Getestet: Netvibes Ginger

Snetvibes-ginger.gifNetvibes ist einer der großen und mitgliederstarken Anbieter. Daher sorgte die Ankündigung der neuen Version – Ginger – für ziemlich viel Aufsehen in den Blogs. Da Christian in public-beta schon einen ausführlichen und sehr Bericht über die neuen Funktionen geschrieben hat, erspare ich mir eine Doppelung und schildere nur die Eindrücke aus meinem Betatest:
1. Ja, Netvibes ist ohne Zweifel „hübscher“ geworden. Die Auswahllisten für die einzelnen Module sind nun wesentlich aufgeräumter, man findet schneller die „wirklich“ interessanten Widgets. Denn obwohl es inzwischen davon – nach Angaben von Netvibes – über 100.000 Stück gibt, sind nach wie vor maximal 40 – 50 Stück wirklich brauchbar, der Rest ist Geschmackssache. Okay, die hohe Stückzahl entsteht natürlich auch dadurch, dass alle Blog-Feeds mitgezählt werden, aber die macht man sich ohnehin mit einem Mausklick selbst.
2. Sagenhaft gut gelungen ist der Aufruf neuer Module, die man sich erstmal „vorab“ ansehen möchte. Man muss dazu weder seine Seite verlassen noch die Box in die Seite integrieren – und kann trotzdem alle Funktionen ausprobieren. Bei dieser Funktion hat sich Netvibes momentan eindeutig an die Spitze gesetzt – bequemer geht es kaum noch.
3. Eher langweilig ist hingegen die Universumsgeschichte – weil die schon lange und einen ganzen Tick besser von Pageflakes umgesetzt ist. Damit ist das, was von Netvibes seit Monaten so strahlend angekündigt wird, ein alter Hut. Natürlich: Der Öffentlichkeit eigene Zusammenstellungen zur Verfügung zu stellen, ist eine feine Sache. Und für diejenigen, die ohnehin schon Netvibes benutzen, dürfte das ein besonders großer Pluspunkt sein.
Die Minigeschichten mit der „sozialen Vernetzung“ interessieren mich nicht. Dafür gibt es andere Dienste, bessere Dienste. Aber wenn Freunde ebenfalls Netvibes benutzen, kann das auch ganz nett sein.
Ärgerlich finde ich, das nach wie vor zwei zentralen Schwächen existieren: Die „eingebaute“ Feedreader-Funktionalität ist weiterhin dürftig; und das Abspielen von Podcasts ist auch bei dem Mini-Player oben auf der Seite geblieben.
Nach den ersten Blogberichten über Ginger hatte ich mit dem Gedanken gespielt, für bestimmte Projekte zu wechseln. Aber nach dem Betatest bleibe ich doch Pageflakes treu: Dort heißen die „Universen“ schlicht „Pagecast“ und können jederzeit in beliebiger Menge erzeugt werden. Feedreader und Podcasting ist dort besser gelöst, das Layout wirkt klarer und es gibt eine eigene Abteilung, die sich um deutsche Inhalte kümmert (schließlich wird die Sache von Ole Brandenburg geleitet).
Zusammenfassend: Wer sich schon jetzt bei Netvibes gut aufgehoben fühlt, der darf sich auf die neue Umgebung freuen – unterm Strich ist sie eine deutliche Verbesserung. Wer momentan bei einem anderen Dienst ist, z. B. bei iGoogle, der sollte erst einmal prüfen, ob das neue Netvibes wirklich Vorteile für ihn hat.
Ach ja: Ein Testuniversum zu meinem Hörbuch-Blog musste ich natürlich auch anlegen 🙂 Hier ist es.

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1. Ja, Netvibes ist ohne Zweifel „hübscher“ geworden. Die Auswahllisten für die einzelnen Module sind nun wesentlich aufgeräumter, man findet schneller die „wirklich“ interessanten Widgets. Denn obwohl es inzwischen davon – nach Angaben von Netvibes – über 100.000 Stück gibt, sind nach wie vor maximal 40 – 50 Stück wirklich brauchbar, der Rest ist Geschmackssache. Okay, die hohe Stückzahl entsteht natürlich auch dadurch, dass alle Blog-Feeds mitgezählt werden, aber die macht man sich ohnehin mit einem Mausklick selbst.
2. Sagenhaft gut gelungen ist der Aufruf neuer Module, die man sich erstmal „vorab“ ansehen möchte. Man muss dazu weder seine Seite verlassen noch die Box in die Seite integrieren – und kann trotzdem alle Funktionen ausprobieren. Bei dieser Funktion hat sich Netvibes momentan eindeutig an die Spitze gesetzt – bequemer geht es kaum noch.
3. Eher langweilig ist hingegen die Universumsgeschichte – weil die schon lange und einen ganzen Tick besser von Pageflakes umgesetzt ist. Damit ist das, was von Netvibes seit Monaten so strahlend angekündigt wird, ein alter Hut. Natürlich: Der Öffentlichkeit eigene Zusammenstellungen zur Verfügung zu stellen, ist eine feine Sache. Und für diejenigen, die ohnehin schon Netvibes benutzen, dürfte das ein besonders großer Pluspunkt sein.
Die Minigeschichten mit der „sozialen Vernetzung“ interessieren mich nicht. Dafür gibt es andere Dienste, bessere Dienste. Aber wenn Freunde ebenfalls Netvibes benutzen, kann das auch ganz nett sein.
Ärgerlich finde ich, das nach wie vor zwei zentralen Schwächen existieren: Die „eingebaute“ Feedreader-Funktionalität ist weiterhin dürftig; und das Abspielen von Podcasts ist auch bei dem Mini-Player oben auf der Seite geblieben.
Nach den ersten Blogberichten über Ginger hatte ich mit dem Gedanken gespielt, für bestimmte Projekte zu wechseln. Aber nach dem Betatest bleibe ich doch Pageflakes treu: Dort heißen die „Universen“ schlicht „Pagecast“ und können jederzeit in beliebiger Menge erzeugt werden. Feedreader und Podcasting ist dort besser gelöst, das Layout wirkt klarer und es gibt eine eigene Abteilung, die sich um deutsche Inhalte kümmert (schließlich wird die Sache von Ole Brandenburg geleitet).
Zusammenfassend: Wer sich schon jetzt bei Netvibes gut aufgehoben fühlt, der darf sich auf die neue Umgebung freuen – unterm Strich ist sie eine deutliche Verbesserung. Wer momentan bei einem anderen Dienst ist, z. B. bei iGoogle, der sollte erst einmal prüfen, ob das neue Netvibes wirklich Vorteile für ihn hat.
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Zusammenfassend: Wer sich schon jetzt bei Netvibes gut aufgehoben fühlt, der darf sich auf die neue Umgebung freuen – unterm Strich ist sie eine deutliche Verbesserung. Wer momentan bei einem anderen Dienst ist, z. B. bei iGoogle, der sollte erst einmal prüfen, ob das neue Netvibes wirklich Vorteile für ihn hat.
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