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MdG – Kapitel 19b – Gefühlsaufruhr

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Harry Potter und die Macht des Geistes Währendessen befanden sich Sirius und Andrea bereits auf dem Weg von London nach Carlisle. Die letzten Vororte der Metropole verschwanden und nun bestimmten nur noch triste Felder und kahle Bäume das Landschaftsbild. Der einsetzende Regen hüllte die Welt außerhalb des Zuges in ein undurchsichtiges Grau, doch Sirius nahm von alledem kaum etwas wahr. Tief in seinen Gedanken versunken starrte er ins Leere, während Andrea die Ruhe nutzte, um in ihrem mitgebrachten Buch zu lesen. Stündlich nahmen sie den Vielsaft-Trank ein, um zu verhindern, dass sie sich während der Fahrt zurückverwandelten. Erst als sich der Zug dem kleinen Städtchen näherte, brach Sirius sein Schweigen.
„Ich versteh nicht, warum Harry sich nicht sofort gemeldet hat, als das mit der Runespoor passierte.“
„Vermutlich aus dem selben Grund, warum du ihm nichts von unserem Ausflug in die Muggelwelt erzählen wolltest“, seufzte Andrea und legte ihr Buch zurück in die Tasche. „Er wollte verhindern, dass du dir allzu viele Sorgen machst.“
Sirius gab ein unwilliges Brummen von sich, das Andrea als Zustimmung deutete.
„Ich denke, wir sollten Clark davon erzählen, dann kann zumindest er ein Auge auf Harry werfen.“
„Ja, das sollten wir“, brummte Sirius verdrießlich. „Allerdings glaube ich nicht, dass er vor morgen Abend auftauchen wird.“
„Wenn er uns überhaupt erkennt“, sagte Andrea und betrachtete schmunzelnd den alten Mann ihr gegenüber. Sirius trug dunkelgrüne Knickerbocker, einen gleichfarbigen Pullover und ein graues Sakko darüber. Nichts an ihm gab einen Hinweis, dass er in Wirklichkeit nicht der war, für den er sich ausgab.
Es regnete in Strömen, als wenig später der Zug in Carlisle einfuhr.
„Vergiss nicht dich wie ein alter Mann zu benehmen“, raunte ihn Andrea zu, als sie ihm umständlich beim Aussteigen aus dem Zug half.

Kapitel 19b
Gefühlsaufruhr
Sprecher: DamastSchwert

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MdG – Kapitel 19a – Gefühlsaufruhr

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Harry Potter und die Macht des Geistes Der Reisespiegel brachte sie direkt in Remus Zimmer am Grimmauld Place Nr. 12. Andrea schluckte unwillkürlich, als sie gefolgt von Sirius aus dem Spiegel trat und sich in dem ordentlich aufgeräumten Zimmer umsah. Auf dem kleinen Schreibtisch befanden sich noch immer Pergament und Federn, ein Buch lag auf dem Nachttisch und selbst der Reiseumhang, der an der Innenseite der Tür hing, vermittelte den Eindruck, als würde der Bewohner dieses Zimmers jeden Augenblick wieder durch die Tür herein kommen. Andrea kniff die Augen zusammen und biss sich hart auf die Lippe, als die Angst in ihr hochstieg, Remus könnte möglicherweise niemals wieder zurückkehren. Neben sich hörte sie das Geräusch, das entstand, als Sirius vorsichtig die Tür öffnete und in den Korridor hinaus spähte. Offensichtlich war es wirklich so, wie Silver es vermutet hatte; an diesem Abend hielt sich niemand im alten und ehrwürdigen Hause der Blacks auf. Durch ein leichtes Kopfnicken deutete Sirius ihr an, dass die Luft rein war und so verließen sie leise Remus Zimmer.
„Es ist sauberer geworden, doch sonst hat sich nicht viel verändert“, sagte Sirius trocken, als sie die Treppe nach unten stiegen und er seinen Blick angewidert durch die Eingangshalle schweifen ließ. Andrea nickte stumm, doch noch ehe sie die alte Haustür mit den vielen Schlössern erreicht hatten, hielt Sirius unvermittelt an und griff in die Tasche seines Mantels.
„Harry“, erklärte er leise, griff nach Andreas Arm, führte sie rasch in die Küche und zog den Zwei-Wege-Spiegel hervor …

