Männer

Männergerechter Kinderwagen

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maenner-kinderwagen

Gib Gummi!

Jeder junge Vater kennt sie: All die bunten Kinderwagen und Buggies, die mal groß und globig, mal klein und zierlich aus dem Kofferraum geholt werden. Und 51 % der kinderwagenschiebenden Männer fragen sich: Trübt es meinen männlichen Gesamteindruck, wenn ich so was schiebe?

Dank dem neuen Modell des Herstellers “4moms” stellt sich diese Frage nicht mehr! Ein sanfter Druck auf den Starterknopf setzt die Hydraulik in Gang – ähnlich, wie wir es von der kulturell hochwertigen Transformer-Reihe kennen. Das Teil entfaltet sich von alleine, kein lästiges Suchen mehr von Einrastriegeln. Stroßgedämpft rattert man über das Pflaster, flüsterleise, der Akku für die 8 Leuchtquellen lädt sich während des Schiebens, ein Display gibt fortwährend Auskunft über viele Kennziffern, natürlich lassen sich iPod und iPhone anschließen, verschiedene Transparenzschichten sorgen für klaren Blick auf den Sprössling … und … und … und. Gewiss, man muss ein Stückchen tiefer dafür in die Tasche greifen – aber mal ehrlich: Sollte das der Nachwuchs nicht wert sein? – Auf jeden Fall ist das Video sehenswert!

Homepage von 4moms.

[Hinweis via Twitter von @ubermarkus erhalten - danke!]

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Kann Nespresso Sünde sein?

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Weihnachten und Kaffeemaschinen – das eine ist nicht ohne das andere zu denken. Jedenfalls bekommt man diesen Eindruck, wenn man in diesen Vorweihnachtswochen durch die Kaufhäuser driftet und all die bunten Maschinen sieht …

nespresso

kritischer Kaffee

Wir kamen von einem Konzert zurück, Kerzenlicht ergoss sich über die rötlich-weihnachtliche Sofatischdecke, das Zimmer war warm und ich beschloss, die heimelige Stimmung zu meinen Gunsten auszunutzen:
„Hach tja“, seufzte ich. „Ein kleiner Abend-Espresso wäre jetzt doch eine feine Sache.“
„Dann geh‘ in die Küche und mach‘ Dir einen“, erwiderte Isabell, die pragmatischste von allen Freundinnen.
„Das könnte ich natürlich tun“, meinte ich gedehnt. „Aber das ist so umständlich.“
Sie: „Was ist daran umständlich? Kännchen füllen, Herdplatte anmachen, Kännchen drauf stellen, Kännchen runter nehmen.“
Ich: „Eben!“
Sie: „Eben?“
Ich: „Das ist so schrecklich retro …“
„Retro“ hatte ich von Sanni. Die arbeitet in einer Werbeagentur und schleppt ständig solche Wörter an.

Isabell schwieg. Sie arbeitete in keiner Werbeagentur und ignorierte Wörter, die sie für inhaltsleer hielt.  Nun versuchte ich es direkter:
„Also Matthias, der hat sich vor kurzem eine dieser schicken Nespressomaschinen gekauft und ist völlig hin und weg davon.“
Isabell blieb unbeeindruckt: „Dein Freund Matthias“, sie betonte „dein“, „der war auch hin und weg von dem Plastikhecht an der Wand Deiner Mutter, der immer ‚Merry Christmas‘ plärrt und mit der Flosse schlägt, wenn man an ihm vorbei kommt. Auch, wenn es Ostern ist.“
Über Ostern wollte ich mich jetzt nicht mit ihr unterhalten. Daher nahm ich einen neuen Anlauf:

