Kleine Zeitreise gefällig?

Männer sind hellsichtige Kerlchen. Sie glauben mir nicht? Nun, dann werfen wir mal eben einen Blick in ein vergessenes Kinderbuch von 1931: Konrad, sein Onkel und ein Pferd auf Rollschuhen gehen durch den Dielenschrank in eine andere Welt, in der die Kinder mit Aktenmappen zur Börse wandern. In der Stadt Elektropolis machen sie eine merkwürdige Beobachtung:

Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: “Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!” Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.

Und satellitengesteuerte Autos kennt das Kinderbuch natürlich auch: “Konrad, der neugierig neben einem der Wagen hergerannt war, kam zurück und schüttelte den Kopf. ‘Denkt euch bloß’, sagte er, ‘die Autos fahren von ganz allein, ohne Chauffeur und ohne Steuerung. Mir ist das völlig schleierhaft.’
Das Buch trägt den Titel “Der fünfunddreißigste Mai oder Konrad reitet in die Südsee”. Autor: Erich Kästner. Lesenswert.

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