Einfach so …

Was in die Gedanken purzelt …

Podpüree – gemeinsam podcasten

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Tönende Studenten!

Tönende Studenten!

Gelegentlich nutze ich diesen Blog auch, um auf das ein oder andere Projekt meiner Studenten aufmerksam zu machen: Das Foto zeigt die munteren Teilnehmer eines recht interessanten Gemeinschaftsprojekts: Studenten der Hochschule der Medien Stuttgart (Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement, Prof. Stang) und der Universität Ulm (Medieninformatik, meine Wenigkeit) haben gemeinsam eine experimentelle Podcastreihe auf die Beine gestellt. Alle Einzelheiten dazu auf der Projektseite “Podpüree”. (PS: Da sich alle Studentinnen und Studenten wirklich superviel Mühe mit dem Projekt gegeben haben, wäre es eine feine Sache, wenn Ihr vielleicht andere darauf aufmerksam machen würdet – ein dickes Danke von mir dafür :-) ).

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Muttertag 2008: Verwirrte Mütter

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muttertag-2008.gifWie man meiner Seite “Muttertag für harte Kerle” entnehmen kann, sind Männer durchaus offen für den Gedenktag der Blumen- und Süßwarenindustrie. Man hat ja schließlich eine romantische Ader. Außerdem sind Männer mathematisch begabt und haben sich gemerkt: “Zweiter Sonntag im Mai = Anschrift von Mutti in Google Maps raussuchen”. Eventuell werfen sie aber auch einen Blick in ihren Taschenkalender und dort … lauert der große Schreck! Heuer muss man Fleurop bereits für übermorgen beauftragen, denn da ist der Tag auf den 4. Mai vorverlegt worden. Das taten die Kalenderhersteller auf Wunsch der Industrie, weil der 11. Mai diesmal Pfingsten ist und damit – eigentlich – nicht verkaufsoffen. Aber unsere Wirtschaft ist schwankend wie ein Halm im Wind und hat sich, nach Drucklegung der Kalender, entschlossen, doch den 11. Mai zu nehmen.
Tja, jetzt sind wir Männer ganz schön in der Patsche. Rücken wir nicht am 4. 5. mit einem Präsent an, wird die junggebliebene, kalenderlesende Erzeugerin ins Telefon rufen: “Du liebst mich nicht!” Trudeln wir hingegen am 4. 5. ein, wird die traditionsbewußte, zeitungslesende Ahnin vorwurfsvoll sagen: “Noch nicht mal den Muttertag hast du richtig im Kopf!”. Machen wir uns aber sicherheitshalber am 4. 5. und am 11. 5. auf den Weg, wird das Mütterlein sagen: “Du schon wieder? Du willst Dir wohl Dein Erbteil sichern!” Klar, es gäbe noch die Möglichkeit, an beiden Tagen nichts zu machen – aber glauben Sie mir, das ist nicht wirklich ein Ausweg.
Nein, nein, mein ganz persönlicher Vorschlag ist:
1. Senden Sie heute noch ein Kärtchen mit dem Titel “Vorfreude ist die schönste Freude!”.
2. Auf der Rückseite des Kärtchens führen Sie diverse Links zu Wikipedia, zum Greogoriansichen Kalender und zur Berichtigungsseite des Kalenderherstellers “Brunnen” auf, die zweifelsfrei belegen, dass momentan noch kein Geschenk erforderlich ist.
3. Vermerken Sie sicherheitshalber mit Ihrer Unterschrift, dass Sie ohne Vorbehalte bereit sein werden, den 11. 5. als Muttertag zu akzeptieren.
4. Warten Sie eine Woche.
5. Kommen Sie dann wie gewohnt zum Muttertag mit dem üblichen Präsent – Ihre Mutter wird Sie mit strahlenden Augen empfangen!

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Ein abenteuerliches neues Jahr …

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… wünscht Euch der Männerblog!
Möge dieses Jahr verwegen und lebendig sein!mb-2008.gif
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Mann, sei auf der Hut! – Basken unter sich.

