schwenkend – mit einem Tchibo-Prospekt zurück, den ich vor sie hinlegte. Misstrauisch beäugte sie ihn. “Was ist das?” fragte Jo, ohne ihn anzufassen. Ich lehnte mich zufrieden in meinen Stuhl zurück und entgegnete: “Da werde ich mich anmelden! Online-Yoga! Zwei Monate für 15 Euro – ein wahres Schnäppchen!”

Noch immer rührte sie das Faltblatt nicht an. Ihr Blick nahm einen Touch von Mitleid an, als sie langsam sagte: “Das hast Du doch nicht ernsthaft vor?”
“Doch!” erwiderte ich mit fester Stimme. “Ich habe mir das Probevideo angesehen – das ist genau das, was ich brauche!”
“Probevideo?” Ihre Stimme klang unsicher, eine Gelegenheit, die ich beim Schopf ergriff. Schnell holte ich mein iPad, steuerte Yoga Easy – die Partnerseite des Kaffeelieferanten – an und klickte auf das Video “Adho Mukha Shvansasana” was so viel heißt wie “Hund mit Gesicht nach unten”. Verblüfft schaute mein ungläubiges Gegenüber das Video an. Danach holte sie tief Atem und fragte: “Und Du glaubst, Du wirst vom Zuschauen schlank?”
“Unsinn!” sagte ich streng. “Für wie dumm hältst Du mich?!”
Sie schien sich unschlüssig zu sein und ich fuhr sicherheitshalber mit ein paar Wischbewegungen auf meinem iPad fort zu “Kleine Yogapause. Heute: In der U-Bahn”. Also eigentlich spielte das Video außerhalb der U-Bahn, aber das war jetzt nicht so wichtig. Die attraktive Moderatorin zeigte darin eine ausgesprochen interessante Dehnübung: Zunächst die Arme ganz nach oben strecken, danach fallen lassen und ruckartig mit dem Kopf den Boden berühren. Ich erläuterte dazu: “Siehst Du, man kann das gewissermaßen überall machen! Und mein iPad oder mein iPhone habe ich ja immer dabei. Vor der nächsten Besprechung einfach ein paar Übungen – und ich werde in zwei Monaten topfit sein!”
Jo schwieg. Sie schwieg lange. Dann nickte sie langsam und drückte mir ihre Kaffeetasse in die Hand. “Sehr schön”, sagte sie schließlich. “Jetzt mach’ mir bitte die Übung ‘Frauchen kriegt mit Gesicht nach oben frischen Kaffee gebracht’ und ich zahl’ Dir die Gebühr …”
Also ich weiß nicht, woran es liegt, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich meine Partnerinnen nie ganz ernst nehmen …

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Romantische Pümpel

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Hippo Pedalo

Hippo Pedalo

Immer wieder die gleiche Frage: Was schenkt man(n) der Angebeteten, wenn man nicht zum ewigen Einerlei greifen will? Hier ein paar Vorschläge, die Sie auf neue Gedanken bringen werden! Nehmen wir z. B. an, Ihre Freundin badet gerne – wie wäre es dann mit “Hippo Pedalo”? Das Nilpferd sitzt im Trettboot, während der Fahrt entstehen Seifenblasen und es singt “O sole mio!”. Na? Ja, so was überrascht! – Okay, es sol einen Tick romantischer sein? Kein Problem. Wie wäre es mit einem “Candle Light Dinner”? Statt eintöniger Silberleuchter macht sich hier der “Kerzen-Pümpel” gut! Er zeigt, dass Sie Humor haben! – Natürlich sollte man auch die – künftige – Schwiegermutter nicht vergessen. Einen guten Eindruck könnte man etwa mit der preisgünstig zu erwerbenden “Rehkuh-Wanduhr” (personalisierbar!) hinterlassen! – Sie planen einen gemeinsamen Urlaub? Dann sorgen Sie für heitere Momente bei Zoll mit diesen Koffer-Aufklebern. – Und zum Schluss noch was, wenn Ihre Beziehung noch ganz am Anfang steht: Schenken Sie ihr “Horst, den einsamen Froschkönig”. Sie wird das Zeichen zu deuten wissen!