„Also lassen wir Hans“ – Hans hieß der Plastikfisch – „lassen wir Hans jetzt mal aus dem Spiel. Du musst doch zugeben, dass diese kleinen bunten Kapseln wahnsinnig praktisch sind. Rein damit in die Maschine und fertig.“
Isabell pfffte durch die Zähne, was gemeinhin kein gutes Zeichen ist. Ihr Ton wurde auch ein klein wenig kampfbereiter:
„Eben – rein damit und raus damit! Milliarden von Aluminiumhütchen wandern in den Müll! Findest Du das etwa besonders umweltschonend?“
Mit diesem Argument hatte ich schon gerechnet und auf der Nespresso-Webseite nachgelesen, was man entgegnen könnte. Also hielt ich den Aluminiumhütchen den Gelben Sack entgegen, was mir nur ein weiteres „Pfft“ einbrachte und die Bemerkung, dass ich wohl noch an den Weihnachtsmann glauben würde. Isabell fuhr fort:
„Mal abgesehen von der Umwelt – weißt Du, was Dich das kostet?“
„Na ja, die Maschinen sind gar nicht mal so teuer, dafür, dass sie 19 Bar Druck …“ Weiter kam ich nicht. Mit einem ihrer gekonnten wedelartigen Handbewegungen brachte sie mich zum Schweigen: „Ich meine nicht die Maschinen – ich meine den Kaffee.“
Ich strahlte, denn da wusste ich den Preis centgenau: „32 bis 38 Cent die Tasse!“
Sie: „Eben!“
Ich: „Eben?“
Sie: „Ja, rechne doch mal: In einer Kapsel sind 5 Gramm drin, ein Gramm kostet also rund 7 Cent. Das Kilogramm Kaffee entsprechend satte 70 Euro!“
Hm, so hatte ich das noch nicht gesehen. 70 Euro klang jetzt wirklich nach viel. Okay, ich gab schon mal 14, 15 Euro für einen Hochlandkaffee aus. Aber dieser Betrag stimmte mich nun doch nachdenklich. Ich schwieg. Ich schwieg auch, weil mir keine richtigen Argumente mehr einfielen. Innerlich nahm ich Abschied von der Lattissima EN 670, die ich für läppische 200 plus 50 Euro Kapselgutschein beim Media-Markt in der Blaubeurer Straße gesehen hatte. Aber es stimmte: Es war wichtig, dass man nicht jeden Marketinggag mit machte und gelegentlich die Welt rettete. Ja, meine Isabell – ich strich ihr zärtlich über die Haare. Nur eine Frage hatte ich noch: (weiterlesen …)

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Fotogalerie: Mitgenommene Männer

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müde Männer

Wann ist es vorbei?

Vor einiger Zeit hatte ich bereits unter dem Titel “Abenteuer in der Damenabteilung” auf die Qualen von mitgenommenen Männern aufmerksam gemacht. Warum müssen Frauen überhaupt jemand beim umsortieren gewebter und gegerbter Alltagsmaterialien bei sich haben? Wir kaufen unsere USB-Festplatte doch auch ganz alleine.

Ewige Rätsel. Wie auch immer, in der heutigen Ausgabe des SZ-Magazins findet sich eine sehr schöne Fotogalerie: Männer wurden abgelichtet, während sie auf ihre Frauen warteten. Was mag alles in ihren Köpfen vor sich gegangen sein?  Vielleicht hat der ein oder andere nobelpreisverdächtige mathematische Formeln entwickelt? Die Lösung für das griechische Staatsdefizit entdeckt? Oder er hat überlegt, in welchem Internet-Forum sich ähnlich Geschlagene versammeln? Dabei wäre es so einfach, sich auch im Sitzen ein wenig die Zeit zu vertreiben [Video].

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Bäuerinnen in Österreich

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frauen männer

Fesch!

Manchmal lohnt ein Blick über den Tellerrand. Ich gebe zu, Österreich kenne ich eigentlich eher als Land, durch das ich fahre, um nach Italien zu gelangen. Aber offensichtlich kümmern sich in dieser Region erstaunlich viele Stellen um das Wohl und Wehe von Männern – vielleicht gibt es nicht mehr ganz so viele davon? Man weiß es nicht.
Wie auch immer: Hier mal eine Reihe meist recht “dicker” (PDF-)Broschüren, die uns Männern unter die Arme greifen sollen:

“Zeit zum Vatersein. Das Väter-Buch”: 200 Seiten vom Sozialministerium mit Hinweisen zum Rollenmanagement, Erfahrungsberichten usw. [PDF-Link]
“Männer in den Medien”: satte 350 Seiten mit einem Querschnitt von Kinofilmen bis Werbeinhalten [PDF-Link]
Dokumentation “Körperbilder. Gender Gesundheit”: diesmal vom Frauenreferat Voralberg, knapp 100 Seiten [Link]
“Männer und emotionale Kompetenz”: 75 Seiten, sehr textlastig [PDF-Link]
Da der Männerblog immer auf Ausgewohnheit bedacht ist, haben wir zum Schluss noch ein echtes Schmankerl:
“Bäuerinnen in Österreich”: herausgegeben von der “Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Bäuerinnen” – auf 60 Seiten erfährt man alles über das “Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt”, ein Thema, das uns alle angeht. [PDF-Link]

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Thema Jungs

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Jungs

Mit sich eins.

