Beiträge mit tag "hörbuch

Hörbares Niveau – ganz kostenlos

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Bildung geschenktKlar, Sie können bei der nächsten Einladung die üblichen Blumen, Pralinen oder den gewohnten Kasten Bier mitbringen. Aber vielleicht würde man sich ja auch über ein Hörbuch freuen, das nicht unbedingt Otto-Witze oder “Die besten Fußballhöhepunkte” enthält. Wie wäre es mit Stücken von Tucholsky, Rilke, Pestalozzi, Edgar Allan Poe usw.? Die stehen direkt als kostenloser Download bei RioloMedia zur Verfügung. Runterladen, brennen, nette Hülle drumherum – und schon wird die hübsche Lehramtsstudentin von Nebenan ganz schön gucken!
(Das auf dem Cover links ist übrigens Klabund, von dem die nette Geschichte “Das Lächeln der Margarete Andoux” in der Sammlung dabei ist.)

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Männliche Brigitte

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Was ist ein Mann … Andreas hat es nicht einfach in seinem Alltag. Er ist ein Mann. Und er ist von Frauen umgeben. Genauer: von 100 Frauen. Er ist nämlich Chefredakteur der Frauenzeitschrift Brigitte (Männeranteil in der Redaktion: 5 Stück). Kein Wunder, dass er mit der Zeit ins Grübeln kommt. Zum Beispiel über das “Beckenbodentraining” und seine Bedeutung für Männer (SWR1-Podcast, 12. 6. 07, 15:04 min). Wahrscheinlich haben ihn auch nicht mehr die Weblogs der Brigitte-Online-Ausgabe ausgefüllt (dort sehr nett z. B. “Flirten, Forschen, Feiern”), so dass er gemeinsam mit seinem Bruder das Buch “Anleitung zum Männlichsein” schrieb (gibt es auch als Hörbuch).
Ich persönlich mag solche Bücher nicht. Ich glaube nicht an die “Orientierungslosigkeit” der Männer und denke auch, dass recht simple Ratschläge wie “sich entscheiden sollen” oder “ein Mann darf sich nicht abhängig machen” usw. nichts mit dem Geschlecht zu haben. Auch nicht Plattheiten, dass Männer “müde” sind oder “es allen recht machen wollen”. Wie grauenhaft gequält man ein solches Thema behandeln kann, hat zuletzt das Buch “Männer” von Dietrich Schwanitz gezeigt. Okay, das Buch von Lemberts ist ein ganzes Stück besser, ein ganzes Stück leichter und nicht gar so “oberlehrerhaft” und auch nicht verbissen. Warum allerdings manche Rezensenten es für “amüsant” halten, erschließt sich mir nicht ganz. Zugegeben, ich habe das Werk jetzt nur quer gelesen, fand es aber insgesamt recht trocken geschrieben.
Aber ich will den Autoren nicht unrecht tun: sie rackern sich redlich ab in ihrem Bemühen, Männern unter die Arme zu greifen. Tja, wenn die ihnen mal bloß nicht davonlaufen … ;-)
Gute Besprechung beim Deutschlandradio.
Podcast NDR-Kultur, Wickert, hier wird ausführlich der Inhalt besprochen.

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Emmi und Leo

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Gut gegen NordwindEmmi hat Schwierigkeiten mit der Tastatur. Und sie ist temperamentvoll. Das merkt man am Ton ihrer Mails, mit denen sie versucht, ein Stadtmagazin („Like“) abzubestellen. Leo („Leike“) lässt das anfänglich ziemlich kalt, da er sich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni keineswegs für zuständig hält. Irgendwann klärt er aber Emmi dann doch auf, dass es bei einer Mail-Adresse auf jeden Buchstaben ankommt. Das ist der Anfang einer langen Geschichte …
Das Buch „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer war mir zwar in den letzten Wochen öfters bei Besprechungen begegnet, aber ich wollte eigentlich nicht dazu greifen. In zu schlechter Erinnerung habe ich noch dünne Filme wie „E-Mail für Dich“ oder „Das Netz“ aus den 90-er Jahren. Warum auch immer: An Pfingsten spielte ich die Hörbuchvariante auf meinen Nano – und siehe da, der Roman ist ja richtig gut! Mehr noch – die beiden Sprecher (Andrea Sawatzki und Christian Berkel) sind hervorragend. Insbesondere „Emmi“ ist derart überzeugend, dass mir so manche Bekanntschaft von früher plastisch vor Augen stand. In diesem Fall bin ich der festen Überzeugung, dass das Hörbuch der Printausgabe deutlich überlegen ist.
Aber der Inhalt selbst ist eben auch überzeugend. Ein Spiel zwischen zwei „Unbekannten“, die sich alleine durch Buchstaben erfahren. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass man diese Gedanken und Gefühle ohne erklärenden „Zwischentext“ verstehbar machen kann. Und auch nicht, dass mit einem derartigen Thema ganze 375 Minuten gefüllt werden können, ohne dass einem langweilig wird (von ein paar wenigen Längen abgesehen, die verzeihbar sind). Und es finden sich pfiffige Ideen darin, wie z. B. das – abgesprochene – Treffen in einem Café an einem Nachmittag, ohne dass man sich zu erkennen gibt (Leo hatte behauptet, er würde Emmi allein auf Grund ihrer Worte unter jeder Menschenmenge identifizieren können). Oder das gemeinsame Trinken um Mitternacht, jeder in seiner Wohnung, jeder vor seinem Monitor – so was kennen ja viele von uns, die schon mal längere Chatsitzungen hinter sich gebracht haben.
Eine sehr schöne, sehr humorvolle Sprache ist Glattauer ebenso gelungen – und das Kunststück, ein Ende zu finden, das „passt“ – nicht ganz einfach bei dieser Materie.
Hier gibt es eine Hörprobe (leider in dürftiger Tonqualität – die CDs sind einwandfrei).
Und hier eine Besprechung vom Deutschlandradio.

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Perry reitet wieder

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Das Andromeda-Monument Es war die Zeit, in der Vertreter mit glänzenden Augen Staubsauger und Waschmaschinen mit vielen Knöpfen verkauften, die Männer ihre ersten Autos erstanden und die Frauen sich über Küchenmaschinen freuten. Damals, 1960, wurde die größte und umfangreichste Science-Fiction-Serie der Welt geboren. Mitten in Deutschland. Mitten in Bayern. In München. Es wurde eine der ersten Serien, an der ein, nun, heute würde man sagen: “Multi-Autorenteam” arbeitete, mediengeschichtlich sehr bemerkenswert. Fast schon prophetisch wurde in Heft 1 die erste bemannte Mondlandung auf das Jahr 1971 gelegt (so früh hielt das zum damaligen Zeitpunkt niemand für möglich). Dort entdeckten die irdischen Astronauten ein gestrandetes Raumschiff eines entfernten Volkes (das inzwischen völlig degeneriert war, weil es den ganzen Tag vor Unterhaltungsbildschirmen dahin dämmerte).
Russland, China und die USA sind die drei großen Machtblöcke und so manch “Zeitgeistiges” findet sich in diesen ersten Romanen – z. B. hielt die Hauptfigur – Perry Rhodan – eine weltweite Fernsehansprache, die “bis ins kleinste Negerdorf” gehört wurde :-)
(weiterlesen …)

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