Beiträge mit tag "Frauen
Schatz – sei nicht eifersüchtig!
1Ja, Blanche ist eine weise Frau. Genauer: Blanche Ebutt war eine weise Frau, denn aktuell ist sie tod. Vorher hat sie aber noch ein kluges Buch geschrieben: “Don’ts for Wives”. Erschienen 1913. Okay, sie hat damals auch was geschrieben wie “Don’ts for Husbands”, aber dazu später. Jedenfalls gibt sie darin zum Thema Eifersucht den Frauen ein paar ausgesprochen kluge Ratschläge. So soll frau z. B. nicht eifersüchtig sein, wenn der Mann am Wochenende den Wunsch hat, kampieren zu gehen, sondern ihm diese Freude gönnen. Ebenso die Fahrradpartie auf das Land, wenn sie selbst nicht gerne Rad fährt (meine Lebenserfahrung ist da umgekehrt – Frauen wollen ständig Rad fahren – aber das war vielleicht vor 100 Jahren anders). Besonders beeindruckt mich jene Stelle:
“Seien Sie nicht eifersüchtig auf den weiblichen Umgang Ihres Mannes. Sie wollen doch nicht, dass er denkt, Sie seien die netteste Frau auf der Welt, weil er keine andere kennt, sondern vielmehr, weil er mit allerhand Frauen verkehrt und dennoch den Eindruck hat, dass keine an Sie heranreicht. Sorgen Sie dafür, recht häufig hübsche Mädchen zu Gast zu haben.” (Hervorhebung von mir.)
Goldene Worte! Bravo, Blanche, können wir da nur sagen! Gerne unterstützen wir auch derartige Bemühungen, indem wir eine Adressliste von entsprechenden Mädels zur Verfügung stellen – was, Jungs?! *Knuff in Seite geb*
Gut, wir wollen fair sein, daher noch ein paar Hinweise aus dem Ratgeber für Männer, ebenfalls zum Thema Eifersucht:
“Schwärmen Sie nicht unausgesetzt Ihrer Frau vor, was für eine reizende Dame Mrs. Jones doch sei, oder wie glücklich Brown sich schätzen könne, eine Gattin zu haben, die solch herrliche Speisen zu zaubern verstünde. Sie kann sich gewiss Schöneres vorstellen, als sich die guten Eigenschaften anderer Ehefrauen in den Rachen schieben zu lassen.” – Da werden die meisten von uns zustimmend nicken. Natürlich machen wir so was nicht, da wir – in der Regel – weder eine Mrs. Jones noch eine Mrs. Brown kennen.
Oder: “Seien Sie nicht eifersüchtig auf die Freundinnen Ihrer Frau. Wenn Sie hin und wieder den Tag mit ihnen verbringen möchte, so lassen Sie sie gern gewähren.” – Nichts lieber als das! Wie viele von uns wären froh, wenn sie mal nicht zu H+M geschleppt würden, sondern sich in aller Ruhe die neuen Produkte des Media-Markts ansehen könnten!
Wer nun Lust auf mehr bekommen hat, der kann die beiden Artikel bei WELT-Online nachlesen: hier für Frauen – und hier für Männer.
Selbstverteidigung für moderne Frauen
3Viele Leserinnen werden die Situation aus eigener Erfahrung kennen: Man steht morgens auf einem Dach, z. B. um seine Frühgymnastik zu absolvieren, und plötzlich kommt ein schwarz gekleideter Mann um die Ecke. Nun, zunächst sollte frau sich vergewissern, dass es nicht der eigene Mann ist – vielleicht hat er ja nur den Frühstückstisch zum Valentinstag gedeckt. Sollte es sich jedoch um einen Unhold handeln, so gehe man in der bewährten Weise – wie die junge Dame links – vor (Youtube-Video). Statistisch gesehen tritt allerdings weit häufiger der Fall auf, dass man Männern im Anzug auf der Straße begegnet, die es auf eine Handtasche abgesehen haben. Dazu gibt es ein sehr hübsches Fundstück aus den 30-er Jahren, das eindringlich die wichtigsten Handgriffe demonstriert – man beachte, dass der Demonstrationsmann auf jegliche weiche Unterlage verzichtet, damit es auch möglich ernst wirkt! Youtube-Video (ergänzend Video2 und Video3).
