Er hat viel Holz vor der Hüttn!

An manchen Abenden, wenn ich vor die Tür trete und in den sternenklaren Nachthimmel schaue, weiß ich, wozu ich eigentlich berufen bin: zum Holzfäller. Genauer: Holzfäller irgendwo in Kanada, in diesen endlosen Wäldern, die im Winter von dicken Schneeschichten belegt sind. Und dann, wenn der Schnee dem satten Grün weicht, schultere ich meine Axt und vollbringe im Wald mein Tagwerk. Gelegentlich rufe ich mit einer rauen Stimme “Timbre!” und alle wissen Bescheid. Dann, wenn die Dämmerung kommt, führt mich mein Weg zurück zur jener Hütte am Waldesrand, in der mein Frauchen bereits mit den Soja-Bratlingen (ich bin Vegetarier) wartet. Nach dem Essen schauen wir zusammen noch still (Holzfäller machen nicht viele Worte) eine Weile in den Nachthimmel, legen uns dann auf die Bärenfelle (von einem Freund geschossen, ich kann kein Blut sehen) und schlafen glücklich ein. … Ja, das wäre ein Leben! Und Millionen Männer auf der ganzen Welt haben den gleichen Traum. Kein Wunder, dass Monty Python bereits im vergangenen Jahrhundert jene Ballade verfilmte, die deutlich zeigt, dass Holzfäller meist einsam sind. – Die wurde übrigens mit tollen Rollenspielfiguren nachgestellt. – Dass übrigens auch Frauen in unserer modernen Welt auf solch kernige Männer stehen, zeigt eindrucksvoll diese Werbeanzeige.

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7 Responses to “Als Holzfäller geboren”

  1. Wie ich den Sketch liebe!!! :o )

  2. Ja, dass kann ich mir vorstellen und öhm.. das heisst “Timber”, “Timbre” ist die Klangfarbe bei Gesang ;-)

  3. Junge, Junge, von der Holzwirtschaft hast Du aber auch sowas von keine Ahnung. Wenn sich das erste Grün zeigt, ist es fürs Bäume fällen zu spät. Das machst Du tatsächlich genau dann, wenn die dicken Schneeflocken die Spuren Deines Unimogs (falls Du einen hast) verwischen.

  4. Tatsächlich? Mitten im Winter? Das finde ich aber eine sehr ungünstige Jahreszeit. Dann sollte man das vielleicht lieber auf der südlichen Halbkugel machen, sagen wir Neuseeland? Dann müsste ich im Sommer ausrücken … das wäre ja okay :-)

  5. Das hättest Du wohl gerne ;-)
    “Dann, wenn die Dämmerung kommt, führt mich mein Weg zurück zur jener Hütte am Waldesrand, in der mein Frauchen bereits mit den Soja-Bratlingen (ich bin Vegetarier) wartet.”
    Die Frau ist auf der Jagt und schut sich mal an, was so alles in der Nachbarschaft wohnt!

  6. Ok, Männer sind einfach gestrickt.. Ich frage mich nur die ganze Zeit, weshalb man Mitten in der Wildnis wiederholt nach einer Briefmarke (timbre) verlangen mag. Muss wohl ein Männertick sein. Ich hab’s bis jetzt ehrlich nicht begriffen, doch wenn ich mir das ganze in Bild und Ton vorstelle hat die Szene für mich als Zuschauer durchaus ihren Reiz ‘-)

  7. Schade, da ist schon jemand auf “Timbre” angesprungen. Ich stellte mir das gerade so nett vor, wie jemand “Timbre” ruft und das Säuseln des Waldes die Klangfarbe ändert ….

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