Wechsel-Strom
Nun gehört das ZDF-Magazin “Frontal 21″ sicher nicht zu meinen Lieblingssendungen, da seine Beiträge in der Regel auf Sat1-Niveau sind. Aber heute passte die reisserische Überschrift “Das Kartell – im Würgegriff der Energiekonzerne” nun mal wirklich. Na ja, da kann man ohnehin nicht viel falsch machen. Diese Konzerne agieren mit einer unverschämten Dreistigkeit, dass einem die Spucke weg bleibt. Beispielsweise hat bereits vor einem Jahr ein ARD-Magazin haarklein aufgezeigt, wie die Konzerne ihre – vom Staat geschenkten – Emmissionszertifikate kackfrech auf die Rechnungen draufschlägt. Etwa 3 bis 5 Milliarden, die der Stromkunde mehr und direkt in die Taschen der Konzerne zahlte. In der damaligen Sendung wurden auch mehrere Politiker quer durch die Parteien befragt, was sie davon hielten. “Ach, da blick ich nicht durch – viel zu kompliziert …” Hallo?! Halt mal 10 Minuten TV gucken oder das Internet anschmeissen – so was sollte bei Euren Diäten schon mal drin sein. Und heute? Vor wenigen Wochen verkündete Strahlemännchen Gabriel,
dass man die Geschichte gerne wiederholt und den Konzernen noch mal 8 Milliarden für solche Papiere schenkt. … Kommentare über Lobby-Abgeordnete schenke ich mir … Dafür den Hinweis auf die Kampagne “Stromwechsel” der Verbraucherzentrale. Mich hat das letzte Woche 10 Minuten gekostet, um zu Yellow zu wechseln: keine Vertragslaufzeiten, kein Papierkram, freundliche Leute, 23/7-Service mit kostenlosen Rufnummern – und gegenüber den Stadtwerken Ulm spare ich satte 215 Euro im Jahr. Meine Empfehlung: selbst wechseln (egal, zu wem) und gleich die Eltern bei der Hand nehmen und für die den Wechsel mit erledigen. Punkt.




Hallo,
zu yellow hätte es ja nicht gleich sein müssen. Es geht auch ohne Atomstrom.
Und ob man EnBW – die für ihren Chef Claasen generös auch noch Millionen locker machen – tatsächlich unterstützen will, sollte m.E. schon bedacht werden.
Grüßle
Pit