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baskenmuetze.jpgMänner können schonungslos gegenüber der eigenen Person sein! Ja, sie blicken der Wahrheit offen und mutig ins Gesicht! Zum Beispiel, wenn die Stirn immer höher wird und die vorderen Haare immer dünner werden. Das hat nämlich beim augenblicklichen Schauer- und Schneeregen-Wetter den Nachteil, dass sich jene vordere Haarpracht kräuselt und man wie frisch aus dem Kissen aussieht. Wenn dieses Stadium erreicht ist, dann schaut der Mann in den Spiegel, nickt leise vor sich hin und sagt: „Jau, Jung, jetzt is dat soweit. Es gibt immer ein erstes Mal!“
Mit diesen Gedanken im Sinn machte ich mich auf, dem Weihnachtsmarkt am Ulmer Münster entgegen. Dort gab es nämlich einen Mützen- und Hut-Stand. Der stämmige Verkäufer entdeckte in mir ohne Probleme seine Zielgruppe und reichte mir mit flotter Hand ein grünliches Filzding. So tief war ich nun doch noch nicht gesunken. Auch wenn der Gamsbart, oder wie das Ding heißt, fehlte – das war nun überhaupt nicht mein Geschmack. Sicherheitshalber wies ich ihn darauf hin, dass ich etwas suche, das meinem tatsächlichen Alter entspräche. Das schien ihn ins Grübeln zu bringen, aber er reichte mir immerhin etwas, das durchaus auch ein Humphrey Bogart hätte tragen können. Wenn Bogart denn Jeans und Sympatec-Jacken getragen hätte. Aber so wirkte das nicht richtig. Ein weiteres Modell wurde mir aufgesetzt, das ich nach einem Blick in den Spiegel für gar nicht schlecht hielt. Ich fragte mein Gegenüber, für wie alt er mich mit dieser Kopfdeckung halten würde. Nun, seine zögerliche Antwort lag deutlich über meinem gefühlten Alter.
Jetzt schleppte er einen Satz Basketball-Mützen an. Prinzipiell sicherlich die richtige Richtung,
(weiterlesen …)

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Bundeskanzlerin sucht Männer

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frag-finn.gifVor einigen Tagen hat Frau Merkel (Bundeskanzlerin) eine Suchmaschine für Kinder eingeweiht: fragFINN.de. Toll. Und ein “Expertenteam” sucht die Seiten aus. Dafür werden immerhin von Ministeriumsseite ca. 1,5 Millionen Euro als Anschubfinanzierung locker gemacht. Okay, nun gibt es zwar schon eine mehrfach preisgekrönte Suchmaschine seit vielen, vielen Jahren – nämlich “Blinde Kuh”, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein.
Da Männer neugierig sind, habe ich den kleinen Finn direkt getestet. Ich gebe – ganz kindgemäß – das Wort “Hausaufgaben” ein. Uiuiui – Platz 1 belegt www.hausaufgabe.de. Na, der Name kommt mir aber durch Medienberichte bekannt vor. Richtig. Hier muss gezahlt werden. Per SMS. Und je SMS für 1,99 Euro, wenn ich das da richtig lese. Hm, “handverlesene” Suchergebnisse? Tja, da scheinen wir ja nun verschiedene Ansichten über empfehlenswerte Seiten zu haben.
Also lassen wir den Kinderkram und geben mal “Männer” ein. Na, das ist doch schon bedeutend besser! Platz 1 belegt “FC Bayern Frauenfussball” und etwas danach “Die Frauen der Kelten” – da kann man was dazu lernen!
Und schließlich nehmen wir jetzt noch den Suchbegriff, nur mal zum Vergleich, “Frauen”. Hm, wieder die “Frauen der Kelten” … das finde ich jetzt etwas ermüdend. Am Schluss wissen unsere Kids alles über die Frauen der Germanen und Teutonen – aber nichts über ihre Klassenkameradin. Doch nur 3, 4 Resultate weiter kommt dann doch etwas Alltagsnahes: “Die Frauendatenbank”. Hm, gut okay, die startet nun mit Alice Schwarzer, aber gleich darunter wird eine gewisse “Jeanne Françoise Julie Adélaïde Récamier” (geboren 1777) aufgeführt … Naaa jaaa, also ob uns so was jetzt bei PISA weiter voran bringt? Na, jedenfalls schafft diese Maßnahme Arbeitsplätze, und wir sehen, dass die Politik auch etwas für unsere Kinder tut! Jawohl!

