Als Holzfäller geboren

An manchen Abenden, wenn ich vor die Tür trete und in den sternenklaren Nachthimmel schaue, weiß ich, wozu ich eigentlich berufen bin: zum Holzfäller. Genauer: Holzfäller irgendwo in Kanada, in diesen endlosen Wäldern, die im Winter von dicken Schneeschichten belegt sind. Und dann, wenn der Schnee dem satten Grün weicht, schultere ich meine Axt und vollbringe im Wald mein Tagwerk. Gelegentlich rufe ich mit einer rauen Stimme “Timbre!” und alle wissen Bescheid. Dann, wenn die Dämmerung kommt, führt mich mein Weg zurück zur jener Hütte am Waldesrand, in der mein Frauchen bereits mit den Soja-Bratlingen (ich bin Vegetarier) wartet. Nach dem Essen schauen wir zusammen noch still (Holzfäller machen nicht viele Worte) eine Weile in den Nachthimmel, legen uns dann auf die Bärenfelle (von einem Freund geschossen, ich kann kein Blut sehen) und schlafen glücklich ein. … Ja, das wäre ein Leben! Und Millionen Männer auf der ganzen Welt haben den gleichen Traum. Kein Wunder, dass Monty Python bereits im vergangenen Jahrhundert jene Ballade verfilmte, die deutlich zeigt, dass Holzfäller meist einsam sind. – Die wurde übrigens mit tollen Rollenspielfiguren nachgestellt. – Dass übrigens auch Frauen in unserer modernen Welt auf solch kernige Männer stehen, zeigt eindrucksvoll diese Werbeanzeige.




Wie ich den Sketch liebe!!!
)