Inge for President

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Inge Utzt - was für eine Frau!

Kiner Beitrag zu den heutigen Landtagswahlen …
Auf verschlungenen Pfaden wandert der heutige Internet-Surfer. Alles begann damit, dass die Landesregierung von Baden-Württemberg meine Fernsehkanäle durcheinander gebracht hat. Österreich II ist aus dem Kabel genommen worden, was mich nun aber nicht wirklich trifft, da ich gar nicht wusste, dass ich diesen Sender empfangen konnte. Dafür hat BW – wohl im Zuge der aktuellen Geburten-Diskussion – einen Sender namens “family TV” (Klein-F – dies wohl im Zuge der kürzlichen Diskussion um die Rechtschreibreform) eingespeist, der “Werte im Fernsehen” vermitteln soll (wohl im Zuge der vergangenen Papstwahl-Diskussion). Im Zuge der Recherchen nach den erwähnten Hintergrundinformationen stieß ich auf die Aktion “Abgeordneten-Bibel” (ich wusste nicht, dass die eine eigene Übersetzung bekommen) und auf ein Interview mit einer mir bis dato völlig unbekannten Dame: Inge Utzt. Ihres Zeichens MdL (SPD), Wahlkreis IV in Stuttgart.
Die Startseite ihrer Homepage fängt schon mal gut an mit dem “Nachdenkbonbon der Woche”:

“Arroganz ist die Perücke geistiger Kahlheit.”

Ja, solche Sätze muss man 2 x lesen. Oder 3 x. Jedenfalls hatte sie mich neugierig gemacht und ich schlendere ein wenig durch ihre Homepage. Der größte Teil ist zwar ähnlich langweilig, wie es nun mal fast alle Webseiten fast aller Politiker sind, aber man stößt doch auf Unvermutetes, z. B. hier auf das forsche Clipart im Abschnitt “Inge Utzt tritt in die Pedale”. Aber besonders gelungen finde ich den Teil “Mein Tipp”. Da gibt es z. B. das Kochrezept “Betrunkene Pasta” als PDF-Download! Prima – so was würde man z. B. auf der Stoiber-Homepage sicher vergeblich suchen. Als Kinotipp empfiehlt sie “Walk the line”, was ich bei dem Titel ja auch ganz schön mutig finde. Okay, beim Buchtipp lässt sie nach – da etwas von Müntefering zu empfehlen … ich hätte mir da sehr schön “Harry Potter 6″ vorstellen können. Egal: Ihr Gedichte-Tipp versöhnt mich wieder: Mascha Kaléko ist auch eine meiner Lieblingsdichterinnen. Ebenfalls einen Blick wert ist ihr Lebenslauf mit einem Jugendbildnis.
Feine Sache – mal eine Politikerin, die mehr aus ihrer Homepage macht. So was sollte man unterstützen, finde ich. Also Jungs, die ihr in Suttgart IV wohnt: lasst Euch die Sache mal durch den Kopf gehen!

5 Kommentare

  1. Inge zum Vergessen
    Aug 27, 2007

    Da ich Frau Utzt persoenlich kenne kann ich deiner Empfehlung nicht so folgen. Man sollte aufgrund einer interessanten Homepage einer Politikerin nicht die falschen Schluesse ziehen. Frau Utzt war gluecklicherweise fuer nur fuenf Jahre im Landtag. Habe selten eine so inkompetente Politikerin kennengelernt. Kaum Sachverstand, dafuer aber eine “fesche” Homepage. Toll… Dann doch lieber langweilige (CDU/CSU) Politiker, die etwas von dem verstehen wofuer sie gewaehlt werden wollen.

  2. Herbert
    Aug 27, 2007

    Na ja, aus dem Text geht ja hervor, dass ich Frau Utzt nicht _wirklich_ empfehle. Jedenfalls nicht auf Grund ihrer Homepage – da waren meine Hinweise ja ironisch gemeint. Und da ich sie nicht wirklich kenne, konnte ich auch weiter nichts zu ihrer Person sagen.
    Ansonsten denke ich, dass sich in Bezug auf Kompetenz/Inkompetenz die beiden großen Parteien nicht gar so viel schenken. In beiden Parteien hat man kluge Köpfe, in beiden Parteien hat man dumme Köpfe. Aber was ein großer Teil aller Abgeordneten sträflich vernachlässigt, ist die … na ja, sagen wir mal optimistisch: “Transparenz”, die eine eigene Homepage aufweisen _könnte_. Zu was man also – jenseits der Programmfloskeln – wirklich steht, wie man bei zentralen Gesetzesvorlagen abgestimmt hat, welche Lobby man vertritt, woher man Gelder bezieht usw. usw. Die Technik ist da, viel Geld kostet es nicht, die Eingabearbeiten kann der ohnehin vorhandene Hiwi machen … Das wäre doch mal was :-)