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Samstagmorgen im Basar

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Basar

fremde Laute

„Ah! Es war herrlich!“ Die lesefreudigste von allen Freundinnen, Marcella, schaute kurz über ihren Zeitungsrand, biss ein Stück ihrer Wassermelone ab und vertiefte sich wieder in ihren Artikel. Aber ich war so schnell nicht zu bremsen: „Diese Farbenpracht! Diese Vielfalt an Obst und Meeresfrüchten! Diese Wohlgerüche unbekannter Gewürze!“
Mein schweigsames Gegenüber hob die die Augenbrauen und blätterte um. Während ich meinen heißen und tiefschwarzen Mokka schlürfte, fuhr ich fort: „Menschen aus allen Herren Länder! Ein brodelndes Stimmengewirr in der Glut der Mittagshitze! Unbekannte Laute, die an mein Ohr drangen. Musik von Ferne, die mit ihrem rhythmischen Klang den Puls beschleunigt!“ Marcella seufzte und las weiter. Ich lehnte mich zurück und hob das Glas klaren kalten Wassers. „Wie schlicht die Freuden des Lebens doch sein können“, philosophierte ich. „So schlicht und einfach, wie dieses Wasser, das meine Lippen benetzen wird und meiner ausgedörrten Kehle Geschmeidigkeit verleihen wird.“
Hinter dem Zeitungspapier klang irgendwas wie „Ach, möge Deine Kehle doch ausgedörrt bleiben und Deine Zunge vertrocknen …“ Ich stutze, setze Mein Glas hart auf den Tisch und sagte im bestimmenden Ton des Hausherren: „Weib! Bedenke, mit wem Du sprichst und lass jenen Respekt walten, der Dir gut zu Gesichte steht.“
Nun legte Marcella die Zeitung aus der Hand und sah mir direkt in die Augen:
„Oh Du einfältigster aller Gatten! Nur, weil Du einmal samstags um neun Uhr aufgestanden und zum Ulmer Wochenmarkt gestiefelt bist, leben wir noch lange nicht an einer Oase in der Sahara! Deine ‚unbekannten Gewürze‘ waren wahrscheinlich Küchenkräuter, die Du nur via Google Bildersuche kennst. Die ‚unbekannten Laute‘ stammten entweder von Mitbürgern mit Migrationshintergrund oder Besuchern aus Bayern. Und die ‚fremdländische Musik‘ entspringt der Kebab-Bude hinter dem Marktplatz!“
Sie sah mich vernichtend an. Frauen können ja sooo desillusionierend sein! Ich schlug die Augen nieder. Ein leises Seufzen entrang sich meiner immer noch ausgedörrten Kehle. Abermals erhob sie ihre Stimme:
„Okay, okay – nächsten Samstag darfst Du wieder ausschlafen und ich geh‘ auf den Wochenmarkt. Dieses Theater erträgt ja kein Mensch!“
Meine Lippen umspielte ein sanftes Lächeln, während ich Honig auf mein Brötchen träufelte. Oh Ihr Vorfahren, die Ihr direkt vom Kalifen Ischnapurs abstammen möget – dank an Euch für die Weisheit, die Ihr mir in die Wiege gelegt habt!

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Vorsicht! Frau!

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vorsicht frau

stressig

Sie begegnen einer attraktiven Frau – was passiert? Okay, sie geht an ihnen vorüber. Aber das habe ich jetzt nicht gemeint. Vielmehr habe ich auf Ihren Cortisol-Haushalt angespielt – denn der verändert sich rapide. “Das Blut wird zähflüssiger, die Infektanfälligkeit steigt und Wunden heilen schlechter”, so die Süddeutsche in einem Artikel über entsprechende Untersuchungen (v. 21. 5. 2010). Die Aussage “Du machst mich schwach” erhält damit eine völlig neue Bedeutung. Frauen hingegen haben es gut: Werden sie von einem Mann in Stress-Situationen begleitet, beruhigen sie sich, wenn man ihnen “den Nacken krault” (so die SZ) – es wird dann ein “Kuschelhormon” ausgeschüttet. – Aber wann findet man eine Frau attraktiv. Jetzt antworten Sie nicht: “Immer!” Vielmehr hängt das von der Temperatur ab. Der Kriminalbiologe Benecke weist darauf in der Sendung vom 13. 3. 2010 hin (“Die Profis”, MP3-Download). Wenn man seine Hand in Eiswasser hält und dabei gleichzeitig eine Reihe von Frauen anschaut, dann entscheidet man sich eher für eine, die einem selbst nicht zu ähnlich sieht. Hält man hingegen bei diesem Vorgang seine Hand in lauwarmes Wasser, greift man eher bei Frauen zu, die ähnliche Gesichtszüge haben. Ungeklärt lassen die Studien, was man wählt, wenn man die eine Hand in kaltem und die andere Hand in warmen Wasser hat – wahrscheinlich findet man dann alle anwesenden Probandinnen gutaussehend – ein Zusatand, der sich alternativ auch durch die Zufuhr von 5 Pils herstellen lässt …