Männer sind vielfältig. Kein Wunder, dass sich sehr unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen mit ihnen beschäftigen: Ob Spiel- und Sammeltrieb, Bildungssituation an Schulen, bevorzugter Lesestoff, Einübung von Rollenverhalten – die Liste ist fast unendlich. Aber “DRadio Wissen” hat einen interessanten Thementag dazu gemacht und das Wesen der männlichen Erdbewohner näher beleuchtet. Schön gemachte Rubrik mit Hintergrundmaterialien und Sendungen zum Online-Hören oder Downloaden: “Thementag Jungs”. – Apropos verspielte Jungs: Hier noch ein nettes 3D-Ping-Pong-Spiel fürs Wochenende. – Und der besondere Gruß geht an alle einsamen gitarrespielende Jungs, die vor sich hin trällern, während in der Dunkelheit leise die Schneeflocken fallen …

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Um den Bart gewickelt

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Der Mann und sein Bart

stilgerecht

Ja, schon lange sind die Zeiten vorbei, in denen ein kerniger Kerl wie Tom Selleck als Magnum ganze Frauenschwärme hinter sich her zog. Solche Bärte sind zwar einerseits ein alter Hut, andererseits lässt sich doch viel aus dem guten Stück machen. Wer zunächst einmal probieren möchte, ob ihm so etwas steht, der wird beim “Schnauzbart zum Anstecken” fündig oder greift zu diesem pfiffigen Bierglas.. Oder wie wäre es mit einem entsprechenden Ring? Hat auch nicht jede(r). Ja, sogar eine ganze “Bart-Typologie” lässt sich mit wenigen Strichen erstellen. Oder eine “Typographie”. – Und auf welch lustige Ideen man kommt, wenn man ein paar Haare mehr hat, zeigt Elmar Weisser, der Bartweltmeister Freistil (!) 2005. -  Oder man denkt an die guten alten Zeiten der Barbershop Music? Das ein Mann hier sehr einfallsreich sein kann und mit sich selbst auskommt, demonstriert dieses Video.

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Beardyman. Der mit dem Beat boxt.

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beatboxing

buff uff schuff

Der Weblog Phlow ist immer für eine Überraschung gut. So bin ich durch ihn auf den unglaublich guten englischen Beatboxer Beardyman aufmerksam geworden – hier mal seine Homepage, auf YouTube gibt es es massenhaft Videos von seinen Auftritten zu sehen. Irre, was da an Tönen, Lauten, Geräuschen entsteht! – Dass Frauen hingegen den Begriff “Beatboxing” nicht immer richtig verstehen, kann man sich in diesem Video ansehen (Vimeo). – Dafür hat der kleine Papagei durchaus verstanden, worum es geht (Vimeo). – Der heimliche “King of Beatboxing” ist hingegen dieser Basset, der sicher lange geübt haben dürfte (Vimeo).

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Abenteuer in der Damenabteilung