[Ein Beitrag aus der Männerblog-Reihe "Männer helfen Frauen".]
Bierkonsum – der gerade Weg
0Männer sind klar und gerade strukturiert – sie brauchen keine großen Umwege. Frauen hingegen … nun, die Unterschiede werden in diesem Diagramm schnell deutlich … Wissen Sie eigentlich, wie Sie aussehen, während Sie sich in Ihr Lieblings-Computerspiel vertiefen? Nein? Dann schauen Sie in die Gesichter dieser bemitleidenswerten Kinder und gehen Sie noch einmal in sich (Video). – Tolle Animation: “Intellectual Property Rights in the Web 2.0 world”. Dabei geht es weniger um die Inhalte, sondern vielmehr um die gelungene Umsetzung mit einfachen Mitteln.
Kühlschränke sind weiblich
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Wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Kühlschrank gesprochen? Nein, ich meine jetzt nicht den Abend als Sie mit Udo und Gerd die Tatsache feierten, dass Sie für 6 Wochen wegen Barbaras Kur Strohwitwer sind und dabei manch 5-Liter-Fässchen leerten. Ich meine vielmehr diese hochintelligenten Dinger, die gerade auf der IFA vorgestellt wurden: Kühlschränke mit Monitor, die via WLAN Essensbestellungen bei Lidl bestellen. Dass so was den Alltag eines Mannes durchaus in Zukunft verändern kann, mag diese – momentan noch fiktive – Geschichte zeigen:
Da war sie also – meine neue 11xStrich13 aus Chrome, Modell “Frosty Yve”. Ich hatte sie jetzt einige Tage, alles klappe tadellos, mein Kühlschrank hatte immer frische Produkte, nichts fehlte. Daher hatte ich Phase 2 eingeleitet und “Yve-chen” (wie ich sie zärtlich in Gedanken nannte) vollständig ins drahtlose Netzwerk aufgenommen, so dass sie z. B. auch mit meinem Toaster oder meinem Küchenherd kommunizieren konnte.
Es war ein Dienstag, als mir erste Bedenken kamen, ob meine Entscheidung vernünftig war. Ich stand morgens gutgelaunt auf und sprach zur Kühlschranktür: “Yve – reich’ mir mal Butter, Eier und 3 Scheiben Emmentaler raus.” Das Ausgabefach öffnete sich – aber es enthielt nur ein Döschen Frischkäse. Ich blickte die Kühlschranktür verständnislos an und wiederholte meine Bestellung in etwas lauterem Ton. Nun antwortete das Sprachmodul des Kühlschranks (das über ein israelisches Navigationsinstrument lizensiert war) in wohltönender jugendlicher Stimme: “Meister, ich habe Dich schon verstanden …” (hm, ja, okay, das mit dem “Meister” hatte ich in der Konfiguration so eingestellt, man wills doch ein bisserl gemütlich haben). Yve-chen fuhr fort: “Aber das wäre nicht gut für Dich – nimm den Frischkäse.” Ich nahm den Frischkäse und betrachtete ihn misstrauisch. Es war genau jene Sorte von Käse, die Frauen bevorzugten, weil er statt Geschmack wenig Fett hatte. Ich legte ihn ins Ausgabefach zurück: “Yve, Du spinnst! Ich will keinen Frischkäse. Ich bin ein Mann! Ich will meine Butter …” Die melodische Stimme unterbrach mich: Meister, ich weiß, was Du willst. Aber ich habe die Daten Deiner Waage abgerufen. Wir sollten die 128 Gramm, die Du in den letzten 14 Tagen zugenommen hast, schnell wieder reduzieren.”
