Beiträge mit tag "hörbar
Abgestürzte Adler in Verginia
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Ja, sie waren putzig anzusehen, damals, in den 90-ern, als der Schwung der ersten Wiedervereinigungsjahre noch da war. Menschen strömten zu den Schröpfveranstaltungen jener “Motivationstrainer”, die – ähnlich wie US-Fernsehprediger – irgendetwas von Adlern faselten, denen alles möglich sei. Über glühende Kohlen wurde die Annette aus der Buchhaltung geschickt, die nicht wusste, dass es ein simples physikalisches Gesetz gibt (verdampfende Feuchtigkeit an nackten Fußsohlen wirkt als Schutzschild), das hier für eine teure Gaudi missbraucht wurde. Und Bernd aus der Spesenabteilung flatterte auf einem Stuhl um einen imaginären Adlerhorst. Nun, die Motivationskünstler landeten irgendwann hinter Gittern, weil sie den Hals nicht voll genug bekamen, die Adler wurden müde und stürzten schließlich ganz ab, nach dem sich mit noch so Flattern kein neuer Job besorgen ließ. – Ein toller Clip dazu ist momentan im Umlauf von der Gruppe “Virginia Jetzt”: “Mehr als das” – sehenswert! – Ach ja, und einprägsame Sprüche mochten sie noch, die Jungs. So was wie: “Wer nicht die Segel lichtet, erreicht nicht den Hafen” oder so … da hätte ich auch noch einen:
Ich vergesse niemals ein Gesicht. Aber in Ihrem Fall bin ich bereit, eine Ausnahme zu machen.
Groucho Marx
(Und noch ein Artikel aus der ZEIT zum Thema.)
Harte Zeiten
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Für die nächste Ausgabe des “JPG Magzine” werden gerade zum Thema “9 to 5″ Fotos eingereicht. “9 to 5″ steht dabei für den “typischen” Arbeitsalltag, der zu einer festgesetzten Uhrzeit beginnt und nach 8 Stunden endet. Mitte der 60-er Jahre sang dazu Cat Stevens, der sich schon länger Yusuf nennt, im Song “Matthew and Son” von “cup of cold coffee and a piece of cake”, wofür wir täglich in der Tretmühle stehen (nun ich hoffe mal, dass das Gehalt der meisten meiner Leser ein wenig höher angesiedelt ist). Daher nennt er auch sein aktuelles Comeback “An Other Cup”. Wie auch immer – göttlich anzusehen ist jedenfalls einer seiner damaligen Auftritte in einer der gängigen Musikshows – wilde Zuckungen durchströmen seinen Körper. Und die Mädels – ja, die sind da wirklich außer Rand und Band …
(Video bei YouTube).
Lied vom Haarausfall
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Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es wenig Lieder zum Thema “Haarausfall” gibt? Nein? Mir bisher auch nicht. Aber Toni Geiling, der ganz gerne die Fiedel schwingt, hat sich dieses Themas mit dem Titel “Lied vom Haarausfall” angenommen:
Wenn ich in den Spiegel seh
dann tut mein Herz mein Herz so weh
was für ne Qual der Kopf wird kahl
kämm mir das Haar zum letzten mal
Ja, das ist die richtige positive Grundeinstellung! Frauen mögen eine hohe Stirnpartie bei Männern. Jedenfalls vernünftige Frauen. Passend zur vorweihnachtlichen Zeit interessiert hier vielleicht auch der ZEIT-Artikel “Leise rieselt das Haar”.
Aber zurück zu Toni Geiling: Seine – schon etwas ältere – CD “Sun Apple Tree Moon Bumble Bee” ist hörenswert, z. B. mal in “For my Fiddlemaker” oder “Jukkasjärvi” reinhören (iTunes-Link).
Rätselhafte Körpervorgänge
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Wir Männer können ein Lied von rätselhaften Körpervorgängen singen! Ja, unser gesamter Körper ist uns eigentlich ein Rätsel – was uns allerdings nicht weiter stört. Weder bei Tisch, noch im Bett, noch in der Badewanne. Wir haben gelernt, damit zu leben und müssen nicht allen Dingen auf den Grund gehen. Bis wir auf eine Frau treffen. Die dann alles von uns wissen will. “Warum machst Du das?”, “Benimm Dich!”, “Ich mach’ das doch auch nicht!”, “Ihr Männer!” usw. usw. Und wir? Wir stehen hilflos da und wissen keine Begründung. Das kann ganz leicht anders werden! Schon länger gibt es das “Lexikon der rätselhaften Körpervorgänge” in Taschenbuchform. Inzwischen ist es aber auch als Hörbuch erschienen, und es lohnt sich, ein Ohr darauf zu werfen. Zwei längere Ausschnitte davon sind einmal hier (11,20 ) und einmal hier zu hören. Künftig werden Sie auf den Hinweis “Trink nicht so viel Bier!” locker antworten können: “Bier ist besonders kalorienarm!” (Okay, eigentlich geht es noch weiter – aber man muss ja nicht gleich sein ganzes Wissen verraten
).