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Frauenkleider

Allein unter Kleidern

„Nein, nein – hier finde nichts“, sagt Laura. Laura, die modebewussteste von allen Freundinnen, geht schnellen Schrittes vor mir her. Ich trotte hinten drein. Ort der Handlung: Peek & Cloppenburg. Solche Damenabteilungen machen mich immer nervös, hier bin ich einfach nicht zu Hause. Das ist mir auch viel zu viel Auswahl – all diese Stoffe, Schnitte und Farben machen mich ganz hibbelig. Da lobe ich mir die Herrenabteilung: Ich will eine Hose. Also gehe ich in die rechte Ecke, wo es Hosen gibt, gehe zu meiner Kleidergröße, entscheide mich für eine in Schwarz oder Grau, gehe in die Umkleidekabine, komme raus und zahle. Wenn sie besonders gut passt, nehme ich gleich noch eine zweite von der Sorte. Ein Vorgang, der sich einmal jährlich abspielt und in 20 Minuten erledigt ist.
Nicht so bei Laura. Laura sucht was im „Sale“-Bereich für die „Mid-Season“, was leicht ist und was man bei einer Einladung tragen kann und das zu ganz bestimmten Schuhen passt, die sie zwar erst anschließend erwerben wird, von denen sie aber schon sehr genaue Vorstellungen hat. Der eingangs erwähnte Satz „hier finde ich nichts“ ist dabei völlig bedeutungslos. Für mich als Mann wäre das eigentlich das Signal, das Geschäft zu verlassen. Nicht für Laura. Laura zieht unentwegt weitere Kleidungsstücke von den Stangen, manchmal auch zwei gleichzeitig, um sie gegeneinander zu vergleichen, rümpft die Nase, hängt sie zurück. Schließlich erweckt ein braunes Sommerkleid mit Rottönen ihr Interesse, jedenfalls behält sie es länger als 30 Sekunden in der Hand. Sie schaut sich nach mir um und fragt: „Na, wie findest du das?“ Ich antworte hoffnungschöpfend: „Das sieht gut aus! Nimm es! Und lass uns gehen.“ Sie geht nicht weiter auf mich ein, legt das Kleid über ihren angewinkelten Arm und betrachtet aufmerksam die Kleidungsstücke links und rechts davon. Ich will auch nicht untätig sein und mache sie auf ein weiteres Kleid aufmerksam, das ihrer Wahl sehr ähnlich sieht. Eigentlich ist es identisch und hat lediglich 3 Falten mehr. Sie sieht mich empört an: „Das da?“ Das ist keine Frage, sondern ein Vorwurf. „Aber hör‘ mal! Nie und nimmer!“ Ich verstumme. Eigentlich sehe ich keinen Unterschied, aber offensichtlich scheint es gewaltige Unterschiede zu geben, die für uns Männer lediglich unsichtbar sind.
(weiterlesen …)

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Männer im Schlafmodus

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Schlafmodus

Schlaflabor für zu Hause

Regina schaute mich über den Brötchenkorb hinweg fassungslos an: “Was soll ich?” fragte sie mit einem drohenden Unterton.
Ich beschwichtigte, während ich von meinen iPhone aufschaute:
“Jetzt reg’ Dich doch nicht gleich auf – es wird nur für ein paar Tage sein – bis es sich kalibriert hat.”
Sie schnaubte mit der gleichen Stimmlage:
“Kali … was?”
“Bis es sich auf mich eingestellt hat – das soll bereits nach zwei bis drei Tagen der Fall sein.”
“Und so lange soll allen Ernstes _ich_ im Gästezimmer übernachten, damit _Du_ das Bett mit Deinem Handy teilst? Du bist ja wohl nicht ganz backen!”

Ich seufzte. Wann würde sie je begreifen, dass mein iPhone kein normales “Handy” war? Vielmehr konnte es eine Vielzahl ausgesprochen nützlicher Programme ausführen, wie z. B. über den Zustand des aktuellen Waschgangs zu informieren. In diesem speziellen Fall ging es mir allerdings um eine wesentlich wichtigere Software (Sleep Cycle), die geschickt die neuesten Ergebnisse der Schlaflaborforschung ausnutzte: Dank der im iPhone eingebauten Sensoren wurden auch leichteste Veränderungen während des Schlafs registriert, wenn man es flach neben sich auf die Matratze legte (natürlich ein Stück weiter weg vom Körper, versteht sich). Ein ausgeklügelter Algorithmus registrierte so die Tiefschlafphasen des Besitzers. Wenn man nun, sagen wir mal, um 7:30 Uhr geweckt werden möchte, stellt man dies als Weckzeit im Programm ein. Die Software ihrerseits berechnet den idealen Zeitpunkt des Aufwachens in der halben Stunde vor dem Aufstehen. So erwachte man wesentlich frischer als wenn man mitten aus dem Tiefschlaf aufgerufen würde.
Der Haken bei der Sache war nun, dass das Programm einige ungestörte Nächte mit dem Besitzer verbringen musste – eben jene erwähnte Kalibrierung – um seinen ganz persönlichen Schlafrhythmus zu erkunden. Und dabei störte eine zweite Person im Bett – sie verfälscht das ganze Ergebnis. Daher hatte ich die harmlose Bitte an Regina gerichtet, einfach mal zwei Nächte ohne mich zu verbringen. Das konnte ja wohl nicht so schwer sein!

