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Papiermännchen in 3D
0In der Ausgangsform ist Mightier ein Jump ‘n’ Run-Spiel in 3D-Form. Schlicht gemacht, läuft aber flott, die Kameraperspektive lässt sich schnell verändern usw. Der eigentliche Clue an der Sache ist folgender: Man druckt Vorlagen mit Markierungen aus, zeichnet dann mit wenigen Strichen seine eigenen Hindernisse oder die Form des Weltraummännchens, scannt das wiederum ein – und schwubbe-di-dupp: Findet man alles in räumlicher Perspektive im Spiel wieder!
Auf der Homepage ist ein Video, das den Vorgang recht gut demonstriert. Dort kann man auch das Spiel downloaden (Freeware). Das Game selbst hat bei mir tadellos funktioniert, aber der Leveleditor stürzte ab (evtl. wegen Vista). Vielleicht habt Ihr ja mehr Glück … Jedenfalls ist die Idee an sich mal was anderes.
Q-Dir – der unterschätzte Dateimanager
1Wer sich schon mal nach einem Freeware-Dateibrowser mit mehreren Ansichten umgesehen hat, dem ist wahrscheinlich auch Q-Dir begegnet. Und eventuell ging es ihm wie mir: die vielen Fenster verwirren eher und man erkennt nicht so recht den Nutzen. Zwei Panels für das Hin-und-her-Kopieren sind nützlich, das kennt man noch aus den guten alten DOS-Commander-Zeiten. Aber 4 Fenster? So was verwirrt eher. Wenn man sich den Manager allerdings mit wenigen Handgriffen nach seinen eigenen Bedürfnissen einrichtet, dann sieht die Sache schon völlig anders aus.
Vorab: Q-Dir, das seit gestern in der Version 3.61 vorliegt, ist Freeware und auf Wunsch auch portabel einsetzbar. Es ist klein, schlank, in vielen Sprachversionen erhältlich. Vor allem aber: Das Programm lässt sich sehr leicht konfigurieren und hat eine Menge pfiffiger Details versteckt.
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1. Zunächst zur Ansicht. Es ist keineswegs notwendig, den Hauptschirm in viele Unterfenster aufzuteilen – wer nur 2 will, kriegt zwei. Oder drei. Oder vier. Übereinander. Untereinander. Verschiebbar. Anpassbar. Ich habe in Grafik 1 mal ein Beispiel konfiguriert: Links wollte ich gerne den gewohnten Verzeichnisbaum zur Orientierung haben, rechts den wichtigen 2-Fenster-Vergleich. Zusätzlich habe ich mir rechts unten einen “Sammelordner” eingerichtet. Quasi eine Zwischenablage für Dateien, die ich mir aus verschiedenen Verzeichnissen für ein Projekt zusammen stelle. Und links unten bleibt ein Vorschaufenster für Grafiken, Filme usw. geöffnet.
2. Sets speichern. Jede Konstellation, die man sich einmal eingerichtet hat, kann man auch speichern (Grafik 2). Ich kann mir also eine Ansicht für den “normalen” Alltag mit 2 Fenstern definieren, eine andere für Projekt 1, wieder eine andere für Projekt 2, eine für die Datensicherung usw. usw.
3. Multi-Kulti-Filter: Q-Dir bietet mehr als einen “normalen” Filter, der z. B. nur alle *.doc-Dateien anzeigt. Ich kann z. B. definieren, dass ich *.doc plus *.pdf plus *.txt angezeigt kriegen möchte (wobei mir Q-Dir sogar das lästige “*.”-Setzen erspart). Und mit einem weiteren Klick kann ich den Filter umkehren – plötzlich werden alle anderen Dateien angezeigt, die keine Textdateien sind (und z. B. ins Bilderverzeichnis verschoben werden sollen.
4. Dynamische Baum-Anzeige: Spätestens bei einem Widescreen-Monitor macht es Sinn, zur besseren optischen Orientierung links den gewohnten Verzeichnisbaum anzeigen zu lassen. Nun gibt es Dateimanager, bei denen dieser statisch “verbleibt”, auch wenn man die Fenster wechselt. Q-Dir hingegen wechselt die Baumansicht sofort, wenn man einen anderen Fensterbereich aktiviert. Immer erhält man die für den jeweiligen Fensterteil maßgebenden Verzeichnisausschnitt automatisch. Aber, und auch das ist anders als bei anderen Dateimanagern, man kann auch das Verzeichnis selbst “rotieren” lassen, ohne die Fenster aktivieren zu müssen.