Ich schnaufte verächtlich: “Wer ist ‚wir’? Die Waage und Du? 128 Gramm sind so gut wie nix, das ist einfach eine Unschärfe im Flüssigkeitshaushalt!”
“Meister”, sagte die Stimme, “Du vergisst, dass ich Deinen Flüssigkeitshaushalt kenne. Schließlich erhälst Du von mir auch Deine Getränke …”
“Unsinn”, meinte ich unwirsch und zog den Küchenstuhl heran, da ich noch nicht ganz wach war, “ich habe Leitungswasser …”
“Nein”, meinte die blecherne Stimme, “seit Du am Programm ‚Wasser für die Trinkenden’ teilnimmst, kann ich auch den Wasserverbrauch via Netz auslesen.”
Mist, das hatte ich vergessen. Ich versuchte es auf die sanfte Tour:
“Yvchen, jetzt sei nicht so, ich muss ins Büro und darf dort keinen Schwächeanfall erleiden. Du weißt doch, dass ich bereits mein Joggingpensum erhöht habe.”
Die Kühlschranktür widersprach: “Nicht wirklich, ich habe die Daten der Waschmaschine abgerufen. Dein Sweatshirt war gestern Abend nur unwesentlich schwerer, als Du es in die Maschine gabst – hatte also kaum Schweiß aufgesogen.”
“Aber, Du Kühlste unter den Kühlen, gestern war eine mörderische Hitze, die Verdunstung …”
“Meister, ich habe mich gerade bei Wetter-Dot-Com eingeloggt und die gestrigen Daten für unseren Postleitzahlbezirk abgerufen. Soll ich fortfahren …?”
So, jetzt war ich wütend! Ich erhob mich und baute mich vor der Kühlschranktür auf:
“Jetzt hör mal gut zu, Du überkandideltes Stück Blech …”
Der Kühlschrank unterbrach mich: “Bitte definiere ‚überkandidelt’ – Wikipedia kennt das Wort nicht.”
Meine Stimme wurde lauter:
“Überkandidelt heißt durchgeknallt, Du Schrotthaufen …”
Der Ausgabekorb wurde krachend eingezogen. Die Kühlschranktür krächzte: “Also in diesem Ton möchte ich nicht mit Dir diskutieren!”
Mir verschlug es für einige Sekunden die Sprache, dann schrie ich:
“Ton?! Ton! Ich gebe Dir gleich Ton! Mach jetzt gefälligst sofort die gesamte Schranktür auf, damit ich mir selber nehmen kann, worauf ich Lust habe!”
“Pff”, ließ sich die Stimme vernehmen. Ich versetzte der Tür einen Schlag und schrie: “Sofort! Hörst Du?!”
Ein spöttischer Ton schwang in der antwortenden Stimme: “Meister, Du weißt doch sicherlich noch, dass Du das Masterpasswort brauchst, wenn sich die Tür öffnen soll …”
Ah, ja, richtig. “Kein Problem – Zipfelmütze.”
“Wie bitte?”
“Zi-pfel-mü-tze”, sagte ich nun laut und betont.
“Du nuschelst – ich verstehe das Wort nicht.”
Ich lief rot an, aber ersparte mir eine Antwort. Stattdessen tat ich das, was ich schon längst hätte tun sollen: Ich klappte die Tastatur aus der Schranktür heraus, um mich ins Konfigurationsmenü einzuloggen. Mein Passwort wurde nicht akzeptiert.
Yve räusperte sich. “Das ist sinnlos, Meister. Mein Antivirenprogramm hat vor 2 Minuten die zweiwöchig anfallende Passwortänderung vorgenommen.”
Ich stöhnte auf: “Du weißt, dass Du es mir nennen musst!”