Kapitel 19a
Gefühlsaufruhr
Sprecher: DamastSchwert

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MdG – Kapitel 18b – Der Bann des Werwolfs

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Harry Potter und die Macht des Geistes Harry konnte sich nicht erinnern, wann er das letzte Mal eine ähnlich schlimme Nacht hinter sich hatte. Sein Schlafanzug war durchgeschwitzt, sein Kopf brummte unerträglich, als hätte sich ein Bienenschwarm darin eingenistet und seine Glieder fühlten sich an, als wäre er in der Nacht in eine Schlägerei verwickelt gewesen. Harry atmete tief durch, ehe er sich erschöpft in seinem Bett aufrichtete und müde in die grelle Morgensonne blinzelte. Ohne ihnen Einhalt gebieten zu können, stiegen die Bilder dieser seltsamen Nacht in ihm hoch: Nur zu deutlich erinnerte er sich; er war gerannt, als hinge sein Leben davon ab, doch je mehr er sich bemüht hatte, umso weniger war er vom Fleck gekommen. Immer wieder hatte er sich panisch umgedreht und obwohl er wusste, dass ihn dieses namenlose Grauen verfolgte, konnte er es doch nicht sehen. Die Bilder wechselten, bis er Hermine sah, wie sie barfuss über eine Sommerwiese lief und lachend auf ihn zukam. Ihr zitronengelbes Kleid leuchtete in der Sonne, während sie mit einer Hand den Strohhut auf ihrem Kopf festhielt und mit der anderen aufgeregt winkte. Harry sah sich selbst, wie er freudig die Arme ausbreitete und ihr entgegen lief. Ein sanfter, warmer Wind strich über seine Haut und Hermine kam immer näher. Plötzlich jedoch zogen dunkle Gewitterwolken auf und Harry beeilte sich zu ihr zu gelangen, aber noch ehe er sie erreichte, tat sich unerwartet die Erde unter ihren Füßen auf und Hermine wurde von der Wiese verschluckt. Sein eigener, greller Schrei schmerzte ihn in den Ohren und er taumelte vorwärts, bis er die Stelle erreichte und plötzlich vor Hermines Grab stand. Mit unbarmherziger Klarheit standen auf dem weißen Marmor ihr Name mit dem Geburtsdatum und dem Tag an dem sie gestorben war. Harry schloss die Augen, während heiße Tränen durch seine geschlossenen Lider drangen, seine Beine knickten ein und er fühlte den kalten, harten Stein unter sich.

Kapitel 18b
Der Bann des Werwolfs
Sprecher: Sika

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MdG – Kapitel 18a – Der Bann des Werwolfs

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Harry Potter und die Macht des Geistes Sirius verließ den Raum und Andrea befiel eine merkwürdige Befangenheit. Auch wenn Silvers Gegenwart ihr nicht unangenehm war, so ergriff sie doch eine seltsame Nervosität, wenn sie seinen Blick auf sich spürte.
„Was verschafft uns die Ehre deines frühen oder sollte ich lieber sagen, deines nächtlichen Besuches?“, fragte sie leichthin, während sie ihre Hände dem Feuer entgegenstreckte.
„Freut mich, dass du meinen Besuch als Ehre empfindest“, lachte er. Es war ein leises, ungezwungenes Lachen, das Andrea unwillkürlich zu ihm aufsehen ließ. Für einige Momente trafen sich ihre Blicke und Andrea kam nicht umhin, das sanfte, warme Lächeln zu erwidern, ehe sie verlegen den Blick senkte. Plötzlich war es wieder da, dieses Herzklopfen, das sie bei seinem kurzen Abschiedskuss gespürt hatte und es ihr so schwer machte, einen klaren Gedanken zu fassen.
„Mein Besuch hat verschiedene Gründe“, erkläre Silver in die Stille hinein und Andrea war zutiefst dankbar, dass er nicht auch seine Sprache verloren hatte. „Zum einen bat mich Sirius darum, für ihn einige Nachforschungen in Hogwarts zu betreiben und zum anderen bin ich auch auf Dumbledores Wunsch hier.“
„Oh weh! Du sollst uns dieses Vorhaben ausreden“, stöhnte sie augenrollend.
„Nein, Dumbledore ist weise genug um zu wissen, wann gut gemeinte Ratschläge nutzlos sind“, entgegnete er gleichmütig und nippte an seiner Tasse. „Er bittet euch lediglich darum, auch von der Muggelwelt aus Kontakt zu uns zu halten.“
„Und wie stellt er sich das vor? Sirius darf in Carlisle keine Magie benutzen und soweit ich unterrichtet bin, kann man nach Hogwarts nicht telefonieren.“
„Das ist richtig, wir dachten eher an eine Kontaktaufnahme vor Ort.“
„Hm…“, brummte sie zögernd und sah hilfesuchend zu Sirius, der im gleichen Moment mit einer Tasse Kaffee zurückkam. „Aber besteht dabei nicht die Gefahr, dass unsere Tarnung auffliegt?“