5. Breadcrumbs wie bei Vista: Zunächst stellt Q-Dir die von XP gewohnte Adresszeile zur Verfügung, die ja wichtig ist, wenn man Pfadangaben mit der Maus markieren und kopieren möchte. Aber schon hier gibt es einige Besonderheiten: Man kann z. B. wählen, ob man die Adresszeile in jedem Fenster haben möchte oder lieber als eine einzige Reihe oben. Hinzu kommen aufklappbare Teilverzeichnisse, die ein “Hangeln” auch über mehrere Festplatten sehr erleichtern. Aber wer lieber die in Vista übliche Anzeige mit Breadcrumbs haben möchte – kein Problem, einfach umschalten. Nun kann man direkt auf einen Pfadabschnitt klicken. Und sogar die Möglichkeit, sich die Unterordner jedes Pfadabschnitts einblenden zu lassen, ist gegeben.
6. Zusätzliche Menüs: Es gibt noch eine Reihe weiterer Kleinigkeiten, die man entdecken kann. So lässt sich eine Favoritenliste von Ordnern anlegen, eine Programmstartgruppe einrichten, eine Lupenfunktion ist integriert und – sehr nützlich – eine Chronik der bisherigen Verzeichnisaufrufe usw. usw. Übrigens: Die quietschbunten Farbgebungen für einzelne Dateiarten lassen sich zum Glück verändern bzw. ganz abstellen!
Fazit: Ein Dateimanager mit oft unterschätztem Potential, den man sich mal genauer ansehen sollte (und der Entwickler hat manch spaßige Bezeichnung in die Menüs eingeführt – jedenfalls empfehle ich bei Gefallen den Menüpunkt “Kaffeekasse”
Homepage von Q-Dir
XMind – Diagramme portabel und Open Source
3Ob Strukturdiagramme, Projektplanungen, Mindmaps, Organigramme oder Flussdiagramme – XMind erledigt alle optischen Aufgaben per elegant und flüssig per Tastendruck. Egal ob Windows, Mac oder Linux. Egal ob per Installation oder auf dem USB-Stick. Egal ob nüchtern für die Geschäftspräsentation oder bunt wie ein Comic. Und das gratis. Viele werden zwar den ebenfalls kostenlosen Klassiker Freemind kennen und einsetzen – aber einen kurzen Blick auf XMind sollte man sich trotzdem gönnen. Punkte, die mir besonders gut an dem Programm gefallen:
Die Bedienung läuft sehr “geschmeidig”. Wenn man z. B. die Einfügen-Taste an einem Knotenpunkt drückt, “taucht” der neue Unterpunkt aus dem Nichts auf. Überhaupt lässt sich XMind (weiterlesen …)
Locate32: blitzschnelle Suche
6Angesichts der Größe heutiger Festplatten nutzen die meisten Anwender inzwischen Tools, die flotter sind als die “alte” Suchfunktion: In der Regel wird in einer Datenbank ein Index abgelegt, so z. B. bei der Vista-Suche, der Google-Desktop-Suche oder bei Copernic. Ich persönlich mag die erwähnten Programme nicht, da mich erstens das “Rödeln” der Festplatte stört (wenn der Index im Hintergrund ergänzt wird) und mir zweitens die Oberflächen ziemlich überladen vorkommen. Unter XP habe ich daher seit Jahren das alte aber super-ressourcenschonende Shareware-Programm “FileTracer” laufen, das leider nicht mehr weiter entwickelt wird.
Doch mit dem Mini-Tool “Locate32″ (auch für 64-Bit-Systeme) naht Hilfe! Rund 1 MB groß, Freeware und portable macht es erstmal das, was es soll: mir rasend schnell eine Ergebnisliste aller Fundstellen liefern, egal ob auf Festplatten, externen Speichern oder virtuellen Verzeichnissen. Die Resultate erscheinen praktisch in “Echtzeit” während des Eintippens. Etliche Anwender berichten, dass Locate32 in Punkto Geschwindigkeit seine großen Brüder schlägt – das ist auch mein Eindruck, ohne das jetzt gemessen zu haben.