“Rigaleinchen”, säuselte ich in meinem einfühlsamsten Tonfall, “hast Du nicht auch lieber einen munteren, aufgeweckten Tiger an Deiner Seite als einen ermatteten Brummbären?” Ich lächelte und versuchte, Ihr kumpelhaft über den Tisch auf den Arm zu boxen, was misslang, weil der Honig im Wege stand. Wann würde mal jemand auf dieser Welt endlich klebefreien Honig erfinden?!
Die emotionsvollste aller Freundinnen blitzte mich noch immer mit ihren funkelnden Augen an:
“Tiger? Ich hör ja wohl nicht richtig! Du willst ernsthaft behaupten, dass so ein Ding …” – Ich verzog schmerzhaft das Gesicht bei der Gleichsetzung meines iPhones mit einem “Ding” – “… dass so ein Ding einen anderen Menschen aus Dir macht?”

Dank meiner Rhetorikkurse wusste ich, dass ich nun ein wenig einlenken musste, um mein Ziel zu erreichen:
“Nun, Schätzelein” Das Wort “Schätzelein” benutzte ich nur im Notfall. Ich hatte es von Jürgen von der Lippe und da Regina aus Köln kam, hielt ich es für angebracht, Erinnerungen an ihre Heimatstadt zu wecken. “Natürlich nicht gleich einen anderen Menschen. Aber ich wäre einfach fitter den Tag über. Zum Beispiel überlege ich ja schon lange, den Flur neu zu streichen …”
“Pah! Du überlegst nicht lange, Du überlegst das seit geschlagenen 3 Jahren!”
Ich überging die kleinliche Bemerkung über Zeitverläufe: “… und wenn ich mich so richtig fit fühle, dann ist so was ein Klacks für mich!”
Sie zögerte einen Moment mit ihrer Antwort, was für mich als Kenner sozialpsychologischer Abläufe ein deutliches Zeichen war, dass ich auf der Gewinnerstraße war. Dann meinte sie:
“Tatsächlich? Und die alten Computerkartons aus dem Keller – würdest Du die dann auch alle weg bringen?”
Frauen! Reichte man ihnen den kleinen Finger … Ich rechnete meine Chancen durch. Eventuell war sie über einen renovierten Flur derart glücklich, dass die Sache mit den Kartons wieder in Vergessenheit geraten würde …
“Deal!” strahlte ich sie an. “Zwei Nächte im Gästezimmer – und Du kriegst dafür Flur und Keller!”
Nun lächelte sie mich an, was mich misstrauisch machte.
“Liebling …” Ich war alarmiert! “Muss es denn das Gästezimmer sein? Es reicht Dir doch, wenn Du alleine im Bett schlafen kannst, oder?”
War das jetzt eine Fangfrage? Wahrscheinlich. Trotzdem antwortete ich unschuldig: “Ja, klar, es geht, wie gesagt, nur um diese brandneuen Erkenntnisse der Schlafforschung …”
“Fein. Dann gib mir doch bitte mal Dein Handy!” Alle Alarmglocken gingen bei mir an und ich umklammerte es fester. Sie sah, wie meine Fingerknöchel weiß wurden und schäkerte: “Ach, Du Dummerchen, ich will Deinem Telefönchen nichts tun. Ich will nur jemanden anrufen.”
Widerwillig rückte ich es raus. Sie wählte eine Nummer, ich ließ sie nicht aus den Augen.
“Ja? Hallo, hier ist Regi-Pegi! Ja, Markus, sag’ mal, Du hast Dich doch gerade von Deiner Frau getrennt, bist aber in der Wohnung geblieben, oder? … Ja, eben, viel Platz und ganz alleine … Könnte ich eventuell zwei Nächte … Nein, nein, keine Probleme … Es geht um irgendeinen Kalibri oder so … Erkläre ich Dir, wenn ich bei Dir bin …”
Weiter kam sie nicht. Ich hatte der hinterlistigsten Freundin von allen das iPhone entrissen und rief ins Telefon: “Hi Markus, Regileinchen ist ein bisschen beschwipst … ich ruf’ Dich nachher noch mal an …”
Ich setzte mich schwer atmend und sagte: “Okay, Du hast gewonnen – kein Gästezimmer.”
Sie schwieg und machte sich, in sich hineinlächelnd, ein Honigbrötchen.
Ich schwieg auch und wusste, dass ich viel raffinierter als sie war. Ich würde die Kalibrierung einfach tagsüber vornehmen. Kollege Gerstlinger hatte nämlich ein Feldbett in seinem Büro stehen, das er mir sicher mal ausleihen würde … Und sie konnte mir die nächsten zwei Jahre nicht mehr mit Flur und Keller kommen. Na, wer hatte nun gewonnen?!

