Anne Davis - ihre Balladen zum Anhoeren

Nein, ihre Fotos machen nicht viel her. Sie ist das unauffällige Mädel vom Land, das leicht übersehen wird. Und das Cover ihrer CD “Letters, Prayers, and Journal Entries” schmückt eine Patchworkdecke, die auf die Folk-Ecke hindeutet, was auch nicht ganz falsch ist. Trotzdem, sie hat etwas … hm … “Natürliches” an sich – vielleicht auch deshalb, weil sie aus allen Stücken jegliche Elektro-Akustik verbannt hat. Die Texte gefallen mir auch gut, obgleich da natürlich oft ein religiöser Touch mitschwingt (den ich aber in noch viel stärkerem Maße meinem alten Freund Kieran Halpin nachsehen muss – manchmal genügt es einfach, wenn die Musik gut ist). Die Aufnahme der CD hat sich über viele Jahre erstreckt – das merkt man vielen Feinheiten positiv an. Vor allem aber: Ihre Stimme ist nicht, wie im heutigen Pop-Bizz üblich, aalglatt auf Eingängigkeit abgerichtet. Sie hat etwas Sprödes, das gut tut und passt.
Die CD habe ich zwar eigentlich bei iTunes entdeckt – sie ist aber vollständig (!) auf der Homepage von Anne Davis anhörbar.

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