Die Ergebnisse werden in windowstypischer Verzeichnisstruktur aufgelistet, das Kontextmenü der rechten Maustaste erhält einige Zusätzliche Punkte (z. B. “ganzes Verzeichnis öffnen”). Filter nach Dateigröße, Zeitangaben, UND-/ODER-Verknüpfungen, Definition von Presets, Speicherung der Ergebnislisten als Text- oder HTML-Dateien usw. Dazu für Profis ein umfangreiches Konfigurationsmenü, Kommandozeilenparameter, Tastaturkürzel usw. usw.
Die Aktualisierung des Indexes erfolgt punktuelle – es werden also während des Arbeitens am Computer keine Ressourcen verbraucht. In welchen Abständen ein Datenbankupdate erfolgen soll, kann man in einer Terminliste selbst definieren. Oder man startet kurz per Hand das Update-Programm: Während bei mir die Erstindexierung von ca. 600 GB Daten (2 interne Festplatten, 1 USB-Festplatte) ca. 4, 5 Minuten dauerte, war das Update aller Festplatten in 5 – 6 Sekunden (!) erledigt.
Irfanview – versteckte Funktionen
0Logo – den Bildbetrachter Irfanview (Freeware) kennt fast jeder. Er ist schon viele Jahre auf dem Markt, nach wie vor klein, sehr flott auch auf älteren Systemen und ein Allround-Talent. Aber vielen geht es so, dass sie das Tool schon seit Jahren für die Standarddinge nutzen dabei aber übersehen, was an interessanten Funktionen hinzu gekommen ist.
Da haben wir z. B. “Speichern fürs Web” (Menü “Datei”): Wenn man den Schieberegler z. B. für den Komprimierungsgrad bewegt, sieht man nicht nur die neue Speichergröße, man kann auch sofort optisch mit dem Original vergleichen, ob es zu sichtbaren Qualitätsverlusten kommt.
Umschlagbar ist Irfanview auch als Audio-Player: Egal ob MP3 oder WAV – im Gegensatz zu seinen schwergewichtigen Brüdern Windows Media Player oder Winamp startet Irfanview sofort. Ideal also zum “Schnell-mal-reinhören”.
Oder wie sieht es mit dem Betrachten von Flash-Dateien (SWF) oder Flash-Filmen (FLV, Youtube) aus? Auch das kann Irfanview.
Panoramabilder erzeugen, Diashows abspielen und brennen, Photoshop-Filter einbinden – die Liste ist lang, Grund genug also, sich das gute alte Stück wieder einmal näher anzusehen.
Mein Tipp: Auf der Homepage von Irfanview ist ein “Gesamtpaket” aller Plugins downloadbar – das gleichzeitig mit der neuesten Version installiert und sofort kann man loslegen.
Homepage von Irfanview (Freeware)
Windows hinter Gittern
4Widescreen-Monitore finde ich gut. Dabei geht es mir weniger um das 16:9-Format für Filme, sondern man behält sehr viel leichter den Überblick, wenn man mit mehreren Programmen gleichzeitig arbeitet, kann Info-Leisten oder Widgets einblenden, Toolbars bei Grafikprogrammen abdocken usw. usw. Das klappt bereits sehr schön mit den 22-Zöllern, aber da ich seit gestern strahlender Besitzer eines 24-Zoll-Monitors bin (wir Männer sind ja sooo leicht glücklich zu machen!), stellt sich verstärkt das Problem der “Fensterbändigung”, um die Bildschirmfläche ökonomisch auszunutzen. Bestimmte Programme sollen eine bestimmte Größe erhalten und an einem bestimmten Ort auf dem Schirm eingeblendet werden. Natürlich ohne dass man immer wieder “per Hand” die Fenstergrößen einstellen muss.
Und genau für diese Anforderungen gibt es ein geniales Freeware-Tool, das sogar über 2 Monitore hinweg funktioniert: GridMove. (weiterlesen …)
PhotoMesa: Zoom für die Massen
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Ich mag dieses Krimi-Szenen, in denen der “Computer-Spezialist” ein Foto von einem Tatort, einer Leiche oder einem Stadtteilviertel Stück um Stück hochzoomt, während das staunende Team daneben steht. Die Kommissarin pflegt dann zu sagen: “Karl, können wir das noch schärfer kriegen?” Und Karl zoomt weiter, bis man das Schwarze im Auge des Mörders sieht. So was macht was her. – Nun ist zwar eine Vergrößerungsfunktion schon seit Jahrzehnten Bestandteil jeder Grafiksoftware – aber keine macht die Sache so elegant und fließend wie PhotoMesa (Freeware). Man richtet ein Fadenkreuz auf seine Fotosammlung, auf eine Bildergruppe oder eine Einzelgrafik – und suuum-suuum rauscht die Schärfe auf den Focus – und weiter suuum-suuum – und weiter suuum-suuum, in meinen Tests bin ich bis zur 48.000-fachen Vergrößerung gegangen, was innerhalb von ein paar Sekunden machbar war. So was bei einer Präsentation vorgeführt – und niemand schaut mehr auf die Zahlentabellen ![]()
Aber eigentlich ist das Ziel von PhotoMesa, bei großen Dateimengen das gesuchte Foto zügig zu finden. (weiterlesen …)
Wie wird man zum Mörder?
