Beiträge mit tag "Fernsehen

Mobiler Urknall

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big-bang-theory

Bazinga!

Lange mussten wir Männer über uns ergehen lassen, dass von Serien wie “Sex in the City” oder “Grey’s Anatomy” gesprochen wurde, ohne dass wir mitreden konnten. Selbst wenn wir bereit waren, eine Folge anzuschauen, schienen unsere Partnerinnen Fragen wie etwa “Wann wird’s jetzt spannend?” oder “Wer ist der Mörder?” eher zu nerven.
Seit einiger Zeit haben viele von uns nun für sich eine Serie entdeckt: “The Big Bang Theory” (Pro7), bei der man sich auf Klingonisch begrüßt, über Stringtheorien im Vergleich zu geschichteten Universen diskutiert und es für ausgesprochen normal hält, seine Abende mit einem gepflegten Computerspiel zu verbringen. Die Darsteller sind Menschen wie Du und ich: z. B. Dr. Dr. [1] Sheldon Lee Cooper (theoretischer Physiker) oder Dr. Leonard Leakey Hofstadter (lediglich Experimentalphysiker). Nur Penny, die Nachbarin, fällt aus der Reihe: sie ist Kellnerin und sieht gut aus.

Für die Fans dieser Serie habe ich mich mal umgeschaut, was der iPhone-Markt so zu bieten hat (Android bietet noch mehr, aber bei diesem System bin ich nicht zu Hause):

  • Da hätten wir zunächst “Papier, Schere, Stein, Echse, Spock” (ergibt sehr viel mehr Kombinationsmöglichkeiten, deutsch/englisch).
  • Ein großes Thema ist auch der “Mitbewohnervertrag”, in dem z. B. festgehalten ist, dass man überraschenden weiblichen Übernachtsbesuch 24 Stunden zuvor ankündigt. Oder wenn einer der Unterzeichnenden eine Zeitreisemaschine erfindet, er zum Zeitpunkt der Unterzeichnung aufzutauchen hätte usw. [die App mit allen Klauseln].
  • Sheldon-Zitate sind natürlich ein jeder Gesprächsrunde ein großer Brüller. Leider habe ich da nur eine englische Zusammenstellung gefunden, aber das ist für echte Fans kein Problem [Zitate-App]. Kleine Kostprobe?

Howard unterrichtet Sheldon in Chinesisch (Sheldon ahnt nämlich, dass der Kellner bei seinem Lieblingschinesen ihn hintergeht und möchte ihn zur Rede stellen)

Howard: You know, I’m really glad you decided to learn Mandarin.
Sheldon: Why?
Howard: Once you’re fluent, you’ll have a billion more people to annoy instead of me.

  • Und schließlich gibt es noch das ultimative “TBBT Fan Kit” mit allen Einzelheiten zu den Darstellern [App]

[1] Scheldon hat leider nicht nur 2 Doktortitel, sondern auch eine Variante des Asperger-Syndroms.

 

 

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Brötchen-Havarie

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Momentan bin ich ja ein großer Freund der Erderwärmung. Aber wenn man sie mal braucht, dann kommt sie nicht. Egal, jedenfalls scheint es der ARD ähnlich zu gehen wie mir, es ist ihr zu kalt. Verständlich also, dass sie eben nach der Tagesschau einen Brennpunkt zum Thema “Ist es draußen kalt und wenn ja, warum?” brachte. Eigentlich wollte ich gerade abschalten, weil der Reporter eine Marktfrau fragte, wie es denn heute morgen gewesen sei und diese inhaltsschwer antwortete: “eisig”. Und damit der ARD-Reporter sie auch wirklich verstand, wiederholte sie: “Eisig!” Toll. Aber just zwischen meinem Abschaltimpuls tauchte ein Bäcker auf, der keine Brötchen herstellen konnte. Im thüringschen Langewiesen war nämlich das Gas ausgefallen, weil die damals nicht Gerhard Schröder gewählt haben. Jedenfalls stellte unser unerschrockener Bäckermeister gerade ein Schild mit der Aufschrift “Wegen Gashavarie geschlossen” auf. Ich wurde nachdenklich. Wir in Westdeutschland nehmen den Begriff ja eigentlich nur für Unglücke, die Schiffen, U-Booten, okay, eventuell noch Flugzeugen passieren. Halt so ein Zusammenstoß mit einer Eisscholle wie damals bei der Titanic, in der dieser Italiener, Leonardo daCaprio oder so, mitspielte. Nun haben wir zwar nach Tschnerobyl gelernt, dass auch die Russen Zusammenstöße in Kernkraftwerken so bezeichnen – damals nämlich den Zusammenstoß der Atomkraft mit der Wirklichkeit. Aber eine Havarie in einer Bäckerei? Das klang wirklich bedrohlich. Vor meinen geistigen Auge tauchte ein russischer Eisbrecher mit italienischen Seeleuten besetzt auf, der sich durch Thüringen pflügte, bis er in der Backstube eines tapferen Konditors zum Halten gebracht wurde. So ähnlich halt wie in Spielbergs Klassiker “Wo bitte geht’s nach Hollywood”, nur dass es dort kein Schiff, sondern ein U-Boot war. Nun gut, es waren auch keine Russen, sondern Japaner. Ja, ja, okay, auch Italiener spielten damals eine nur untergeordnete Rolle. … Nachdem ich mit meinen Gedanken an diesem Punkt angekommen war, schaltete ich mannhaft den Fernsehr aus.