[Bildnachweis: Marqlove, unter CC]

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Abenteuer in der Damenabteilung

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Frauenkleider

Allein unter Kleidern

„Nein, nein – hier finde nichts“, sagt Laura. Laura, die modebewussteste von allen Freundinnen, geht schnellen Schrittes vor mir her. Ich trotte hinten drein. Ort der Handlung: Peek & Cloppenburg. Solche Damenabteilungen machen mich immer nervös, hier bin ich einfach nicht zu Hause. Das ist mir auch viel zu viel Auswahl – all diese Stoffe, Schnitte und Farben machen mich ganz hibbelig. Da lobe ich mir die Herrenabteilung: Ich will eine Hose. Also gehe ich in die rechte Ecke, wo es Hosen gibt, gehe zu meiner Kleidergröße, entscheide mich für eine in Schwarz oder Grau, gehe in die Umkleidekabine, komme raus und zahle. Wenn sie besonders gut passt, nehme ich gleich noch eine zweite von der Sorte. Ein Vorgang, der sich einmal jährlich abspielt und in 20 Minuten erledigt ist.
Nicht so bei Laura. Laura sucht was im „Sale“-Bereich für die „Mid-Season“, was leicht ist und was man bei einer Einladung tragen kann und das zu ganz bestimmten Schuhen passt, die sie zwar erst anschließend erwerben wird, von denen sie aber schon sehr genaue Vorstellungen hat. Der eingangs erwähnte Satz „hier finde ich nichts“ ist dabei völlig bedeutungslos. Für mich als Mann wäre das eigentlich das Signal, das Geschäft zu verlassen. Nicht für Laura. Laura zieht unentwegt weitere Kleidungsstücke von den Stangen, manchmal auch zwei gleichzeitig, um sie gegeneinander zu vergleichen, rümpft die Nase, hängt sie zurück. Schließlich erweckt ein braunes Sommerkleid mit Rottönen ihr Interesse, jedenfalls behält sie es länger als 30 Sekunden in der Hand. Sie schaut sich nach mir um und fragt: „Na, wie findest du das?“ Ich antworte hoffnungschöpfend: „Das sieht gut aus! Nimm es! Und lass uns gehen.“ Sie geht nicht weiter auf mich ein, legt das Kleid über ihren angewinkelten Arm und betrachtet aufmerksam die Kleidungsstücke links und rechts davon. Ich will auch nicht untätig sein und mache sie auf ein weiteres Kleid aufmerksam, das ihrer Wahl sehr ähnlich sieht. Eigentlich ist es identisch und hat lediglich 3 Falten mehr. Sie sieht mich empört an: „Das da?“ Das ist keine Frage, sondern ein Vorwurf. „Aber hör‘ mal! Nie und nimmer!“ Ich verstumme. Eigentlich sehe ich keinen Unterschied, aber offensichtlich scheint es gewaltige Unterschiede zu geben, die für uns Männer lediglich unsichtbar sind.
(weiterlesen …)

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LandLust – mit der Primel auf Du und Du

