Smartdraw 2010: Eine Leiche im Speisezimmer

Diagramme ohne Ende

Diagramme - ausgefallen

Gelegentlich stelle ich in meinem Blog auch Programme vor, mit denen ich selbst schon länger gerne arbeite. Meist sind das zwar Freeware-Tools, aber zwischendrin darf es sicher auch mal ein größeres kommerzielles Paket sein:  SmartDraw gehört zu den „guten alten Bekannten“ im Internet, eine Software zur Diagramm-Erstellung, die schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Zum Beispiel hatte ich vor knapp 10 Jahren den „männlichen Outfit-Finder“ damit gezeichnet. Und da gerade die neue Version 2010 erschienen ist, lohnen sich vielleicht ein paar Worte dazu.
Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf: Von den gewohnten Charts und Flussdiagrammen über Zeitachsen und Stammbäume bis hin zu Broschüren und Faltblättern reicht der Vorlagenpool. Sie wollen die Skizze einer Kleiderkammer entwerfen? Kein Problem – die Vorlage ist vorhanden. Sie wollen Lebensmittelregale strukturieren? Vorhanden. Sie wollen dem Mörder auf die Spur kommen? Alle Räumlichkeiten eines Wohnhauses samt Fingerabdruck- und Patronenhülsen-Icons lassen sich per Drag & Drop in die Skizzen ziehen. Okay, es sind auch Vorlagen für Broschüren- und andere Printvorhaben vorhanden – so was sollte man weiterhin lieber einem DTP-Programm überlassen – ein Diagramm-Zeichner ist nun mal keine Textverarbeitung.
Beeindruckend sind hingegen alle strukturellen Vorhaben gelöst, denn Smartdraw stellt nicht nur einfache Symbol-Bibliotheken zur Verfügung – es versieht die einzelnen Teile auch mit „Intelligenz“: Bei komplexen Vorhaben weiß jedes Einzelteil, wie es sich in diesem speziellen Diagramm zu verhalten hat, wo es andocken muss, ob durch „ENTER“ eine neue Reihe oder eine Spaltenüberschrift erzeugt werden soll, ob eine Zeitleiste sich an Jahren oder Monaten ausrichtet und … und … und … Alles lässt sich via Tastendruck und Shortcuts erledigen, man muss nicht ständig zur Maus greifen.

Einen guten Eindruck von SmartDraw 9 kann man durch die folgende Bilderstrecke erhalten:

Die großen Stärken des Programmes sind die zahlreichen Vorlagen und die umfangreichen Symbol-Bibliotheken, die kaum Wünsche offen lassen. Ebenso gehört SmartDraw in seinen Kernbereichen – Diagramme, Organigramme, Strukturtabellen usw. – eindeutig in die Spitzengruppe. Einige Abstriche muss man allerdings machen, wenn es in den 3D-Bereich geht – hier ist man von Microsofts SmartArt-Funktion inzwischen verwöhnt – so schön kriegt das SmartDraw in den meisten Fällen nicht hin, aber das ist verschmerzbar. Dieses „Aufpeppen“ ist eigentlich auch unnötig, da die grundlegenden (2D-)Stile wirklich sauber sind und gut durchdacht sind.

Bleibt noch die Frage nach dem Preis – der bewegt sich für einen Privatanwender mit 197 Dollar zwar in den oberen Regionen – aber da senkt der aktuelle Eurokurs eventuell die Preisschwelle. Für Studenten und schulische Institutionen soll es ebenfalls Ermäßigungen geben – da könnte das dann eine Überlegung wert sein.

Auf jeden Fall ist es einen Test wert. Die Demo-Version ist – bis auf das Zeitlimit von 7 Tagen –  uneingeschränkt, man hat sogar Zugriff auf sämtliche Online-Templates.

Ach ja: Für die Visio-Anwender hält die 2010er-Version übrigens eine ganz besondere Neuerung parat: Ein 1 : 1 -Importfilter für Visio-Dateien.

