ooTunes – der Radiorekorder fürs iPhone

Webradio

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Gute alte Radio Days, die von Woody Allen [1] zuletzt Ende der 80-er Jahre verklärt wurden: Menschen, die fasziniert bilderlosen Tönen lauschen, die sich über Wetterberichte und Quiz-Sendungen freuen und den Markpreis für die Ernte ihrer Maisfelder erfahren wollen. Okay, auf Maisfelder kann ich nicht zurück greifen, aber auf meinen neuen iPod Touch, der vor einigen Tagen einen kreisrunden Lautsprecher spendiert bekommen hat. Da er gleichzeitig an meinem WLAN [2] hängt, lag der Einsatz als Webradio nahe. Die Vorteile von Webradios dürften hinlänglich bekannt sein: Man kann den Mormonen-Chor in Utah anhören oder den Polizeifunk von Manhatten oder Radio FreeFM in Ulm. Und tatsächlich macht der Kleine da eine gute Figur: das Umschalten zwischen den Sender geschieht recht flott [3], Navigation, Auswahl von Lieblingssendern usw. klappt mit verschiedener Software recht gut.
Aber bei der Suche nach einer geeigneten App bin ich auf ooTunes gestoßen, eine App, die seit heute in der Version 3.0 vorliegt und eine Menge kann. Vor allem aber: Sie kann Sendungen sogar aufzeichnen und speichern. Aber der Reihe nach …

Gleich an den Anfang möchte ich mal auf den mega-guten Support durch den Entwickler Steven Woolley hinweisen: Er hat mir in den letzten Tagen unermüdlich auf jede einzelne Mail innerhalb von Minuten geantwortet und nimmt die Anregungen seiner Nutzergemeinde meist umgehend in die neue Entwicklung auf. So kommt es, dass sein Senderverzeichnis mit fast 16.000 Stationen auch deutsche Kleinst- und Sonder-Stationen enthält – die App hat ein Formular eingebaut, mit dem jeder Nutzer einen neuen Sender melden/vorschlagen kann. Die Suche erstreckt sich nicht nur über die gewohnte Länder- und Genre-Rubrik, auch Städte sind einzeln aufgeführt.

Um die Übersicht zu bewahren kann zusätzlich zu der üblichen Favoritenliste einzelne Titel bookmarken und Stationen mit Tags versehen. Ja, es wird sogar eine Chronik festgehalten (samt Thumbnails der CD-Cover), so dass man leicht einen eben gespielten Sender wieder finden kann.

Falls der Sender entsprechende Infos liefert, wird auch recht oft das Coverbild gefunden und als Hintergrund eingeblendet. Mit den Lied-Texten ist das schon eher Glückssache. Aber das würde ich zusammen mit der „Ähnlichkeitssuche“, der YouTube-Anbindung den Mail-, Twitter- und Facebook-Funktionen auch eher als „Gimmick“ einordnen. Nützlicher ist da schon die Integration vieler Webdienste (Archive.org Live Concerts, Shoutcast, Icecast, MP3Tunes), obwohl das schnell zum Gefummel wird. Aber durch das sehr vollständige oben erwähnte Verzeichnis stört mich das nicht weiter.

Dafür ist ein kleiner aber feiner Trick erwähnenswert: Die Radio-Apps haben ja das Problem, dass sie im Unterschied zu den eingebauten Apps nicht im Hintergrund laufen können. Und da das iPhone kein Multitasking unterstützt, versiegt der Ton beim Start einer anderen Anwendung. ooTunes gibt die Möglichkeit, die aktuelle Radiostation über den Safaribrowser zu starten – und schwups, ertönt die Musik weiter. Einfach aber wirkungsvoll.

Und nun zur eigentlichen Neuerung: Die meisten Sender können aufgezeichnet werden, ja, es kann sogar eine zukünftige Sendung „vorprogrammiert“ werden für die Aufzeichnung. Die einzelnen Stücke landen in einem Archiv und können später beliebig abgespielt werden. Sehr nützlich, wenn man z. B. gerade ein interessantes Nachrichtenmagazin hört und sich Einzelheiten nicht notieren kann. Machbar ist es prinzipiell natürlich auch für Musikstücke oder Hörspiele, da die Dauer nicht begrenzt ist – so was würde ich allerdings dann doch lieber direkt am PC erledigen. Allerdings gibt es momentan noch nicht die Möglichkeit, die abgespeicherten Stücke auf den PC zu überspielen – doch Steven arbeitet bereits daran 🙂

Kleines jahreszeitliches Bonbon: unter „Genre“ wurden der Punkt „Christmas“ eingefügt – mit 40 Sendern. Na, dann kann Weihnachten ja kommen …

ooTunes, z. Zt. 3,99 Euro, HomepageApp-Store-Link

Screenshots

[1] Radio Days von 1987 gehört allerdings zu seinen schwächeren Werken. Nebenbei: das aktuelle ZEIT-Magazin ist Woody Allen gewidmet.
[2] Ach, hatte ich schon erwähnt, dass in einer Woche bei mir von dem lahmen 16-er-DSL auf VDSL 50 umgestellt wird …? 😉
[3] … zumindest im Vergleich zu meinem Tchibo-WLAN-Radio

