Kunstvolle Flachländler
Wahrscheinlich ist vielen noch aus der Schulzeit die kleine Geschichte “Flatland: A Romance of Many Dimensions” (dt. “Flächenland”) von 1884 geläufig. Ein Quadrat, das in seiner zweidimensionalen Welt zu Hause ist, begegnet einer Kugel und verzweifelt bei dem Versuch, die dritte Dimension zu verstehen (ursprünglich als politische Satire auf das viktorianische England gedacht). Davon gibt es nun eine wunderschöne Umsetzung – und zwar mit PowerPoint erstellt. Denn die Site “Art of Office” möchte zeigen, dass in den trockenen Büroprogrammen künstlerische Werkzeuge verborgen sind. Stöbern lohnt sich also, obwohl noch nicht gar so viel vorhanden ist. Übrigens: Wer den vollständigen Originaltext von...
MehrKuckuck – ein Book!
Männer haben ein Herz für Sekretärinnen. Ganz allgemein. Insbesondere fühlen sie aber mit jenen mit, die im Öffentlichen Dienst, an Universitäten oder Instituten unterbezahlt alle möglichen Dinge erledigen müssen. Oft sollen sie auch den Überblick über Literatur, Hand- und Semesterapparate behalten. Wenn dann mal irgendwann irgendwer wieder was entliehen hat, geht die große Sucherei los. Verzweifelt wird dann probiert, mittels Word oder Excel den Überblick zu behalten. – Nun kennt natürlich der fähige Nachwuchswissenschaftler tolle Literaturverwaltungsprogramme, die für seine Veröffentlichungen außerordentlich hilfreich sind (für mich hier die Nr. 1: Citavi). Aber die sind für eine kleine Bibliotheksverwaltung überfrachtet. Okay, und dann...
MehrOder: Jesus in Tannöd
Also Harald Schmidt hat was. Sicher, im Laufe der Jahre hat er auch was Ermüdendes. Aber immer mal wieder gelingt es ihm, dass man stutzt und schmunzeln muss. Dreist und unverfroren bringt er auf dem Buchdeckel SEX, Jokobsweg, Genetiv, Vermessung und Focus unter – samt seinem eigenen Namen und dem Foto eines Fernsehstars. Toll auch seine Einführung des Buches: Der neue Schmidt ist ein Meisterwerk der Verschenkliteratur. Kaufen-schenken-wegstellen: Der Dreiklang des modernen Zeitalters. Natürlich hat kein normaler Mensch mehr Zeit, Bücher zu lesen. Titel? Unwichtig. Autor? Genau, oder so ähnlich. Entscheidend: Hat man schon mal gehört und klingt doch so wie. Wer auf dem Weg zum Gate noch schnell mal dieses Buch kauft, hat vier Bestseller auf einmal. Das...
MehrGebrauchsanleitung für ein Buch
Bereits vor einigen Jahren hat einer meiner Studenten eine Umfrage in einer Grundschulklasse gemacht, die sich auf Medien bezog. Und er war ganz schön von den Socken, als die Kids seine Frage “Habt ihr einen Videorecorder zu Hause?” nicht beantworten konnten – sie wussten nicht, was ein Videorecorder ist, weil der aufgehört hatte, zu existieren (hingegen kannten sie natürlich das Wort “DVD-Player”). So mag jenes Video “Helpdesk für die Bedienung eines Buches” vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf die nächsten Jahre sein … Aktuell dazu ein Artikel aus der Stuttgarter Zeitung: “Die neue Ungeldud”. Oder eben der Klassiker: “Fahrenheit 451″, die Temperatur, bei der Papier anfängt zu...
MehrAb geht die Post! Aber nur mit Robin Williams!
Ich bin eigentlich kein besonderer Freund von Fantasy-Literatur, und sogar der “Herr der Ringe” staubt in meinen Regalen vor sich hin. So werden mich in all den Jahren wohl auch die Scheibenweltromane von Terry Pratchett allein schon durch ihre schiere Masse abgeschreckt haben – und Kobolde und Gnome laufen mir auch so schon täglich genügend über den Weg. Aber wie es der Zufall will: Bei Hugendubel hielt ich jüngst Ausschau nach neuer Kurzweil für meinen Nano und erspähte als Hörbuch “Trucker”, gelesen von Rufus Beck. Der Plot gefiel mir: Stämme von kleinen Außerirdischen wurden vor vielen Jahren u. a. in Kaufhäusern ausgesetzt und diskutieren, ob es ein “Draußen” gibt. Allerdings stimmt es: Rufus Beck kann...
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