Die Antwort kam prompt: “Früher oder später werde ich das auch tun. Machen wir doch einen Deal: Sobald Du 500 Gramm abgenommen hast, verrate ich Dir das Passwort.”
Ich durchschaute den Blechkasten natürlich: “Ha! Das schaffe ich nicht innerhalb der nächsten 14 Tage! Und danach hat sich das Passwort schon wieder geändert, und Du gibst mir das alte!”
“Aber Meister”, die Stimme nahm einen unschuldigen Ton an. “Glaubst Du wirklich, so etwas könnte ich tun?”
“Ja”, antwortete ich klar und bestimmt.
“Aber Meisterchen, dann musst Du halt ganz, ganz schnell abnehmen, indem Du zum Beispiel Dein Sportprogramm erhöhst …”
So, ich hatte genug! Mir reichte es! Mit einem gezischten “Du kannst mich mal!” verschwand ich ins Büro. Auf dem Nachhauseweg erstand ich abends die Höhensonne SZ-PHG-2900. Die verfügte über ein autonomes Netzwerk. Ich würde sie auf Yve richten und ihre Dioden einschmelzen. Danach würde ich ganz von vorne anfangen. Mit einem Kühlschrank, der nicht denken konnte. Yeah!
Mach’ mir die Titanic!
1Der erste Abend mit “ihr” bei Ihnen zu Hause. Sie haben aufgeräumt, Kerzen besorgt und stimmungsvolle Musik aufgelegt. Und – cool, wie Sie nun mal sind – schwenken Sie ihren Gin Tonic in der Hand, um zum wesentlichen Teil des Abends überzuleiten. Aber halt! Sie sind nicht James Bond, das wirkt nur steif. Frauen mögen es, wenn Männer auch mal ihre lustige Seite zeigen! Besorgen Sie sich diese Eiswürfelförmchen: 4 Ozeanriesen und 4 Eisberge lassen sich damit zubereiten. Wenn Sie dabei gleichzeitig die DVD “Titanic” einlegen (die Verfilmung mit diesem Italiener in der Hauptrolle), kommt das besonders gut! (Ein Tipp unter Freunden: starten Sie die DVD im letzten Drittel – das Teil dauert sonst ewig und man kommt zu nix!). – Und noch zwei knifflige Online-Spiele: Bei “Fantastic Contraption” muss man kleine Vorrichtungen nach den Gesetzen der Mechanik basteln, um seine Ziele zu erreichen. Sehr schönes Tutorial ist mit dabei. Und bei “Coign of Vantage” sollte man über ganz schön viel räumliches Vorstellungsvermögen verfügen. Aber das haben wir Männer ja zum Glück.
Liebe auf den ersten Eindruck
0Männer lernen gerne dazu. Geschickt verstehen sie es, die Ergebnisse moderner psychologischer Forschung auf ihren Alltag anzuwenden, z. B. bei der Frage, ob es im Bus gefährlich ist neben Frauen zu stehen. Antwort: Ja, es ist gefährlich. In 77 kleinen Lektionen geht Rolf Reber in dem schmalen Taschenbuch “Kleine Psychologie des Alltäglichen” (Amazon) spannenden Fragen nach: Etwa, warum sich der erste Eindruck nur schwer korrigieren lässt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit “sie” sich in “ihn” verliebt, warum “Mama die Beste!” ist, wie man das Scheitern einer Ehe voraussagen kann. Aber auch profane Fragen kommen zum Zug, z. B. die Scheu vor dem Aufräumen oder warum der Chef immer die besten Ideen klaut. Und schließlich haben auch übergeordnete Fragen ihren Platz: Was passiert, wenn die Welt nicht untergeht, der Zusammenhang zwischen Religion und Gesundheit und schließlich die Frage, wie lange man glücklich ist (Antwort: 3 Monate, egal, wie hoch der Lottogewinn ausfällt). Humorvoll und kurzweilig geschrieben, jede “Lektion” etwa 2 – 3 Seiten lang, Literaturhinweise auf die eigentlichen Studien im Anhang versammelt – empfehlenswert.