Homepage von SmartDraw

Einführende Videos/Tutorials

3 Kommentare

  1. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  2. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  3. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

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Smartdraw 2010: Eine Leiche im Speisezimmer

Diagramme ohne Ende

Diagramme - ausgefallen

Gelegentlich stelle ich in meinem Blog auch Programme vor, mit denen ich selbst schon länger gerne arbeite. Meist sind das zwar Freeware-Tools, aber zwischendrin darf es sicher auch mal ein größeres kommerzielles Paket sein:  SmartDraw gehört zu den „guten alten Bekannten“ im Internet, eine Software zur Diagramm-Erstellung, die schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Zum Beispiel hatte ich vor knapp 10 Jahren den „männlichen Outfit-Finder“ damit gezeichnet. Und da gerade die neue Version 2010 erschienen ist, lohnen sich vielleicht ein paar Worte dazu.
Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf: Von den gewohnten Charts und Flussdiagrammen über Zeitachsen und Stammbäume bis hin zu Broschüren und Faltblättern reicht der Vorlagenpool. Sie wollen die Skizze einer Kleiderkammer entwerfen? Kein Problem – die Vorlage ist vorhanden. Sie wollen Lebensmittelregale strukturieren? Vorhanden. Sie wollen dem Mörder auf die Spur kommen? Alle Räumlichkeiten eines Wohnhauses samt Fingerabdruck- und Patronenhülsen-Icons lassen sich per Drag & Drop in die Skizzen ziehen. Okay, es sind auch Vorlagen für Broschüren- und andere Printvorhaben vorhanden – so was sollte man weiterhin lieber einem DTP-Programm überlassen – ein Diagramm-Zeichner ist nun mal keine Textverarbeitung.
Beeindruckend sind hingegen alle strukturellen Vorhaben gelöst, denn Smartdraw stellt nicht nur einfache Symbol-Bibliotheken zur Verfügung – es versieht die einzelnen Teile auch mit „Intelligenz“: Bei komplexen Vorhaben weiß jedes Einzelteil, wie es sich in diesem speziellen Diagramm zu verhalten hat, wo es andocken muss, ob durch „ENTER“ eine neue Reihe oder eine Spaltenüberschrift erzeugt werden soll, ob eine Zeitleiste sich an Jahren oder Monaten ausrichtet und … und … und … Alles lässt sich via Tastendruck und Shortcuts erledigen, man muss nicht ständig zur Maus greifen.

Einen guten Eindruck von SmartDraw 9 kann man durch die folgende Bilderstrecke erhalten:

Die großen Stärken des Programmes sind die zahlreichen Vorlagen und die umfangreichen Symbol-Bibliotheken, die kaum Wünsche offen lassen. Ebenso gehört SmartDraw in seinen Kernbereichen – Diagramme, Organigramme, Strukturtabellen usw. – eindeutig in die Spitzengruppe. Einige Abstriche muss man allerdings machen, wenn es in den 3D-Bereich geht – hier ist man von Microsofts SmartArt-Funktion inzwischen verwöhnt – so schön kriegt das SmartDraw in den meisten Fällen nicht hin, aber das ist verschmerzbar. Dieses „Aufpeppen“ ist eigentlich auch unnötig, da die grundlegenden (2D-)Stile wirklich sauber sind und gut durchdacht sind.

Bleibt noch die Frage nach dem Preis – der bewegt sich für einen Privatanwender mit 197 Dollar zwar in den oberen Regionen – aber da senkt der aktuelle Eurokurs eventuell die Preisschwelle. Für Studenten und schulische Institutionen soll es ebenfalls Ermäßigungen geben – da könnte das dann eine Überlegung wert sein.

Auf jeden Fall ist es einen Test wert. Die Demo-Version ist – bis auf das Zeitlimit von 7 Tagen –  uneingeschränkt, man hat sogar Zugriff auf sämtliche Online-Templates.

Ach ja: Für die Visio-Anwender hält die 2010er-Version übrigens eine ganz besondere Neuerung parat: Ein 1 : 1 -Importfilter für Visio-Dateien.