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Ich wohne in der malerischen Altstadt von Ulm, nur wenige Meter entfernt durchströmt die Donau die Stadt und trennt Deutschland von Bayern. Und in diesem tiefgründigen dunkelblauen Fluss werden immer wieder Leichen angeschwemmt. Verantwortlich für den ein oder anderen Toten ist Ulrich Ritzel, ein vielfach preisgekrönter Krimibuchautor. Meine Studenten hatten ihn für einen Podcast zu Gast und er, der einst Chefreporter der Südwest Presse war, erzählt freimütig, wie er eines Tages keine Aktentaschenträger mehr sehen konnte. Hörenswert … (oder bei iTunes Suchwort “medienmami” eingeben) – In diesem Zusammenhang gleich noch zwei Softwareempfehlungen: Ziepod und MediaMonkey. Ich finde zwar iTunes ein tolles Programm, aber da ich statt einem iPod einen Maxfield als MP3-Player mein Eigen nenne, … (weiterlesen …)
Daumenkino für die Westentasche
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Natürlich kennen wir das alle noch: jene kleinen Papierblöcke, die die Illusion einer Bewegung erzeugen. Putzig sind sie eigentlich auch noch in Hightech-Zeiten. Gewiss könnten Sie Ihrer Freundin so manchen Ruf des Entzückens entlocken, wenn Sie lässig ein Daumenkino aus der Jackentasche zauberten. Nur, wo treibt man so etwas heute noch auf? Oder muss man selbst zum Stift greifen? Nein, es geht ganz einfach – mit dem Daumenkino-Generator. Die Freeware druckt Ihnen aus beliebigen AVI-Filmchen die nötigen kleinen Kärtchen.
Darauf gestoßen bin ich aber eigentlich durch die wirklich vergnügliche “Flipbook-Ausstellung”, die inzwischen rund 2900 historische Daumenkinos umfasst (die auf der Startseite sind animiert). Die erweiterte Suche zeigt, dass vom Thema “Erotik” bis zum Thema “Sport” schon vor vielen Jahrzehnten so gut wie alles in Bewegung gesetzt wurde. Empfehlenswert auch der Linkbereich.
Mini-News
1. Der Browser Opera (Desktop-Version) ist ab sofort kostenlos. Es gibt also keine Werbebanner mehr – dies gilt bereits für die neue Version 8.50.
2. Neu eingebaut in meinen Blog: Jeder Einzel-Artikel kann an die Mail-Adressen von Freunden versendet werden (“verschicken” unter dem betreffenden Posting anklicken).
Wink – Flash-Tutorials mit Sound
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Für die Erstellung von Tutorials oder anderen kleinen Animationen in Flash hat sich inzwischen das Freewareprogramm Wink herumgesprochen, das die Bewegungen am Monitor aufzeichnet, Screenshots ermöglicht usw. usw. In der Tat bietet das Programm viele Bearbeitungsmöglichkeiten, Schnittmöglichkeiten, Einarbeitungen von Kommentaren usw. – und liefert dabei zum Teil noch höher komprimierte Flash-Dateien, als es die kommerziellen Konkurrenten fertig bringen (bei Macromedia kostet so was um die 500 Dollar).
Einziger Nachteil für einige Zwecke: Bisher kann keine Tonspur aufgezeichnet werden. Phil Shapiro demonstriert, wie es doch geht: Indem z. B. zwei Tabs in Firefox gleichzeitig geöffnet werden und man eine seperate MP3-Datei ablaufen lässt. Das ist für viele Fälle ausreichend und ebenfalls mit Freeware (z. B. Audacity) leicht zu realisieren.

