Ab geht die Post! Aber nur mit Robin Williams!
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Ich bin eigentlich kein besonderer Freund von Fantasy-Literatur, und sogar der “Herr der Ringe” staubt in meinen Regalen vor sich hin. So werden mich in all den Jahren wohl auch die Scheibenweltromane von Terry Pratchett allein schon durch ihre schiere Masse abgeschreckt haben – und Kobolde und Gnome laufen mir auch so schon täglich genügend über den Weg. Aber wie es der Zufall will: Bei Hugendubel hielt ich jüngst Ausschau nach neuer Kurzweil für meinen Nano und erspähte als Hörbuch “Trucker”, gelesen von Rufus Beck. Der Plot gefiel mir: Stämme von kleinen Außerirdischen wurden vor vielen Jahren u. a. in Kaufhäusern ausgesetzt und diskutieren, ob es ein “Draußen” gibt. Allerdings stimmt es: Rufus Beck kann hier nicht ganz wie sonst als Sprecher überzeugen. Zuviel Routine, zu sehr ist das Sprechen für ihn inzwischen ein Job geworden. Trotzdem immer noch sehr gut. – Aber da ich nun schon mal dabei war, habe ich mir gleichzeitig “Ab geht die Post!” gegriffen. Und da hat es mir glatt die Sprache verschlagen: Peer Augustinski, der unter anderem die deutsche Stimme von Robin Williams ist, ist ein absoluter Profi! Eine derart perfekte Betonung, derart feine Nuancen, derart verstellte Stimmen, derart passende Ton-Charaktere habe ich bisher noch nie gehört! Ein fabelhaftes Beispiel dafür, was man aus einem Hörbuch wirklich machen kann! Dazu kommt natürlich der nette Plot mit mit dem Telegrafen-Kartell, das die “Klacker” unterhält und über Leichen geht, die Liebe zu der ständig rauchenden Golem-Vermieterin, Pumpe16, der Bewährungshelfer, der früher mal eine Pumpe war usw. usw.
Hier noch ein paar Links für weitere Infos:
Die Scheibenwelt für Einsteiger
Discworld-Wiki
Interessantes Interview mit Terry Pratchett
PS: Ja, ich weiß, “Trucker” spielt außerhalb der Scheibenweltserie
Übrigens: Als “Medienroman” für Weihnachten habe ich mir “Die volle Wahrheit” auserkoren. Erinnert von der Inhaltsbeschreibung irgendwie an BILD & Co.
Mit Vienna Teng durch die City Hall
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Vienna Teng komponierte ihre ersten Stücke mit 6 Jahren – und wurde später Programmiererin bei Cisco Systems. Das hat man auch nicht alle Tage
Zum Glück für uns hat sie sich vor ein paar Jahren dann doch für den musikalischen Weg entschieden. In diesem Jahr ist ihr 3. Album erschienen: Dreaming Through the Noise – hier gefällt mir besonders der Titel “City Hall” (Hörprobe, Amazon). Die Richtung würde ich jetzt mal als Folk/leichte Balladen kennzeichnen.
Alice Russell – starke Stimme
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Die britische Sängerin Alice Russell lässt sich nicht wirklich in eine Schublade pressen – irgendwo zwischen R&B, Jazz und Soul ist alles drin. Vor allem aber: Ihre Stimme hat es in sich! Wer sie noch nicht kennt, sollte zumindest aus “My Favourite Letters” einmal “A Fly In the Hand” anspielen oder “Munkaroo” (aber das ganze Album ist hörenswert). Eine ausführliche Besprechung mit guten Hintergrundinfos ist bei CDstarts zu finden.
Wer ist Erik Mongrain?
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Erik Mongrain ist ein Gitarrist der besonderen Art: Während seine Gitarre vor ihm liegt, zupft und klopft er die Saiten, dass es eine wahre Freude ist. Zu bewundern ist das in in dem Video “AirTap”. Noch lohnender ist ein Besuch auf seiner Homepage – dort gibt es nämlich einige Musikproben als mp3-Download. Sein erstes Album soll demnächst veröffentlicht werden. – Wer es einen Tick fetziger auf der Gitarre mag, der sollte mal bei Joe Satriani reinhören, z. B. in sein neuestes Album “Super Colossal”.
