Hommingberger Gepardenforelle

Ja, die Hommingberger Gepardenforelle lässt das Herz jeden echten Anglers höher schlagen – wenn sie nur nicht so selten wäre. Keusch und schüchtern ist sie – aber dennoch ausgesprochen schmackhaft. Obwohl, so genau weiß man das nicht. Denn sie kommt ja ausschließlich in jenem Tannenkopfsee in Gumpersperg (bei Höchst im Odenwald) vor – und die Eingeborenen dort glauben, dass es Unglück bringt, eine Hommingberger Gepardenforelle einfach so zu essen. Gerät sie dennoch einmal ins Netz, wird sie möglichst bald wieder ausgesetzt. Dennoch lockt der Tannenkopfsee viele Besucher an: In lauen Sommernächten schwimmt die Forelle manchmal ganz, ganz dicht unter der Wasseroberfläche.
Ja, das ist schon ein gar lustiges Schauspiel, was sich da bietet. Gute Tradition ist es auch, der Gepardenforelle ein paar rosa Marshmallows ins Maul zu werfen (ihr Name “Hommingberger” kommt ja von dem alten Homming hinter den Bergen, der einst das Mallow-Grillen erfunden hat). Werden die Süßigkeiten von dem Fisch angenommen, so bedeutet das ein langes Leben und viele Kinder. Ja, das Wassertier war schon immer für manch lustigen Einfall gut. In diesem Sinne: Weidmanns Heil!




da hat wohl einer zuviel in der ct gelesen.