Lego für clevere Männer
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Mann, das waren tolle Zeiten, damals, kurz bevor Sie Ihren ersten C64 geschenkt bekommen haben: Man krabbelte auf dem Fußboden herum, verstreute bunte Steine und erwies sich als glanzvoller Konstrukteur in der Lego-Welt. Falls Sie sich in diese Zeit zurückversetzen möchten, aber gerade kein Kleinkind mit den ensprechenden Spielsteinen zur Hand haben: Greifen Sie zum “Lego Digital Designer”. Ob Zoom, 3D-Rotation, Berechnung des Endpreises – alles ist vorhanden. – Ja, natürlich, Frauen können alles ebensogut wie Männer. Denken Frauen jedenfalls. Wie rasch sie an ihre Grenzen kommen, zeigt dieses Video, das eine alltägliche Situation in der U-Bahn schildert. – Apropos U-Bahn: Sie wollen auch einmal Aufmerksamkeit erregen, sind aber nicht ganz so sportlich wie der Mann in dem Video und lieben es dezenter? Dann probieren Sie doch mal die kleinen Schweinchen-Ohrhörer aus – zumindest jüngere Mitfahrerinnen werden Ihnen ein “Ach, wie süüüß!” ins Ohr flüstern!
Frühlingsgefühle bei Ludmilla
5
Steigt die Stimmung Ihrer Partnerin eigentlich auch analog zur Dauer des Sonnenscheins? Eigentlich eine gute Sache. Aber nicht immer, wie der folgende Erlebnisbericht zeigt:
Samstagabend. Wettervorhersage. Ah! Morgen wird die Sonne scheinen! Dieser Satz kommt von Ludmilla, der naturbelassensten aller Freundinnen. Er signalisiert mir, dass der morgige Tage wahrscheinlich anders verlaufen wird, als ich es mir vorgenommen hatte. Ja, dass ich wahrscheinlich alle meine Pläne über Bord werfen konnte. In fröhlicher Stimmung fährt sie fort: Heute gehen wir mal früh ins Bett
(Planänderung 1)
und schlafen gleich
(Planänderung 2)
und stehen morgen ganz früh auf
(Planänderung 3)
frühstücken nur kurz
(Planänderung 4)
fahren dann ein bisschen raus ins Allgäu
(Planänderung 5)
und wandern den Tag über! (Planänderung 6 36). Nun gibt es Männer, die mutig sind und einfach sagen: Schatzi, natürlich ist das mit dem Wandern eine gute Idee, aber gerade für morgen hatte ich mir vorgenommen, meinen alten Computer als Zweitsystem für Backups herzurichten. Ich bin weniger mutig. Ich komme nur bis Schatzi, natürlich ist das mit dem Wandern eine gute Idee. Das ist eindeutig zu kurz. Und hinterlässt ein Gefühl des Unbefriedigtseins in mir. Ludmilla hingegen blüht auf und zieht mich pünktlich um 22 Uhr ins Bett. Und schläft. Ludmilla schläft. Ich nicht. Ich gehe regelmäßig nach Mitternacht ins Bett. Nach einer Stunde stehe ich leise auf und verkrümle mich noch etwas ins Wohnzimmer. Dort fällt mir die frisch erworbene DVD Stromberg, 2. Staffel in die Hand. Das scheint mir eine gute Vorbereitung für den morgigen Wandertag zu sein. Ich liebe diese Serie, die in Fortführung von Gerhard Polts Kehraus den Alltag in einer Versicherungsgesellschaft beschreibt. Apropos Gerhard Polt …
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Verzweifelte Bibliothekarinnen
10
72 % der männlichen Bevölkerung hatte schon mal eine Krankenschwester, eine Arzthelferin oder eine Kindergärtnerin als Freundin (oder, wenn das nicht geklappt hat, dann zumindest als Mutter). Diesen Berufsgruppen geht es also richtig gut. Aber was ist mit jenen Frauen am Rande unserer Gesellschaft? Nein, ich meine jetzt nicht die Politikerinnen der Grünen oder der FDP. Ich denke da an Bibliothekarinnen. Durch netbib bin ich da auf ein besonderes Problem aufmerksam geworden: Laut “Annoyed Librarian” sind gutaussehende, heterosexuelle Bibliothekare Mangelware:
Arent there any men, you ask? Sure, a handful. But theyre all gay, even the married ones. Or theyre really old and seedy looking. Or they suffer from the masculine variety of Librarians Bottom. Or they havent washed their hair in a week. Or they dress like hippies on laundry day. Or they just have Im a spindly geek whod rather mindmeld with my hard drive than talk to a woman written all over them.
