Beiträge mit tag "Design
Mockups – flotte Skizzen
1Flott einen Entwurf für eine neue Menüstruktur der Webseite zeichnen? Dem Chef in 2 Minuten zeigen, wie man den Aufbau der Navigation ändern könnte? Onkel Willibald eine Vorstellung davon geben, wie man seine Homepage basteln würde? Mockups (so was wie “Attrapen”) sollen schnell eine Vorstellung davon vermitteln, was man wie entwickeln möchte. Mit den dicken Grafikprogrammen wie Photoshop oder Visio wirkt so was immer unbeholfen und abgedroschen. Mit Balsamiq kann man hingegen gewollt “gekritzelte” Entwürfe zeichnen, die den Blick auf das Wesentliche lenken. Alles zieht man sich rasend schnell aus einer größeren Grafik-Bibliothek zusammen, via dem gewohnten Drag & Drop. Das alles geschieht online, am Schluss kann man die Skizze in ihrer ganzen Breite als PNG-Datei downloaden. Im kostenlosen Demo-Modus habe ich jetzt keine Einschränkungen (außer einem Nag-Screen) bemerkt – für ca. 70 Dollar kann man da auch im Team dran arbeiten usw. Aber das ist für mich, als Nicht-Programmierer, ohnehin zu viel. So was aber mal eben im Meeting an die Wand werfen – das hat was …
Pinkfarbene Väter
0Ich hatte ja schon anlässlich des Bierkrug-Firefoxes auf einfallsreiche Studierende hingewiesen. Aber deren Väter haben auch originelle Einfälle: Vor ein paar Tagen in meiner Sprechstunde überreicht mir eine Studentin ihren USB-Stick mit Daten. Der Stick ist pinkfarben! So was veranlasst mich immer dazu, die Augenbrauen nach oben zu bewegen. Sie weiß das Zeichen zu deuten und erklärt mir die Hintergründe. Eigentlich sei der Stick schwarz. Jedenfalls ursprünglich. Aber bei dieser Farbe wäre er immer in ihrem Chaos untergegangen, sie hätte ihn nie gefunden. Ihr Vater war wohl des Jammerns überdrüssig, schnappte sich den Stick kurzerhand und lackierte ihn mit der grellsten Farbe, die er finden konnte. Seit dieser Zeit würde sie den Stick immer problemlos finden … (Dazu passend: Artikel aus der Süddeutschen “Winzig, putzig, schaurig”)
Bevor Sie nun überlegen, ob Sie Ihrer Freundin einen ähnlichen Gefallen tun wollen, möchte ich Ihren Blick gerne auf eine Alternative lenken: den Wäscheklammerstick. Dieser ist sehr hübsch an der Bluse zu tragen, so dass man ihn nicht verlegen kann. Und da wir uns nun schon auf der Site “Poor Design” befinden, schlage ich vor, auch einen Blick auf die anderen Kreationen dort zu werfen – oder auf die Videos des skurrilen Künstlers.
Aufgeweckte Studenten
1In manchen Uni-Büros sieht man schon mal das ein oder andere Feldbett stehen. Denn zwischen Lehre, Forschung und prüfungsunruhigen Studenten brauchen auch die heutigen 24/7-Profs immer mal eine Mütze Schlaf. Kein Problem, dachten sich da wohl 4 Design-Studenten, machen wir die Sache doch aufblasbar, mit Lichtschutz (Uni-Fenster haben meist keine Rollläden) und Bequemlichkeitsfaktor. Hübsche Idee, die hier näher zu bewundern ist. – Okay, man kann das auch komfortabler gestalten, aber ob die Studenten angesichts der Studiengebühr dafür Verständnis hätten …?
Unser Firefox soll schöner werden!
1Ich sag ja immer: Dat Auge liest mit! Auch Männer lieben eine schöne Umgebung. Gut, wir rennen jetzt nicht mit Schnittblumen herum oder stecken unser Handy in rosafarbene Häschenbeutel. Dafür möbeln wir ganz gerne unsere Alltagsprogramme ein wenig auf. Dazu zweit nette Firefox-Erweiterungen:
1. PicLens
Damit werden aus Thumbnail-Seiten sehr schön fließende Diashows gemacht. Besonders nützlich ist das bei der Google Bildersuche, da man sich damit etliche Klicks spart und das Foto stattdessen sofort “in groß” sieht. Funktioniert aber auch bei Flickr, Picasa Web Alben usw.