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3 Kommentare

  1. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  2. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  3. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

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Smartdraw 2010: Eine Leiche im Speisezimmer

Diagramme ohne Ende

Diagramme - ausgefallen

Gelegentlich stelle ich in meinem Blog auch Programme vor, mit denen ich selbst schon länger gerne arbeite. Meist sind das zwar Freeware-Tools, aber zwischendrin darf es sicher auch mal ein größeres kommerzielles Paket sein:  SmartDraw gehört zu den „guten alten Bekannten“ im Internet, eine Software zur Diagramm-Erstellung, die schon viele Jahre auf dem Buckel hat. Zum Beispiel hatte ich vor knapp 10 Jahren den „männlichen Outfit-Finder“ damit gezeichnet. Und da gerade die neue Version 2010 erschienen ist, lohnen sich vielleicht ein paar Worte dazu.
Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf: Von den gewohnten Charts und Flussdiagrammen über Zeitachsen und Stammbäume bis hin zu Broschüren und Faltblättern reicht der Vorlagenpool. Sie wollen die Skizze einer Kleiderkammer entwerfen? Kein Problem – die Vorlage ist vorhanden. Sie wollen Lebensmittelregale strukturieren? Vorhanden. Sie wollen dem Mörder auf die Spur kommen? Alle Räumlichkeiten eines Wohnhauses samt Fingerabdruck- und Patronenhülsen-Icons lassen sich per Drag & Drop in die Skizzen ziehen. Okay, es sind auch Vorlagen für Broschüren- und andere Printvorhaben vorhanden – so was sollte man weiterhin lieber einem DTP-Programm überlassen – ein Diagramm-Zeichner ist nun mal keine Textverarbeitung.
Beeindruckend sind hingegen alle strukturellen Vorhaben gelöst, denn Smartdraw stellt nicht nur einfache Symbol-Bibliotheken zur Verfügung – es versieht die einzelnen Teile auch mit „Intelligenz“: Bei komplexen Vorhaben weiß jedes Einzelteil, wie es sich in diesem speziellen Diagramm zu verhalten hat, wo es andocken muss, ob durch „ENTER“ eine neue Reihe oder eine Spaltenüberschrift erzeugt werden soll, ob eine Zeitleiste sich an Jahren oder Monaten ausrichtet und … und … und … Alles lässt sich via Tastendruck und Shortcuts erledigen, man muss nicht ständig zur Maus greifen.

Einen guten Eindruck von SmartDraw 9 kann man durch die folgende Bilderstrecke erhalten:

Die großen Stärken des Programmes sind die zahlreichen Vorlagen und die umfangreichen Symbol-Bibliotheken, die kaum Wünsche offen lassen. Ebenso gehört SmartDraw in seinen Kernbereichen – Diagramme, Organigramme, Strukturtabellen usw. – eindeutig in die Spitzengruppe. Einige Abstriche muss man allerdings machen, wenn es in den 3D-Bereich geht – hier ist man von Microsofts SmartArt-Funktion inzwischen verwöhnt – so schön kriegt das SmartDraw in den meisten Fällen nicht hin, aber das ist verschmerzbar. Dieses „Aufpeppen“ ist eigentlich auch unnötig, da die grundlegenden (2D-)Stile wirklich sauber sind und gut durchdacht sind.

Bleibt noch die Frage nach dem Preis – der bewegt sich für einen Privatanwender mit 197 Dollar zwar in den oberen Regionen – aber da senkt der aktuelle Eurokurs eventuell die Preisschwelle. Für Studenten und schulische Institutionen soll es ebenfalls Ermäßigungen geben – da könnte das dann eine Überlegung wert sein.

Auf jeden Fall ist es einen Test wert. Die Demo-Version ist – bis auf das Zeitlimit von 7 Tagen –  uneingeschränkt, man hat sogar Zugriff auf sämtliche Online-Templates.

Ach ja: Für die Visio-Anwender hält die 2010er-Version übrigens eine ganz besondere Neuerung parat: Ein 1 : 1 -Importfilter für Visio-Dateien.

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  1. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  2. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

  3. Wolfgang Keller
    Apr 27, 2010

    Ich glaube dein Beitrag hat einen kleinen Fehler:

    „Zunächst: Anders als sein Gegenspieler von Microsoft, Visio, der sich schwerpunktmäßig eher im IT-/Technik-Bereich bewegt, stellt sich Visio deutlich breiter auf“

    Ich glaube eher, dass du meintest, dass SmartDraw breiter aufgestellt ist.

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