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Männer-Aufbewahrung am Weihnachtsmarkt

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weihnachtsmarkt.jpgWeihnachtszeit – Shoppingzeit. Zumindest für Frauen. Männer stehen dem Trubel distanzierter gegenüber, werden aber oft gegen ihren Willen von Geschäft zu Geschäft geschleppt. Unter diesem Gesichtspunkt ist der Einsatz sogenannter “Shopping-Friends”, wie sie die Stadt Celle zur Verfügung stellt, begrüßenswert: Es handelt sich dabei um junge kräftige Männer, die einkaufende Frauen zur Verfügung gestellt bekommen. Zum Tragen der Taschen usw. Währenddessen gibt es für die so entlasteten Partner ein “Männer-Parking”: In einer gesonderten Hütte am Weihnachtsmarkt kann man Sportfernsehen schauen, Skat spielen oder ein gepflegtes Bier trinken. Die Touristikseite von Celle weist darauf hin, dass auch eine “Betreuerin” in der Hütte vorhanden ist, führt deren Aufgabenfelder allerdings leider nicht in Einzelheiten aus – hier wäre ich mal für einen Erlebnisbericht dankbar. Jedenfalls eine schöne Idee für jeden Weihnachtsmarkt.
Und da wir uns nun gerade gedanklich auf Weihnachten eingestimmt haben: Wie würde Ihre Partnerin denn in einem feschen Weihnachtskostüm aussehen? Probieren Sie einfach einmal dieses Anzieh-Spiel, und Sie werden auf völlig neue Ideen kommen!

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Oder: Jesus in Tannöd

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Harald Schmidt macht viel mit.Also Harald Schmidt hat was. Sicher, im Laufe der Jahre hat er auch was Ermüdendes. Aber immer mal wieder gelingt es ihm, dass man stutzt und schmunzeln muss. Dreist und unverfroren bringt er
auf dem Buchdeckel SEX, Jokobsweg, Genetiv, Vermessung und Focus unter – samt seinem eigenen Namen und dem Foto eines Fernsehstars. Toll auch seine Einführung des Buches:

Der neue Schmidt ist ein Meisterwerk der Verschenkliteratur. Kaufen-schenken-wegstellen: Der Dreiklang des modernen Zeitalters. Natürlich hat kein normaler Mensch mehr Zeit, Bücher zu lesen. Titel? Unwichtig. Autor? Genau, oder so ähnlich. Entscheidend: Hat man schon mal gehört und klingt doch so wie. Wer auf dem Weg zum Gate noch schnell mal dieses Buch kauft, hat vier Bestseller auf einmal. Das sind mehr, als der Beschenkte auf den ersten und letzten flüchtigen Blick erfassen kann. Dann auf s Hörbuch warten.