2. Boox
Zum einen bietet die Erweiterung nützliche Zusatzfunktionen für die “normalen” Bookmarks (erweiterte Suche, Anzeige von Zusatzinfos wie Metadaten usw.). Zum anderen können eine Reihe von Templates für die Anzeige von Feeds ausgewählt werden. Das hier ist das “Black Chocolate”-Theme, aber auch der “Zeitungsstil” ist hübsch.
Schau mir auf den Stuhl, Kleines!
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Im Kunst- und Designbereich gibt es tolle Sachen, auf die man im Alltag nur selten stößt. Nehmen wir etwa den “Copy and Past Chair” (Mitte) – den würde ich mir doch glatt ins Wohnzimmer stellen. – Oder jenen Kaffeebecher, der eine Ausbuchtung für zu breite Kekse hat. – Tja, warum nicht auch mal ein echt männliches Handtuch, das ein wahrer Blickfang ist? – Bei FunForever habe ich auch die tollen Bilder des deutschen Fotografen Georg Wendt entdeckt – sehenswert! – Und wer wissen möchte, wie man aus einigen Bierdosen einen Blickfang zaubert der wird bei Atypyk fündig (Raubrik “wash” und “Quench Thirst”).
Schau an …
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Bei der Foto-Community “dpchallenge” werden zu Wettbewerben qualitativ meist sehr gelungene Motive eingeschickt. Natürlich bin ich dafür, dass beim aktuellen Wettbewerb Mr. Mom Eure Stimme erhält … aber auch diese eingedeckte Studentin bewegt mein Herz. – Ein ganz anderer Stil findet sich bei den Illustrationen von Tom Bagshaw, aber auch nett gemacht. – Wie man mit einfachen Mittel ausdrucksvolle Strips erzeugt, zeigt “dot-blue”; gelungen, das kleine Kerlchen. – Und noch ein Mode-Tipp für jene Männer, die samstags gerne ihren Opel Manta im Turnanzug waschen: das hier ist die Variante für die kalte Jahreszeit …
Mach’ Dir ein Bild
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Die neue Ausgabe des JPG-Magazins ist erschienen (als PDF kostenlos). Darin ein gut gemachter Schwerpunkt zum Thema “Selbstportraits”. – Weihnachtszeit – Bastelzeit! Haben Sie sich nicht auch schon immer gefragt, wie man aus einem alten T-Shirt eine schicke Unterhose zaubert? Hier steht die Bastelanleitung - und dazu sind jede Menge fertiger Exemplare als Anschauungsbeispiele abgebildet. – Apropos “von Hand gemacht”: Bei YouTube mal wieder einen der besseren Filmchen entdeckt, das eine “Zeichentrickanimation animiert”. – Ach ja: Und schauen sie fröhlich in die neue Woche, etwa so, wie auf diesem Bild.
Zeichnungen damals und heute
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20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Ein Kinderbuch aus Japan. Welche Bilder erwartet man darin? Mütter in “Geisha-Kleidung”? Väter mit “Samurai-Schwertern”? Kinder wie Püppchen angezogen, die ihren Diener machen? Nein, es sind sehr “normale” Bilder in diesem Buch: von Feiern, vom Strandausflug, von Wünschen und Sehnsüchten. Warum nur haben wir etwas anderes erwartet? – Da wir gerade beim Thema sind: Die Illustrationen von Kevin Dalton sind wirklich sehenswert. – Und diese Galerie optischer Illusionen zeigt, was man so alles mit Bildern machen kann.