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LandLust

bangemachen gilt nicht

Männer wissen den dekorativen Charakter organischer Wesenseinheiten durchaus zu schätzen. Was wäre z. B. ein Gurkensandwich ohne Gurken? Oder ein gutes Rührei ohne Schnittlaucheinsprengsel? Ein Mistelzweig ohne Zweig? Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Männer kennen aber auch ihre Grenzen. Wenn etwas zu pflegaufwändig wird, etwa wöchentliche (!) Wässerung erfordert, stellen sie eine innere Kosten-Nutzen-Bilanz auf und verzichten meist auf ausufernde gärtnerische Tätigkeiten.
Dass Frauen da andere Prioritäten setzen, wurde mir just durch einen Medienbeitrag über den Erfolg des Magazins „LandLust“ klar. Natürlich kenne ich diese Zeitschrift schon länger, denn sie steht bei meinem Händler in der Nähe des Regals, in dem sich c’t und Chip befinden. Allerdings dachte ich, dass sie eher eine Nische bedient, vielleicht so wie die „Bäckerblume“ oder „Pferd und Hund“. Weit gefehlt! Mit einer Auflage, die inzwischen die 500.000 übersteigt, gilt das Printprodukt in der Branche als Phänomen. Überwiegend von Frauen gekauft, was ja mal klar war. Nicht, dass wir Männer phantasielos wären – unter dem Begriff „Landlust“ können wir uns durchaus schöne Dinge vorstellen. Aber ich fürchte, dass wir mit unseren Inhalten nicht ganz so erfolgreich am Markt wären.
Männer lernen gerne dazu – werfen wir also einen Blick in die aktuelle Ausgabe, die den verheißungsvollen Untertitel „GartenGlück“ trägt:
Uns empfängt eine grüne Doppelseite (irgendwelche Pflanzen auf einer Wiese) mit der Überschrift „Frühling im Primelgarten“. Toll. Nun wissen wir alle, dass die gemeine Primula aus der Familie der Primulaceae auf der Nordhalbkugel unserer Erde verbreitet ist und im Flachland gelb, in alpinen Regionen hingegen rötlich oder blau blüht (natürlich mit Ausnahme des Aurikels).[1] Aber wollen wir wirklich einen mehrseitigen Artikel darüber lesen?
Weiter zu „Die Zwerge unter den Hühnern“. Prinzipiell haben Männer ein Herz für Minderheiten. Aber wenn es so weit kommt, dass jemand nach dem Lesen des Artikels in einem Forum schreibt „Also wenn ich nicht schon Hühner hätte, dann würde ich beim Durchlesen Lust auf die Hühnerhaltung bekommen“, dann sollte uns das doch eher nachdenklich machen, oder? [2] Ich stelle mir das so wie die Computerspielsucht vor: Mit einem kleinen Hühnchen fängt es an – und am Schluss ist man von Hühnerkäfigen umgeben.
Auch mit praktischen Alltagstipps ist „Landlust“ nicht sparsam. Nehmen wir nur mal die Rubrik „Stauden teilen“ [3]. Dort wird empfohlen, Stauden aus dem Beet zu nehmen und zu teilen. „So bleiben die Stauden wüchsig, blühwillig und gesund.“ Was ist „wüchsig“? Wenn nun Merkel sagen würde: „Unser Wirtschaftswachstum ist wüchsig!“ Wer wollte da widersprechen? Oder „blühwillig“. Sagen Sie einfach mal zu ihrer Arbeitskollegin: „Dein Kaktus da neben dem Monitor sieht überhaupt nicht blühwillig aus.“ Wie wird sie reagieren? Man weiß es nicht.
Ja, so könnten wir noch lange über die Feinheiten unserer Umwelt meditieren. Ich empfehle, in eine Ausgabe zu investieren und diese mit ins nächste Café zu nehmen. Entweder man legt sie dann demonstrativ neben seine Espressotasse. Oder man schlägt sie auf und liest. Denn – und das ist ein Tipp unter Freunden – die Heftgröße ist ideal, um eine Ausgabe der c’t darin zu verbergen!

[1] Zumindest wissen wir so was, wenn wir mal kurz auf der Herrentoilette mit dem Smartphone Wikipedia aufschlagen und dann siegesbewusst an den Tisch zurückkehren.

[2] http://www.huehner-info.de/huefo/thread.php?postid=476116 – man beachte den Namen des Forumsschreibers …

[3] http://www.landlust.de/index.php/Im-Garten/

Bildnachweis: Fotovorlage von Worak unter CC

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Mutters kleiner Helfer

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Ein winziges Schlückchen ...

Ein winziges Schlückchen ...