Kapitel 18a
Der Bann des Werwolfs
Sprecher: Sika

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MdG – Kapitel 17b – Aufschlussreiche Gespräche

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Harry Potter und die Macht des Geistes Hermine hatte geduldig zugehört, bis Harry sich all das von der Seele geredet hatte, was ihn seit Tagen so zu schaffen machte. Angefangen mit dem was Ernie Macmillan ihm erzählt hatte, über seine Sorgen die er sich um Remus Lupin machte, bis hin zu seinen Unterrichtsstunden in Occlumency. Je länger er sprach desto rauer wurde seine Stimme, doch gleichzeitig schien dieses Reden die aufgestaute Spannung in seinem Gehirn zu lindern und sein Kopf fühlte sich seltsam leicht an, als er schließlich endete und Hermine erwartungsvoll ansah.
„Ich mach mir die meisten Gedanken darüber, dass derjenige, der in eurem Schlafsaal nach dem Amulett gesucht hat, sich noch immer im Schloss befindet und nun sicher versuchen wird auf anderem Weg an den Anhänger heranzukommen“, sagte sie und blickte sorgenvoll auf ihre in sich verschlungenen Finger.
„Ja, aber solange ich den Anhänger immer am Körper trage, wird ihn keiner bekommen“, stimmt ihr Harry verbissen zu. „Es ist wohl kaum anzunehmen, dass mich hier jemand in der Schule überfällt.“
„Darauf würde ich mich nicht verlassen“, seufzte Hermine bekümmert. „Bis vor zwei Tagen hätte auch keiner von uns geglaubt…“
„Ich werd schon vorsichtig sein und mit dem Anhänger…na ja…den werde ich wohl so schnell wie möglich Andrea zurückgeben müssen.“
„Ist bestimmt besser so“, nickte Hermine. „Du brauchst ihn auch nicht, du bist auch so gut im Zaubern.“
„Oh danke!“ Harry verdrehte die Augen, während er an seine jüngsten Versuche in Zauberkunst dachte. Flitwick hatte ihnen aufgetragen, Beine an ihre Teekannen zu zaubern, mit dem Erfolg, dass Harrys Kanne noch am ehesten einem Octopus mit Blümchenmuster glich, der mit seinen langen Fangarmen mehrmals hintereinander Rons Teekanne vom Tisch gefegt hatte.
„Ich meine das ernst, Harry; deine Zauberei ist wirklich gut“, seufzte Hermine und schüttelte angesichts von Harrys Selbstzweifel mit einem nachsichtigen Lächeln den Kopf. „Es kann nicht alles auf Anhieb klappen.“
„Schon gut!“, erwiderte er und zog gedankenversunken den Anhänger unter seinem Shirt hervor. „Vielleicht hätte Andrea ihn eher Remus geben sollen…“
„Ich mache mir auch Sorgen um ihn“, gestand Hermine leise …

Kapitel 17b
Aufschlussreiche Gespräche
Sprecher: Madarka

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