Sex hinter Akten

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Na, wie steht's?

kay, den Welt-AIDS-Tag vorgestern habe ich mal wieder übersehen. Aber ganz sicher wird es doch wohl noch einen Welt-Aufklärungstag geben, oder? Also, ich sorge da schon mal vor und lenke den Blick der werten Leserschaft auf die “Loveline”. Nein, nein, die hat nichts mit jenen kostenpflichtigen Telefonnummern für einsame Herzen zu tun – sie ist ein offizielles Angebot unserer “Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung”. Ja, die Jungs haben sich Mühe gegeben. Da steht zum Beispiel auf der ersten Seite mit einer peppigen Grafik “Goldene Verhütungs-Regeln” – und danach kommt dann eine hübsche Liste, die an einen Bausparplan erinnert. Schön viel zu lesen. Daher gibt’s auch eine Menge Broschüren, die unsere Jugend bestimmt voranbringt. Da hätten wir beispielsweise “Fliegende Herzen – Leporello – Bildliche Darstellung zum Gebrauch von Kondomen insbesondere für nicht deutschsprachige Leser/-innen”. Toll. Insbesondere weil die nicht-deutschsprachigen Leser ganz bestimmt wissen, was ein Leporello ist. Vielversprechender klang da “Aufregende Jahre – Jules Tagebuch. Herrlich ehrlich und sehr hilfreich berichtet hier die 16-jährige Jule über ‘aufregende Jahre’ der Pubertät.” Ein Stück aus der “herrlich ehrlichen” Broschüre gefällig?

“Nimm so antibakterielle Mittel zur Reinigung. Oder Waschgels. Das hilft.” “Danke für den Tipp.” … “Aber pass bei den Mitteln auf, dass sie die Haut nicht austrocknen. Wenn sie nämlich austrocknet, entwickelt sie noch mehr Talg”, meinte Lena. (S. 22)

Nun gut, ich will nicht meckern – die Informationen sind ja irgendwo notwendig. Aber dass man so etwas auch frischer und wesentlich netter verpacken kann, zeigt dieser Zeichentrickfilm – der allerdings nicht auf einer Behördenhomepage zu Hause ist.

2 Kommentare

  1. Webdesign Berlin
    Feb 15, 2007

    Ich denke die Aufklärung in der Schule würde völlig ausreichen, wenn die Folgend von Aids etc. überall gleich “abschreckend” rübergebracht würden. Vielleicht sollte man Lehrer diesbezüglich besser bzw. einheitlich Schulen. Dazu noch eine “harte” Plakatwerbung (vielleicht mit Bilder von Aidsinfizierten kuirz vor dem Tod o.ä.) und schon würde der Verkauf von Kondomen rapide ansteigen… denke ich zumindest :)

  2. Paulina
    Feb 15, 2007

    Super Aufklärung hahahahaha

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