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ooTunes – der Radiorekorder fürs iPhone

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Gute alte Radio Days, die von Woody Allen [1] zuletzt Ende der 80-er Jahre verklärt wurden: Menschen, die fasziniert bilderlosen Tönen lauschen, die sich über Wetterberichte und Quiz-Sendungen freuen und den Markpreis für die Ernte ihrer Maisfelder erfahren wollen. Okay, auf Maisfelder kann ich nicht zurück greifen, aber auf meinen neuen iPod Touch, der vor einigen Tagen einen kreisrunden Lautsprecher spendiert bekommen hat. Da er gleichzeitig an meinem WLAN [2] hängt, lag der Einsatz als Webradio nahe. Die Vorteile von Webradios dürften hinlänglich bekannt sein: Man kann den Mormonen-Chor in Utah anhören oder den Polizeifunk von Manhatten oder Radio FreeFM in Ulm. Und tatsächlich macht der Kleine da eine gute Figur: das Umschalten zwischen den Sender geschieht recht flott [3], Navigation, Auswahl von Lieblingssendern usw. klappt mit verschiedener Software recht gut.
Aber bei der Suche nach einer geeigneten App bin ich auf ooTunes gestoßen, eine App, die seit heute in der Version 3.0 vorliegt und eine Menge kann. Vor allem aber: Sie kann Sendungen sogar aufzeichnen und speichern. Aber der Reihe nach …

Gleich an den Anfang möchte ich mal auf den mega-guten Support durch den Entwickler Steven Woolley hinweisen: Er hat mir in den letzten Tagen unermüdlich auf jede einzelne Mail innerhalb von Minuten geantwortet und nimmt die Anregungen seiner Nutzergemeinde meist umgehend in die neue Entwicklung auf. So kommt es, dass sein Senderverzeichnis mit fast 16.000 Stationen auch deutsche Kleinst- und Sonder-Stationen enthält – die App hat ein Formular eingebaut, mit dem jeder Nutzer einen neuen Sender melden/vorschlagen kann. Die Suche erstreckt sich nicht nur über die gewohnte Länder- und Genre-Rubrik, auch Städte sind einzeln aufgeführt.

Um die Übersicht zu bewahren kann zusätzlich zu der üblichen Favoritenliste einzelne Titel bookmarken und Stationen mit Tags versehen. Ja, es wird sogar eine Chronik festgehalten (samt Thumbnails der CD-Cover), so dass man leicht einen eben gespielten Sender wieder finden kann.

Falls der Sender entsprechende Infos liefert, wird auch recht oft das Coverbild gefunden und als Hintergrund eingeblendet. Mit den Lied-Texten ist das schon eher Glückssache. Aber das würde ich zusammen mit der „Ähnlichkeitssuche“, der YouTube-Anbindung den Mail-, Twitter- und Facebook-Funktionen auch eher als „Gimmick“ einordnen. Nützlicher ist da schon die Integration vieler Webdienste (Archive.org Live Concerts, Shoutcast, Icecast, MP3Tunes), obwohl das schnell zum Gefummel wird. Aber durch das sehr vollständige oben erwähnte Verzeichnis stört mich das nicht weiter.

Dafür ist ein kleiner aber feiner Trick erwähnenswert: Die Radio-Apps haben ja das Problem, dass sie im Unterschied zu den eingebauten Apps nicht im Hintergrund laufen können. Und da das iPhone kein Multitasking unterstützt, versiegt der Ton beim Start einer anderen Anwendung. ooTunes gibt die Möglichkeit, die aktuelle Radiostation über den Safaribrowser zu starten – und schwups, ertönt die Musik weiter. Einfach aber wirkungsvoll.

Und nun zur eigentlichen Neuerung: Die meisten Sender können aufgezeichnet werden, ja, es kann sogar eine zukünftige Sendung „vorprogrammiert“ werden für die Aufzeichnung. Die einzelnen Stücke landen in einem Archiv und können später beliebig abgespielt werden. Sehr nützlich, wenn man z. B. gerade ein interessantes Nachrichtenmagazin hört und sich Einzelheiten nicht notieren kann. Machbar ist es prinzipiell natürlich auch für Musikstücke oder Hörspiele, da die Dauer nicht begrenzt ist – so was würde ich allerdings dann doch lieber direkt am PC erledigen. Allerdings gibt es momentan noch nicht die Möglichkeit, die abgespeicherten Stücke auf den PC zu überspielen – doch Steven arbeitet bereits daran 🙂

Kleines jahreszeitliches Bonbon: unter „Genre“ wurden der Punkt „Christmas“ eingefügt – mit 40 Sendern. Na, dann kann Weihnachten ja kommen …

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[1] Radio Days von 1987 gehört allerdings zu seinen schwächeren Werken. Nebenbei: das aktuelle ZEIT-Magazin ist Woody Allen gewidmet.
[2] Ach, hatte ich schon erwähnt, dass in einer Woche bei mir von dem lahmen 16-er-DSL auf VDSL 50 umgestellt wird …? 😉
[3] … zumindest im Vergleich zu meinem Tchibo-WLAN-Radio