Ja, so ist er, unser Harry. Übrigens sagt er im Cicero auch ein paar Worte zu seinem Buch. Unter anderem: “Potter wäre rechtlich heikel gewesen. Deutsch-Irgendwas/Irgendwas-Deutsch hätte man noch mit reinnehmen können. Hätte ich bis Ende Mai 2007 Zeit gehabt, hätte das Buch vielleicht ‘Jesus in Tannöd’ geheißen. Aber man kann nicht alles haben.”
Übrigens stellt er auch die Frage, warum es “keine Zeitschrift speziell für den Mann ab 50 (Mode, Wellness, Tischdekoration)” gibt. Nun, ich denke, ich werde ihm demnächst mal eine Freude machen. Ich habe nämlich gerade ein kleines Origimai-Buch geschenkt bekommen, Wenn das mit dem Falten hinhaut, bringe ich hier dann mal eine kurze Bastelempfehlung. Hoffentlich liest er die dann auch … ;-)

auf dem Buchdeckel

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Haste mal ‘n Känguru?

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Kängurus wachsen auf Bäumen Hier mal eine Sache aus der Mottenkiste des Deutschen Fernsehens: Das links ist Bernhard. Bernhard Grzimek. Wenn Ihr Eure Väter oder Großväter fragt, dann werden die etwas mit dem Namen anfangen können – der huschte nämlich in den 60-er Jahren abends über die Mattscheibe, war Zoologe und Tierfotograf und hat meist irgendwelche kleinen Hüpfer ins Studio mitgebracht. Der WDR und Hessischer Rundfunk, die Sender mit Herz für die ältere Generation, zeigen nun etliche Folgen als Videocast.
Solch tiefsinniges Archivmaterial lehrt uns auch, wie sehr sich die Zeiten geändert haben: In dieser Folge begrüßt Grzimek seine Zuschauer mit dem Hinweis, dass er zwar seit 16 Jahren versucht, eine bestimmte Känguru-Art für den Zoo zu erhalten (eine, die sich von Baumstamm zu Baumstamm hangelt), damit aber bisher Pech hatte. Er fährt dann fort: “… bis mir jetzt Herr Weber aus Manukau in Neuseeland ein Paar mitgebracht hat. Die werden dort auf dem Wochenmarkt verkauft …” Offensichtlich war die Angst vor Terroristen in jenen goldenen Zeitaltern der Fluggeschichte deutlich geringer. Man steckte einfach ein paar Tierchen, die man auf einem Wochenmarkt fand, ins Reisegepäck und flog ab. Und heute? Heute gefährden bereits ein paar Milliliter Flüssigkeit die Flugsicherheit … hm …

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Knack-Nüsse für Klein-Wilhelm

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Für die reifere Jugend …“Ihr Jungen, ihr spielt wohl gern Soldat? – Aber wißt ihr auch, was es auf sich hat? – Hurra, in den Feind, marsch, marsch, fällt’s Gewehr! – Nicht wahr, Jugens, das gefiele euch sehr? – So ging’s Anno dreizehn in Leipzigs Schlacht, – Da haben wir Deutschland frei gemacht! – Zwei Schuß in den Arm und drei ins Bein – Nun müssen wir Invaliden sein.”
Die Zeilen stammen aus dem Kinderbuch “Wie’s im Hause geht nach dem Alphabet” von 1904 und führen zu einem wirklich interessanten DFG-Projekt der Uni Oldenburg: Dort wurden fast 400 Kinderbücher – überwiegend aus dem 19. Jahrhundert – für das Internet aufbereitet. Die Scans erlauben ungeahnte Blicke in die Illustrationskünste jener Zeit, ausgesprochen vergnüglich auch für Nicht-Historiker. Ein Tipp: Durch Klick auf die kleinen Bilder erhält man eine höhere Auflösung – wenn man dann noch in Firefox die Erweiterung “Mouse Gesture” einsetzt, sieht man jedes Detail.
Projekt “Digitalisierte historische Kinderbücher”. Daraus: Bildgewaltig – “Pracht ABC-Buch” von 1870. Für Rätselfreunde: “Zehn Schock Knack-Nüsse” von 1877.

