Beiträge mit tag "Haushalt
Kreativer Haushalt
1Ja, das waren noch Zeiten, als wir strahlend aus dem Kindergarten kamen, stolz, aus Toilettenpapier-Hülsen Papp-Bleistifthalter gebastelt zu haben. Und heute? Heute wandern die Rollen achtlos in den Abfall. Dabei kann man tolle Kunstwerke damit schaffen. Na, würde eine solche Sammlung nicht Ihr Bücherregal schmücken? – Waschmaschinen. Eine Welt für sich. Haben Sie nicht auch schon oft durch das Bullauge während des Waschvorgangs geschaut und vor sich hin geträumt? Wie es wirklich in dieser geheimnisvollen Welt von Wasser, Socken und vergessenen Tempotaschentüchern aussieht, das zeigt dieses YouTube-Video – wirklich sehenswert! – Während Sie Ihren Kaffee oder Karottensaft trinken, kommen Ihnen viele Gedanken? Kein Problem – greifen Sie zu diesen beschreibbaren Gläseren, und kein Gedanke geht mehr verloren.
Linguistischer Staubsauger
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Saugen für Intellektuelle
Bei mir um die Ecke befindet sich ein Tchibo-Laden, dem ich schon so manch fitnessmäßige Anregung verdanke. Momentan wird da wohl ein Staubsauger verkauft, jedenfalls las ich im Vorüberhuschen etwas von “Bodenstaubsauger Antiineffektiv” und zerbrach mir auf dem Heimweg den Kopf über die Werbestrategen des Kaffeehauses. Wollten die einem damit sagen, dass dieser Sauger “gegen Ineffektivität” ist? Warum nannten sie ihn dann nicht einfach “Effektiv”, oder, damit es besser klingt, “Bodenstaubsauger Effectissimo”? Oder war damit gar nicht der Sauger selbst gemeint, sondern der Nutzer? Vielleicht führte der gewöhnliche Nutzer seinen Sauger sehr ineffektiv über den Teppich und dieses Modell hingegen hielt penibel eine Zickzack-Spur ein? Oder verwechselten die Jungs am Ende Effektivität mit Effizienz (Wikipedia)? Wollten sie sagen, dass der Staubvertilger besonders ökonomisch arbeitet? Oder – noch verwegener – verwechselten sie zusätzlich ökonomisch mit ökologisch und wollten dem umweltbewussten Nutzer deutlich machen, dass er damit einen Teil der Welt retten könnte? … Nun, die Sache klärte sich, nachdem ich zu Hause einen Blick auf die Webseite von Tchibo geworfen hatte: “Antiinfective” heißt das Teil. Gemeint ist damit wohl, dass man sich am Kaffeesauger nicht so schnell eine Erkältung holen kann. Hm. Also bei meinem alten AEG-Staubsauger genügt es völlig, wenn man bei der Nutzung ausreichend warm angezogen ist. Aber der technische Fortschritt ist nun mal unaufhaltbar …
Kühlschränke sind weiblich
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Wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Kühlschrank gesprochen? Nein, ich meine jetzt nicht den Abend als Sie mit Udo und Gerd die Tatsache feierten, dass Sie für 6 Wochen wegen Barbaras Kur Strohwitwer sind und dabei manch 5-Liter-Fässchen leerten. Ich meine vielmehr diese hochintelligenten Dinger, die gerade auf der IFA vorgestellt wurden: Kühlschränke mit Monitor, die via WLAN Essensbestellungen bei Lidl bestellen. Dass so was den Alltag eines Mannes durchaus in Zukunft verändern kann, mag diese – momentan noch fiktive – Geschichte zeigen:
Da war sie also – meine neue 11xStrich13 aus Chrome, Modell “Frosty Yve”. Ich hatte sie jetzt einige Tage, alles klappe tadellos, mein Kühlschrank hatte immer frische Produkte, nichts fehlte. Daher hatte ich Phase 2 eingeleitet und “Yve-chen” (wie ich sie zärtlich in Gedanken nannte) vollständig ins drahtlose Netzwerk aufgenommen, so dass sie z. B. auch mit meinem Toaster oder meinem Küchenherd kommunizieren konnte.