  3. Inge Utzt
    Sep 3, 2007

    [quote comment="28247"]Da ich Frau Utzt persoenlich kenne kann ich deiner Empfehlung nicht so folgen. Man sollte aufgrund einer interessanten Homepage einer Politikerin nicht die falschen Schluesse ziehen. Frau Utzt war gluecklicherweise fuer nur fuenf Jahre im Landtag. Habe selten eine so inkompetente Politikerin kennengelernt. Kaum Sachverstand, dafuer aber eine “fesche” Homepage. Toll… Dann doch lieber langweilige (CDU/CSU) Politiker, die etwas von dem verstehen wofuer sie gewaehlt werden wollen.[/quote]

    Wäre schon mal interessant, wer da wen kennt und für inkometent hält. Also, raus aus der Deckung und mit Namen zu seiner Meinung stehen

  4. Inge Utzt
    Sep 4, 2007

    [quote comment="28249"]Na ja, aus dem Text geht ja hervor, dass ich Frau Utzt nicht _wirklich_ empfehle. Jedenfalls nicht auf Grund ihrer Homepage – da waren meine Hinweise ja ironisch gemeint. Und da ich sie nicht wirklich kenne, konnte ich auch weiter nichts zu ihrer Person sagen.
    Ansonsten denke ich, dass sich in Bezug auf Kompetenz/Inkompetenz die beiden großen Parteien nicht gar so viel schenken. In beiden Parteien hat man kluge Köpfe, in beiden Parteien hat man dumme Köpfe. Aber was ein großer Teil aller Abgeordneten sträflich vernachlässigt, ist die … na ja, sagen wir mal optimistisch: “Transparenz”, die eine eigene Homepage aufweisen _könnte_. Zu was man also – jenseits der Programmfloskeln – wirklich steht, wie man bei zentralen Gesetzesvorlagen abgestimmt hat, welche Lobby man vertritt, woher man Gelder bezieht usw. usw. Die Technik ist da, viel Geld kostet es nicht, die Eingabearbeiten kann der ohnehin vorhandene Hiwi machen … Das wäre doch mal was :-) [/quote]

    Sind ja gute Vorschläge, was eine Homepage zeigen sollte – bei der ironisierten stand eine ganze Menge von dem, was da gefordert wird, inklusive der parlamentarischen Initiativen, Reden, Pressemeitteilungen… Nur muß Mann dann auch die entsprechenden Buttons öffnen. Kommt mir vor wie jemand der im Badezimmer steht und bemängelt, dass dort kein Kochherd steht.

  5. Herbert
    Sep 4, 2007

    Hm, tja, vielleicht sollte Mann “die Buttons öffnen” – aber Frau sollte halt mal einen Blick auf den Kontext von dem Geschriebenen werfen:
    1. Beim Ausgangsposting ging es nicht um die inhaltliche Bewertung Ihrer Homepage. Sie hatten da halt einige kleine Passagen drin, die sich ganz lustig anhörten. Denn dass mein Blog u. a. einen satirischen Schwerpunkt hat, sollte unschwer erkennbar sein, wenn man ein wenig rauf und runter scrollt. Ansonsten hatte ich ja in dem Posting beschrieben, dass ich zufällig auf Ihre Site stieß und auf diese eingegangen bin, weil gerade Wahltag war.
    2. In meinen Antwortkommentar zum vorherigen Schreiber habe ich ja nun wohl außerordentlich eindeutig eine allgemeine Aussage gemacht: “Ein großer Teil aller Abgeordneten …” – zeigen Sie mir doch bitte die Formulierung in diesem Kommentar, mit der “Mann” Ihre Homepage gemeint hat. Es sei denn, Sie empfinden sich als “großer Teil der Abgeordneten” in Persona. Tun Sie das?
    3. Tatsächlich habe ich völlig offen gelassen, ob Ihre Homepage in diese Kategorie fällt oder nicht – denn sie ist nicht mehr vorhanden. Jedenfalls nicht unter der im Posting erwähnten URL, wenn ich es richtig sehe. Vielleicht ja doch irgendwo, aber ich wüsste jetzt wirklich nicht, warum ich danach suchen sollte.
    Abschließend vermute ich jetzt einfach mal, dass Sie ihren Namen in Google eingegeben haben und darüber zu meinem Blog gekommen sind. Es ist natürlich auch in Ordnung, wenn Sie etwas zu den Behauptungen des Erstkommentators schreiben. Aber warum Sie dann 1 Tag später eine andere Diskussion aus der Luft zaubern, ist mir schleierhaft. Und – da ich Ihre Identität nicht überprüfen kann, Ihre IP ist da nicht eindeutig – würde ich vorschlagen, wir beenden das an dieser Stelle. Sonst argumentiere ich hier am Ende mit jemandem, der sich nur für Sie ausgibt – und das wollen wir doch beide nicht, gelle? :-)
    Good Luck!

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