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Rigoletto am Ulmer Theater

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Mal ein kurzer Tipp für die Ulmer: Am Pfingstsonntag habe ich mir Rigoletto angeschaut – eine ganz ausgezeichnete Aufführung! Konservativ, aber vom Chor bis zum Bühnenbild sehr gut umgesetzt. Kwang-Keun Lee (Rigoletto) hat eine wunderbar kräftige Stimme, aber eben auch Hélène Lindqvist (Gilda), so dass endlich, endlich mal wieder auch auf einer Bühne ein Duett nach einem Duett klingt (meist fallen die Frauenstimmen ja dabei zurück, was viel vom Reiz dieser Stücke nimmt). Im Juli gibt es übrigens 3 Freilichtaufführungen auf der Wilhelmsburg (Audio-Einführung in mp3, Fotos).

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Hängende Blaumänner

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Blau, blau, blau blüht der … Wir schreiben den 1. Mai 2007. Tatsächlich lasse ich mich zu einer Maiwanderung überreden (allerdings ohne Bierkasten oder Leiterwagen usw. – das will ich hier nur betont haben!). Aus dem “Wanderführer Schwäbische Alb” wird die Route Nr. 30 ausgesucht. Die Überschrift treibt die Spannung auf den Höhepunkt: “Bussen – Auffallende Landmarke vor der Schwäbischen Alb”. Möhringen, Offingen, Göffingen – Orte, von denen ich bisher noch nie etwas vernommen hatte. Trotzdem empfehlenswert. Jedenfalls: In “Unlingen” gibt es ein Gasthaus neben der Kirche – dort gelang mir jener Schnappschuss, der viel Raum zum Nachdenken lässt … :-) (Foto größer.)

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Undurchsichtiger Ole

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Er hat ein Händchen für neue MedienDas da links ist Ole. Ole ist Bürgermeister von Hamburg. Und Ole hat seinen ersten Videocast veröffentlicht. Auf YouTube. Das hat er von Angelika abgeguckt, aber wir wollen mal nicht so sein. In den ersten Sätzen erklärt er, dass sich so etwas für die „Medienstadt“ Hamburg gehöre.
Nun, Hamburg ist eine meiner Lieblingsstädte (Gruß an Susanne und Günter), in der ich immer wieder gern bin. Aber auf Ole bin ich heute nur deshalb gestoßen, weil diese Stadt absolut nichts von Web-Auftritten versteht. Als stilles Fördermitglied des Kindergartens Grindelberg habe ich nämlich gerade für diesen eine Homepage fertig gestellt. Und danach wollte ich, naiv, wie ich bin, den neuen Link einem zentralen Verzeichnis von Hamburger Kindergärten melden. Geht ja flink. Dachte ich. „hamburg.de“ war schon mal nix (wer hinter dieser Domain steckt, ist auch im Impressum nicht wirklich erkennbar) – nein, Behörden finden sich unter „fhh.hamburg.de“. Das hat nun nichts mit einer Fachhochschule zu tun. Das bedeutet „Freie und Hansestadt Hamburg“. Liegt ja auf der Hand. Also dort die Suchfunktion benutzt. Und schwupps – lande ich auf irgendeiner Ergebnisseite, die keine Ergebnisse zeigt, dafür aber jede Menge Werbung. Werbung? Ja, dem Hamburger Senat scheint es schlecht zu gehen – wahrscheinlich verdient er sich mit Werbung ein paar Euro dazu. Meinetwegen. Wenn ich denn endlich mal eine gescheite Kontaktadresse bekäme. Also zu Fuß durchhangeln. Bei einer Navigation, die ihre besten Tage hinter sich hat. Und so lande ich schließlich bei Oles YouTube-Video. Das gibt es übrigens auch als mp4-Datei (11 MB), im mpeg1-Format (37 MB) und im wmv-Format (54 MB!). Toll, Ole, ganz, ganz toll. Aber bitte, bitte steck das Geld aus der Werbung doch in einen vernünftigen Web-Auftritt. Sonst ist die Antwort auf die Frage, die Du in Deinem Videocast am Anfang stellst, ziemlich klar: „Vielleicht fragen Sie sich, warum machen wir das eigentlich?“ …

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Sie sind ein schöner Mann!