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Selbstverteidigung für moderne Frauen

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Rutsch mir das Dach runter!

Rutsch mir das Dach runter!

Viele Leserinnen werden die Situation aus eigener Erfahrung kennen: Man steht morgens auf einem Dach, z. B. um seine Frühgymnastik zu absolvieren, und plötzlich kommt ein schwarz gekleideter Mann um die Ecke. Nun, zunächst sollte frau sich vergewissern, dass es nicht der eigene Mann ist – vielleicht hat er ja nur den Frühstückstisch zum Valentinstag gedeckt. Sollte es sich jedoch um einen Unhold handeln, so gehe man in der bewährten Weise – wie die junge Dame links – vor (Youtube-Video). Statistisch gesehen tritt allerdings weit häufiger der Fall auf, dass man Männern im Anzug auf der Straße begegnet, die es auf eine Handtasche abgesehen haben. Dazu gibt es ein sehr hübsches Fundstück aus den 30-er Jahren, das eindringlich die wichtigsten Handgriffe demonstriert – man beachte, dass der Demonstrationsmann auf jegliche weiche Unterlage verzichtet, damit es auch möglich ernst wirkt! Youtube-Video (ergänzend Video2 und Video3).

[Ein Beitrag aus der Männerblog-Reihe "Männer helfen Frauen".]

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Der Pulli-Generator

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Soft im Hier und Jetzt.

Soft im Hier und Jetzt.

Für viele ist Weihnachten schon gelaufen. Für andere hat es noch gar nicht angefangen. Denn was gehört eigentlich zu diesem Fest? Richtig, ein Pulli, der zwar zu groß und hässlich ist, aber mit viel Liebe gestrickt wurde (Ron Weasley weiß ein Lied davon zu singen). Denn was machen die heutigen Frauen und Mütter? Sie bloggen über das Stricken, aber sie verschenken keine Pullis an einsame Söhne in der Fremde! Also auch für diesen Bereich gilt: Selbst ist der Mann. Kein Problem. Werfen Sie einfach den Pulli-Generator an: geschmackvolle Farben und Muster, eigene Schriftzüge und viele, viele süüüße Ornamente stehen zur Auswahl. Und zum Schluss können Sie noch Ihr eigenes Foto hochladen. Mein Tipp: Das Resultat ausdrucken und neben die morgendliche Kaffeetasse stellen – Ihre Mutter wird die Zeichen zu deuten wissen!

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Eiskalte Kurzkrimis vom USB-Stick

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Hol' sie Dir!

Hol' sie Dir!

Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit hatte der Deutschlandfunk in seinen Dezembersendungen 4 Kurzkrimis versteckt, in denen USB-Sticks eine ganz besondere Rolle spielten. Moderiert von einer tändelnden [1] Frauenstimme, jeweils um die 6 Minuten lang, nachvollziehbaren Dialogen, schnell zur Sache kommend – so, wie wir Männer es haben wollen. Passender Name für Mini-Reihe: “Sticks auf den Tisch!”. Davon handelt zum Beispiel Folge 1:

Plocks erster Fall: Industriespionage, eine verschwundene Chefsekretärin und das Flussdiagramm eines Schmelzverfahrens, digital versteckt im CT-Bild eines Lungenflügels.