Aerosmith – Hobo in My Mind
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Bei diesen herrlichen Sommertagen kriegt man Lust, sein Rucksäckchen zu packen, hinten auf einen Güterzug zu springen, die Beine über das Gitter baumeln zu lassen und mit einem flotten Blues in den Sonnenuntergang zu fahren. Oder mit einer flotten Sirene in das nächste Krankenhaus, denn die heutigen Güterzüge sind verflixt schnell. … Egal, passend zu diesem Szenario ist jedenfalls meiner Ansicht nach “Honkin’ on Bobo”, das letzte Studioalbum von Aerosmith (ohne dass ich jetzt ein Aerosmith-Fan wäre). Gibt’s bei Amazon und iTunes und fetzt so richtig. (“Hobo in My Mind” ist mein ganz persönlicher Tribut an Tom Paxton, dessen alte Platten ich leider nicht auf CD ausfindig machen kann.)
Sonnige Spinnweben
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Wenn die Temperaturen steigen, dann erwacht der Latin Lover in uns, irgendwas “Südländisches” muss jetzt auf den MP3-Player. Okay, was mir in dieser Richtung gefällt: Das Debut-Album von Bebe, Pafuera Telarañas, was so viel heisst wie “Hinaus ihr Spinnweben”. Richtung: Hispano Pop mit diversen Elementen, guter, frischer Mix. – Und dann hätten wir noch die gute Lila Downs mit ihrer neuen “La Cantina – Entre Copy y Copa…”. Hier finden wir, was wir von mexikanischer Musik erwarten: schmissige Melodien und auch Trompeten dürfen mal ran – alles aber immer in neuen Variationen, mal fado-ähnlich, oft balladen-mäßig. Wie immer, alles Geschmackssache. Aber bei Amazon oder iTunes kann man ja mal reinhören – und dann selbst entscheiden.
Verstaubte Jerusalemer
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Gemeinsam haben sie ihren Wehrdienst bei der israelischen Armee abgeleistet und danach – zum Glück – statt zu Waffen zu Saiteninstrumenten gegriffen: “The Jerusalem String Quartet” (manchmal auch nur “Jerusalem Quartet”) spielt außerordentlich kraftvoll. Aktuelle Empfehlung: “Quatuor Op.96 Americain” von Dvorák. Dort z. B. mal “Finale: Vivace, ma non troppo” anhören – und der Unterschied zu anderen Aufnahmen wird deutlich. (Die Jungs sind leider schwer im Handel zu bekommen, aber – neben Amazon – gibt es hier noch Bezugsquellen.)
Bis vor einiger Zeit lag ein verstaubtes Manuskript in der Landesbibliothek zu Dreseden. Und selbst nach seiner Entdeckung wurde es dem falschen Mann zugesprochen. Heute wissen wir: es war Vivaldi, der mit “Dixit Dominus” die Grundlage für eine wunderbare Aufnahme schuf, die nun erstmals vorliegt – mit dabei: Der Körnerschen Sing-Verein, sicher einer der besten derzeitgen Vokalensemble. Reinhören: bei AmazonAmazon oder die Sonderausgabe bei iTunes.
Laura Lopez Castro – Mi Libro Abierto
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Jazzdimensions beschreibt das Debütalbum von Laura López als eine Mischung zwischen “Melancholie und Freude”, und so würde ich es auch einordnen. Elemente von Fado, Bossa Nova, Jazz usw. werden zu leichten, zu unaufdringlichen Stücken gemischt. Passt gut in diese Tage der wechselhaften Witterungen. Reinhören bei Amazon/bei iTunes. – Wer es ein Stück “rassiger” mag und sich in eine neue Art der Tango-Interpretation hineinhören kann, für den hat Gotan Project nach 6 Jahren gerade sein neues Album veröffentlicht: “Lunatico”. Amazon/iTunes.
Xiaos Weg
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Okay, man kann Chen Kaiges “Xiaos Weg”, der gerade in der ARD lief, als zu glatt mit abgenutzten Motiven sehen. Man kann ihm aber – gewissermaßen als zweite Schicht – durchaus gesellschaftskritische Züge unterstellen, wie das in dieser sehr guten Kritik getan wird. Mir geht es jetzt aber um die Stücke, die alle von Tang Yun selbst (!) gespielt wurden. Leider war da der Abspann nicht hilfreich, aber wozu hat man das Internet … Die Musik stammt von Zhao Lin und findet sich auf der CD “Together”. Die Stücke darauf, um die es mir eigentlich geht, sind: “Caprice N.1″ und die beiden Violin-Concerti in D (amazon, iTunes).
Mit Goondocks in die neue Woche
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Diesmal gibt’s als Start in die neu Woche den neuen Titel der englischen Gruppe Goondocks “Losing you”. Schön fetzig – da fängt der Tag gut an.
GEMA-frei, aber die Band bittet um den Hinweise auf ihre Gruppe – das ist ja wohl logo