Wie beruhigt man sich in Zeiten eines aufregenden Wahlkampfs? Mick Jagger wusste Mitte der 60-er Jahre die Antwort: “Mother’s Little Helper” dichteten die Rolling Stones. Und gemeint war damit was? Valium - ein relativ starkes Beruhigungsmittel. Mit der richtigen Dosierung wären diese Mütter auch ganz ruhig gewesen, selbst wenn ihr Zögling Stunden mit “Killerspielen” verbracht hätte. Was allerdings nicht ging, da man keine Computer hatte. Dafür hatte man eine Armee, die … aber das führt vom Thema ab. Ich wollte eigentlich darauf aufmerksam machen, dass es auch bei uns beruhigende Mittelchen gab. Neben der bekannten Klosterfrau auch eine Marke, die sich “Frauengold” nannte. Darüber berichtet habe ich zwar schon vor einigen Jahren mal, aber inzwischen sind die Frauengold-Werbefilme auf YouTube zu sehen, was natürlich viel besser wirkt. Besonders empfehlen möchte ich den Spot “Wie gehe ich gelassen mit meinem Mann um?”.  Doch auch die Variation “Lisa und ihr Chef” ist sehenswert. – Na okay, ein anderen Produkt, aber dieser Klassiker darf eigentlich nicht fehlen: “Eine Frau hat zwei wichtige Fragen in ihrem Leben: ‘Was soll ich anziehen?’ Und: ‘Was soll ich kochen?’”

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Katrin spricht mit Dir!

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Sag's mir, Kathy!

Sag's mir, Kathy!

Ihnen hat schon lange keine Frau mehr gesagt, dass Sie gut aussehen? Dass Sie klug sind? Dass Sie sportlich und humorvoll sind? Ich weiß, unvorstellbar. Und dennoch gibt es Tage … Wie auch immer: Wenn Sie eine seelische Aufmunterung brauchen, greifen Sie zu Katrin! Oder Ulrike. Oder Steffi. Wobei Steffi einen gewissen unterschwelligen Kommando-Ton … Jedenfalls können Sie bei Text-to-Speech online eingeben, was Sie wollen – Ihr Gegenüber plappert Ihnen nach. Das sogar einigermaßen lebendig, sogar Umlaute werden akzeptiert. Tipp unter Männern: Dialog aufnehmen und der Mutti vorspielen, wenn die mal wieder fragt, warum Sie immer noch keine Freundin haben … ;-)

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Christophers Identität

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exakt ...

exakt ...

Ein Mann ist mehr als die Summe seiner Teile – könnte man philosophieren. Wir alle kennen das ja: Cooperated Design, Styleguid – unsere Welt ist voll von exakten Angaben. Warum fabrizieren Sie nicht auch eine Handreichung zu sich selbst? Eine kleine Broschüre der neuen Freundin überreicht – und schon weiß sie, wie sie mit Ihnen umzugehen hat. Ein Beispiel für ein solches Vorhaben findet sich in der PDF-Datei “Christopher Doyle Identity Guidelines 2008″. – Wie schwer es Männer schon in jungen Jahren mit ihrer Identität haben, zeigt das Video “Little Man” – und es zeigt auch, wie gemein Mädchen sein können! – So, und nun noch 3 Kleinigkeiten für das Wochenende: a) Wenn Sie Ihren Vogel einer Konfrontationstherapie unterziehen möchten – dann gönnen Sie ihm doch mal dieses Vogelhäuschen; b) Mücken und sonstige lästige fliegende Dinger – kein Problem für den selbstbewussten Mann – besorgen Sie sich einfach ein Face Shield; c) und noch ein geometrisches Denk-Puzzle: mit schnellen Mausbewegungen die richtigen Ecken “abschneiden”.

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Gemeine Krebs-Weibchen

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finstere Blicke

finstere Blicke

Ja, sie kennen keine Srupel, die Muschel-Krebsweibchen. Das entnehme ich jedenfalls einem heutigen Radiobericht des Senders “Bayern 5″. Die Weibchen schlafen quasi “auf Vorrat” mit diversen Männchen. Die Spermien bewahren sie bis zur Eiablage auf – da müssen die armen Spermien dann rangeln, nur der Größte kommt ins Ziel. So weit, so gut. Aber das hat dazu geführt, dass die armen Kerlchen immer größere Spermien produzierten, schließlich sogar größer, als sie selbst sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Gegenstück wäre dann um die 40 Meter lang. Also, hm, okay, bei unseren Weibchen würde das jetzt wahrscheinlich keinen Eindruck machen. Aber Muschelkrebsweibchen sind eben einfacher getrickt. Glaube ich zumindest. – Wer sein Wissen auf diesem Gebiet vertiefen möchte, dem sei ein STERN-Artikel empfohlen. Oder er greift zum etwas kürzeren Artikel der Süddeutschen und liest dort gleich anschließend noch “Wie Affen ihre Chefs täuschen”.

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Schatz – sei nicht eifersüchtig!

