Beiträge mit tag "Buch

Juli – Mann verzweifelt gesucht

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Juli am Ende

Wir alle kennen das: Gutaussehende Frauen um die 30 suchen verzweifelt einen Mann und würden jeden nehmen … auch Dich, verehrter Leser … hm … Moment … okay, nicht jeden, aber doch fast jeden.
Juli Rautenberg ist eine davon – gewesen. Fast ein Jahr lang hat sie alles unternommen, um endlich wieder ein männliches Wesen neben sich zu haben, mit dem sie wilde Abenteuer oder den Gang zu Lidl gemeinsam unternehmen kann.
Ob Speed-Dating (7 Minuten pro Mann), Fitness-Studio (ganz schlecht, weil sie sich auf das Laufband konzentrieren musste) oder geliehene Hunde (Hunde sind gut für solche Vorhaben!) – alles hat sie probiert und ihre Erlebnisse aufgeschrieben. Single-Events sind grauselig, Verkupplungsversuche von Freunden amüsant, Heiratsanträge von Ärzten gefährlich. Sie erzählt vom Sonntags-Blues mit der einsamen Tiefkühlpizza und von mitleidigen Einladungen der Freunde zum DVD-Abend.
Ob ihr Buch gut ist, kann ich nicht beurteilen, denn ich werde es nicht kaufen. Ich werde es nicht kaufen, weil auf dem Cover schon das Ende verraten wird: “Happy” End – sie hat also bereits jemanden gefunden … Trotzdem gibt es eine Empfehlung, denn die Werbetexterin hat bei “SWR 1 Leute” ein sehr nettes, frisches und aussagekräftiges Interview gegeben – das Reinhören lohnt sich!

SWR-Seite (mit MP3-Download)
Facebook-Seite von Juli Rautenberg
Buch: “Zwölf Monate, siebzehn Kerle und ein Happa End”
Weblog von Juli “Das Single-Experiment”
neuer Weblog von Juli “Das Beziehungs-Experiment”

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Keine Panik – Sie will nur Sex

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keine Panik

Vorsicht - Frau!

Männer sind gegenüber wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aufgeschlossen. Entsprechend höre ich recht gerne die Sendungen des Gerichtsbiologen Mark Benecke, der in einer der letzten Folgen auf eine nette Alltagserfahrung hinweist: Freizügig gekleidete Verkäuferinnen erwecken die Aufmerksamkeit männlicher Käufer – die Bewertung der Kleidung hängt allerdings von der Qualität des Produkts ab. Ein bisschen schwer zu erklären, aber man kommt da schnell rein, wenn man sich die entsprechende Podcast-Episode anhört (MP3-Datei). Jedenfalls taucht in dieser Folge eine gewisse Paula Lambert auf (Kolumnistin bei GQ), die ein Buch mit dem aussagekräftigen Namen “Keine Panik, ich will nur Sex” veröffentlicht hat (Amazon). Nun, ich kann nicht beurteilen, ob das Werk gut ist – vielleicht schreibt dazu mal jemand einen Kommentar, der es gelesen hat -, aber ich könnte es mir sehr gut als kleines Geschenk vorstellen. Immerhin steht Weihnachten vor der Tür – und so wollte ich den Tipp zumindest an den Mann bringen.
Damit wir jetzt aber nicht nur über “das Eine” reden, noch ein sehr hübscher, romantischer – ja, einfach “süüüüßer” Video-Tipp: Die Sendung mit der Maus erklärt die Liebe! [Video]

[Bildnachweis: unter CC by masochismtango]

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Gorilla! Banana! Yeah!

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männlicher Drucker

männlicher Drucker

Nennt sich Ihr Drucker PX6000 oder HPCL3500X? Dann gehört er sicher zu den verweichlichten Tintenstrahl- oder Laserdruckern, die man heute leider massenweise in den Geschäften findet. Da waren die 80-er Jahre doch noch andere Zeiten! Ja, da wussten die Firmen, an wen sie ihre Nadeldrucker verkauften! So gab es z. B. eine Firma, die sich schlicht “Gorilla” nannte. Und sie brachte ein Modell heraus, dem sie den Namen “Banana” gab. Ausschnitt aus einer damaligen Werbeanzeige:

“… tractor feed … Plus its printhead features a unique single hammer (!) design …” Na, muss man noch mehr dazu sagen?! Nein, sicher nicht. Heute fallen uns in diesem Zusammenhang allenfalls östliche Textilfabriken für Unterwäsche ein … so ändern sich die Zeiten.