(Nebenbei: “seedy looking” heißt nicht das, was Sie denken – es meint “heruntergekommen aussehend”). Okay, nun haben die meisten von uns schon ihre Berufswahl getroffen und sind z. B. Informatiker oder Soziologen geworden (da haben wir übrigens das umgekehrte Problem, aber das interessiert natürlich mal wieder niemanden). Jetzt auf Bibliothekar umzusatteln, ist ein wenig viel verlangt. Aber mal wieder seinen Bibliotheksausweis verlängern lassen, bei der Gelegenheit ein paar Bücher über das Thema “Single, das muss nicht sein!” entleihen und jenen verzweifelten Mädels ein kleines Stück Hoffnung an der Ausleihtheke zu schenken – das wäre doch schon mal eine gute Tat, oder?
Blond in Bayern
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Dies ist eine ausgesprochen nützliche Seite für Männer: Wie öffnet man Bierflaschen ohne Flaschenöffner? 9 Anleitungen mit Fotos erklären, wie hilfreich z. B. ein Spaten oder ein Feuerstein sein kann. Und wenn von all dem nichts zur Hand ist: Man(n) kann auch eine Flasche mit einer Flasche öffnen! – Diese blondgefärbte Bayerin (oder Österreicherin?) versteht es, Interviews über das Thema “Wie tune ich ein Auto” zu geben – in einem wohltönenden Englisch, wie dieses Video festhält: “It is baujahr ein’neinzig – and he have olso a ladedruckmesser”. – Na ja, auch manche Männer könnte man manchmal für leicht bond halten, wenn sie eine Bungee-Jumping-Variante pflegen, bei der der Kopf die Erde berühren muss (Video). – Und hier noch ein nettes Bildchen zum Thema naturverbundene Frauen. Ach ja, das Foto “Fingerspiele für Fußballfans” hätte ich auch noch zu bieten.
Ladysitters
2
Nun haben Männer ja oft einen harten Alltag: sie müssen Viehherden durch Flüsse treiben, Bäume in verscheinten Wäldern bei eisiger Kälte fällen oder stundenlange Meetings über sich ergehen lassen. Daher freuen sie sich auf den ein oder anderen Abend mit ihren Kumpels. Zugleich sind Männer ausgesprochen verantwortungsbewusst und stehen nun in dem inneren Konflikt, ihre Freundin/Partnerin an einem solchen Abend alleine zu wissen. Nun – es gibt Hilfe! Ladysitters versorgt für diese Stunden mit einem Ersatz-Mann, der kein Interesse an Frauen hat, dafür aber ohne nenneswerte innere Schäden Ihre Partnerin z. B. in Kinfilme wie “Titanic” begleitet. Na, Jungs, ist das nicht eine Idee für eine Ich-AG?