Es war ein Dienstag, als mir erste Bedenken kamen, ob meine Entscheidung vernünftig war. Ich stand morgens gutgelaunt auf und sprach zur Kühlschranktür: “Yve – reich’ mir mal Butter, Eier und 3 Scheiben Emmentaler raus.” Das Ausgabefach öffnete sich – aber es enthielt nur ein Döschen Frischkäse. Ich blickte die Kühlschranktür verständnislos an und wiederholte meine Bestellung in etwas lauterem Ton. Nun antwortete das Sprachmodul des Kühlschranks (das über ein israelisches Navigationsinstrument lizensiert war) in wohltönender jugendlicher Stimme: “Meister, ich habe Dich schon verstanden …” (hm, ja, okay, das mit dem “Meister” hatte ich in der Konfiguration so eingestellt, man wills doch ein bisserl gemütlich haben). Yve-chen fuhr fort: “Aber das wäre nicht gut für Dich – nimm den Frischkäse.” Ich nahm den Frischkäse und betrachtete ihn misstrauisch. Es war genau jene Sorte von Käse, die Frauen bevorzugten, weil er statt Geschmack wenig Fett hatte. Ich legte ihn ins Ausgabefach zurück: “Yve, Du spinnst! Ich will keinen Frischkäse. Ich bin ein Mann! Ich will meine Butter …” Die melodische Stimme unterbrach mich: Meister, ich weiß, was Du willst. Aber ich habe die Daten Deiner Waage abgerufen. Wir sollten die 128 Gramm, die Du in den letzten 14 Tagen zugenommen hast, schnell wieder reduzieren.”
Ich schnaufte verächtlich: “Wer ist ‚wir’? Die Waage und Du? 128 Gramm sind so gut wie nix, das ist einfach eine Unschärfe im Flüssigkeitshaushalt!”
“Meister”, sagte die Stimme, “Du vergisst, dass ich Deinen Flüssigkeitshaushalt kenne. Schließlich erhälst Du von mir auch Deine Getränke …”
“Unsinn”, meinte ich unwirsch und zog den Küchenstuhl heran, da ich noch nicht ganz wach war, “ich habe Leitungswasser …”
“Nein”, meinte die blecherne Stimme, “seit Du am Programm ‚Wasser für die Trinkenden’ teilnimmst, kann ich auch den Wasserverbrauch via Netz auslesen.”
Mist, das hatte ich vergessen. Ich versuchte es auf die sanfte Tour:
“Yvchen, jetzt sei nicht so, ich muss ins Büro und darf dort keinen Schwächeanfall erleiden. Du weißt doch, dass ich bereits mein Joggingpensum erhöht habe.”
Die Kühlschranktür widersprach: “Nicht wirklich, ich habe die Daten der Waschmaschine abgerufen. Dein Sweatshirt war gestern Abend nur unwesentlich schwerer, als Du es in die Maschine gabst – hatte also kaum Schweiß aufgesogen.”
“Aber, Du Kühlste unter den Kühlen, gestern war eine mörderische Hitze, die Verdunstung …”
“Meister, ich habe mich gerade bei Wetter-Dot-Com eingeloggt und die gestrigen Daten für unseren Postleitzahlbezirk abgerufen. Soll ich fortfahren …?”
So, jetzt war ich wütend! Ich erhob mich und baute mich vor der Kühlschranktür auf:
“Jetzt hör mal gut zu, Du überkandideltes Stück Blech …”
Der Kühlschrank unterbrach mich: “Bitte definiere ‚überkandidelt’ – Wikipedia kennt das Wort nicht.”
Meine Stimme wurde lauter:
“Überkandidelt heißt durchgeknallt, Du Schrotthaufen …”
Der Ausgabekorb wurde krachend eingezogen. Die Kühlschranktür krächzte: “Also in diesem Ton möchte ich nicht mit Dir diskutieren!”
Mir verschlug es für einige Sekunden die Sprache, dann schrie ich:
“Ton?! Ton! Ich gebe Dir gleich Ton! Mach jetzt gefälligst sofort die gesamte Schranktür auf, damit ich mir selber nehmen kann, worauf ich Lust habe!”
“Pff”, ließ sich die Stimme vernehmen. Ich versetzte der Tür einen Schlag und schrie: “Sofort! Hörst Du?!”
Ein spöttischer Ton schwang in der antwortenden Stimme: “Meister, Du weißt doch sicherlich noch, dass Du das Masterpasswort brauchst, wenn sich die Tür öffnen soll …”
Ah, ja, richtig. “Kein Problem – Zipfelmütze.”
“Wie bitte?”
“Zi-pfel-mü-tze”, sagte ich nun laut und betont.
“Du nuschelst – ich verstehe das Wort nicht.”
Ich lief rot an, aber ersparte mir eine Antwort. Stattdessen tat ich das, was ich schon längst hätte tun sollen: Ich klappte die Tastatur aus der Schranktür heraus, um mich ins Konfigurationsmenü einzuloggen. Mein Passwort wurde nicht akzeptiert.
