Kollektive Überwindung des inneren Schweinehunds

Eigentlich mag ich diesen Begriff “innerer Schweinehund” nicht sonderlich. Er klingt so nach “strammstehen” oder “Mensch, Müller Zwo, jetzt reissen Sie sich aber mal am Riemen! Sind doch wohl kein Muttersöhnchen, was?!” Aber egal. Wir wissen alle, worum es geht: aufgeschobene Steuererklärungen, Socken unter dem Bett, kalorienhaltiger Nachtisch – was auch immer uns degnerierten Wohlstandsbürgern so auf der Seele brennt.
Bislang schoben willensschwache Seelen derartige Dinge bis zum 31. 12. auf, um den jährlichen Entschluss zu fassen, dass ab 1. 1. alles anders werden würde und spätestens am 10. 1. wieder dort zu sein, wo man schon am 30. 12. war. Aber das ist Schnee von letztem Jahr. Im Zeitalter des Internets und des Bloggings macht man so etwas ganz anders: Man/Frau ruft die Aktion “weniger ist mehr” ins Leben und sucht sich Mitstreiter.
Stattliche 50 Leute scheinen inzwischen schon dem Kollektiv anzugehören, das sich wohl “Tagesaufgaben” und “Wochenaufgaben” setzt, dann wird die jeweilige Aufgabe morgens um 7:00 Uhr (!) auf dem Blog veröffentlicht und man hat 24 Stunden Zeit, sein “erledigt” zu verkünden.
Ich formuliere das jetzt mal alles absichtlich vorsichtig, da ich den Beginn der Aktion nicht mitbekommen habe, sondern einen Hinweis im (übrigens sehr empfehlenswerten!) Blog “ALLesallTÄGLICH” fand.
Schöne Idee. Falls diese Gruppe sich mal eine Jahresaufgabe vornehmen will, bei der alle 50 mitmachen könnten, hätte ich da eine Adresse in Ulm …
(Nebenbei: Da gibt es wohl irgendwelche Zusammenhänge, da sich diese Blogs “DesignBlog” nennen – vielleicht klärt mich mal bei Gelegenheit jemand auf, ob das eine Art Blogring ist oder sich auf die verwendete Technik bezieht.)




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