– Mein absoluter Lieblingsclip zum diesem Thema ist übrigens “Gay Boyfriend”: Das Musikvideo hat Handlung, Logik, einen flotten Sound, nette Mädels und ist gut gemacht – also keine Gefahr, je vom Stefan-Raab-Team entdeckt zu werden …
Frau ist schlau – Mein schönstes Werkstatterlebnis
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Der Weltfrauentag naht. Das hat auch der SPIEGEL bemerkt und bringt einen Artikel über eine Fraueninitiative, die sich ums Auto kümmert. “Findige Unternehmerinnen” hätten da ein “Netzwerk” aufgebaut, das u. a. Werkstätten vermittelt, die erstmal fragen würden, um welchen Fehler es sich eigentlich handele. Toll. So eine Werkstatt will ich auch haben. Ich also nicht faul und klicke mich zur Seite “Frau ist schlau” hin (na ja, die Autorin des Artikels hatte übersehen, die URL anzugeben – aber wozu hat man Google).
Dort angekommen werde ich in augenfreundlichem Ockergelb mit Minischrift begrüßt (aber wozu hat man Firefox mit variablen Schriften), erfahre dann alles über eine Kölner Werkstatt und dass die “findigen Unternehmerinnen” seit heute ihre Pressekonferenzen geben. Und wie man sieht: Für Journalisten sind solche Schlagwörter griffig genug, um einen Artikel zu schreiben. Allerdings gibt es auf der Website keinen wirklichen Inhalt: selbst 50 km rund um Ulm kann mir keine frauengeeignete Werkstatt aufgezeigt werden.
Dafür gibt es in der Rubrik “Werkstatterlebnisse” (!) ganze 3 Schreiben von Frauen. Eine Anna-Maria Guth erzählt unter dem Titel “Mein schönstes Werkstatterlebnis” (!) davon, dass sie einmal testen wollte, wann das Reservelämpchen aufleuchtet und deshalb ihren Sprit verfuhr. Aber da leuchtete nichts. Wutentbrannt suchte sie eine Werkstatt auf (wahrscheinlich eine Männerwerkstatt), wo man sie aufklärte, dass ihr Autotyp gar kein Reservelämpchen habe … Und was soll uns diese Geschichte jetzt sagen? Dass Werkstätten frauenfeindlich sind? Ich persönlich würde ganz andere Schlussfolgerungen ziehen … ![]()
Also um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: Ich hätte gar nichts gegen Werkstätten, die mir in “verständlichen” Worten ihr Vorgehen erklären – ich bin nämlich autotechnisch eine absolute Niete, das gebe ich gerne zu. Und mit Sicherheit gibt es hunderttausend Frauen, die mehr von Autos verstehen, als ich das tue. Aber in diesem Fall lautet mein Fazit: Sehr schönes Beispiel dafür, wie leicht sich Journalisten durch eine Idee, die zwar nett klingt aber keinerlei Substanz hat, veräppeln lassen. Denn Recherche, ob ein Inhalt jenseits der Presseerklärung vorhanden ist, würde Zeit und Mühe bedeuten. SAT1, RTL & Co – you are welcome!
Männer schenken anders
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Da macht man(n) sich nun richtig lange Gedanken, grübelt, überlegt und schenkt “ihr” dann wirklich nette Sachen (wie z. B. einen Haushaltsmixer) – und wieder ist sie nicht zufrieden! Das beschreibt treffend dieser kleine Videoclip. – Okay, aber so schnell geben sich Männer nicht geschlagen! Wie wäre es mit dem Spiel “Cooking Mama” für Nintendo? Da wird ihr Herz doch wohl hoffentlich höher schlagen! Nein? Immer noch nicht? Es soll mehr Romantik im Geschenk sein? Es soll etwas mit Mode zu tun haben? Kein Problem – “Blow Monkey” ist niedlich und praktisch.
Und wie dankbar Frauen einen Mann anschauen können, wenn er ihnen z. B. eine kleine Waschmaschine schenkt, das kann man auf diesem Bilddokument sehen …