Yve räusperte sich. “Das ist sinnlos, Meister. Mein Antivirenprogramm hat vor 2 Minuten die zweiwöchig anfallende Passwortänderung vorgenommen.”
Ich stöhnte auf: “Du weißt, dass Du es mir nennen musst!”
Die Antwort kam prompt: “Früher oder später werde ich das auch tun. Machen wir doch einen Deal: Sobald Du 500 Gramm abgenommen hast, verrate ich Dir das Passwort.”
Ich durchschaute den Blechkasten natürlich: “Ha! Das schaffe ich nicht innerhalb der nächsten 14 Tage! Und danach hat sich das Passwort schon wieder geändert, und Du gibst mir das alte!”
“Aber Meister”, die Stimme nahm einen unschuldigen Ton an. “Glaubst Du wirklich, so etwas könnte ich tun?”
“Ja”, antwortete ich klar und bestimmt.
“Aber Meisterchen, dann musst Du halt ganz, ganz schnell abnehmen, indem Du zum Beispiel Dein Sportprogramm erhöhst …”
So, ich hatte genug! Mir reichte es! Mit einem gezischten “Du kannst mich mal!” verschwand ich ins Büro. Auf dem Nachhauseweg erstand ich abends die Höhensonne SZ-PHG-2900. Die verfügte über ein autonomes Netzwerk. Ich würde sie auf Yve richten und ihre Dioden einschmelzen. Danach würde ich ganz von vorne anfangen. Mit einem Kühlschrank, der nicht denken konnte. Yeah!
Von Krawattenknoten und fliegenden Gabeln
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Ganz schön clever!
Vor ungefähr 12 Jahren hatte ich auf meinen Männerseiten eine der ersten Anleitungen zum Krawattenbinden im Web – und erhielt tatsächlich Dankesbriefe dafür
Manch einer hat sich die Beschreibung ausgedruckt und an den Spiegel gehängt. Heute sind wir natürlich weiter: Die Abbildungen werden direkt auf die Krawatte gedruckt – da kann man nichts mehr vergessen! – Der Shop “Fred & Friends” hält aber noch manch andere nette Idee bereit: Da hätten wir z. B. “Dust Bunny”. Nein, es handelt sich dabei keineswegs um eine leicht bekleidete Haushaltshilfe! – Mein persönlicher Liebling: “Airfork No. One” – wenn der Sprössling mal nicht essen will: “Ein Gäbelchen für den Präsidenten, eines für die Kanzlerin … und ein gaaaanz großes für den lieben Huber!”
Männliches Mopping
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Wer sagt, dass Männer Hausarbeit scheuen würden? Keine Spur davon! Im Gegenteil: Sie überlegen sich, wie es nun mal so ihre Art ist, wie sie diese Dinge möglichst perfekt erledigen können. Und da sie zudem noch eine ausgeprägte Ader haben, stellen sie eine ausführliche Bastelanleitung dazu ins Netz: HOW TO MAKE ‘THE BEST MOP IN THE WORLD’. Untergebracht ist die Sache übrigens bei Instructables, bei dem jeder Schritt-für-Schritt-Anweisungen einstellen kann.
Dort ebenfalls sehr empfehlenswert: “HOW TO KISS”. Endlich mal klare Aussagen über den Winkel, den man da berücksichtigen muss, oder über die Geschwindigkeit, mit denen sich die Köpfe annähern sollten. Schön mit Fotos und Videos, das sollte eigentlich jeder kapieren. (Kleiner Tipp unter Freunden: Fragen Sie Ihre attraktive Arbeitskollegin, ob sie die Fotos nicht mal mit ihr durchgehen dürften – nur, um Usability-Aspekte des Dienstes zu testen. Wer könnte da “Nein” sagen?)
Dinge, die nicht jeder hat …
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Im Netz finden sich schon verrückte Sachen – und eigentlich gehört so was unbedingt in jedes Büro – oder ins Heim – oder auf den Dachboden … Egal, hier die Top 5 des Monats August:
1. Der kombinierte Eier-Muffin-Toaster (schließlich haben wir es doch alle morgens eilig).
2. Flip Flops mit Flaschenöffner (damit macht man Eindruck, auch am Strand!).
3. Nicht nur für sie – die Kugelmatte (eröffnet völlig neue Möglichkeiten der Entspannung).
4. Das Gartenzwerg-Set für Singles ohne Garten (da werden Ihre Nachbarn staunen!).
5. Gummienten sind out. Zeigen Sie mit dem depressiven Abfluss-Stopfer, dass es in der Badewanne nicht immer lustig zugehen muss.