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Gute alte Radio Days, die von Woody Allen [1] zuletzt Ende der 80-er Jahre verklärt wurden: Menschen, die fasziniert bilderlosen Tönen lauschen, die sich über Wetterberichte und Quiz-Sendungen freuen und den Markpreis für die Ernte ihrer Maisfelder erfahren wollen. Okay, auf Maisfelder kann ich nicht zurück greifen, aber auf meinen neuen iPod Touch, der vor einigen Tagen einen kreisrunden Lautsprecher spendiert bekommen hat. Da er gleichzeitig an meinem WLAN [2] hängt, lag der Einsatz als Webradio nahe. Die Vorteile von Webradios dürften hinlänglich bekannt sein: Man kann den Mormonen-Chor in Utah anhören oder den Polizeifunk von Manhatten oder Radio FreeFM in Ulm. Und tatsächlich macht der Kleine da eine gute Figur: das Umschalten zwischen den Sender geschieht recht flott [3], Navigation, Auswahl von Lieblingssendern usw. klappt mit verschiedener Software recht gut.
Aber bei der Suche nach einer geeigneten App bin ich auf ooTunes gestoßen, eine App, die seit heute in der Version 3.0 vorliegt und eine Menge kann. Vor allem aber: Sie kann Sendungen sogar aufzeichnen und speichern. Aber der Reihe nach …

Gleich an den Anfang möchte ich mal auf den mega-guten Support durch den Entwickler Steven Woolley hinweisen: Er hat mir in den letzten Tagen unermüdlich auf jede einzelne Mail innerhalb von Minuten geantwortet und nimmt die Anregungen seiner Nutzergemeinde meist umgehend in die neue Entwicklung auf. So kommt es, dass sein Senderverzeichnis mit fast 16.000 Stationen auch deutsche Kleinst- und Sonder-Stationen enthält – die App hat ein Formular eingebaut, mit dem jeder Nutzer einen neuen Sender melden/vorschlagen kann. Die Suche erstreckt sich nicht nur über die gewohnte Länder- und Genre-Rubrik, auch Städte sind einzeln aufgeführt.

Um die Übersicht zu bewahren kann zusätzlich zu der üblichen Favoritenliste einzelne Titel bookmarken und Stationen mit Tags versehen. Ja, es wird sogar eine Chronik festgehalten (samt Thumbnails der CD-Cover), so dass man leicht einen eben gespielten Sender wieder finden kann.

Falls der Sender entsprechende Infos liefert, wird auch recht oft das Coverbild gefunden und als Hintergrund eingeblendet. Mit den Lied-Texten ist das schon eher Glückssache. Aber das würde ich zusammen mit der „Ähnlichkeitssuche“, der YouTube-Anbindung den Mail-, Twitter- und Facebook-Funktionen auch eher als „Gimmick“ einordnen. Nützlicher ist da schon die Integration vieler Webdienste (Archive.org Live Concerts, Shoutcast, Icecast, MP3Tunes), obwohl das schnell zum Gefummel wird. Aber durch das sehr vollständige oben erwähnte Verzeichnis stört mich das nicht weiter.

Dafür ist ein kleiner aber feiner Trick erwähnenswert: Die Radio-Apps haben ja das Problem, dass sie im Unterschied zu den eingebauten Apps nicht im Hintergrund laufen können. Und da das iPhone kein Multitasking unterstützt, versiegt der Ton beim Start einer anderen Anwendung. ooTunes gibt die Möglichkeit, die aktuelle Radiostation über den Safaribrowser zu starten – und schwups, ertönt die Musik weiter. Einfach aber wirkungsvoll.

Und nun zur eigentlichen Neuerung: Die meisten Sender können aufgezeichnet werden, ja, es kann sogar eine zukünftige Sendung „vorprogrammiert“ werden für die Aufzeichnung. Die einzelnen Stücke landen in einem Archiv und können später beliebig abgespielt werden. Sehr nützlich, wenn man z. B. gerade ein interessantes Nachrichtenmagazin hört und sich Einzelheiten nicht notieren kann. Machbar ist es prinzipiell natürlich auch für Musikstücke oder Hörspiele, da die Dauer nicht begrenzt ist – so was würde ich allerdings dann doch lieber direkt am PC erledigen. Allerdings gibt es momentan noch nicht die Möglichkeit, die abgespeicherten Stücke auf den PC zu überspielen – doch Steven arbeitet bereits daran 🙂

Kleines jahreszeitliches Bonbon: unter „Genre“ wurden der Punkt „Christmas“ eingefügt – mit 40 Sendern. Na, dann kann Weihnachten ja kommen …

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[1] Radio Days von 1987 gehört allerdings zu seinen schwächeren Werken. Nebenbei: das aktuelle ZEIT-Magazin ist Woody Allen gewidmet.
[2] Ach, hatte ich schon erwähnt, dass in einer Woche bei mir von dem lahmen 16-er-DSL auf VDSL 50 umgestellt wird …? 😉
[3] … zumindest im Vergleich zu meinem Tchibo-WLAN-Radio

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