Der Männerblog, der Weblog für ausgefallene Fundstücke, macht die Links zu den MP3-Dateien – ganz legal -  wieder zugänglich [2]!
Folge 1: Lungenflügel
Folge 2: Angelstündchen
Folge 3: Wolkensäue
Folge 4: Streuselkuchen
Ein ganz besonders originelles Geschenk wäre es natürlich, wenn sie einen mit diesen Dateien bespielten USB-Stick verschenken. Aber statt eines Nullachtfuffzehn-Stick doch bitte einen mit Niveau!

[1] Ursprünglich wollte ich “lasziv” schreiben, aber das hätte den ein oder anderen Leser unnötiger Weise auf falsche Gedanken gebracht. “Tändeln” kann man als Synonym durchgehen lassen.
[2] Entnommen sind die Links der Reihe “Computer und Kommunikation” des Deutschlandfunks.

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Und ewig lockt die Tretmühle

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sprunghafte Männer

sprunghafte Männer

Weihnachtsplätzchen durch Computerarbeit aufbrauchen – geht das denn? Für den sportlichen Mann am Computer keine Frage: er stellt seinen PC einfach etwas höher und schiebt ein Laufband darunter – schon kann er das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden! Wie das in der Praxis aussieht, kann man hier bewundern. – Okay, nun werden Sie denken: Ts, Männer, immer nur Arbeit im Sinn! Keineswegs. Wir können auch gar lustige Kerlchen sein! Bleiben wir beim Thema und werfen einen Blick auf eine Videodokumentation der Männergruppe Essen-Rüttenscheid (YouTube – auch einen Blick wert: die Lego-Variante). – Und wenn Sie jemanden aus der Tretmühle befreien wollen, dann könnte vielleicht das Flash-Spiel “Harry der Hamster” etwas für Sie sein.

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Hier können Sie probemelken!

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(vergrößern)

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Samstagmittag, Fußgängerzone Ulm. Generell bin ich da mit meinen Einkäufen beschäftigt. Doch das Unterbewußtsein von uns Männern schläft nie. So bog ich heute von der Hirschstraße Richtung Fischerviertel mit zwei vollen Einkaufstüten ab. An dieser Ecke pflegt samstags ein gelbes Zelt der Scientologen mit dem verheißungsvollen Stichwort “Urlaubs-Stress-Test” zu stehen. Diesmal waren hier aber Bilderbücher mit Kühen ausgestellt. ‘Na’, dachte ich im Vorbeigehen, ‘neue Masche, Jungs?’

Doch ein kleines Schild machte mich stutzig: “Hier können Sie probemelken!” Dazu ein Schemel, der aus einer neuen IKEA-Modellreihe für Verwegene stammen konnte (“Sitzt Du schon oder melkst Du noch?”). Für einen kurzen Moment überlegte ich, ob ich verharren sollte. Vielleicht kamen ja ein oder zwei Probanden vorbei, die das interessante Möbelstück ausprobieren würden. Angesichts der Schwere meiner Einkaufstüten und der Regentropfen verwarf ich den Gedanken zwar, machte aber zumindest mit meinem Handy ein paar Aufnahmen, um der Sache in Ruhe nachzugehen. Denn es hing da ein Transparent mit der Aufschrift www.plan-deutschland.de – doch das sagte mir nichts. Immerhin konnte ich so direkt ausschließen, dass es sich um eine CSU-Aktion handelte (denn dann hätte es ja www.kein-plan-deutschland.de heißen müssen ;-) ). Okay, es ging um eine der üblichen Patenschaftsorganisationen. Und mit obigem Link habe ich im Gegenzug für das ungewöhnliche Fotomotiv auf die Organisation aufmerksam gemacht, damit sind wir quitt, denke ich mal.

Bei meinen Recherchen bin ich allerdings noch auf zwei Webadressen aufmerksam geworden, die mir bis dato völlig unbekannt waren:
ziegen-treff.de Ein Forum rund um Ziegen mit dem verheißungsvollen Untertitel “Bock auf Ziegen”. Die Tipps da kann man bestimmt mal brauchen, wenn man sich so was anschafft. Oder geschenkt bekommt. Hm …
“Netrind mobil” fand ich dann noch einen tollen Namen für eine Software, die auf dem Handheld läuft. Einfach mal ausprobieren, wenn man eine Rinderherde zur Hand hat.

Übrigens erinnere ich in ländlichen Zusammenhängen immer wieder gerne an einen meiner Lieblingsfilme: “Sie sind ein schöner Mann!”

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