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So nicht!

So nicht!

Ja, Blanche ist eine weise Frau. Genauer: Blanche Ebutt war eine weise Frau, denn aktuell ist sie tod. Vorher hat sie aber noch ein kluges Buch geschrieben: “Don’ts for Wives”. Erschienen 1913. Okay, sie hat damals auch was geschrieben wie “Don’ts for Husbands”, aber dazu später. Jedenfalls gibt sie darin zum Thema Eifersucht den Frauen ein paar ausgesprochen kluge Ratschläge. So soll frau z. B. nicht eifersüchtig sein, wenn der Mann am Wochenende den Wunsch hat, kampieren zu gehen, sondern ihm diese Freude gönnen. Ebenso die Fahrradpartie auf das Land, wenn sie selbst nicht gerne Rad fährt (meine Lebenserfahrung ist da umgekehrt – Frauen wollen ständig Rad fahren – aber das war vielleicht vor 100 Jahren anders). Besonders beeindruckt mich jene Stelle:

“Seien Sie nicht eifersüchtig auf den weiblichen Umgang Ihres Mannes. Sie wollen doch nicht, dass er denkt, Sie seien die netteste Frau auf der Welt, weil er keine andere kennt, sondern vielmehr, weil er mit allerhand Frauen verkehrt und dennoch den Eindruck hat, dass keine an Sie heranreicht. Sorgen Sie dafür, recht häufig hübsche Mädchen zu Gast zu haben.” (Hervorhebung von mir.)

Goldene Worte! Bravo, Blanche, können wir da nur sagen! Gerne unterstützen wir auch derartige Bemühungen, indem wir eine Adressliste von entsprechenden Mädels zur Verfügung stellen – was, Jungs?! *Knuff in Seite geb* :-)

Gut, wir wollen fair sein, daher noch ein paar Hinweise aus dem Ratgeber für Männer, ebenfalls zum Thema Eifersucht:

“Schwärmen Sie nicht unausgesetzt Ihrer Frau vor, was für eine reizende Dame Mrs. Jones doch sei, oder wie glücklich Brown sich schätzen könne, eine Gattin zu haben, die solch herrliche Speisen zu zaubern verstünde. Sie kann sich gewiss Schöneres vorstellen, als sich die guten Eigenschaften anderer Ehefrauen in den Rachen schieben zu lassen.” – Da werden die meisten von uns zustimmend nicken. Natürlich machen wir so was nicht, da wir – in der Regel – weder eine Mrs. Jones noch eine Mrs. Brown kennen.
Oder: “Seien Sie nicht eifersüchtig auf die Freundinnen Ihrer Frau. Wenn Sie hin und wieder den Tag mit ihnen verbringen möchte, so lassen Sie sie gern gewähren.” – Nichts lieber als das! Wie viele von uns wären froh, wenn sie mal nicht zu H+M geschleppt würden, sondern sich in aller Ruhe die neuen Produkte des Media-Markts ansehen könnten!

Wer nun Lust auf mehr bekommen hat, der kann die beiden Artikel bei WELT-Online nachlesen: hier für Frauen – und hier für Männer.

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Verbrauchte Liebe

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animierte Pantoffeln

animierte Pantoffeln

Unsere Verbraucherzentralen – wenn wir die nicht hätten … Neben “Dein Recht als Reisender” und “Der eigene Garten” gibt es dort jetzt auch die Broschüre “Gesucht: Neue Liebe. Partnervermittlung auf dem Prüfstand”. Die Leseprobe, die man sich im PDF-Format downloaden kann, trägt verheißungsvolle Zwischentitel: “Die emotionale Grundhaltung”, “Gefühl gegen Kalkül” und “Sicher und unerkannt am Telefon”. Ein echter Ratgeber also, mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Hm, why not? Ich selbst bevorzuge ja das Spontane, Wilde, Ungezügelte – aber tief in meinem Inneren bin ich ja auch eigentlich Italiener. Oder Spanier. Oder Süd-Bayer. Na, irgendwas Unberechenbares halt. – Eigentlich eher ein trockenes und trauriges Thema – der amerikanische Immobilienmarkt. Liefert aber Stoff für einen tollen Animationsfilm. – Und falls jemand noch eine Reihe sehr ausgefallener Vögelchen für seinen Twitter-Account sucht, hier wird er fündig und kann sich auch die Icons runterladen.

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