PhotoMesa: Zoom für die Massen
Ich mag dieses Krimi-Szenen, in denen der “Computer-Spezialist” ein Foto von einem Tatort, einer Leiche oder einem Stadtteilviertel Stück um Stück hochzoomt, während das staunende Team daneben steht. Die Kommissarin pflegt dann zu sagen: “Karl, können wir das noch schärfer kriegen?” Und Karl zoomt weiter, bis man das Schwarze im Auge des Mörders sieht. So was macht was her. – Nun ist zwar eine Vergrößerungsfunktion schon seit Jahrzehnten Bestandteil jeder Grafiksoftware – aber keine macht die Sache so elegant und fließend wie PhotoMesa (Freeware). Man richtet ein Fadenkreuz auf seine Fotosammlung, auf eine Bildergruppe oder eine Einzelgrafik – und suuum-suuum rauscht die Schärfe auf den Focus – und weiter suuum-suuum – und weiter suuum-suuum, in meinen Tests bin ich bis zur 48.000-fachen Vergrößerung gegangen, was innerhalb von ein paar Sekunden machbar war. So was bei einer Präsentation vorgeführt – und niemand schaut mehr auf die Zahlentabellen ![]()
Aber eigentlich ist das Ziel von PhotoMesa, bei großen Dateimengen das gesuchte Foto zügig zu finden.
Das habe ich mit ca. 8.800 Fotos und Grafiken, verteilt auf 3 Festplatten, getestet – und es klappt gut. Okay, ich habe als Härtetest alles in einer Datenbank belassen, da würde man eher ein paar getrennte Datenbanken anlegen. Denn natürlich dauert der jeweils neue Thumbnail-Aufbau seine Zeit, wenn man die Sortier- oder Filterkriterien wechselt. Trotzdem bewegt sich PhotoMesa hier eher in der flotten Klasse der Fotomanager. Alle gängigen Tools sind vorhanden: Diashow, Kategorienzuweisung, Markierungsmöglichkeiten usw. Von der altbackenen Homepage darf man sich nicht täuschen lassen, die Freeware kann Programmen wie z. B. Google-Picasa durchaus das Wasser reichen.




Habe letztens ein Video gesehen, in dem ein Mitarbeiter von Microsoft eine ähnlich Technik vorgestellt hat.
http://www.ted.com/index.php/talks/view/id/129
Das ganze wurde dann mit einer Technik verbunden, die aus vielen einzelnen Fotos dreidimensionale Objekte erstellen kann – sehr beeindruckend. Wer es nach dem Video schauen selbst mal ausprobieren möchte kann das auch tun:
http://labs.live.com/photosynth/