Nun, auf unseren Gorilla Banana bin ich durch einen Artikel in Popular Science von 1985 gestoßen. Denn seit kurzer Zeit kann man über die Google Buchsuche nicht mehr nur Bücher suchen – jede Menge von Magazinen sind inzwischen eingescannt. Und die Archive reichen oft bis in die 60-Jahre zurück. Eine Fundgrube für alle, die belegen wollen, dass man vor einem halben Jahrhundert auch nicht schlauer war als heute. Auf “erweiterte Suche” gehen und den Punkt “Magazine” auswählen. – Link zum Gorilla-Artikel. Google-Magazinsuche, Beispiel Computerzeitschriften.

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Liebe auf den ersten Eindruck

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psycho-logisch

psycho-logisch

Männer lernen gerne dazu. Geschickt verstehen sie es, die Ergebnisse moderner psychologischer Forschung auf ihren Alltag anzuwenden, z. B. bei der Frage, ob es im Bus gefährlich ist neben Frauen zu stehen. Antwort: Ja, es ist gefährlich. In 77 kleinen Lektionen geht Rolf Reber in dem schmalen Taschenbuch “Kleine Psychologie des Alltäglichen” (Amazon) spannenden Fragen nach: Etwa, warum sich der erste Eindruck nur schwer korrigieren lässt, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit “sie” sich in “ihn” verliebt, warum “Mama die Beste!” ist, wie man das Scheitern einer Ehe voraussagen kann. Aber auch profane Fragen kommen zum Zug, z. B. die Scheu vor dem Aufräumen oder warum der Chef immer die besten Ideen klaut. Und schließlich haben auch übergeordnete Fragen ihren Platz: Was passiert, wenn die Welt nicht untergeht, der Zusammenhang zwischen Religion und Gesundheit und schließlich die Frage, wie lange man glücklich ist (Antwort: 3 Monate, egal, wie hoch der Lottogewinn ausfällt). Humorvoll und kurzweilig geschrieben, jede “Lektion” etwa 2 – 3 Seiten lang, Literaturhinweise auf die eigentlichen Studien im Anhang versammelt – empfehlenswert.

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Männliche Brigitte

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Was ist ein Mann … Andreas hat es nicht einfach in seinem Alltag. Er ist ein Mann. Und er ist von Frauen umgeben. Genauer: von 100 Frauen. Er ist nämlich Chefredakteur der Frauenzeitschrift Brigitte (Männeranteil in der Redaktion: 5 Stück). Kein Wunder, dass er mit der Zeit ins Grübeln kommt. Zum Beispiel über das “Beckenbodentraining” und seine Bedeutung für Männer (SWR1-Podcast, 12. 6. 07, 15:04 min). Wahrscheinlich haben ihn auch nicht mehr die Weblogs der Brigitte-Online-Ausgabe ausgefüllt (dort sehr nett z. B. “Flirten, Forschen, Feiern”), so dass er gemeinsam mit seinem Bruder das Buch “Anleitung zum Männlichsein” schrieb (gibt es auch als Hörbuch).
Ich persönlich mag solche Bücher nicht. Ich glaube nicht an die “Orientierungslosigkeit” der Männer und denke auch, dass recht simple Ratschläge wie “sich entscheiden sollen” oder “ein Mann darf sich nicht abhängig machen” usw. nichts mit dem Geschlecht zu haben. Auch nicht Plattheiten, dass Männer “müde” sind oder “es allen recht machen wollen”. Wie grauenhaft gequält man ein solches Thema behandeln kann, hat zuletzt das Buch “Männer” von Dietrich Schwanitz gezeigt. Okay, das Buch von Lemberts ist ein ganzes Stück besser, ein ganzes Stück leichter und nicht gar so “oberlehrerhaft” und auch nicht verbissen. Warum allerdings manche Rezensenten es für “amüsant” halten, erschließt sich mir nicht ganz. Zugegeben, ich habe das Werk jetzt nur quer gelesen, fand es aber insgesamt recht trocken geschrieben.
Aber ich will den Autoren nicht unrecht tun: sie rackern sich redlich ab in ihrem Bemühen, Männern unter die Arme zu greifen. Tja, wenn die ihnen mal bloß nicht davonlaufen … ;-)
Gute Besprechung beim Deutschlandradio.
Podcast NDR-Kultur, Wickert, hier wird ausführlich der Inhalt besprochen.