Schritt für Schritt: How to make love
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Die ersten Annäherungen an eine Frau bergen viele Gefahren. Bill Plympton hat sich daher in einem Kurzfilm eine “Schritt für Schritt”-Anleitung einfallen lassen. Damit sollten alle Unklarheiten vor der ersten Begegnung beseitigt sein (ein Interview mit Plympton gab es übrigens vor einigen Monaten auf arte). – Ein Blick in das Portfolio des Illustrators Brooke Nuñez lohnt ebenfalls, sehr einfallsreiche Zeichnungen. – Wer nun selbst mal wieder Lust bekommen hat, etwas am Bildschirm zu entwerfen, der findet eventuell Anregungen bei “the photoshop experiment”. Die großen Beispielbilder sind prima. – Und noch etwas aus der Fotoreihe “Verrückte Männer”: Wenn Sie es einmal besonders eilig haben, sollten Sie diesen Sprung gründlich trainieren
Augenschmaus
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Ja, das Auge liest mit (alte Designer-Weisheit), drum hier nochmals ein paar kleine optische Leckerbissen aus dem Netz: Der Illustrator Duncan Wilson (von ihm ist der Ausschnitt links) hat seine Arbeiten ins Netz gestellt; skurril, schreiend bunt und außergewöhnlich. – Aber natürlich haben wir auch in Deutschland was zu bieten. Zum Beispiel die Illustratorin Susanne Paschke in Berlin – prima auch die Zoomfunktion per Flash, absolut sehenswert. – Ganz auf Früchte und Nahrungsmittel konzentriert sich Ben Garvie; beeindruckend die klare Struktur seiner Grafiken. – Na ja, passend zum Thema muss es diesmal eine grafisch aufwändige Spielerei zum guten Schluss sein: Agencynet könnte da etwas für Sie sein.
Salvador Dali und die Anatomie
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Meist kennt man von Künstlern ja nur die Hauptwerke, bei Salvador Dali z. B. die auf Treppen usw. zerfließende Uhr. Das ist schade, denn das Lebenswerk ist meistens sehr viel facettenreicher. Im Falle Dalis gibt da eine hervorragende und umfangreiche Online-Ausstellung, die bei einigen Gemälden auch über Entstehung und Hintergründe aufklärt. – ARTnomy klingt hingegen sehr medizinisch – und ist es auch. Aber tiefgehend – der kleine Mediziner kann mit diesem Tool Nerven, Knochen und was da sonst noch so kreucht und fleucht sichtbar machen, samt Animationen. – Dass auch in alten Video-Spielen Kunst stecken kann, hat bereits letztes Jahr I-am-8-bit gezeigt, ein neuer Wettbewerb steht vor der Tür.
Jimmy Kets’ schlichte Buntheit
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Eigentlich bin ich ja eher ein Freund von zurückhaltenden Fotos. Bei dem Belgier Jimmy Kets mache ich gerne eine Ausnahme. Viele Bilder des 27-jährigen Fotografen kommen aufdringlich bunt daher, überfallen den Betrachter aufdringlich. Und dennoch schafft er es, in all den Farbpunkten das Motiv unbeschadet auftauchen zu lassen. Es ist ein gemischtes Portfolio – aber ein sehenswertes.
Zeitsprung
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Das Zersplittern eines Eiswürfels, die Explosion einer Glühbirne, das Zerkrachen eines Kekses – eingefroren in herrlichen Bildern in dieser Galerie. – Das Pärchen Diego und Susy aus Argentinien hatte 1976 eine Idee: An jedem 17. Juni eines Jahres fotografierten sie sich (und später ihre Kinder). Das eigene Altern dokumentieren - warum nicht? – Und da wir nun mal schon beim Thema sind: Der Blog “Zeit der Erinnerungen” beschäftigt sich mit demenzkranken Menschen. Darin habe ich folgendes Zitat gefunden:
Trenne dich nie
von deinen Illusionen und Träumen.
Wenn sie verschwunden sind
wirst du weiter existieren,
aber aufgehört haben zu leben.Mark Twain
Die hohe Kunst der Fälschung
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Ja klar, jeder, der schon mal in einem Grafikprogramm herumgeklickt hat, denkt, er wäre Kujau:”(Der durch jene Hitlertagebücher bekannt wurde, die manche Fußballspieler lesen …)”: persönlich. Aber auch manipulieren will gelernt sein. Zu diesem Thema ist eine interessante Dokumentation vom “Verband Deutscher Zeitschriftenverleger” erschienen, in der genüsslich Seite für Seite eine Marketingbroschüre des (Fernseh-)Konkurrenten zerlegt wird – als PDF downloadbar.
Für den Bereich der Bildmanipulation habe ich da eine Sache in ähnlicher Richtung beim schwedischen Sozialministerium gefunden. “GirlPower” ist wohl eine Aktion, die sich gegen Sexismus in Zeitschriften wehrt. Dazu wird an einem Beispiel Punkt für Punkt gezeigt, wie man auch die letzte Falte bei einem 17-jährigen Model glättet. Mit Animationen, anschaulich gemacht. Zum Thema Zahlenmanipulationen empfehle ich noch immer meinen Studenten den Uralt-Klassiker “So lügt man mit Statistik” des Kölner Kollegen Wolf Krämer.








