Vom Weblogschreiber zum Bühnenautor
Ja, auch Shakespeare fing einmal klein an, mit Hamlet oder so. Hätte es damals schon Weblogs gegeben, hätte alles schneller gehen können: Ein kleiner Beitrag im Blog, die Entdeckung durch einen Theaterintendanten, Aufführung und tosender Applaus – das alles hätte ihm passieren können. Nun ja, eine Nummer kleiner ist es abgelaufen, aber immerhin: Neu-Ulm hat ein sehr nettes kleines Theater – das AuGuS-Theater – mit einem ebenfalls sehr netten Regisseur – Heinz Koch -, der mich vor einiger Zeit via Facebook kontaktierte, ob er meinen Weblog-Beitrag “Kühlschränke sind weiblich” in sein neues Stück “Liebe geht durch den Magen” einbauen darf. Durfte er natürlich. Und letzten Samstag war ich bei der Aufführung...
MehrSchade – Made
Etwas Trauriges heiter darzustellen, das ist nicht gar so schwer – denkt man nur an den Galgenhumor. Die umgekehrte Richtung ist schwerer. Besonders, wenn man ein Gedicht vom heiteren Heinz Erhardt nimmt – in diesem Fall: “Die Made”. Filmisch ist die Drehung recht gut gelungen, wie man in diesem Video sehen kann. – Aber anschließend sollte man sich das Original anschauen, damit man nicht gar zu trübsinnig wird. – Anlass für diesen tiefgründigen Beitrag ist etwas Lokalkolorit: Im Neu-Ulmer AuGuS Theater gibt zur Zeit Heinz-Erhardt-Abende (Jungs, das Design Eurer Seite ist grauenhaft – zum Glück sind Vorstellungen besser ...
MehrRigoletto am Ulmer Theater
Mal ein kurzer Tipp für die Ulmer: Am Pfingstsonntag habe ich mir Rigoletto angeschaut – eine ganz ausgezeichnete Aufführung! Konservativ, aber vom Chor bis zum Bühnenbild sehr gut umgesetzt. Kwang-Keun Lee (Rigoletto) hat eine wunderbar kräftige Stimme, aber eben auch Hélène Lindqvist (Gilda), so dass endlich, endlich mal wieder auch auf einer Bühne ein Duett nach einem Duett klingt (meist fallen die Frauenstimmen ja dabei zurück, was viel vom Reiz dieser Stücke nimmt). Im Juli gibt es übrigens 3 Freilichtaufführungen auf der Wilhelmsburg (Audio-Einführung in mp3, Fotos).
MehrSchröderix und die Mäuschenrunde
Tja, eigentlich hatte da die SPD und Schröder am Sonntag ein ganz akzeptables Wahlergebnis: Die Sprechblasen-Partei FDP bleibt der Bevölkerung für die nächsten 4 Jahre erspart und durch eine große Koalition fällt der Diener vor den greisen Männern in Washington und denen der Atom-Lobby vielleicht nicht ganz so tief aus … Allerdings zeigt Schröders Auftritt, dass Politiker noch immer nicht blicken, dass sie kein Theater spielen müssen. Zumindest ein großer Teil des Fernsehpublikums durchschaut doch schon längst dieses lächerliche Kasperletheater. Wie wäre es denn, wenn man zur Abwechslung einfach mal sagt, was man denkt? Dazu ein kurzes Drehbuch: [Links übrigens ein Bild aus dem PDF-Heft "Asterix und der Kampf um's Kanzleramt", das ich bei...
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