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verschwommene Bilder

Merkwürdig. In unserer medienbewegten Welt werden in jeder Sekunde unzählige Fotos zu jedem Ereignis ausgespuckt. Gleichgültig, wie wichtig es ist. Und von einer der größten Katastrophen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben, erreichen uns lediglich Bilder dunklen Wassers, Sprudelbläschen an einem Rohr, einige Schlammklumpen. Ulrich Wickert stellt dazu dazu in der letzten Samstagsausgabe der SÜDDEUTSCHEN fest: Wenn es von einer Katastrophe keine Bilder gibt, dann existiert sie auch nicht in den Köpfen der Menschen. Natürlich wissen das die Marketingexperten von BP und den anderen Firmen. Die Katastrophe “unsichtbar” zu machen, das ist der eigentliche Zweck der eingesetzen Chemikalien: der Ölteppich wird in Tröpfchen verwandelt, die sich über eine größere Strecke auf dem Wasser verteilen können. Gleichzeitig schmettern die industrienahen Republikaner eine Gesetzesänderung ab: momentan kann ein Konzern nur bis zu einer Höchstgrenze von 75 Millionen Dollar belastet werden. Diese Grenze sollte auf 10 Milliarden erhöht werden. Dazu z. B. der – republikanische – Gouverneur von Alaska: Da könne ja jeder kommen. Ein Konzern wie BP, der gerne mal an die 20 Milliarden an Jahresgewinn einfährt, lächelt dazu nur. Natürlich innerlich. Äußerlich hat die Pressesprecherin ihr schickes Business-Kostüm gegen einen Overall eingetauscht. Denn sie weiß: Bilder überzeugen Menschen. Aber es müssen die richtigen Bilder sein. Bilder im Sinne ihres Konzerns …
Nun gut, mit Bildern kann ich nicht dienen. Aber mit ein paar Worten, um die Katastrophe nicht gar so unsichtbar zu machen, wie es der Pressesprecherin lieb wäre. Und vielleicht ist es auch mal wieder Zeit für einen Link zu Greenpeace [Bildnachweis: marmota, unter CC]

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