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Gut aussehende Männer gibt es immer wieder ...Wir alle kennen das Problem so oder so ähnlich: Man kauft eine gebrauchte Melkmaschine, diese verursacht einen Stromschlag, man muss nach einer neuen Partnerin Ausschau halten. Der französische Bauer Aymé (Michel Blanc) ist in solchen Dingen unerfahren (also jetzt nicht in Sachen Melkmaschinen, sondern in Sachen Frauen) und schaltet eine Agentur ein, die notleidende Frauen in Rumänien unterstützt. So gelangt Elena (Medeea Marinescu) auf seinen Hof, die zwar ein sanftes Gemüt hat, aber gelegentlich schwer zu erheitern ist (“Seit einigen Tagen ist sie sonderbar. Ich werfe mit einem Ei – und sie lacht nicht.”) Auch das kennen wir aus unserem Alltag. – Okay, ich war am Wochenende in dem Film “Sie sind ein schöner Mann!” (der Titel sprach mich irgendwie an ;-) )und fand den ausgezeichnet! Natürlich haben wir es mit der üblichen Handlung zu tun (nettes Mädel trifft unscheinbaren Mann und lernt ihn lieben) und auch das Ende ist vorhersehbar (kriegen sie sich – nein, ich verrate nichts!). Soweit also nichts “Ausgefallenes”. Aber es sind die vielen kleinen Dinge, die sich durch den Film ziehen, und die einem immer wieder ein Schmunzeln entlocken (die soapopera-schauende erste Frau, das Suchen eines Klassik-Senders in seinem Traktorradio, der Beleg seiner Kenntnisse ihr gegenüber durch die kühne Behauptung, dass Mozart bei seinem Tod taub war, der Verwandte, der mit Leichtigkeit errät, dass er King Kong ist usw.). Immer wieder überrascht ein neuer kleiner Einfall, ohne dass er überzogen wird oder als Running Gag zur Plattheit mutiert. Und zusätzlich ist Medeea Marinescu auch etwas fürs Auge … Das mal als Kinotipp der Woche.
Weitere Infos: Besprechung bei Cinema.

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Frauen dieser Welt …

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Der Männerblog grüßt am Frauentag! … könnt ihr mich hör’n? So trällerte einst van Dannen und die “Toten Hosen” übernahmen es. Ja, Frauentag is, ihr Buben! Gell, das hättet ihr jetzt nicht unbedingt bemerkt? Also ich auch nicht. Wenn da nicht einige Interviewanfragen gekommen wären (u. a. von der netten Sabrina von “Top FM”). Also ich will da jetzt auch nicht viel rumreden – Geschichte usw. könnt Ihr ja in Wikipedia nachschlagen. Aber es hat mich doch gerührt, wie liebevoll die Gewerkschaft der Polizei eine Seite für die Mitarbeiterinnen gebastelt hat! (Obwohl ich bei dem Satz “Wir wünschen euch einen erlebnisreichen … Tag im Kreise eurer … Kollegen” eine leichte Deutungsunsicherheit spüre.)
Ja, mit kleinen Dingen Freude machen, das soll das Motto des heutigen Tages sein! Zum Beispiel schnell noch der Kollegin einen “Stifteständer” basteln (nach unten scrollen), mit Materialien, die in jedem Büro vorhanden sind. Oder einfach mal der Frau auf der Straße kurz auf die Schulter klopfen und leise sagen: “Ich wollte einfach nur mal Hallo sagen. Und: Weiter so!” Ihr Blick wird Euch noch lange folgen! Auf denn …! (Und ruhig mal wieder den ganzen Liedtext bei den Toten Hosen durchlesen – vielleicht damit ein Ständchen einüben und die Partnerin heute Abend überraschen? Nur ein Vorschlag – aber denkt mal drüber nach …)

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