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Eine Lanze für Elke Heidenreich

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ZDF-Sendung zum Vorfall

ZDF-Sendung zum Vorfall

Ach Gottchen – man scheint beim ZDF tatsächlich beleidigt zu sein. Zuerst nimmt Marcel Reich-Ranicki den schönen bunten Plastik-Preis von ARD, ZDF, RTL und SAT1 nicht an – ts, ts, wo den doch sogar der Dieter Bohlen (!) genommen hat -, und dann schreibt Elke Heidenreich einen langen FAZ-Artikel, in dem sie sich der Meinung dieses Ignoranten anschließt.  Für derartige Unbotmäßigkeiten gegen Obrigkeiten wie z. B. den ZDF-Intendanten muss man schleunigst den Zuschauer bestrafen und darüber nachdenken, wie schnell man Heidenreichs Sendung “Lesen!” absetzen kann. Ach ja, was ist das doch für ein provinzielles Häuflein, dass da die 7 Milliarden Euro jährlicher Gebühren verwaltet, falls sie als Strafaktion tatsächlich Heidenreichs Sendung kippen. Provinziell. Kleinkariert. Und dumm.
Denn das eigentliche Problem sind nicht die seichten Soaps, Casting-Shows oder Chart-Sendungen, in denen die Hofnarren jener Sender sich permanent gegenseitig mit Lob überschütten. (weiterlesen …)

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Programmtipp: Väter und Söhne

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Literaturmagazin mit Thea Dorn

Thea Dorn leitet die 14-tägige Gesprächsrunde “Literatur im Foyer” im 3. Fernsehprogramm des SWR. Die Sendung Sendung am kommenden Freitag (bzw. Samstag, 26. 11. 05, 0:00 Uhr, SWR 3) hört sich interessant an. Thema: Väter und Söhne. Aus der Sendungsbeschreibung:

Tilman Spreckelsen – der F.A.Z.-Redakteur schrieb “Mein Vater, der Held” von Vätern, Söhnen, und – Töchtern: Kurt Tucholsky, Theodor Storm, Astrid Lindgren und Raymond Carver.

Hanns-Josef Ortheil – “Die geheimen Stunden der Nacht”: In Ortheils Roman liegt der Großverleger mit dem zweiten Herzinfarkt im Krankenhaus. Für den ältesten Sohn beginnt der Kampf um die Nachfolge und das Familienerbe.

(weiterlesen …)

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Schröderix und die Mäuschenrunde

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Alles nur Theater ...

Tja, eigentlich hatte da die SPD und Schröder am Sonntag ein ganz akzeptables Wahlergebnis: Die Sprechblasen-Partei FDP bleibt der Bevölkerung für die nächsten 4 Jahre erspart und durch eine große Koalition fällt der Diener vor den greisen Männern in Washington und denen der Atom-Lobby vielleicht nicht ganz so tief aus … Allerdings zeigt Schröders Auftritt, dass Politiker noch immer nicht blicken, dass sie kein Theater spielen müssen. Zumindest ein großer Teil des Fernsehpublikums durchschaut doch schon längst dieses lächerliche Kasperletheater. Wie wäre es denn, wenn man zur Abwechslung einfach mal sagt, was man denkt? Dazu ein kurzes Drehbuch: [Links übrigens ein Bild aus dem PDF-Heft "Asterix und der Kampf um's Kanzleramt", das ich bei Blog'n'Roll gefunden habe (dort übrigens auch sehenswert: der Wahl-U-Boot-Film).]

DIE MÄUSCHENRUNDE
Ort: ZDF-Studio
Zeit: Wahlabend, kurz vor Beginn der Sendung.
Anwesend: Schröder, Merkel, Fischer, Stoiber, Westerwelle

Gerd (gut gelaunt): Mann, Mann, Mann – Angie, dat war ja heute was!

Angie (weniger gut gelaunt): Du meinst die Wahl – hör’ mir bloß auf damit!

Gerd: Was guckst Du denn so griesgrämig? Du hast doch die meisten Stimmen eingefahren – und darfst bald in meinem tollen Sessel sitzen!

Eddie (aufgeregt): Wir, wir (!) haben die meisten Stimmen geholt!

Angie (Blick gegen die Decke): …

Gerd: Ja, Eddie, schon gut, schon gut – ihr habt das zusammen sehr schön hingekriegt. Aber ich war auch nicht schlecht, was Jungs?

Angie (räuspert sich): …

(weiterlesen …)

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