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Sind wir nicht alle ein bisschen Angstmän?

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In jedem von uns steckt ein Angstmän

Sicher, wir Männer wirken hart, unnahbar und unverzagt. Doch manchmal ist dies nur die äußere Hülle. Wer schaut uns schon tief, tief ins Herz? Ja, ich gestehe es frei und offen: Es gibt Momente, in denen wir auch einmal so etwas wie Angst verspüren. Neulich zum Beispiel, als die große Schwarzhaarige auf mich zukam, da … aber das tut hier nichts zur Sache. Ich wollte nur kurz ein paar Sätze über das nett geschriebene Kinderbuch “Angstmän” notieren. Angstmän kommt von einem Supermann-Planeten und teleportiert sich aus Versehen in den Schrank von Jennifer, die gerade allein zu Hause ist – kann ja mal passieren. Angstmän ist einer von uns: Er fürchtet sich vor keimverseuchten Putzlappen und “entgleisenden Eisenbahnen” (in diesem Schulfach fiel er durch). Sein Gegenspieler ist Pöpelman, der jenen durchtrainierten, muskelbepackten viereckigen Typen gleicht, die wir alle aus dem Sportstudio um die Ecke kennen. Und Jennifer steht zwischen den beiden Männern, schimpft Pöbelmann zunächst einen “feigen Fettsack” und bringt ihn schließlich zum Weinen. Geschichten, die das Leben schreibt … (Bei Amazon kann man einen Blick in das Buch werfen.)

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Programmtipp: Väter und Söhne

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Literaturmagazin mit Thea Dorn

Thea Dorn leitet die 14-tägige Gesprächsrunde “Literatur im Foyer” im 3. Fernsehprogramm des SWR. Die Sendung Sendung am kommenden Freitag (bzw. Samstag, 26. 11. 05, 0:00 Uhr, SWR 3) hört sich interessant an. Thema: Väter und Söhne. Aus der Sendungsbeschreibung:

Tilman Spreckelsen – der F.A.Z.-Redakteur schrieb “Mein Vater, der Held” von Vätern, Söhnen, und – Töchtern: Kurt Tucholsky, Theodor Storm, Astrid Lindgren und Raymond Carver.

Hanns-Josef Ortheil – “Die geheimen Stunden der Nacht”: In Ortheils Roman liegt der Großverleger mit dem zweiten Herzinfarkt im Krankenhaus. Für den ältesten Sohn beginnt der Kampf um die Nachfolge und das Familienerbe.

(weiterlesen …)

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Taschentelefone am 35. Mai

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Kleine Zeitreise gefällig?

Männer sind hellsichtige Kerlchen. Sie glauben mir nicht? Nun, dann werfen wir mal eben einen Blick in ein vergessenes Kinderbuch von 1931: Konrad, sein Onkel und ein Pferd auf Rollschuhen gehen durch den Dielenschrank in eine andere Welt, in der die Kinder mit Aktenmappen zur Börse wandern. In der Stadt Elektropolis machen sie eine merkwürdige Beobachtung:

Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: “Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!” Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.

Und satellitengesteuerte Autos kennt das Kinderbuch natürlich auch: “Konrad, der neugierig neben einem der Wagen hergerannt war, kam zurück und schüttelte den Kopf. ‘Denkt euch bloß’, sagte er, ‘die Autos fahren von ganz allein, ohne Chauffeur und ohne Steuerung. Mir ist das völlig schleierhaft.’
Das Buch trägt den Titel “Der fünfunddreißigste Mai oder Konrad reitet in die Südsee”. Autor: Erich Kästner. Lesenswert.

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